Karl Seeger, (72) Kriegsteilnehmer, Sportjournalist, Autor des Buches "Generation ohne Beispiel" Verlag für Zeitgeschichte, Butzbach.

Um der Wahrheit willen

Wie treffend die fachlichen Zweifel des Brigadegenerals a.D. Dr. Roth sind, wird allein durch die unfachliche, unwissenschaftliche Entstehungsgeschichte dieser "Schmähausstellung" gegen die deutsche Wehrmacht bestätigt.

Die Linken Reemtsma und Heer treten zwar als Finanzier und Initiatoren auf. In Wirklichkeit heuerte Reemtsma einen jungen freischaffenden "Kommunikations-Designer" an, der alles ohne wissenschaftlichen Beistand zusammengetragen und konzipiert hat. Es handelt sich um den 34-jährigen Christian Reuther in Würzburg, in Frankfurt geboren. Sein Vater ist der Journalist und Kunstkritiker beim WDR 3, in der Nachkriegszeit war er für die "Frankfurter Rundschau" tätig.

Christian Reuther hatte am 27. Februar mit dem Reporter Franz Barthel über den Bayerischen Rundfunk, Welle Mainfranken, ein Interview, daß er für den Millionär Reemtsma diese Wehrmachtsausstellung geschaffen habe. Seine Ausführungen waren für mich so interessant, daß ich mich um eine Kontaktaufnahme bemühte, weil ich mich als Buchautor und Herausgeber des zeitgeschichtlichen Wahrheitsbuches "1912-1932 Generation ohne Beispiel" weit über drei Jahrzehnte mit der teils miterlebten Zeitgeschichte befaßte.

So habe ich mich auch am 4. März um 10.00 Uhr bei Christian Reuther bekannt gemacht. Er sei doch nun, nach seiner Wehrmachtausstellung und dem Rundfunk-Interview, in der Öffentlichkeit eine Person der Zeitgeschichte geworden. Es wäre gewiß interessant, über die Entstehung seiner Ausstellung Näheres zu erfahren.

Christian Reuther erzählte mir dann, daß er sich auf Ausstellungen spezialisiert habe. Er hätte eine vielbeachtete Ausstellung über einen jüdischen Friedhof u.a. geschaffen. Im Jahre 1993 hätte Reemtsma mit ihm Kontakt bekommen. Er hatte damals die Planung eines großen Projekts "Fünfzig Jahre nach 1945". Die furchtbaren 200 Tage nach der Auschwitz-Befreiung, Kapitulation am 8. Mai, Nürnberger Prozeß bis zum Abwurf der Atombomben in Japan etc. Auf diese Planung hat Reemtsma verzichtet. Statt dessen wurde die Ausstellung gegen die deutsche Wehrmacht geplant.

Christian Reuther war als Ausstellungsspezialist von Reemtsma dazu beauftragt. "Ich wurde dann zwei- bis dreimal nach Moskau und nach Minsk geschickt, um in ehemaligen Sowjetarchiven Bildmaterial zu sichten, auf denen deutsche Soldaten in Aktion zu sehen waren", sagte Reuther.

Er kennt auch nicht Stalins Partisanenbefehl vom 17.11.1941 mit dieser Anweisung: "Die Jagdkommandos sollen, überwiegend aus Beutebeständen in Uniformen des deutschen Heeres und der Waffen-SS eingekleidet, die Vernichtungsaktionen ausführen. Das schürt den Haß auf die faschistischen Besatzer und erleichtert die Anwerbung von Partisanen im Hinterland der Faschisten."

"Meine Aufgabe war nur, daß ich aus vorgefundenem Bildmaterial eine Ausstellung aufbaue. Es hat auch Fotos in Ludwigsburg und durch Prof. Messerschmidt in Freiburg gegeben", so Reuther.

Was linke Medienmacher uns über die "wissenschaftlich erforschte Ausstellung" einreden wollten, ordnet man am besten dem heutigen "Zeitgeist" zu.

Als alter Soldat und Zeitzeuge habe ich als jahrzehntelanger Fußballjournalist gelernt, stets beide Seiten (Mannschaften) objektiv und fair zu kritisieren.


* PK = Propaganda-Kompanien


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