Nachrichten aus der Rubrik »In Kürze« aus VffG 2/2003



Möbelhändler wird bewältigt

Weil ein Möbelhändler in Hildesheim seine Möbel mit Namen wie „Adolf", „Hermann", „Rommel", „Paulus" benannte, erstattete die jüdische Gemeinde Strafanzeige wegen Verherrlichung des Dritten Reiches, und die Industrie- und Handelskammer prüfte gleichfalls rechtliche Schritte gegen den Möbelhändler. (Stuttgarter Nachrichten, 4.12.2000)

Führer-Käfer wird bewältigt

In den 1930er Jahren wurde in slowenischen Höhlen ein blinder, Insektenlarven jagender Käfer entdeckt. Er wurde von seinem Entdecker Oskar Scheibel „Anophtalmus Hitleri" benannt, und unter diesem Namen wurde er damals auch international klassifiziert. Der aus Laibach gebürtige Scheibel war offenbar ein Verehrer oder Gegner des damaligen deutschen Reichskanzlers. Aufgrund seines Namens wird der seltene Käfer heute auf bestimmten Sammlermärkten mit Preisen bis zu €2000.- gehandelt. Nun soll er umbenannt werden, um das Andenken an Adolf Hitler auch in diesen hintersten Höhlenwinkeln Europas auszulöschen. (SZ, 10/11.8.2002)

New Yorker Revisionist verursacht Aufsehen

Michael Santomauro besitzt eine Zimmervermittlung in New York. Er ist zudem ein sehr aktiver Revisionist, der seine Ansichten im Internet per Email und Webseite verbreitet (RePortesNoteBook.com). Dies war der New York Times einen Zweizeiler wert, hatten sich doch einige von Santomauros Zimmer-Kunden beschwert, weil sie von diesem unerwünschte elektronische Rundbriefe mit Ansichten erhalten hatten, die »kritisch bezüglich Juden« sein. (NYT, 20.1.2003)

Buch-Rezension führt zu Wehgeschrei in England

Weil der prominente britische Jorunalist A.N. Wilson das Buch The Israeli Holocaust Against the Palestinians (Der israelische Holocaust gegen die Palästinenser) positiv in der Londoner Tageszeitung Evening Standard besprochen hatte, forderte der Jewish Chronicle die Entlassung Wilsons und eine Entschuldigung durch den Herausgeber. Letzteres erfolgte prompt, einschließlich der Löschung von Wilsons Rezension. Mitautor dieses Buches und Grund für diesen Aufruhr ist der US-Amerikaner Michael Hoffman II, einer der aktivsten revisionistischen Schriftsteller seit etwa 20 Jahren.

Greuelpropaganda in US-Feldzeitung

Am 24.5.1945 konnte man in der US-Feldschrift The Field Dispatch über das KL Dachau folgende Lügengeschichte lesen:

»Obwohl keine Folterkammern gesehen wurden, gab es reichlich Geschichten über Grausamkeiten. Ein Gefangener, der zehn Jahre in Dachau verbracht hatte, berichtete von menschlichen Zementmischern, die bis vor vier Jahren von SS-Bewachern bedient worden waren. Er sagte, daß lebende Gefangene in diese Mühlen gesteckt wurden, die als menschliches Hackfleisch herauskamen.« (20th Armored Division, Frühjahr 2000, S. 11)

Historiker als Leichengräber

Am 19. und 20 Juli 2003 hält das National Army Museum in London eine Konferenz über Schlachtfeld-Archäologie ab, bei der verschiedene Historiker über Forschungsergebnisse bei Ausgrabungen von Relikten aus Kriegen unterschiedlichster Geschichtsepochen berichten. Eine derartige Konferenz wäre auch in bezug auf den „Holocaust" wünschenswert.

