Das Ende der Tabus oder der Anfang einer neuen Hexenjagd?

Rudolf Graf Czernin, Das Ende der Tabus – Aufbruch in der Zeitgeschichte, Stocker-Verlag, Graz-Stuttgart 1998, 280 S., DM 39,90.

Der Autor dieses Buches ist bereits im Jahr 1991 der politischen Linken mit seinem damals bei Universitas erschienenen Buch Wahrheit und Lüge. Eine Abrechnung mit dem Sozialismus unangenehm aufgefallen. Nun hat er wieder zugeschlagen. Diesmal hat sein Schlag die österreichische Antifa-Lobby rund um das kryptokommunistische DÖW (Dokumentationszentrum des österreichischen Widerstandes, kurz "Neugebauer-Verein" genannt) schwer getroffen.

Das hier besprochene Buch räumt mit allen Antifa-Klischees rund um den Zweiten Weltkrieg auf. Natürlich wird es in der zeitgeistlich angehauchten Medienlandschaft totgeschwiegen, aber der durch die Mundpropaganda beflügelte Erfolg ist sensationell.

Der Autor, ein katholisch-konservativer Landadeliger, nimmt trotz Verbotsgesetzes kein Blatt vor den Mund. Rudolf Graf Czernin hat in jahrelanger penibler Arbeit mit Akribie die Fakten zusammengetragen und ein geschichtliches Sachbuch verfaßt, von dem sich auch alle gelernten Historiker eine dicke Scheibe abschneiden können, insbesondere die sogenannten »Zeitgschichtler« linker Machart vom Typ eines Jagschitz, die in Wahrheit korrumpierte Schmalspurhistoriker mit Scheuklappen sind, blind auf dem linken Auge.

Keiner dieser Pseudohistoriker kann dem Verfasser das Wasser reichen, keiner dieser Zunft hat je den gesamten historischen Bogen in seiner Totalität erfaßt wie Czernin.

Die Wirkung dieses Buches kann nur der ermessen, der die österreichische "Society" kennt. Damit ist der Revisionismus "hoffähig" geworden: "...na, wenn das schon der Rudi schreibt, meine Liebe...". Damit ist der Revisionismus endlich Gesprächsthema in Kreisen, in denen das Thema bisher ängstlich vermieden worden ist – man denke an den staatlichen Gesinnungsterror, den eine vom Gesetzgeber gar nicht gewollte (man lese die Stenographischen Protokolle des österreichischen Nationalrates!) exzessiv repressive Handhabung des an sich menschenrechts- und verfassungswidrigen Verbotsgesetzes (§3h) durch eine wildgewordene Justiz Österreichs ausübt.

Man geht nicht fehl, dem Buche zu bescheinigen, den Durchbruch der geschichtlichen Wahrheit eingeleitet zu haben. Kleine Korrekturen sind vor der sicher noch stattfindenden 2. Auflage anzubringen, da der Verfasser eingestandenermaßen sich mit den naturwissenschaftlichen und technischen Fragen nicht auseinandersetzen wollte. Es wird ihm sicher von fachlich kompetenter Seite uneigennützige Unterstützung zukommen, so daß dieses epochale Werk nicht nur besser verifiziert werden wird, sondern auch ein breiteres naturwissenschaftliches und technisches Fundament erhalten wird, kurz: es wird leicht noch weniger angreifbar zu machen sein.

Zudem wäre überlegenswert, ob in einer zweiten Auflage im Anhang eine Bibliographie angeboten werden sollte, so daß sich der tiefergehend interessierte Leser weitere Literatur beschaffen kann. Das würde zumindest den bisherigen Mangel dieses Buches wettmachen, das fast auf jede Art von Beleg verzichtet. Aber gerade das macht auch den Reiz dieses Werkes aus, denn es erschlägt den Leser nicht mit Fußnoten und wissenschaftlichen Details, sondern bietet einen glänzenden Überblick in gelungener Erzählungsform. So kann, ja muß man Geschichte dem Volk nahebringen.

Lieber Graf Czernin: Der Respekt aller, denen die Wahrheit nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern eine Herzens- und Charakterangelegenheit ist, ist Ihnen gewiß!

Werner Rademacher


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 3(2) (1999), S. 227.


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