III. Die Revisionisten
A. Was sagen die Revisionisten?
Jedermann weiss heutzutage, dass es eine Gruppe von Menschen gibt, welche das vorherrschende Bild vom Schicksal der Juden im Dritten Reich radikal in Frage stellen. Diese Menschen bezeichnen sich selbst als „Revisionisten" oder genauer als „Holocaust-Revisionisten". Von den Medien werden sie mit dümmlichen Totschlagevokabeln wie „Auschwitz-Leugner" beschimpft und kurzerhand mit „Rechtsradikalen" in einen Topf geworfen.
Würde man den Durchschnittsbürger fragen, was diese Revisionisten eigentlich behaupten, und worauf sie ihre Behauptungen stützen, wüsste er darauf nichts zu antworten. Dies ist ganz unvermeidlich, weil die unter strikter Kontrolle stehenden Mediencliquen die Anweisung haben, nichts über revisionistischen Argumente verlauten zu lassen. So entsteht bei vielen der völlig irrige Eindruck, die Revisionisten würden das Leiden der Juden während des Zweiten Weltkriegs leugnen. In Wirklichkeit bestreitet niemand, dass ein erheblicher Teil des Judentums unter der deutschen Herrschaft in Konzentrationslager eingeliefert wurde, wo eine grosse Zahl der Deportierten an Seuchen und Entkräftung starb. Ebensowenig wird das Vorkommen von Judenerschiessungen vor allem an der Ostfront in Abrede gestellt.
Bestritten werden von den Revisionisten folgende drei Punkte:
Es stimmt auch nicht, dass der Revisionismus „rechtsradikal" sein soll, denn er ist keine Ideologie. Er ist, wie Prof. Robert Faurisson zu sagen pflegt, eine Methode. Die Revisionisten überprüfen das offizielle Bild vom „Holocaust" mit denselben Mitteln, wie sie für andere Perioden der Geschichte allgemein anerkannt werden.
Freilich trifft es schon, dass die meisten Revisionisten politisch rechts stehen und dass sich etliche von ihnen zum Nationalsozialismus bekennen, doch hat dies auf die Richtigkeit oder Unrichtigkeit ihrer Thesen keinerlei Einfluss. Ob der Entdecker eines neuen Planeten Konservativer, Liberaler, Sozialist oder Kommunist ist, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass er einen neuen Planeten entdeckt hat.
B. Ein ehemaliger KZ-Häftling als revisionistischer Pionier: Paul Rassinier
Bemerkenswerterweise wurde der Holocaust-Revisionismus von einem Mann begründet, der von der Linken kam, nämlich Paul Rassinier, einem französischen Widerstandskämpfer, Sozialisten und Häftling der Konzentrationslager Buchenwald und Dora-Mittelbau. In seinem 1950 erschienenen Buch Le Mensonge d’Ulysse (Die Lüge des Odysseus) prangerte Rassinier die masslos übertriebenen Schilderungen ehemaliger Mithäftlinge über die deutschen Lager an. Im Verlauf jahrelanger Recherchen kam er schliesslich zur Überzeugung, Vergasungen hätten entweder überhaupt nicht oder allenfalls als Werk einzelner Verrückter stattgefunden. In Le Drame des Juifs européens (1964) schrieb Rassinier drei Jahre vor seinem Tod [1]:
Jedesmal, wenn man mir im Verlauf der letzten 15 Jahre mitgeteilt hatte, irgendwo im nicht sowjetisch besetzten Europa gebe es einen Zeugen, der behaupte, selbst Vergasungen miterlebt zu haben, begab ich mich unverzüglich dorthin, um mir seine Aussagen anzuhören. Doch jedes Mal endete das Ganze auf die gleiche Weise: Mit meinem Dossier in der Hand stellte ich dem Zeugen eine Rolle präziser Fragen, auf die er nur mit ganz offenkundigen Lügen antworten konnte, so dass er schliesslich zugeben musste, die behaupteten Geschehnisse nicht selbst gesehen, sondern lediglich die Aussage eines guten Freundes wiedergegeben zu haben, der während der Haft umgekommen sei und dessen Aufrichtigkeit er nicht in Frage stellen könne. So habe ich Tausende und Abertausende von Kilometern durch ganz Europa zurückgelegt.