Israel verkündet Verfolgung von Revisionisten

Weil der neue palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas in Moskau eine Doktorarbeit schrieb, in der er Holocaust-revisionistische Thesen vertrat, hat das israelische Parlament nun beschlossen, Revisionisten zu „verfolgen". Der Beschluß hat vorerst nur deklaratorischen Charakter. (AFP, 21.5.2003)

Ernst Zündel als Terrorist behandelt

Am 1.5.2003 wurde Ernst Zündel offiziell von Kanadas Sicherheitsbehörden als Gefahr für die Sicherheit Kanadas eingestuft und in das Hochsicherheitsgefängnis nach Ontario in Isolierhaft verlegt. Dies geschah offenbar, weil Ernst Zündel zu seiner Verteidigung Dokumente vorlegte, mit denen er die illegalen terroristischen Aktivitäten kanadischer Sicherheitsbehörden belegen wollte. Gegen den vorliegenden Deportationsbefehl hat Zündel Berufung eingelegt. Die Berufungsverhandlung findet unter Ausschluß der Öffentlichkeit und zum Teil sogar unter Ausschluß des Angeklagten und seines Verteidigers statt. Die Berufung ist das letzte Rechtsmittel gegen die Deportation Zündels nach Deutschland. (Toronto Star, 8.5.2003)

Revisionisten ab 2004 in Europa vogelfrei

Im Jahr 2004 tritt der neue europaweite Haftbefehl in Kraft, mit dem jeder Mitgliedstaat die Verhaftung und Überführung von Bürgern aller EU-Staaten erwirken kann. Damit entfällt der bisher übliche, oft langwierige Vorgang der Auslieferung. Voraussetzung ist, daß die Straftat in dem Land begangen wurde, das die Verhaftung anordnet. Damit sind nun auch solche europäischen Länder für Revisionisten unsicher, die bisher keine Holocaust-Sondergesetze haben. Da die Behörden der BRD die Auffassung vertreten, daß Internet-Straftaten (!) immer dort begangen werden, wo die Informationen den Endverbraucher erreichen, bedroht diese Änderung auch Revisionisten in den europäischen Ländern, die bisher keine Holocaust-Sondergesetze haben. (Daily Telegraph, 18.2.2003) Skandalös ist vor allem, daß der europaweite Haftbefehl unter dem Deckmantel der Bekämpfung organisierter Kriminalität eingeführt werden soll und abweichende politische Ansichten und Äußerungen als Schwerverbrechen eingestuft werden

Rechter Publizist wegen CDs zu 3 Jahren verurteilt

Wegen der Produktion von Musik-CDs mit rechten und angeblich rechtsextremen Liedern wurde der revisionistische gesonnene Historiker und Verleger Adrian Preißinger (38) vom Landgericht Dresden zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Preißinger hatte bereits 10 Monate in U-Haft gesessen. (Neues Deutschland, 21.12.02)

€1.200 Strafe für „Majestätsbeleidigung"

Weil er der Bundesregierung in einer öffentlichen Rede Schwarzgeldgaunereien und Korruption vorwarf, wurde der der NPD nahestehende 45-jährige Gerhardt I. von Richter Christian Kropp am Amtsgericht Sondershausen zu €1.200 Strafe verurteilt. (Thüringer Allgemeine, 20.3.2003)

Medienaufsicht als zusätzliche Zensurbehörde

Als ob die Strafgerichte und die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien nicht schon genügend Zensurmaßnahmen über Deutschland verhängten, hat nun auch die Medienaufsicht des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verbotskeule gegriffen: Sie ordnete an, daß der Zugriff auf rechte Webseiten verboten werden müsse. Die betroffenen Internetanbieter müßten sich dagegen per Eilverfahren wehren. (SZ, 14.9.2002)

Zensur- und Überwachungseskalation in Deutschland

Nachdem vor einiger Zeit der „Große Lauschangriff" verschärft wurde, können nun auch die Telefone von Journalisten abgehört werden, wenn dies dazu dient, Straftäter dingfest zu machen. Diese Maßnahme wurde jüngst vom Bundesverfassungsgericht abgesegnet. Inzwischen werden in Deutschland täglich etwa eine halbe Milliarde Telefongespräch vollautomatisch daraufhin überwacht, ob sie mit gesuchten Straftätern geführt werden, so ein Telekom-Experte vor dem Bundesverfassungsgericht. Das sind pro erwachsenen Deutschen täglich 8 Gespräche. (Spiegel, 7.3.2003)

Staatliche Gräberschändung

Mehr als 50 Jahre nach Kriegsende sollen auf dem neben dem Landsberger Gefängnis befindlichen Gefangenenfriedhof die Namensschilder an den Kreuzen jener Toten entfernt werden, die Opfer der alliierten Lynchjustiz nach dem Zweiten Weltkrieg wurden. So hat eine „Expertenrunde" am Mittwoch der vergangenen Woche im Münchner Justizministerium entschieden. Von einer völligen Einebnung des Gottesackers hat man vorerst Abstand genommen. Der Widerstand der Grünen im bayerischen Landtag, der Stadtrat, eine Landsberger Bürgerinitiative und heimattreu Gesinnte haben dies schändliche Treiben zunächst verhindern können. § 304 (1) StGB sagt:

