Anmerkungen und Literaturhinweise

001

Robert Conquest : The Harvest of Sorrow, Untertitel : "Soviet Collectivization and the Terror-Kamine". Erschien 1986 im Verlag Oxford University Press, 200 Madison Avenue, New York 10016.

Die Verlagsrechte für den deutschen Sprachraum hat Ullstein erworben. Eine deutsche Übersetzung des Buches liegt z.Zt. noch nicht vor. Alle zitierten Stellen sind übersetzt von Helmut Wild.

Das Buch erreichte in Westdeutschland einen hohen Bekanntheitsgrad durch einen Bericht von Sabina Lietzmann in der FAZ vom 7.1.1987, S. 7. Dieser Artikel erschien unter der Überschrift "Die Ernte der Verzweiflung" mit dem Untertitel "Zweierlei Maß oder : die Greueltaten Stalins".

Der in Kalifornien, USA, lebende Historiker Prof. Robert Conquest gibt in seinem Buch einen Überblick über die Entwicklung der bolschewistischen Herrschaft in der UdSSR von 1917 an und betrachtet die Ereignisse aus der besonderen Perspektive der Unterdrückung der ukrainischen Nation. Die gegen das ukrainische Volk gerichteten Ausrottungsmaßnahmen darzustellen, derer sich das bolschewistische System schuldig machte, ist sein besonderes Anliegen. Im Zentrum seines Buches steht der von Stalin 1932/33 gegen das ukrainische Volk vollstreckte Völkermord durch Hunger. Allein in diesem Hungerwinter 1932/33 starben 7 Millionen Ukrainer, davon über 3 Millionen Kinder, unter grausamsten Bedingungen.

002 Die russische Revolution 1917, Untertitel : "Von der Abrechnung des Zaren bis zum Staatsstreich der Bolschewiki", herausgegeben von Manfred Hellmann, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1964.
003 Lew Kopelew : Und schuf mir einen Götzen, Untertitel : "Lehrjahre eines Kommunisten", aus dem Russischen

223


 

von Heddy Pross-Weerth und Heinz-Dieter Mendel, Deutscher Taschenbuch Verlag, München.

Über dieses Buch schreibt der Verlag unter einer vorausgestellten Einführung "Das Buch" :

". . . Gläubig folgt er (Kopelew) der kommunistischen Partei in den brutalen Kampf um die Kollektivierung, in die Hungersnöte und Säuberungen der dreißiger Jahre . . ."

". . . Kopelew weiß aus bitterer Erfahrung, daß die Sowjetunion die finsteren Jahre des Stalinismus bewältigen muß, um die Ideale des Kommunismus in die Tat umzusetzen".

Auf der gleichen Seite schreibt der Verlag unter dem Titel "Der Autor" :

"Lew Kopelew wurde 1980 mit dem Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, ausgezeichnet. 1981 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 1983 den Kulturpreis der deutschen Freimaurer."

004 David J. Dallin : Das wirkliche Sowjet-Rußland, Titel der Originalausgabe The Real Soviet Russia, aus dem Englischen von Hermann W. Michaelsen, Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg, 1948
005 Howard Aster & Peter J. Potichnyj : Jewish Ukrainian Relations — Two Solitudes, ed. Mosaic Press, P.O. Box 1032, Oakville, Ontario, 26 J 5 E 9, Canada
006 Kazimierz Iranek-Osmecki : He Who Saves One Life, ed. Crown Publishers, New York, 2. Auflage, 1979. Das verwendete Zitat von S. 2 wurde ins Deutsche übersetzt von Helmut Wild. Es stammt aus dem Vorwort, das Dr. Joseph Lichten, New York, im Sept. 1970 verfaßt hat.
007 Alexander Solschenizyn : Der Archipel Gulag, Bern, 1974
008 Hugo Manfred Beer : Moskaus As im Kampf der Geheimdienste, Untertitel : "Die Rolle Martin Bormanns

