Offener Brief an Prof. Robert Faurisson

Von Jürgen Graf

Prof. Faurissons Kritik an dem von Jürgen Graf und Carlo Mattogno verfaßten, im September 1998 im Verlag Castle Hill Publishers erschienen Buch KL MajdanekEine revisionistische Monographie über Majdanek«, VffG, 3(2) (1999), S. 209-212) fordert die angesprochenen Autoren geradezu zu einer Reaktion heraus. Nachfolgend sei daher ein Offener Brief Jürgen Grafs in dieser Sache ungekürzt wiedergegeben.


Lieber Professor Faurisson,

Seitdem ich 1991 mit dem Revisionismus Bekanntschaft schloß und den Entscheid faßte, mich ohne Rücksicht auf die unvermeidlichen Nachteile selbst revisionistisch zu betätigen, habe ich mich stets als Ihren Schüler betrachtet. Mein erstes Zusammentreffen mit Ihnen – es fand im März 1992 in Ihrem Haus in Vichy statt – ist mir so lebhaft in der Erinnerung geblieben, als hätte es sich gestern zugetragen. Was mich an Ihnen so faszinierte und beeindruckte, war nicht nur Ihr Scharfsinn und Ihre enorme Kenntnis der "Holocaust"-Materie, sondern in noch höherem Maße Ihre absolute Integrität und Ihr unerhörter Mut.

Von meiner Bekanntschaft mit Ihnen durfte ich immer wieder profitieren. Beispielsweise habe ich in meinem 1993 erschienenen Holocaust-Schwindel einen Brief von Ihnen an mich abgedruckt, der, um einen österreichischen Leser zu zitieren, »allein schon den Kaufpreis wert war«. In der Folge war es mir vergönnt, einen Teil meiner Schuld Ihnen gegenüber dadurch abzutragen, daß ich Ihnen häufig als Dolmetscher und Übersetzer zur Verfügung stand.

Auch mein Freund Carlo Mattogno, den ich auf Ihren Rat hin im September 1993 besuchte und mit dem ich seither eng zusammenarbeite, verdankt Ihnen sehr viel. Die Lektüre Ihres im Jahre 1979 in Storia Illustrata erschienenen Interviews zur Gaskammerfrage war für ihn ein Schlüsselerlebnis. Insofern ist auch er, wenngleich nicht in so hohem Grad wie ich, als Ihr Schüler zu bezeichnen.

Nun liegt es in der Natur der Sache, daß ein guter Schüler sich nicht damit zufriedengibt, immer nur mechanisch die Erkenntnisse seines Lehrers zu wiederholen. Er wagt sich früher oder später auf Felder, auf denen sein Lehrer nicht gewirkt hat – welcher Lehrer könnte auf allen Feldern wirken? –, und es kann auch vorkommen, daß er Irrtümer seines Lehrers berichtigt. Sie selbst betrachten sich ja als Schüler des von Ihnen (und mir) hoch verehrten Paul Rassinier, was Sie nicht daran gehindert hat, weit über dessen Erkenntnisse hinauszugehen.

Wie auf anderen Gebieten der Wissenschaft baut auch im historischen Revisionismus die jüngere Generation auf den Einsichten ihrer Vorgänger auf und erweitert diese gleichzeitig systematisch. Eines Tages wird ohne Zweifel ein Buch über das KL Majdanek erscheinen, das dem von Mattogno und mir verfaßten überlegen ist, und sei es auch nur darum, weil in Zukunft bisher unbekannte Quellen (z.B. von den Polen und den Sowjets heute noch verborgen gehaltene Dokumente) zugänglich werden.

Neulich hat sich das Verhältnis zwischen Ihnen und mir wegen eben dieses Buchs über Majdanek abgekühlt. Ihre scharfe Kritik an diesem Werk hat offenkundig zwei Ursachen: Ihre Verärgerung darüber, daß wir Sie nicht zitiert haben, sowie ihr Ärger über Mattognos Kritik an jenem Teil des Leuchter-Gutachtens, der sich mit den angeblichen Hinrichtungsgaskammern von Majdanek beschäftigt.

