Vorwort

Ich hatt einen Kameraden (16943 Byte)

Hier spricht die Generation der Väter und Großväter, der Kriegsteilnehmer, der sogenannten "Kriegsverbrecher", die man mit der fragwürdigen Tournee-Ausstellung "Vernichtungskrieg - Verbrechen der Wehrmacht 1941 - 1944" einer unbeteiligten jüngeren Generation verfälscht vorstellt.

Bei dieser kleinen Schrift geht es nicht um Aufrechnung, sondern um die geschichtliche Wahrheit, denn nur Wahrheit versöhnt und die Lüge spaltet. Nur die ganze Wahrheit schafft Frieden, die Ausstellung aber zerstört und polarisiert. Die Apologeten vergangener Feindbilder und zerbrochener marxistischer Erlösungsdogmen, suchen mit einseitigen Darstellungen neue Wege, um ihr altes Weltbild aufzuwerten.

Daß das alles auf dem Rücken einer fehlinformierten jungen Generation erfolgen soll, ist unfair, und dagegen wehren wir uns, die Generation der Zeitzeugen, mit Kräften.

Keine Armee ist frei von Schuld, auch nicht die aus dem Westen kommenden "Soldaten Christi", wie sie sich selbst nannten. Nur sollte bei allen Untersuchungen über diese Zeit die historische Wahrheit den Ausschlag geben und nicht eine Ideologie. Wir wenden uns der Zukunft zu, weil diese für die nachkommenden Generationen einzig und allein wichtig ist. Die Grundlage für eine lebenswerte Zukunft kann aber immer nur die Wahrheit sein und nicht die Lüge, nicht die Verfälschung oder das falsche Zeugnis.

Die Soldaten aller Armeen haben sich schon lange über den Gräbern ihrer Gefallenen, ihrer toten Kameraden, die Hand zur Versöhnung gereicht. Gemeinsame Totenehrungen, das große Werk der Kriegsgräberfürsorge, der Errichtung von Mahnmalen in den ehemaligen Kampfgebieten unter Beteiligung der jetzt dort lebenden Bevölkerung in Ost und West, die gegenseitigen Ehrenbezeugungen ehemaliger Gegner sind Ausdruck eines großartigen Versöhnungswerkes, das durch diese Ausstellung gefährdet wird. Wir aber stehen gemeinsam gegen verfälschende Einseitigkeiten, die nicht nur uns, sondern die Soldaten aller Nationen treffen. Und solange wir noch eine Stimme haben, werden wir unsere Enkel im Kampf für Wahrheit unterstützen.

Heinz Drenger und Hein Mayer,
aus den verlustreichsten Jahrgängen 1920/21,
beide Kriegsteilnehmer, mehrfach verwundet,
in der Sowjetunion als "Kriegsverbrecher" verurteilt,
nach fast 11jähriger Zwangsarbeit heimgekehrt
und seit 1992 von russischen Gerichten
freigesprochen (rehabilitiert).


Stimmen ehemaliger Gegner

Die Wehrmacht war ein großartiger Kampfverband, der hinsichtlich Moral, Elan und innerem Zusammenhalt unter den Armeen des Zwanzigsten Jahrhunderts nicht seinesgleichen fand.

Martin van Crefeld
US-jüdischer Militärgeschichtler


Kein Zweifel, daß die Deutschen aller Dienstgrade ihr Kriegshandwerk besser als die Briten verstanden haben. Ihre Kenntnis der Waffen, die ihnen zur Verfügung standen, und deren Anwendung war in fast allen Fällen überlegen. Sie waren zähe, geschickte, entschlußkräftige und wohldisziplinierte Soldaten. Ihr Standard wurde nur hin und wieder durch einige der britischen Truppen übertroffen.

Michael Carver
britischer Feldmarschall im 2.Weltkrieg


Inzwischen eingesehen, daß meine damalige Beurteilung der Haltung des deutschen Offizierkorps und der Wehrmacht nicht den Tatsachen entspricht, und ich stehe daher nicht an, mich wegen meiner damaligen Auffassung zu entschuldigen.

Der deutsche Soldat hat für seine Heimat tapfer und anständig gekämpft. Ich für meinen Teil glaube nicht, daß der deutsche Soldat als solcher seine Ehre verloren hat.


Die Tatsache, daß gewisse Individuen im Kriege unehrenhafte und verächtliche Handlungen begangen haben, fällt auf die betreffenden Individuen selbst zurück und nicht auf die deutschen Soldaten und Offiziere.

Dwight Eisenhower, ehem. Präsident der USA


Der Sieg ging an die Alliierten, der soldatische Ruhm an die Deutschen.

Drew Middleton, US-Militärpublizist

.


Verneigen wir uns vor den Deutschen, die in diesem Kampf gefallen sind. Ihre Söhne bezeugen wie die unseren, daß eine neue Zeit beginnt.

Francois Mitterrand
ehem. Staatspräsident von Frankreich


Zum nächsten Kapitel
Zum Inhaltsverzeichnis