Da sonst niemand Rassiniers Werke drucken wollte, veröffentlichte er sie schliesslich bei einem der äussersten Rechten nahestehenden Verlag (Les Sept Couleurs). Jene Heuchler, die ihm vorwarfen, dass er sie dort drucken liess, hätten es zweifellos am liebsten gesehen, wenn er sie überhaupt nicht gedruckt hätte.
C. Die Medienkampagnen gegen den Revisionismus
Betrachten wir die von Mediencliquen gegen die Revisionisten geführten Kampagnen, so entdecken wir gleich eine Reihe von Merkwürdigkeiten:
Zunächst wird der revisionistischen Literatur pauschal jede Glaubwürdigkeit abgesprochen. So schrieb eine Schweizerin namens Klara Obermüller in einer antirevisionistischen Artikelserie folgendes [2]:
Wenn heute einer käme und verlangte die Einberufung eines wissenschaftlichen Kolloquiums zur Klärung der Frage, ob die Sonne sich um die Erde oder die Erde um die Sonne drehe - er würde entweder verlacht oder für unzurechnungsfähig erklärt. Ernsthaft darüber zu diskutieren käme jedoch niemandem in den Sinn (...) Ähnlich verhält es sich mit den Propagandisten der sogenannten Auschwitz- oder Holocaust-Lüge: Ihre Behauptung, eine Judenvernichtung habe es nie gegeben, ist so offensichtlich falsch, dass sie einer ernsthaften wissenschaftlichen Debatte im Grunde gar nicht würdig ist.
Demnach wären die Revisionisten also schlicht und einfach Verrückte. Nur, warum ignoriert man sie denn nicht einfach, statt sie zu verfolgen? Stellt man Leute vor Gericht, welche bestreiten, dass sich die Erde um die Sonne dreht?
Eigentümlicherweise scheinen diese „Verrückten" für die Führungskaste der „westlichen Demokratie" brandgefährlich zu sein und deren Fundament aufs schwerste zu bedrohen. Dementsprechend argumentierte ein Tintenkleckser namens Patrick Bahners im Zusammenhang mit der Verurteilung des NPD-Vorsitzenden und Revisionisten Günter Deckert durch die BRD-Justiz in der FAZ vom 15. August 1994 wie folgt:
Wenn Deckerts Auffassung zum Holocaust richtig wäre, wäre die Bundesrepublik auf eine Lüge gegründet. Jede Präsidentenrede, jede Schweigeminute, jedes Geschichtsbuch wäre gelogen. Indem er den Judenmord leugnet, bestreitet er der Bundesrepublik ihre Legitimität.
Wie kann eine Handvoll Spinner die Grundlagen der Bundesrepublik gefährden? Nein, meine Herren Journalisten, an eurer Argumentation ist etwas oberfaul. Entweder sind die Revisionisten Wirrköpfe - dann sind sie ungefährlich, und ihr könnt euch die Druckerschwärze für eure Hetzkampagnen sparen -, oder aber sie sind für das im Westen herrschende System in der Tat brandgefährlich, und dann sind sie eben keine Wirrköpfe mehr! Beides geht nicht; ihr müsst euch für die eine oder die andere Variante entscheiden.
D. Staatsanwälte und Richter als Kettenhunde des offiziellen Geschichtsbildes
Vollends verdächtig wird die Sache dadurch, dass das „Leugnen" (der richtige Ausdruck wäre „Bestreiten") des Holocaust in mehreren Staaten strafrechtlich verfolgt wird [3]. Grundlage für diese freche Einmischung der Justiz in die freie Forschung bildet etwa in Frankreich die 1990 erlassene „Loi Gayssot" [4], laut der sich strafbar macht, wer eine vom Internationalen Militärtribunal in Nürnberg geahndete Handlung bestreitet. Das Urteil des Nürnberger Siegergerichts ist also in Frankreich als unfehlbar kanonisiert worden - so etwas hat nicht einmal Stalin getan.