Gleich zu Beginn ist, wie mir der Verlag mitteilte, beim Setzen der Übersetzung Ihres französischen Originals ein Fehler unterlaufen, der Ihnen somit nicht zuzuschreiben ist, den ich aber trotzdem hier korrigieren darf. Statt der Aussage, ich hätte zu dem Opus ein Kapitel beigetragen, hätte es heißen müssen einige Kapitel. Tatsächlich habe ich vier Kapitel beigetragen, und fünf Kapitel stammen von Mattogno (darunter das extrem schwierige sechste, das ich niemals hätte schreiben können), während eines (das siebte) von uns gemeinsam verfaßt worden ist.

Schwer ins Gewicht fällt aber Ihre Behauptung, wir hätten die sowjetische Expertise über Majdanek des längeren zitiert, »ohne hier und dort ein Wort der Kritik oder eine Anmerkung einzuflechten«. In Wirklichkeit wird der die Kapazität der Krematorien betreffende Teil jener Expertise auf S. 111-114, jener über die angeblichen Menschenvergasungen auf S. 190-192 zerpflückt.

Wenn wir die sowjetische Expertise annähernd vollständig und die Ausführungen Leuchters über Majdanek nur auszugsweise wiedergeben, dann einfach darum, weil erstere im Gegensatz zu letzteren noch unveröffentlicht war. Die Revisionisten haben oft irrtümlich behauptet, es habe seitens der Exterminationisten nie ein Gutachten über die "Gaskammern" gegeben; da ist es doch wirklich von historischem Interesse, was die Sowjets 1944 im Lubliner Lager vorgefunden zu haben behaupteten. Daß sie mit betrügerischen Mitteln gearbeitet haben und dem Gutachten folglich jeder wissenschaftliche Wert abgeht, haben wir ja mit aller Klarheit dargelegt.

Kommen wir nun zu Ihren Vorwürfen:

1) Eingangs behaupten Sie des längeren, Majdanek sei »nicht wichtig«, was seine bisherige Vernachläßigung durch die Revisionisten rechtfertige. (Warum Sie 1988 Fred Leuchter in ein "unwichtiges" Lager geschickt haben, müssen Sie mir gelegentlich erklären.) Hierzu möchte ich bemerken, daß wir uns das Ziel gesetzt hatten, die erste Gesamtstudie über Majdanek zu verfassen, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügt (S. 18 unseres Buchs). Es ging uns also durchaus nicht nur um die – freilich eminent bedeutsame – Frage, ob in Majdanek Menschenvergasungen vorgekommen sind. Dementsprechend haben wir folgendes erarbeitet:

Dies alles ist für Sie offenbar unwichtig! Für andere Revisionisten wie (den von uns beiden sehr geschätzten) Mark Weber, Ingrid Weckert und Udo Walendy ist es hingegen sehr wohl wichtig; alle drei sind zu vollkommen anderen Urteilen über den Wert unseres Buchs gelangt als Sie.

Doch kommen wir zum »Vernichtungscharakter« von Majdanek, d.h. zu den angeblichen Menschentötungsgaskammern. Sowohl der prominenteste "Holocaust"-Historiker, Raul Hilberg, als auch das bekannteste spezifisch den angeblichen Menschenvergasungen gewidmete exterminationistische Buch, der Sammelband Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas, vertreten klipp und klar die These, daß in Majdanek Menschen vergast worden seien. Weder Reitlinger noch Broszat haben die Vergasungen im Lubliner Lager explizit bestritten.

Psychologisch ungleich wichtiger als die ohnehin nur von wenigen gelesene Fachliteratur war aber der Düsseldorfer Majdanek-Prozeß. Obgleich ich damals noch kein Revisionist war und die Massenmorde grundsätzlich nicht bezweifelte, empfand ich ungeheuren Ärger über die jahrelange, penetrante antideutsche Hetze, zu der dieser Prozeß Anlaß bot. Unzählige Schulklassen wurden durch den Gerichtssaal geschleust, um die Verworfenheit der deutschen Kriegsgeneration am Beispiel der – in den Medien als blutrünstige Bestien geschmähten – Angeklagten vorgeführt zu bekommen. Im 1981 gefällten Urteil wurden die Massenvergasungen als nachgewiesene Tatsache bezeichnet, und zwei weibliche Angeklagte wurden wegen angeblicher Beteiligung an Selektionen für die Gaskammern zu lebenslanger Haft bzw. 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Das ist es doch, was zählt, und nicht ein kurzer Leserbrief von Broszat aus dem Jahre 1960, in dem Majdanek bei der Aufzählung der mit Gaskammern versehenen Lager fehlt!

