Nachrichten aus der Rubrik »In Kürze« aus VffG 1/2003



Lettland enthüllt Holocaust-Denkmal

Lettland hat in einem Wald nahe der Hauptstadt Riga sein erstes Holocaust-Denkmal eingeweiht. In diesem Wald sollen während des Zweiten Weltkrieges angeblich etwa 25.000 Juden aus dem nahe Riga gelegenen jüdischen Ghetto ermordet worden sein. Das Denkmal wurde durch Spenden aus Deutschland, Israel, Lettland und den USA finanziert. (BBC News, 29.11.2002, http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/europe/ 2529275.stm) Von den Opfern ist offenbar nie auch nur die geringste Spur entdeckt worden.

Kroaten zu Holocaust-Lektionen gezwungen

Kroatien steht erneut im Kreuzfeuer der Kritik für die etwas ausgeglichenere Darstellung der Geschichte des Zweiten Weltkrieges in seinen Schulbüchern, worin die Siegermächte nicht unkritisch glorifiziert werden und die deutsche Seite zu Wort kommt. Aus diesem Grunde wird Kroatien nun von einer vierköpfigen internationalen Einsatzgruppe überwacht (USA, Israel, Frankreich und Argentinien). Inzwischen hat die jüdische Gemeinde von Zagreb, die von der Claims Conference Mittel erhält, um Lehrer umzuerziehen, mit dem Adam Institute in Jerusalem eine Vereinbarung getroffen, um in dieser Angelegenheit ein Seminar zu veranstalten. Etwa 16 Lehrer sollen im Januar dieses Jahres an diesem Seminar teilgenommen haben. Später sollen sie wiederum Seminare veranstalten und andere in dieser Sache gehirnwaschen. (JTA, 17.12.2002; www.jta.org/page_view_story.asp?intarticleid=12202&intcategoryid=2)

Jüdischer Zensurversuch eines Buch zum Nahostkonflikt

Im November 2002 veröffentlichte der Verlag Flammarion eine französische Übersetzung des italienischen Romans Sognanda Palestina (Palästina Traum) von Randa Ghazi (15), einem in Italien geborenen Ägypter. In seinem Roman beschreibt Ghazi sowohl extremistische wie auch gemäßigte Araber. Rabbi Abraham Cooper vom Simon-Wiesenthal-Center sowie die französische "Anti-Rassismus"-Gruppe LICRA forderten die französische Regierung auf, daß Buch zu verbieten. (Reuters, 10.12.2002)

USA verlieren Gehör im Nahen Osten

Es wird immer schwieriger für die US-Behörden, in arabischen Radio- und Fernsehstationen Sendezeit zu kaufen, in denen in den USA lebende Araber ihren Enthusiasmus über ihre Freiheiten, Karrieremöglichkeiten und den Respekt zeigen, den die US-Gesellschaft ihnen gegenüber zeigt. Dies um so mehr, nachdem U.S.-Generalbundesanwalt John Ashcroft anordnete, daß alle arabischstämmige Amerikaner über 16 Jahren bei den Einwanderungsbehörden vorstellig werden sollen, um Fingerabdrücke und Fotos zu machen und um verhört zu werden. (Gulf News, 24.12.2002, http://www.gulf-news.com/) Dies erinnert an die kollektive Inhaftierung der Deutsch-Amerikaner im Ersten Weltkrieg und der Deutsch-, Italo- und Japan-Amerikaner im Zweiten Weltkrieg.

Massive Zensur in Jordanien

Als Ergebnis des steigenden Widerstandes gegen die offizielle jordanische Politik zur Unterdrückung der pro-palästinensischen Bewegung hat die jordanische Regierung das Parlament zwangsbeurlaubt, die oppositionelle libanesische Zweimonatsschrift al Adab verboten und darin schreibende Autoren verhaftet, wie z.B. Dr. Hisham Bustani, ein Zahnarzt und Menschenrechtsaktivist. Nachdem dieser über die Verwendung von Giftgas der jordanischen Sicherheitsbehörden zur Unterdrückung pro-palästinensischer Demonstranten berichtete hatte, war Dr. Bustani im al Jweideh-Gefängnis am Stadtrand von Amman festgesetzt worden. Nach seiner Freilassung berichtete er über die grauenhaften Zustände in den Gefängnissen, wo unmenschliche Behandlung und Foltern üblich seien. Dr. Bustani wurde aus diesem Grund erneut verhaftet. (Ibrahim Alloush; alloush43@hotmail.com 30.12.2002)

