Pollen zur Täteridentifizierung

Der nachfolgende Artikel erschien in der Zeitschrift Science News, vol. 154, Nr. 20, 14.11.1998:

»Pollen für die Anklage?

Sherlock Holmes wäre stolz auf Reinhard Szibor und seine Kollegen von der Otto-von-Guericke-Universität, die vorgeschlagen haben, daß Blütenpollen einen Hinweis zur Aufklärung eines grausamen Mordes liefern können. Im Jahr 1994 wurde in Magdeburg ein Grab mit 32 Skeletten gefunden. Eine Theorie besagt, daß die Gestapo dort gegen Kriegsende im Frühjahr 1945 eine Massenhinrichtung durchführte. Nach einer anderen Theorie erschoß die sowjetische Geheimpolizei im Sommer 1953 sowjetische Soldaten, die sich geweigert hatten, den Aufstand in der DDR am 17. Juni niederzuschlagen. In der Ausgabe der Zeitschrift Nature vom 1.10.1998 berichtete nun Szibors Gruppe, daß die in den Nasenhöhlen der Opfer gefundenen Pollen am besten mit einer Sommerflora in Übereinstimmung zu bringen seien, woraus zu schließen ist, daß die sowjetische Geheimpolizei als Mörder anzusehen ist.«

Es ist wieder einmal interessant, daß die Holocaust-Gläubigen zuerst versucht haben, auch diese Morde den Deutschen anzuhängen. Die modernen gerichtsmedizinischen Methoden haben aber gezeigt, daß die Sowjets die Täter waren. Bei diesen 32 Opfern scheint es sich um wahre Helden gehandelt zu haben, die sich lieber erschießen ließen, als die revoltierenden Arbeiter eines besetzten Landes zu unterdrücken. Wahrscheinlich leben ihre Mörder noch heute unbestraft von ihrer Pension.

Andrew Allen


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 3(2) (1999), S. 213.


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