224


  in der deutschen Führungsspitze", Verlag Hohe Warte, Pähl, 1987, 3. Aufl.
009 Avraham Shifrin : The First Guidebook to Prisons and Concentration Camps of the Soviet Union, Stephanus Edition Verlags AG, CH-Seewis, 1980 (siehe auch Anmerkung 025)
010 Das Dritte Reich und die ukrainische Frage, "Dokumente 1934-1944", herausgegeben, eingeleitet und dargestellt von Wolodymyr Kosyk
011 S. 129, siehe 001
012 S. 3, 001
013 S. 369, 003
014 S. 367, 003
015 S. 360, 003
016 S. 129, 001
017 Stefan T. Possony, The Ukrainian-Jewish Problem : Historical Retrospective, Ukrainian Quarterly, Nr. 2, 1975, pp. 141ff.
018 Petro Mirchuk, My Meetings and Discussions in Israel, New York — London — Toronto, 1982; Prof. Mirchuk ist selbst ein Überlebender des Konzentrationslagers Auschwitz.
019 S. 68, 005
020 Die Stuttgarter Zeitung vom 9.4.1987 schrieb unter der Überschrift : "Ein hoffnungsloser Idealist — Lew Kopelew zum fünfundsiebzigsten Geburtstag" :

"Obwohl Stalins Schergen diesen Kerl (gemeint ist Kopelew) ins Gefängnis geworfen haben und sein Leben nicht nur einmal gefährdet ist, bleibt er unerschütterlich und unbeugbar, ein Trotzdem-noch-Kommunist, ein unbeirrt Glaubender, der auf die Wiederherstellung des alten, inzwischen gründlich korrumpierten Geistes der Revolution hofft."

225


 

Andreas Braun, der Verfasser dieses Lobgesanges auf Kopelew, fährt weiter unten fort :

"Auch ein Utopist ist er geblieben. Unbeirrt hofft er auf ein dereinst friedliches Menschengeschlecht. Alle Bücher, die der 1912 in Kiew geborene Philologe geschrieben hat — Gedichte, Essays, autobiographische Berichte, germanistische Analysen, Pamphlete, Übersetzungen, literarische Biographien, Reden — sind Menschen gewidmet, in denen Kopelew trotz aller Deformationen stets das Gute zu erkennen vermag."

Ob der Verfasser dieses Lobgesanges wohl auch Kopelews Pamphlete gelesen hat, die dieser als bolschewistischer Agitator des Völkermordes während des Hungerwinters 1932/33 verfaßt hat ?

Daß Kopelew tatsächlich in seinen bolschewistischen Mordkumpanen stets das Gute zu erkennen vermag, davon kann man sich durch die Lektüre von Und schuf mir einen Götzen überzeugen, doch sah er dies immer auch bei den Opfern ? (siehe auch Anm. 003).

021 Unter der Überschrift "Lew Kopelew wurde 75" brachte die Deutsche Wochen-Zeitung am 22. Mai 1987 auf S. 3 nachträglich eine positive Würdigung des Jubilars. Seine aktive Mitwirkung als Täter beim größten Völkermord unseres Jahrhunderts bleibt dabei unerwähnt.
022 Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.3.1987, S. 7, Bericht von Bernhard Heimrich : "Unberührt, ungerührt".
023 Sonntag Aktuell, 7. Juni 1987, S. 4, unter der Schlagzeile : "Der Kriegsverbrecher-Prozeß gegen John Demjanjuk ist an Absurdität kaum zu überbieten" und "Die Schuldfrage ist Nebensache"; Korrespondent Ulrich W. Sahm, Jerusalem
024 Herald Tribune, 16.3.1987 : "In Cleveland, Demjanjuk Trial Stirs Antagonism . . ." von Michael Dobbs
025 Offener Brief von Avraham Shifrin, veröffentlicht in Schlach Peremohy am 17.5.1987, S. 2, übersetzt von