USA beleben Nürnberger Schauprozesse wieder

Da sie sich im Kriegszustand (gegen den Terrorismus) wähnen, denken die US-Behörden daran, jene Prozeßregeln wiederzubeleben, die sie 1946 in den Nachkriegs-Schauprozessen gegen deutsche und japanische Führer anwandten. Terroristen sowie alle, die mit ihnen in Verbindung stehen, sollen Angeklagte bei diesen neuen Kriegsverbrecherprozessen sein. Die Verfahren sollen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen und mit sehr stark eingeschränktem Beweisrecht durchgeführt werden. Im Gegensatz zu sonstigem US-Recht sollen Aussagen vom Hörensagen erlaubt sein. Zudem soll es der Anklage erlaubt sein, bestimmte Informationen aus Sicherheitsgründen geheim zu halten. Rechtsexperten des Pentagon erwägen sogar, die pure Mitgliedschaft in einer angeblich terroristischen Organisation zu einem Verbrechen zu erklären, mit ausdrücklichem Hinweis auf den Präzedenzfall der Nürnberger Prozesse, bei denen die ganze SS zur kriminellen Organisation erklärt wurde. Al-Qaida mag das gleiche Schicksal ereilen. Die US-Behörden erwägen zudem, die etwa 600 des Terrorismus Verdächtigen, die in Guantanamo festgehalten werden, sowie weitere Hunderte von Gefangenen in und nahe Afghanistan als "Kriegsgefangene" auf unbestimmte Zeit festzuhalten. (Miami Herald www.thestate.com/mld/thestate/news/ local/4817835.htm)

Holocaust-Museum würdigt australische Ureinwohner

Das australische "Jüdische Holocaust-Museum und Forschungszentrum" hat die australischen Ureinwohner mit zwei Gedenktafeln geehrt. Eine der Tafeln erinnert an den kaum bekannten Protest der Ureinwohner von 1938 gegen die Verfolgung der Juden in Deutschland. Im Schatten der Kristallnacht hatte die Australische Ureinwohner-Liga im Dezember 1938 dem deutschen Konsulat in Melbourne eine Resolution überbracht. Troy Austin von der Ureinwohner-Kommission führte aus, man könne das Schicksal der australischen Ureinwohner nicht mit den NS-Konzentrationslagern vergleichen, aber die 30er Jahre des 20. Jahrhundert seien geprägt gewesen von »Sozialdarwinismus und der Überlegenheit des Weißen Mannes«. (Australian Jewish News, 27.12.2002)

USA besessen von 2. Weltkrieg und "Nazi"-Jagd

Das "Office of Special Investigations", die Hexenjagd-Abteilung des US-Justizministeriums gegen Veteranen des Zweiten Weltkrieges, beschuldigt den 1949 in die USA ausgewanderten gebürtigen Ukrainer Jaroslaw Bilaniuk (79, jetzt im Staate New York), während des Zweiten Weltkrieges ein Wachmann in Arbeitslager Trawniki in Polen gewesen zu sein. Eli Rosenbaum, jüdischer Direktor des OSI, möchte Bilaniuks US-Staatsbürgerschaft aberkennen und ihn in die Ukraine deportieren. Im Mai 2002 wurde gegen den ebenfalls im Staate New York ansässigen Jakiw Palij ein ähnliches Verfahren eingeleitet.

Seit 1979 hat das OSI 71 Achsenmacht-Veteranen des Zweiten Weltkrieges die US-Staatsbürgerschaft entzogen. 57 wurden anschließend deportiert. 2002 erreichte das OSI einen Jahresrekord mit 10 eingeleiteten Verfahren zur Aberkennung der US-Staatsbürgerschaft bzw. zur Deportation früherer Achsenmacht-Veteranen. Die Staatsanwälte benutzen jüngst zugänglich gewordene Archive der früheren kommunistischen Länder sowie computergestützte Datenbänke für ihre Hexenjagd. www.newsday.com/news/nationworld/nation/ny-nazi1227,0,6187012.story?col; http://abcnews.go.com/wire/Politics/ap20021226_1548.html)

Redefreiheit siegt in Südafrika

Im Jahr 1998 strahlte der in Kapstadt ansässige muslimische Radiosender Radio 786 ein Interview mit Yacoub Zaki aus, einem Historiker am Muslim Institute in London. Darin vertrat Zaki eindeutig revisionistische Positionen bezüglich des "Holocaust". Infolge dessen klagte die Südafrikanische jüdische Gemeinde (African Jewish Board of Deputies) vor der dortigen Rundfunk-Beschwerdekommission. Die Radiostation erhielt aber vor dem südafrikanischen Verfassungsgericht Recht, und eine weitere jüdische Beschwerde wurde mit der Begründung abgewiesen, daß die Sendung »keinen Angriff auf die jüdische Religion oder Juden als solche« enthalten habe. (JTA, 18.11.2002)

