Die Erstausgabe des Rudolf Gutachtens auf vho.org/D/rga1
Vgl. auch die revidierte Fassung dieses Abschnittes, Stand Frühjahr 1999

4. Bewertung chemischer Analysen
4.1. Probenentnahme und -beschreibung
Von drei Personen bzw. -gruppen wurden - soweit bekannt wurde - bisher Proben zur Analyse von Anlagen in Auschwitz genommen (C. Mattogno (Rom) hat ebenfalls aus einigen Anlagen in Birkenau ('Gaskammern' und Entlausungskammern) Proben entnommen und analysieren lassen, wobei die Ergebnisse mit denen von F.A. Leuchter und G. Rudolf übereinstimmen[216].):

  1. 1. Fred A. Leuchter, Consulting Engineers, Boston, MA, im Auftrag der Verteidigung von E. Zündel, Toronto.

  2. 2. Prof. Dr. Jan Markiewicz, Jan-Sehn-Institut für Gerichtsgutachten, Abteilung für Gerichtstoxikologie, Krakau, im Auftrag des Staatlichen Museums Auschwitz.

  3. 3. Dipl.-Chem. Germar Rudolf, Stuttgart, im Auftrag der Verteidigung u.a. von Generalmajor a.D. O. E. Remer.

Zu 1.: F.A. Leuchter hat die Entnahmestellen seiner Proben in seinem Bericht in die wiedergegebenen Grundrißskizzen eingezeichnet. Weiter unten werden nur die Probenentnahmen Leuchters aus dem Leichenkeller I ('Gaskammer') des Krematoriums II in einer Grundrißzeichnung angeführt (Abbildung 30, S. 93). Es existiert außerdem ein Videofilm, der die Probenentnahmen Leuchters festhielt und erworben werden kann[217]. J.-C. Pressac hat die Probenentnahme einer Kritik unterzogen[3]. Eine genauere Spezifikation des Probenmaterials unterbleibt bei Leuchter, die Bezeichnung lautet immer »Brick«. Die Probenentnahme verlief ohne Rücksicht auf die Entnahmetiefe. Nach den Spuren, die Leuchter an den entsprechenden Gemäuerstellen hinterließ, kann man mit Entnahmetiefen bis zu 3 cm und mehr rechnen.

Zu 2. J. Markiewicz gibt in einem Entnahmeprotokoll genauere Angaben über den Entnahmeort, die Materialart und Entnahmetiefe an. Die Kontrollproben wurden einer Entlausungskammer im Stammlager Auschwitz entnommen, deren Innenwände dem Bericht zufolge während des Krieges gestrichen worden waren. Es handelt sich also nicht um unverändertes Mauermaterial, vielmehr ist durch das Überstreichen je nach Probenentnahmetiefe im Vergleich zur unbehandelten Wand mit zu niedrigen Cyanidwerten zu rechnen.

Zu 3.: Die Proben wurden unter Zeugen mit Hammer und Meißel genommen und sofort in einem Plastikbeutel verschlossen. Die dann erfolgende Numerierung des Beutels wurde handschriftlich protokolliert inklusive der vermessenen Entnahmestelle und der Probenart. In Tabelle 15 (S. 84) sind Gebäude, Entnahmeort und -tiefe angegeben sowie eine kurze Beschreibung des Mauermaterials. In den Grundrißzeichnungen der entsprechenden Gebäude im Abschnitt 1. sind die genauen Probenentnahmeorte eingezeichnet.

Anmerkungen

  1. C. Mattogno, Schreiben an den Autor, Rom 26.5.1992.
  2. Bei folgender Adresse kann man das Videodokument der Untersuchungen Leuchters in Auschwitz beziehen: Samisdat Publishers Ltd., 206 Carlton Street, Toronto Canada, M5A 2L1 (E-mail: [email protected]).

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