226


  L. Wild. Schlach Peremohy ist eine ukrainische Wochenzeitung (Zeppelinstraße 67, 8000 München 80). Avraham Shifrin leitet das Research Center for Prisons, Psychoprisons and Forcelabor Concentration Camps of the USSR.
026 Sonntag Aktuell, 7. Juni 1987, siehe 023
027 Stuttgarter Zeitung, 4. April 1987, S. 5, Überschrift : "Demjanjuks Verteidigung erschüttert — Zeichen für Identität mit "Iwan dem Schrecklichen" mehren sich", von Ulrich Sahm, Jerusalem.
028 Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4. März 1987, S. 7 und S. 8, Überschrift : "Unberührt, ungerührt — Bericht von den Prozeßtagen gegen Iwan Demjanjuk in Jerusalem/Das ganze Land ist angeschlossen/Von Bernhard Heimrich".
029 Roman Szporluk : Ukraine : A Brief History, S. 25
030 Das Wort "Chachol" wird von den Russen als diskriminierendes Schimpfwort für Ukrainer gebraucht. Es geht zurück auf die Haartracht der Kosaken, die sich diese in Kriegszeiten zulegten.
031 Offener Brief von Dr. Ruth Okuneva, veröffentlicht am 15.3.1987 in Ukrainske Slovo (Das ukrainische Wort), Paris.
032 Cleveland Jewish News, Cleveland/Ohio, 6.3.1987
033 The Times, 14.2.1987 : "Displaced Person in the World's Dock"
034 Die Welt, Bonn, 2.4.1986
035 Die Zeit, Hamburg 13.3.1987 : "Die Wunden der Erinnerung"
036 Allgemeine Jüdische Wochenzeitung, 7.3.1986 : "Parallele zum Eichmann-Prozeß ?"
037 New York Post, 23.8.1986, Artikel von Uri Dan : "New Blow to Israeli Case Against "Iwan"

227


038 Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, Bericht aus Jerusalem : "Streit um Identität", 2.4.1986
039 The Jerusalem Post, Jerusalem 30.7.1986
040 The Jerusalem Post, International Edition Jerusalem, 30.8.1986
041 Die Welt, Bonn, Laufende Berichterstattung durch Ephraim Lahav/Jerusalem, insbesondere vom (21.2.1985)
042 Haaretz, zitiert in Die Welt, Bonn, 2.4.1986
043 Deutsche Wochen-Zeitung, München, "Der Schauprozeß von Jerusalem", 27.2.1987
044 Los Angeles Times, Los Angeles, 18.1.1987 : "Demjanjuk — Is he Ivan the Terrible ?"
045 Canadian Jewish News 13.3.1986, Montreal : "Greatest Mistake", says Nazi Hunter Tuviah Friedman
046 The Plain Dealer, Cleveland/Ohio, März 1987
047 The Plain Dealer, a.a.O.
048 Haaretz, Israel, zitiert in Die Welt, Bonn 2.4.1986 : "Demjanjuk — Kein Fall Eichmann"
049 Washington Post, zitiert in voller Länge in The Plain Dealer, Cleveland/Ohio, 1.10.1986
050 Aussagen ehemaliger "Hilfswilliger" gegenüber dem Autor
051 Cleveland Jewish News, Cleveland/Ohio, 13.2.1987 : "Demjanjuk on Trial in Israel"
052 Edward Dziadosz / Jozef Marszalek : Obozy Hitlerowskie na Ziemiach Polskich 1939-1945, Warszawa, 1979
053

Bezüglich des Denaturalisierungs- und Auslieferungsverfahrens gegen John (Iwan) Demjanjuk wurden u.a. folgende Akten verwendet :

  • Judgment and Opinion of the US Court of Appeals for the Sixth Circuit (31.10.1985)

228


 