Israel bedroht Menschenrechtler

Mit Gefängnis bis zu zehn Jahren soll in Israel zukünftig bestraft werden, wer Meldungen über israelische Menschenrechtsverletzungen an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag in welcher Form auch immer weitergibt. Die Regierung Scharon erkennt diesen Strafgerichtshof, dem amerikanischen Beispiel folgend, nicht an. (FAZ, 31.10.2002)

Strafanzeige führt zu Strafurteil gegen Anzeigeerstatter

Weil er in einer Strafanzeige gegen den Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg Strafanzeige wegen Beleidigung erstattete, wurde Günter Deckert vom Weinheimer Amtsgericht zu 3750 € Geldstrafe verurteilt. Nach Ansicht des Gerichts seien folgende Worte Deckerts strafbar:

»Auch von einem Juden lasse ich mich nicht als Verbrecher bezeichnen. Verbrechen sind das, was seine Rasse- und Religionsgenossen seit Jahrzehnten in Palästina an den Arabern verüben.«

Totenkopf für Rechte verboten

Weil eine als rechts eingestufte Person in einer Zeitungsanzeige im Lübschen Aufklärer einen Totenkopf abbildete, wurde sie wegen Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen vom Amts- und Landgericht Lübeck zu einer Geldstrafe von 2500,- Euro verurteilt (§86a StGB; Az. 2 Ns Kl. 13/01).

Fossil-Schwindel

Um einen größeren Verkaufspreis zu erwerben, hatten örtliche chinesische Landwirte die Teilskelette zweier Dinosaurier, dem kleinen Fleischfresser Microraptor und dem mittelgroßen Vogel Yanornis, zu einem kompletten zusammengefügt, was dann 1999 von National Geographic als neue, sensationelle Spezies des Kunstnamens Archaeoraptor angepriesen wurde, ein Wesen zwischen Reptil und Vogel. Der Schwindel wurde nun endgültig von chinesischen Paläontologen in Peking aufgedeckt, da die Teilskelette identifiziert wurden. Schon zuvor waren die fehlenden Hälften der beiden Teilskelette gefunden worden. Inzwischen sind allerdings viele neue Fossilien gefunden worden, die die These vom Übergang von Reptil zu Vogel untermauern. Allerdings ist eine gesunde Skepsis immer angebracht. (Independent, 21.11.2002)

Taxifahrer wegen Flugblättern verurteilt

Denise Patricia Doyle wurde zu einer Geldstrafe von 900€ verurteilt wegen der Verbreitung einiger Kopien der englischen Broschüren Holocaust and Revisionism und 66 Questions and Answers. Die für dieses Verfahren ursächliche Verbreitung von Werbeaufklebern mit der Internetadresse von www.vho.org war nicht Gegenstand des Verfahrens (VffG 4/01, S. 478).

Disziplinarmaßnahmen gegen Gutachter

Weil der Regierungsdirektor J. S. ein Rechtsgutachten über die Rechtswidrigkeit politisch motivierter Kündigungen von Bankkonten anfertigte, hat sein Dienstherr nun Disziplinarmaßnahmen gegen ihn eingeleitet. (Das Freie Forum, Juli-Sept. 2002)

Razzia bei Radio Islam

Die Wohnung des Eigentümers der weltweit größten islamisch-revisionistischen Website radioislam.org wurde am 7.9.2002 um 16:30 von acht Polizisten durch ein Fenster gestürmt und alle Computeranlagen sowie andere Arbeitsunterlagen beschlagnahmt. Schwedens Justizminister Thomas Bodstrom erklärte, man wolle Ramis anti-jüdische und revisionistische Internetaktivitäten unterbinden und ihn bis zu vier Jahre ins Gefängnis werfen.

Noch ein französischer Lexikon-Skandal

Weil das populäre französische Lexikon Quid in seiner Ausgabe des Jahres 2002 auf Seite 594 in einer Liste von 20 verschiedenen Opferzahlen des Lagers Auschwitz auch jene Schätzung von Prof. Robert Faurisson abdruckte (»150.000, davon 100.000 Juden, überwiegend Typhustote.«), hatte es letztes Jahr ein Sturm des Protestes gegeben, woraufhin sich die Herausgeber verpflichteten, diesen Eintrag in der nächsten Auflage zu löschen (vgl. VffG 1/02, S. 118). Nun ist es bei der Auflage 2003 zu einer "Panne" gekommen: der "Fehler" wurde zwar in der Internetausgabe, nicht aber in der Druckausgabe "korrigiert" (www.quid.fr).

