Ein Zeitzeuge berichtet

Von Dipl. Ing. Michael Gärtner

Wie schlecht es in Deutschland um die Veröffentlichung ganz schlichter Wahrheiten bestellt ist, will ich mit nachstehend abgedrucktem Schreiben darlegen.

Ich kannte den Verfasser des Briefes seit ca. 1953 als einen zurückhaltenden, sehr korrekten Mann, der sich zum politischen Geschehen nicht äußerte. Im Rahmen einer privaten Feierlichkeit, zu später Stunde, kam es in den 80er Jahren zu einer Diskussion zwischen jüngeren und älteren Teilnehmern, die sich in ihrem Verlauf auch in politische Bereiche erstreckte. Verursacht durch unwahre Aussagen eines jüngeren Beteiligten über zeitgeschichtliche Ereignisse, nämlich den Kriegsbeginn 1939, kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. Ich vertrat in sehr klaren Worten meine Überzeugung, daß, abgesehen von der Kriegserklärung der Juden an Deutschland schon im März 1933, auch England den Krieg wollte und deshalb eine "Blankovollmacht" an Polen gab. Die Debatte wurde fast handgreiflich und darum schaltete sich der Verfasser des beigefügten Schreibens ein und gab, zur Überraschung aller, die im Brief enthaltene Erklärung ab (rechtes Dokument auf der nächsten Seite).

Nach Abklingen der Diskussion bat ich dann den Briefverfasser, mir die gemachte Aussage schriftlich zu bestätigen. Erst nach Abgabe des Versprechens, daß die schriftliche Bestätigung erst einige Jahre nach dem Tod des Verfassers veröffentlicht würde, wurde das abgebildete Schreiben ausgefertigt. Der versprochene Zeitraum nach dem Tod ist abgelaufen.

Uns bleibt an dieser Stelle erneut festzustellen, daß es eine merkwürdige und unwürdige Demokratie sein muß, in der ein freier Mann aus Angst bestimmen muß, daß sein der Wahrheit entsprechendes Wissen erst nach seinem Tod veröffentlicht werden darf, um vor Verfolgung geschützt zu sein!

Da der Besitzer des Originalbriefes kein Vertrauen zum Bundesarchiv hat, daß dort "nichts als die Wahrheit, die reine Wahrheit" verbreitet wird, sucht er ein privates Archiv, dessen Bestand über die weitere Zeit gesichert ist, zur Aufbewahrung des Dokumentes. Er selbst hat bereits ein erhaltenswertes Archiv aufgebaut, für dessen weiteren Bestand auch keine Sicherheit besteht. Ein Versuch, dies mit einem eigenen Haus zu erreichen, scheiterte an der Tatsache, daß die Mittel dafür nicht zu erhalten waren. Geschweige denn die, die für die spätere Erhaltung in Form von Stiftungen notwendig wären. Uns sind weitere bedeutende Archive bekannt, die erhalten werden müßten.

Wer kennt ein solch abgesichertes Archiv?

Wenn es keines gibt, so müssen wir, die noch lebenden Zeitzeugen, eine solche Institution schaffen, schon allein um sicherzustellen, daß andere Zeitzeugen wie der oben geschilderte Mann ihr Wissen dort hinterlegen und sichern können. Es ist sogar schon ein junger Historiker gefunden (kein "Umerzogener", sondern einer mit klarem Verstand), der bereit wäre, den fachgerechten Aufbau durchzuführen und zu sichern.

Durchdacht sind alle erforderlichen Schritte, um ein Archiv zu schaffen, daß die Gewähr bietet, eine bessere Institution zu werden als die sattsam bekannten, in denen Wahrheit zu einem Fremdwort geworden ist und statt dessen die "erwünschte und offenkundige Wahrheit" gepflegt wird.

Wer hilft?

Wir sind auch sicher, daß es Personen gibt, die bereit sind, Hausbesitz und Stiftungen für den angestrebten Zweck zu geben. Auch viele kleine ergeben eine große Stiftung. Darum wenden wir uns an die Öffentlichkeit, um sie zu finden. Die Organisation können wir schaffen. Jeder Interessierte wende sich – auch mit ergänzenden Ideen – an die Redaktion. Besprechen Sie den Gedanken auch mit Freunden, von denen Sie wissen, daß ihr Herz noch für Deutschland schlägt, die ihre gefallenen Kameraden nicht vergessen haben, auch nicht die ermordeten Frauen, Kinder und Alten im verbrecherischen Bombenkrieg der Alliierten und bei der Vertreibung, und die Recht und Wahrheit noch vertreten! Vergessen Sie hierbei nicht, daß die "deutschen Umerzieher" die geschilderten Verbrechen auch zu unterschlagen versuchen. Deutschland muß auch für unsere Kinder und Enkelkinder noch weiterleben! Diese Erinnerung ist für viele Erben wichtiger und wertvoller als das geerbte Vermögen, das sie vielleicht schnell ausgegeben haben. Wieviel meiner Altersgenossen mußten erleben, daß sie von ihren Erben verraten wurden!

Wo sind sie, die Helden von damals?

Natürlich verbinden wir hiermit auch die Anregung an jeden, der noch unbekanntes Wissen über die Zeitgeschichte hat, dieses niederzuschreiben und eventuell mit gleichen Bedingungen vorläufig bei der Redaktion zu hinterlegen.

Eines liegt mir noch am Herzen!

Wir wollen unsere Zeitschrift VffG noch wirksamer machen! Nach vier Jahren (15 Ausgaben) haben Sie eine noch größere Übersicht über die Qualität unserer Veröffentlichungen. Die Forschungen unserer Autoren sind mit der sich steigernden Menge von zweifelsfreien Dokumenten, die wir Ihrer Hilfe verdanken, immer zuverlässiger und erfolgreicher. Es werden immer mehr Mosaiksteinchen, die das Gesamtbild der Lager ergeben. Sie wachsen immer enger zusammen.

Wir sind auch hier sicher, daß es Leser für unsere Zeitschrift genug gäbe, wenn, ja wenn man sie erst kennen würde. Werbeexemplare senden wir auch zu, wenn wir Interessierte erfahren! Die Versuche der Redaktion, eine Werbeanzeige unterzubringen, scheitern häufig an der Tatsache, daß die Angst vor einer Zeitschrift die sich nicht an die "deutschen Maulkorbgesetze" hält, so groß ist, daß man nicht einmal eine bezahlte Anzeige annimmt. Selbst die großen nationalen Zeitschriften wagen das nicht (dies gilt z.B. für Junge Freiheit, Deutschland in Geschichte und Gegenwart, Nation & Europa, Deutsche Stimme sowie die gesamte Frey-Presse).

So beweist sich, daß in dieser "Demokratie" Meinungsfreiheit nur in Träumen existiert!

Werbung ist also oft nur von Mund zu Mund möglich! Es gibt mehr anständige Deutsche, als wir wissen. Allein die Wahlbeteiligungen sagen das schon aus. Helfen Sie uns hier ebenfalls!

Auch sind Ideen gefragt! Es geht um unser Deutschland, unsere Kinder und Enkelkinder! Sie sollen eines Tages wieder mit Stolz auf ihre Großmütter und Großväter zurückschauen und über deren Lebensleistungen sprechen können. Sie sollen wieder die wahre deutsche Geschichte kennenlernen und frei, ohne Maulkörbe, darüber sprechen dürfen, so über die Zeit, wie wir sie er- und gelebt haben. Die Salbaderer der jetzigen Zeit wird man schnell vergessen.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 4(3&4) (2000), S. 344f.


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