  • Memorandum Opinion and Order of the US District Court (17.5.1985)
  • Judgment Entry of the US District Court (17.5.1985)
  • Memorandum Opinion and Order of the US District Court (15.4.1985)
  • Opinion and Order of the US District Court
  • Order of the US District Court (6. u. 11.12. 1984)
  • Complaint of the United States (18.11.1983)
  • Declaration of Jeffrey H. Smith (17.11.1984)
  • Israel's Diplomatic Note Requesting Petitioner's Extradition (9.11.1983)
  • Request to Issue Warrant and Warrant of Arrest (18.10.1983)
  • Petition for a Writ of Certioraro to the US Court of Appeals, 1985
054 H. W. Neulen : Internationale Freiwillige von Wehrmacht und Waffen-SS, Universitas-Verlag, München 1985
055 H. W. Neulen, a.a.O.
056 Akten des Denaturalisierungs- und Auslieferungsverfahrens gegen J. Demjanjuk, a.a.O., siehe 053
057 Gerichtsakten des "Trawniki"-Verfahrens, Hamburg, 161 Bände, 31433 Seiten
058 Gerichtsakten des "Treblinka-Verfahrens", 12.10.1964 bis 3.9.1965, Düsseldorf
059 Persönliche Aussage des ehemaligen stellvertretenden Lagerkommandanten von Treblinka, Kurt Franz
060 Persönliche Aussage des Zeugen Otto Horn, Berlin-Kreuzberg
061 Akten des Denaturalisierungs- und Auslieferungsverfahrens gegen J. Demjanjuk, a.a.O., siehe 053
062 Michael Hanusiak : Ukrainian News, New York, 1975

229


063 "Innere Sicherheit", Informationen des Bundesmin. d. Inneren, Nr. 1 vom 20.3.1985
064 Schreiben von Premierminister Shimon Peres, an "My Dear Armand", August 1986
065 Persönliche Angaben von Frank Wallus, Chicago, gemacht in Cleveland/Ohio
066 Chicago Tribune, 18.3.1979, Chicago
067 "American Bar Association", Flora Johnson, im Mai 1981 u.a. in Washington Post, Washington
068 The Plain Dealer, Cleveland/Ohio, 19.3.1987
069 Zur Person des Demjanjuk-Verteidigers Jerome Brentar siehe The Plain Dealer, Cleveland/Ohio, 1.5.1985
070 Erklärung des Leitenden Staatsanwalts Rückerl gegenüber dem Anwalt Demjanjuks, Mark O'Connor, dem Autor und einem dritten Zeugen
071 Siehe United States District Court : Memorandum Decision and Order, C 77-923, zu den Akten genommen am 23.6.1981, Seite 8
072 Schriftliche Auskunft vom 7.11.1985; eine ähnliche Antwort erfolgte vom Militärarchiv in Koblenz am 26.4.1983
073 Der Leitende Oberstaatsanwalt Streim 1987 in einem Schreiben an Jerome Brentar, Cleveland/Ohio; er wiederholt damit eine Feststellung, die bereits in einem Brief seines Amtsvorgängers Rückerl an den Demjanjuk-Anwalt O'Connor vom 17.10.1983 enthalten ist.
074 Auskunft der Staatsanwaltschaft Düsseldorf vom 11.11.1983 unter der Geschäftsnummer 810/8 Ks 4/70
075 Mit Schreiben vom 7.3.1984 verwies die deutsche Dienststelle in Berlin wegen ergebnisloser Suche an die Zentralnachweisstelle des Bundesarchivs, die wiederum — mit Schreiben vom 18.9.1985 — an die