Reporter ohne Grenzen setzt sich für Revisionismus ein

Robert Ménard, Gründer und Verantwortlicher der "Reporters sans frontières" (Reporter ohne Grenzen) sowie seine Frau Emmanuelle Duverger, Verantwortliche der "Fédération internationale des ligues des droits de l'homme" (Internationale Föderation der Menschenrechtsligen), veröffentlichten soeben das Buch La Censure des bien-pensants (Die Zensur der Gut-Denkenden). Das 4. Kapitel (S. 69-83) ist betitelt: »Faurisson doit pouvoir s'exprimer« (Faurisson soll sich ausdrücken dürfen). Darin finden sich u.a. folgende Aussagen: »Die Revisionisten haben Recht. Sie sind das Objekt einer wahrhaftigen Hexenjagd, Opfer dessen, was man sehr wohl als Gedankenpolizei bezeichnet muß, eine Unterschlagung des Rechts«. Die Autoren sprechen von einer »Menschenjagd«. Sie halten das antirevisionistische Gesetz für eine »Dummheit« (S. 154) und für einen »einmaligen Text, unwürdig für eine Demokratie« (S. 163). Sie bedauern, nicht schon früher »den Revisionisten zu Hilfe geeilt zu sein, als sie unter diesem Gesetzt verurteilt wurden« (S. 82). Die Autoren erklären aber auch, daß die Behauptungen der Revisionisten »von all dem widersprochen wird, was man heute über die Endlösung weiß.« (S. 69).

Während einer Fernsehdiskussion am 16.1.2003 mit Ménard verlor Arno Klarsfeld, Sohn des Nazi-Jäger-Ehepaares Serge und Beate Klarsfeld, die Fassung und schleuderte Ménard den Inhalt eines Wasserglases ins Gesicht. (»Tout le monde en parle«, France 2, ausgestrahlt am 18.1.2003)

Jewfish Creek soll umbenannt werden

Floridas größte Barschart trug einst den Namen "Jewfish" - Judenfisch. Auf Wunsch eines in Georgia ansässigen Wissenschaftlers wurde dies jedoch geändert in Goliathbarsch. Nun soll auch ein kleiner Kanal durch Key Largo, der den Namen "Jewfish Creek" (Judenfischbach) trägt, umbenannt werden. Arnold G. Konheim aus Washington, DC, hat einen entsprechenden Antrag beim US-Amt für geographische Namen gestellt. (AP, 25.11.2002; goliath
grouper.net)

Neue Studie über Unzuverlässigkeit des Gedächtnisses

Elisabeth Loftus, weltbekannte Expertin für falsche Erinnerungen, hat die jüngsten Ergebnisse ihrer Arbeit der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach suggestiver Befragen über das sensorische Erleben einer Konfrontation von Bugs Bunny im Disneyland gaben 36% der Befragten an, sich an ein solches Ereignis erinnern zu können. Bugs Bunny ist allerdings keine Disney-Figur und daher nicht im Disneyland anzutreffen.

Loftus sowie der Psychologe Richard McNally von der Harvard Universität fanden heraus, daß das menschliche Gedächtnis um so einfacher manipuliert werden kann, je emotionaler die Umstände sind, in der die Befragung erfolgt oder mit der das angeblich Erlebte verbunden wird (Sexueller Mißbrauch, Entführung durch Außerirdische, usw.). Auch emotionale Medienberichterstattung könne zu massiver Verformung des Gedächtnisses führen. (AP, 16.2.2003; ; www.news24.com/News24/Technology/News/0,6119,2-13-1443_1321464,00.html; ; vgl. VffG 1/97, S. 41f.; 3/98, S. 214-217; 2/01, S. 223f.).

Benjamin Wilkomirski wird nicht strafverfolgt

Das von den Schweizer Justizbehörden eingeleitete Untersuchungsverfahren gegen Bruno Dössekker alias Benjamin Wilkomirski wird nicht zu einem Strafverfahren führen. Zwar sei seine im Buch Fragmente niedergelegte Geschichte offensichtlich falsch, allerdings sei nicht nachweisbar, daß er wissentlich die Unwahrheit gesagt habe. Es könne sein, daß er selbst an die Wahrheit seiner Darstellungen geglaubt habe. (ATS, 1212.2002). Einen Zweifel, den man bei Revisionisten nie hat, denn die müssen wissen, daß sie die Unwahrheit sagen.

Stand: 28.2.2002


Richtigstellungen

VffG 4/02, Buchnotiz, G. Ullrich, Der Zeigefinger Hitlers, S. 483: 3×1939 statt 1938.

VffG 4/02, die Zeichnung auf S. 401 (rechts) bezieht nicht auf den Sander-Ofen, sondern auf »Luftgekühlte Rostplatten für mechanische Vorschubroste«. P.A. 789491 vom 16.11.1942.


Neuere Nachrichten | Ältere Nachrichten
Zurück zum VffG-Inhaltsverzeichnis
Zurück zum Nachrichten-Hauptmenü