»Wer rechtswidrig [...] Grabmäler beschädigt oder zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren [...] bestraft.«

Prof. Nolte: Bestimmte Hitler-Vergleiche zulässig

Bestimmte Vergleiche heutiger Politiker mit Hitler sind nach Ansicht des Berliner Historikers Prof. Dr. Ernst Nolte durchaus zulässig. Mit Bezug auf Vergleiche zwischen US-Präsident Bush und Hitler, die von deutschen Politikern im Herbst 2002 gezogen wurden, teilte Prof. Nolte der Deutschen Presse-Agentur mit, daß solche Vergleiche dann zulässig seien, wenn vom Vorkriegs-Hitler die Rede sei. Nolte:

»Wenn man sagt: „Ich möchte den Hitler von 1938 mit einem heutigen Politiker vergleichen," so ist das etwas anderes, weil Hitler zu jenem Zeitpunkt in vielen Teilen der Welt als „Volksbefreier" betrachtet wurde.« (JTA, 1/20/03)

Polnischer Kardinal macht Juden für Kommunismus verantwortlich

Für das nach dem Einmarsch deutscher Truppen an 400 jüdischen Bewohnern Jedwabnes begangene Massaker (vgl. VffG 3/2001, S. 339f.) zeigen in Polen nun verschiedene Gruppen mit dem Zeigefinger aufeinander. Jüdische Gruppen behaupten, daß christliche Polen die Täter waren, und zwar ohne Mithilfe der Deutschen. Dies ist den nationalistischen Polen freilich ein Dorn im Auge, so behauptete zum Beispiel der katholischen Priester Edward Orlowski:

»Es waren die Deutschen, die die Juden umbrachten.«

Er behauptet auch, Beweise dafür zu haben, daß die Mörder Mitglieder einer deutschen Einheit waren, deren Kommandeur ein jüdischer General in deutscher Uniform war. Während einer Messe zur Ehrung der Juden Jedwabnes forderte Polens Kirchenfürst Kardinal Josef Glemp Polens überlebende Juden dazu auf, sich dafür zu entschuldigen, den Kommunismus nach Polen gebracht zu haben. (The New York Times, 8.2.2003)

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Kremierte Teigbuben

Rotten.com: Weil das nebenstehende Bild bestimmte Juden an den Holocaust erinnert, forderten sie die Website rotten.com auf, es zu entfernen. Soll nun alles, was Juden an den Holocaust erinnert, auch wenn es gar nichts damit zu tun hat, verboten sein?

Schweizer Polizei griff Kinder-Kriegsgegner an

Als am 20.3.2003 Hunderte schweizer Schulkinder friedlich vor der US-Mission in Genf gegen den Krieg im Irak demonstrierten, wurden sie von einer Anti-Demo-Einheit der schweizer Polizei mit Tränengas beschossen. Wie von Mitarbeitern der daneben befindlichen Weltgesundheitsorganisation bestätigt wurde, erfolgte dieser Angriff völlig unprovoziert. Die Polizei begaste unschuldige Kinder. Es waren keine Erwachsene anwesend.

(www.scoop.co.nz/mason/stories/HL0303/S00174.htm)

Kriegskritischer US-Journalist gefeuert

Am 31.3.2003 feuerte der US-Fernsehsender NBC seinen langgedienten Reporter Peter Arnett, weil er dem irakischen Fernsehen ein Interview gegeben hatte, in dem er erwähnte, daß der anfängliche Kriegsplan der US-geführten Koalition aufgrund des irakischen Widerstandes gescheitert sei. Er erklärte weiter, daß seine Berichterstattung über zivile Opfer und die allgemeine Zerstörung den wachsenden Widerstand der US-Bevölkerung gegen diesen Krieg stütze. Arnetts Stellungnahme wurden als nachteilig für die Kriegsanstrengungen der „Koalition" angesehen. Arnett ist inzwischen von der britischen Boulevard-Zeitung Daily Mirror engagiert worden, für die er weiter aus dem Nahen Osten berichtet.

(www.townhall.com/columnists/monacharen/mc20030401.shtml; www.ftd.de/tm/me/1048931531355.html?nv=cpm)


Stand: 30.5.2003


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