230


  Hauptstelle des Bundesarchivs in Koblenz verwies, das am 7.11.85 bestätigte, was das Militärarchiv in Koblenz schon am 26.4.1983 mitgeteilt hatte : Es gibt kein vergleichbares "Dokument".
076 Eidesstattliche Erklärung vom 3.5.1984, Hamburg, Urkundennr. 72 6/84 A; die Erklärung bestätigt, was Dr. Scheffler gegenüber dem US District Court in Cleveland gesagt hatte (075).
077 "Tatsachenbericht über Treblinka" von Elias Rosenberg, abgegeben am 24.12.1947 in Wien vor der Historical Documentation (Friedmann), am 20.12.1959 im Strafverfahren gegen Kurt Franz von Tuviah Friedmann der deutschen Zentrale der Landesjustizverwaltungen in Ludwigsburg zugestellt, danach bei den Akten der Staatsanwaltschaft Düsseldorf (Aktenzeichen 8 Js 10904/59), zitiert auch von der Jerusalem Post am 29.3.1986 im Strafverfahren gegen Demjanjuk.
078 Dr. Adalbert Rückerl : NS-Vernichtungslager, München 1977, Deutscher Taschenbuch Verlag, Seite 13
079 NS-Vernichtungslager, a.a.O., Seite 14
080 NS-Vernichtungslager, a.a.O., Seiten 87ff. und 253ff.
081 Zum "Fall Druschke" siehe The Eichmanns and the Witnesses, erschienen in der Serie That's Yugoslavia, Nr. 3/4-1986, Hamburg, in englischer Sprache, ISSN 01 79-3063
082 H. Langbein : Menschen in Auschwitz
083 A. Rückerl, E. Kogon, H. Langbein, Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas, Seite 180, dazu auch Jerusalem Post vom 29.3.1986
084 Erklärung des Verteidigers von Kurt Franz, Rudolf Stratmann, Düsseldorf, vor dem Autor
085 Eidesstattliche Erklärung von Pinchas Epstein, ausgewiesen durch die Identitätskarte 261 809
086 Aussage des Zeugen Matthes gegen Kurt Franz vom

231


  29.3.1962 gegenüber dem Untersuchungsrichter beim Landgericht Düsseldorf
087 Charge No. 6, versehen mit dem Siegel der Hauptkommission für die Erforschung deutscher Verbrechen in Polen, in englischer Übersetzung als Dokument Nr. 3311-Ps bei den National Archives, Washington, verwahrt, im Original am 6.12.1945 von der polnischen Regierung dem Internationalen Militärtribunal in Nürnberg übergeben.
090 Über illegale Zusammenarbeit zwischen Ukrainern und Häftlingen siehe Delo, Ljubljana, 31.12.87; Vojko Cimperman : "Odpor v imperiju SS"
091 Meldung von Reuters aus Tel Aviv aufgrund einer Angabe von Jacek Wilczur, "Ein polnischer Regierungsvertreter beim Jerusalem-Prozeß gegen John Demjanjuk"
092 Auskunft der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen, Leitender Staatsanwalt Dr. Rückerl
093 Auskunft der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen vom 14.8.1985 (301 AR 263/85), Staatsanwalt Dressen
094 Ljubica Markovic in : NIN, Belgrad, 16.3.1986, in serbischer Sprache
095 Tone Forenc : Satan, njegovo delo in smrt, in slowenischer Sprache im Verlag Zalozb Borec, Ljubljana, 1979 ("Satan, sein Werk und sein Tod")
096 Unita, Organ der KP Italiens, zitiert in NIN, Belgrad, 16.3.1986
097 Vjesnik, Zagreb, in kroatischer Sprache, 4.3.1986
098 Corriere della Serra und Unita, Rom, zitiert von jugoslawischen KP-Zeitungen
099 Führerschein für Demjanjuk, ausgestellt in der US-Zone Deutschlands, Heiratsurkunde, Antrag bei US-Immigrationsbüro, Visum des US-Konsulats in Stuttgart