Der unlängst in Stuttgart durchgeführte Schauprozeß gegen den unglücklichen Greis Alfons Götzfrid, dem Beteiligung am – in Wirklichkeit erfundenen – Massaker am 18.000 Juden am 3. November 1943 vorgeworfen wurde, bot den BRD-Behörden abermals eine willkommene Gelegenheit, Majdanek in Erinnerung zu rufen und Schulklassen zu indoktrinieren; daß Götzfrid den Gerichtssaal mit Rücksicht auf die vielen im GULag verbrachten Jahre dann als freier Mann verließ, beweist, daß es der BRD-Justiz gar nicht darum ging, ihn im Gefängnis sterben zu lassen, sondern daß er lediglich als Vorwand zur Wachhaltung der Schuldkomplexe diente, die sich nicht zuletzt mit dem Begriff »Majdanek« verbinden.

Ich habe übrigens mein Möglichstes getan, um Götzfrids Anwalt zu einer Infragestellung des Massakers zu bewegen; er hat unser Buch erhalten, doch hatte er offenbar von Anfang an beschlossen, das Spiel der Anklage mitzuspielen.

2) Der zweite an Mattogno und mich gerichtete Vorwurf lautet, wir hätten ignoriert, daß Sie schon 1975 zum Schluß gekommen seien, die angeblichen Menschentötungsgaskammern von Majdanek hätten nicht als solche dienen können.

Vor mir liegen die vier Bände Ihrer wertvollen Dokumentation Ecrits révisionnistes (1974-1998) (Paris 1999, Privatausgabe). Im Index figuriert Majdanek in der Tat unzählige Male; wer aber die betreffenden Stellen nachschlägt, erkennt rasch, daß es sich fast immer um eine bloße Erwähnung des Lagers handelt (meist im Zusammenhang mit dem Leuchter-Gutachten). Während Sie sich im Fall Auschwitz nicht damit begnügt haben, die Unmöglichkeit der angeblichen Menschenvergasungen in den einschlägigen Räumen zu behaupten, sondern eine Vielzahl von architektonischen und technischen Argumenten zur Stützung dieser These anführten, haben Sie dies bezüglich der "Hinrichtungsgaskammern" von Majdanek nie getan. Sie haben stets nur behauptet, diese hätten nicht zur Menschenvergasung dienen können, und eine Behauptung ist keine Beweisführung. Im Gegensatz dazu hat Mattogno im 6. Kapitel unseres Buchs anhand von – bisher in der Literatur niemals zitierten – Dokumenten nachgewiesen, daß die betreffenden Räume als Entlausungskammern geplant waren; er hat ferner mit hauptsächlich bautechnischen Argumenten nachgewiesen, daß ihre Zweckentfremdung zur Menschentötung nicht möglich war.

3) Sie werfen Mattogno seine unverblümte Kritik an dem Majdanek gewidmeten Teil des Leuchter-Gutachtens vor. Was aber an dieser Kritik falsch sein soll, erwähnen Sie wohlweislich nicht; sie halten Mattogno keinen einzigen Fehler vor. Ich räume ein, daß er auf Ausdrücke wie »Oberflächlichkeit« und »Unkenntnis« hätte verzichten können; dies ändert aber nichts daran, daß er inhaltlich recht hat. Rufen wir uns in Erinnerung, unter welchen Umständen Leuchter vorgehen mußte: Da er unter enormem Zeitdruck stand (sein Gutachten mußte vor Abschluß des Zündel-Prozesses vorliegen), standen ihm für den Besuch des Lubliner Lagers nur wenige Stunden zur Verfügung. Unter diesen Voraussetzungen war eine seriöse wissenschaftliche Untersuchung ein Ding der Unmöglichkeit. Hätte er Zeit für eine solche gehabt, hätte er z.B. gewiß nicht geschrieben, die Existenz einer Abflußrinne um den Block, in dem sich die Kammern I, II und III befanden, hätte bei Einsatz von HCN »den ganzen Bereich zu einer Todesfalle gemacht«. Erstens wurde diese Abflußrinne erst 1965 oder später zum Schutz der Grundfesten des Gebäudes vor Feuchtigkeit gegraben, und zweitens hätten die Kammern nach dieser Logik auch nicht zur Entlausung mit HCN dienen können, was im Widerspruch zu der von Leuchter und Ihnen getroffenen Feststellung steht, daß eben dies ihr Zweck war! Dies ist nur eine der vielen Ungereimtheiten in Leuchters Bericht über Majdanek.