In der BRD werden Revisionisten nach Paragraph 130 des Strafgesetzbuchs („Volksverhetzung"), Paragraph 131 („Aufstachelung zum Rassenhass") und Paragraph 189 („Verunglim-pfung des Andenkens der Toten") belangt. Ersterer Paragraph wurde am 28. Oktober 1994 dahingehend erweitert, dass mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bedroht wird, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene kriminelle Handlung billigt, leugnet oder verharmlost. Bisher dürften in Deutschland Hunderte von Prozessen gegen Revisionisten geführt worden sein.
In Österreich dient das sog. „Verbotsgesetz" gegen nationalsozialistische Wiederbetätigung seit 1992 als Hexenhammer zur Unterdrückung der freien Forschung über den „Holocaust".
In Frankreich riskiert ein Holocaust-Revisionist heute ein Jahr Gefängnis, in der BRD fünf Jahre, in Österreich zehn Jahre, in Belgien 1 Jahr; allerdings sind die tatsächlich verhängten Strafen in der Praxis weniger hoch. Vorderhand noch.
All diese Prozesse laufen dem in sämtlichen betroffenen Staaten verfassungsmässig verbrieften Recht auf freie Meinungsäusserung zuwider. Rechtswidrig ist auch die bei solchen Prozessen durchwegs geübte Praxis, den Angeklagten jegliche Möglichkeit zum Beweis ihrer Thesen zu verwehren, indem Sachverständigengutachten über die technische Unmöglichkeit der behaupteten Massenvernichtung stets mit dem Hinweis auf die „Offenkundigkeit" des Holocaust abgeblockt werden.
Ganz allgemein ist natürlich schon die Vorstellung grotesk, Juristen seien zur Entscheidung historischer Streitfragen befugt. Hierzu ein Beispiel:
In seinem Buch Hat Karl der Grosse je gelebt? [5] bestreitet der Münchner Gelehrte Heribert Illig die Existenz Karls des Grossen und erklärt überdies die gesamten Jahre von 614 bis 911 zu einem Phantasiegebilde. Diese 297 Jahre seien ebenso wie Karl der Grosse und alle anderen Figuren besagter Periode nachträglich von Fälschern aus politischen Gründen erdichtet worden. Das Fehlen von Bauwerken aus den drei sogenannten „dunklen Jahrhunderten" sei die logische Folge dieses Sachverhalts; anhand architektonischer Merkmale lasse sich nachweisen, dass das wenige, was angeblich in dieser Epoche gebaut wurde, in Wirklichkeit später entstanden sei.
Mangels erwähnenswerter Kenntnisse der frühmittelalterlichen Geschichte wollen wir uns zum Wert von Illigs Buch nicht äussern. Sollten seine Thesen ein reines Hirngespinst sein, wird man sie ignorieren. Sollte er damit recht haben, wird man ihn früher oder später als Genie feiern. Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, nämlich die, dass Karl der Grosse zwar gelebt, aber viele der ihm zugeschriebenen Heldentaten nie vollbracht hat. In diesem Fall käme Illigs Werk immerhin ein befruchtender Einfluss auf die Geschichtsschreibung zu, indem es dieser ihre Unzulänglichkeiten, vor allem ihr allzu blindes Vertrauen in die Zuverlässigkeit der benutzten Quellen, vor Augen führen würde.
Fest aber steht eines: Illig wird wegen dieses Buchs nie vor dem Kadi landen. Kein Richter wird ihn wegen „Leugnung von Völkermord" hinter Gitter schicken, obwohl er mit der Existenz Karls des Grossen auch den diesem zugeschriebenen Massenmord an heidnischen Sachsen bestreitet.
Kurz, über Karl den Grossen darf frei geforscht werden, und über jede andere Epoche der Geschichte desgleichen - ausser über den Zweiten Weltkrieg und insbesondere über das Schicksal der Juden im Dritten Reich. Dies musst jeden Denkenden zutiefst misstrauisch stimmen: Wahrheiten, die mit dem Strafgesetz verteidigt werden müssen, pflegen sich nämlich als Lügen zu entpuppen.
Anmerkungen:
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