232


100 Bunte Illustrierte, München, Burda-Verlag, Nr. 14/1987 und Richtigstellung in Nr. 18/87; die Richtigstellung enthält einen neuen Fehler
101 Dmytro Doroshenko : Geschichte der Ukraine, Dniprowa Chwyla, München 1966
102 Roman Szporluk : Ukraine : A Brief History; Detroit, Michigan, Ukrainian Festival Committee
103 Korniychuk Hrihoriy : Dialohi, 11-12 1986, Jerusalem, Herausgeber : Jakiv Suslensky
104 Iwan Owechko : Ukraine and Ukrainians; Roman Kuchar; Editors Ukapress; USA 1984
105 Volodymyr Kubijovich (Hrsg.) : Encyclopedia of Ukraine; Paris-New York 1955
106 Petro Mirchuk : My Meetings and Discussions in Israel; New York - London - Toronto 1982
107 Ivan Kripjakevich : Istoriya Ukraini, New York 1961, Shkilna Rada
108 OSI (Office of Special Investigation), neugegründete Abteilung im amerikanischen Justizministerium, die auf der Basis eines 1978 verabschiedeten Gesetzes zur Verfolgung von sog. "Nazi-Kollaborateuren" geschaffen wurde. Dieses Gesetz definiert den zu verfolgenden Personenkreis so : "Jeder Verbündete, der während der Zeit zwischen dem 23. März 1933 und dem 8. Mai 1945, unter den Anordnungen von oder im Bündnis mit

a) der Nazi-Regierung in Deutschland,
b) irgendeiner Regierung oder einem von den Militärkräften der Nazi-Regierung von Deutschland besetzten Gebiet,
c) irgendeiner Regierung, die mit Unterstützung oder in Zusammenarbeit mit der Nazi-Regierung in Deutschland oder
d) irgendeiner Regierung, die Verbündeter der Nazi-Regierung in Deutschland war, durch Anordnung, Anstiftung, Unterstützung oder

233


  auf andere Art an der Verfolgung irgendeiner Person aufgrund von Rasse, Religion, nationaler Herkunft oder politischer Meinung teilnahm . . ."
108 zitiert nach Washington Word; Herausgegeben von Independent Research, Po Box 6402, Ithaca, NY 14851 USA
109 V. I. Lenin, Polnoe sobranie sochineniy, 5. Ausgabe, Moskau 1958-1965, Bd. 36, S. 255, 265
110 The Restoration of the Ukrainian State in World War II, Ukrainian Publishers Limited, United Kingdom, 1987

234


Dokumentenverzeichnis

D 1 : Das Dokument zeigt eine Tabelle aus einer polnischen Publikation der beiden Zeitgeschichtler Edward Dziadosz und Josef Marszalek, aus der hervorgeht, daß das Kriegsgefangenenlager Chelm, in dem Demjanjuk nach eigenen Angaben war, von 1941 bis 1944 existiert hat. (S. 43)
D 2 : Eidesstattliche Erklärung des ehemaligen SS- und Polizeiführers im Distrikt Warschau, Arpad Wigand; er bestätigt, daß die 1941/42 in seinem Bereich eingesetzten Ukrainer keine Angehörigen der SS waren und somit kein Blutgruppenzeichen eintätowiert hatten. (S. 60)
D 3 : Brief von Allan A. Ryan jr., ehemaliger Leiter des Office of Special Investigations (OSI), an Aleksandr Rekunkov, Generalstaatsanwalt der UdSSR; der Brief vom 30. Mai 1986 bittet um die Herausgabe des "Hauptbeweisstückes" zur Belastung Demjanjuks; er zeigt, daß Israel zunächst keinerlei "Beweise" gegen Demjanjuk in der Hand hatte, obwohl damals Demjanjuk bereits ausgeliefert war — auf Betreiben des OSI. (S. 88)
D 4 : Brief von Elie Wiesel an den Botschafter der Sowjetunion in den USA vom 3.12.1986. Der Brief zeigt, daß am 3. Dezember 1986 das "Hauptbeweisstück" immer noch nicht bei der israelischen Staatsanwaltschaft eingetroffen war. (S. 92)
D 5 : Begleitschreiben einer untergeordneten Dienststelle des Moskauer Außenministeriums an die Moskauer Vertretung von Occidental Petroleum, mit dem Armand Hammer gebeten wird, das "Hauptbeweisstück" an Israel weiterzuleiten.