Was hätte Mattogno denn tun sollen? Hätte er schreiben sollen, Leuchters Beweisführung sei richtig, auch wenn sie es eben nicht ist? Hätte er aus revisionistischer Solidarität vorsätzlich, wider besseres Wissen, Falsches behaupten und sich somit wie ein drittklassiger Polit-Agitator verhalten sollen? Sie haben doch selbst oftmals betont, daß wir Revisionisten keine Ideologen, sondern Wissenschaftler sind. Gilt das plötzlich nicht mehr?

Angesichts Leuchters schwieriger persönlicher Situation empfinden Sie Mattognos Kritik an ihm als unfair. Mit Verlaub: Meine persönliche Situation ist gewiß nicht leichter als die Leuchters, und doch hätte ich gegen eine sachliche Kritik unseres Buchs nicht das geringste einzuwenden gehabt; ich hätte sie sogar begrüßt!

Was schließlich Ihr Vorwurf betrifft, Mattognos Kritik sei »böswillig« und enthalte »leichtfertige persönliche Angriffe«, so kann ich nur den Kopf schütteln. Wo ist denn die »Böswilligkeit«, wo sind denn die »persönlichen Angriffe«? Nennen Sie die Seite, nennen Sie die Zeile, zitieren Sie!

Ebenso wenig trifft es zu, daß Mattogno »nicht einmal Leuchters Beweisführung darlegt«; er tut dies auf den Seiten 155-157 sehr wohl.

Übrigens ist auch Germar Rudolf von Mattognos Kritik nicht verschont geblieben; genau wie Leuchter hat er nämlich (in Grundlagen zur Zeitgeschichte) eine richtige These – die Nichtexistenz von Hinrichtungsgaskammern in Majdanek – mit falschen Argumenten verfochten. Rudolf war jedoch souverän genug, unser Buch mitsamt der Demontage seiner Beweisführung zu verlegen! Selbstverständlich war auch die Kritik an ihm weder »böswillig« noch »persönlich«, sondern rein sachlich.

4) Sie werfen Mattogno vor, sich bei seiner Kritik an Leuchter großenteils auf Pressac gestützt zu haben. Ich weiß, daß Sie Pressac nicht mögen, und verstehe dies sehr gut; ich mag ihn nämlich auch nicht. Doch dürfen persönliche Animositäten nicht darüber hinwegtäuschen, daß Pressacs Les carences et incohérences du rapport Leuchter de facto eine recht gute Widerlegung der Legende von den Menschenvergasungen in Majdanek darstellt und deshalb sehr wohl als Grundlage für eine tiefergehende Analyse dienen durfte. Pressac schließt Zyklon B-Vergasungen in Majdanek praktisch aus und hält nur an den Kohlenmonoxidvergasungen fest. Mattogno hat nun Pressacs Argumente gegen die Zyklon B-Vergasungen noch vertieft und gleichzeitig bewiesen, daß auch die Geschichte von den Kohlenmonoxidvergasungen unfundiert ist. Was können Sie sich als Revisionist eigentlich noch Besseres wünschen?

5) Bezüglich des angeblichen »Erntefest«-Massakers schreiben Sie:

»C. Mattogno widmet dem Thema ein paar sehr interessante Seiten, aber urplötzlich, am Schluß, wo man glaubt, daß er uns den Schlüssel zu diesem Mysterium liefert, meint er, daß es sich "sehr wahrscheinlich" um eine Operation der Bevölkerungsverschiebung gehandelt hat (S. 231-232). Man bleibt ungesättigt.«

Wer das betreffende Kapitel kennt, weiß, daß die – wie üblich nur durch Zeugenaussagen gestützte – Geschichte von der Massenerschießung in Majdanek von Mattogno sowohl historisch als auch technisch einwandfrei erledigt worden ist. Da a) das Massaker nicht stattgefunden hat, b) ab dem 3. November 1943 fast keine Juden mehr in Majdanek waren, und c) die Zahl der jüdischen Rüstungsarbeiter im Generalgouvernement nach dem 3.11.1943 nicht sank, sondern wuchs, ist doch der Schluß, daß sich an jenem Tag ein massiver Transfer von Juden nach Westen ereignet hat, der naheliegendste. Sie sind »ungesättigt«, weil Sie natürlich noch gerne die Dokumente zitiert sähen, welche diesen Transfer beweisen. Lieber Professor Faurisson, Sie verlangen Unmögliches! Wären solche Dokumente zugänglich, dann könnten die Holocauster doch nicht ihr Märchen von der Massenerschießung weitererzählen; selbst der hinterste Gimpel begriffe dann ja, daß gelogen wird. Ohne Zweifel wurden Dokumente von den Deutschen angefertigt, aber von den Polen oder den Sowjets beseitigt oder versteckt, weil sie dem Mythos widersprachen.

Ihrer Logik zufolge bleibt auch der Leser Ihrer Schriften über die Nichtexistenz der Gaskammern von Auschwitz »ungesättigt«, weil Sie ja nicht oder nur ansatzweise erklären können, was mit den nach Auschwitz geschickten, aber dort nicht registrierten Juden geschah. Stünden uns Dokumente zur Verfügung, welche dies eindeutig klärten, so gäbe es keinen Streit zwischen Exterminationisten und Revisionisten mehr!

Daß Mattogno als erster Revisionist überhaupt das »Erntefest«-Thema angepackt und zumindest die gängige Version radikal demoliert hat, ist, wenn ich Ihnen dies offen sagen darf, allein schon eine Rechtfertigung unserer 1997 unternommenen Expedition.

6) Sie schreiben:

»Haben die beiden Verfasser wirklich geglaubt, sie könnten sich mit der Herausgabe dieses Buchs bei denen ins rechte Licht setzen, die ihre Expedition in Ostpolen, in den baltischen Staaten und Rußland finanziert haben – ein Unternehmen, das übrigens keineswegs ihren großen Hoffnungen und unseren Erwartungen entsprach?«

Die Antwort auf diese Frage mögen unsere Sponsoren selbst erteilen. Ich sende heute Kopien Ihrer Kritik und meiner Antwort an folgende acht Damen und Herren, die maßgeblich zu unserer damaligen Reise beigetragen haben und von denen Ihnen zumindest die ersten vier persönlich bekannt sind: [Initialen aus Sicherheitsgründen gestrichen, die Redaktion]

Ich füge den Photokopien an diese Unterstützerinnen und Unterstützer folgende drei Fragen bei:

  1. Sind Sie der Ansicht, daß Prof. Faurissons Kritik am Buch KL Majdanek zur Gänze oder doch weitgehend gerechtfertigt ist?
  2. Halten Sie das Thema Majdanek für unwichtig?
  3. Bedauern Sie heute, Mattogno und mich 1997 finanziell unterstützt zu haben?

Sobald die Antworten eintreffen, werde ich Ihnen Kopien davon zustellen.

7) Sie beenden Ihren Aufsatz mit den folgenden Worten:

»Gewiß, auch Revisionisten müssen sich gegenseitig kritisieren. Eine solche Kritik ist sogar unerläßlich. Aber bei ihrer eigentlichen Arbeit, ihren Untersuchungen, müssen sie sich vor allem den schwierigen Problemen stellen, Rechtschaffenheit pflegen und die Lügen der heutigen Machthaber angreifen.«

Wenn eine Kritik von Revisionisten an anderen Revisionisten »unerläßlich« ist, begreift man nicht so recht, warum Sie auf Mattognos völlig sachliche Kritik am Leuchter-Gutachten dermaßen scharf reagieren. »Rechtschaffenheit pflegen und die Lügen der heutigen Machthaber angreifen« sollen wir? Ja bitte sehr, was tut denn Mattogno seit anderthalb Jahrzehnten, wenn auch glücklicherweise ohne deshalb verfolgt zu werden? Was tue denn ich seit sechs Jahren mit meinen beschränkten Kräften? Glauben Sie vielleicht, ich sei in der Schweiz zu 15 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden, weil ich die Unredlichkeit gepflegt und die Lügen der heutigen Machthaber unterstützt hätte?

In Verbundenheit
Jürgen Graf


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 3(3) (1999), S. 327-330.


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