235


  Hier die Übersetzung des im Original auf Seite 95 abgedruckten Begleitschreibens :

Moskau, 3. Dezember 1986

Ehrenwerter Herr Spiritus,

wegen der Anfrage von Herrn Armand Hammer erhielten wir vom Generalstaatsanwalt der UdSSR das Originalbeweisstück des Ausweisdokuments des Nazi-Kriegsverbrechers Demjanjuk I. N. Nr. 1393, ausgestellt durch das SS-Ausbildungslager "Trawniki". (Beigefügt).

Wir ersuchen, das Dokument an Herrn Hammer weiterzuleiten und zu übermitteln, daß andere Dokumente, die ihn in der Affaire Demjanjuk interessieren, nicht vorhanden sind.

Der Generalstaatsanwalt der UdSSR bittet, Herrn Hammer über die Notwendigkeit zu informieren, dieses sicher zu verwahren und am Schluß das beigefügte Dokument wieder zur Verfügbarkeit der Sowjetunion zurückzugeben.

Angefügt : das oben erwähnte Dokument
Mit Hochachtung
S. Chetverikov
Stellvertr. Verwaltungsdirektor der Abteilung USA und Kanada UdSSR

An Herrn Allen Spiritus
Verantwortlicher Direktor der "Occidental Petroleum" in Moskau
Nr. 755 Abteilung USA und Kanada

(S. 95)

D 6 : Das "Hauptbeweisstück", bei dem die Fälscher sogar das Ausstellungsdatum und die Gültigkeitsdauer vergessen haben. (S. 101)
D 7 : Vordruck eines typischen Dienstausweises, mit Ausstellungsdatum und Gültigkeitsdauer, wie er damals Verwendung fand. (S. 106)

236


D 8 : Untersuchungsbefund und Bewertung durch den kriminal-technischen Sachverständigen Erich Schock. (S. 112)
D 9 : Der Dienstausweis des Zeugen Heinrich Schäfer. (S. 119)
D 10 : Eidesstattliche Erklärung des Zeugen Heinrich Schäfer. (S. 122)
D 11 : Eidesstattliche Versicherung des Karl Streibel, dessen Unterschrift auf dem "Hauptbeweisstück" auftaucht. (S. 126)
D 12 : Von dem als Hauptbelastungszeugen gegen Demjanjuk auftretenden Elias Rosenberg im Jahre 1947 verfaßter Bericht über seine Erlebnisse in Treblinka, die seinen heutigen Aussagen widersprechen. (S. 133)
D 13 : Skizze des Lagers Treblinka aus einer polnischen Publikation. (S. 150)
D 14 : Eidesstattliche Erklärung des Hauptbelastungszeugen Pinchas Epstein. (S. 165)
D 15 : Phantombild des "Iwan" von Treblinka. (S. 188)
D 16 : Offener Brief der Vorsitzenden der Vereinigung Americans for Human Rights in Ukraine, Frau Bozhena Olshaniwsky, an die Abgeordneten der Knesset in Jerusalem (vom 18. September 1986). (S. 200)
D 17 : Antwortbrief von Dov B. Ben-Meir, Sprecher der Knesset (vom Oktober 1986). (S. 201)

237


Über den Autor Hans Peter Rullmann

Hans Peter Rullmann, geboren 1933, arbeitete nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre als Journalist. Zwölf Jahre arbeitete er in dieser Eigenschaft in Jugoslawien, unter anderem als Korrespondent für den Spiegel, deutsche Tageszeitungen und Rundfunksender. Seit 1971 gibt er in der Bundesrepublik Deutschland den Ost-Dienst als unabhängigen deutschen Pressedienst heraus, der sich überwiegend mit Fragen Ostasiens (Koreadienst), Osteuropas und Jugoslawiens (Jugoslawien-Sonderdienst) befaßt. Außerdem ist er tätig als Herausgeber zweier Monatszeitschriften (That's Yugoslavia in englischer und Hrvatska Domovina in kroatischer Sprache) sowie zahlreiche Publikationen, die sich überwiegend mit Fragen des Kommunismus befassen. Besonderes Interesse : das Leben und Schicksal unterdrückter Nationen. Der Autor ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde und Vorsitzender der Deutsch-Kroatischen Gesellschaft.

Von Hans Peter Rullmann erschienen im Goldmann-Verlag, München, unter anderem folgende Bücher :

Ist der Kommunismus reformierbar ?
Lech Walesa
Josip Broz Tito : Vom Partisan zum Staatsmann.

Letzte Publikationen im Verlag Ost-Dienst u.a. :

Wer sind das — die Kroaten ?
Die Verschwörung
40 Jahre Jugoslawien : Menschenrechte
Die Petition
Mordauftrag aus Belgrad
(auch in Englisch und Kroatisch)
Islam in Yugoslavia (Englisch)
The Catholic Church and a War Criminal
War Crimes and Yugoslavia

Zum Thema "Iwan Demjanjuk" in Englisch :

Victim of the Holocaust

238


Der Autor (zweiter von links) protestiert vor dem Generalkonsulat der
USA in Toronto gegen die Auslieferungsmethoden des O.S.I.

Die Familie Demjanjuk wurde durch die jahrelangen Prozesse finanziell völlig ruiniert. Sogar die Verteidigung Demjanjuks ist durch Geldmangel beeinträchtigt.

Spenden für Demjanjuks Familie, die ohne Abzüge weitergeleitet werden, erbitten wir an

Kreissparkasse Reutlingen
Konto Nr. 608880
BLZ 640 500 00
Kennwort : "Demjanjuk"

239


Letzte Meldung

2.9.1987

Das angesehene Institut McCrone in den USA hat das Foto auf dem Hauptbeweisstück der Anklage, dem "Dienstausweis", einer chemischen Analyse unterzogen.

Dabei wurde als Bestandteil des Fotopapiers des Demjanjuk-Fotos Titaniumoxid nachgewiesen.

Diese Chemikalie wird in der Schwarz-Weiß-Fotografie erst seit Ende der sechziger Jahre verwendet und war insbesondere während des Krieges als Fotochemikalie unbekannt.

Somit gelang hier der Nachweis, daß dieser Paßbild-Abzug nicht von deutschen Behörden hergestellt sein kann, sondern vom sowjetischen Geheimdienst stammen muß, der das "Dokument" in der fraglichen Zeit im Besitz hatte.

Berichtigung

Auf Seite 29 muß es in der vorletzten Zeile heißen : der Ukrainer Skrypnyk


Für diese elektronische Auflage wurden die folgenden Korrekturen vorgenommen :

(Seite : Fehler - Änderung)

S. 21 : Wiedererkennungszenen - Wiedererkennungsszenen
S. 23 : aufgrissen - aufgerissen
S. 54 : pötzlich - plötzlich
S. 56 : Die sowjetischen Tuppen standen bereits - Truppen
S. 82 : in der Bundesrpublik Deutschland lebte - Bundesrepublik
S. 110 : offensichlich - offensichlich [sic]
S. 114 : ein Konzentationslager gesehen - Konzentrationslager
S. 116 : Office of Spezial Investigations - Special
S. 118 : idem
S. 130 : wiedersprüchliche Zeugen - widersprüchliche
S. 133 : Schilderung des Hauptbelastungzeugen - Hauptbelastungszeugen
S. 155 : einige diese Wachmänner - dieser
S. 186 : Zusammenhangg - Zusammenhang
S. 205 : den Freiheitwillen eines Volkes - Freiheitswillen
S. 214 : Jaroslwaw Stetsko - Jaroslaw Stetsko
S. 217 : Ucrainian Power - Ukrainian
S. 222 : Massenmörder bekämpt hat - bekämpft
S. 229 : 606 Persönliche Aussage des Zeugen Otto Horn - 060
S. 236 : Canada - Kanada (2mal)
S. 237 : Olskaniwsky - Olshaniwsky
S. 238 : War Crimies and Yugoslavia - Crimes


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