Deutsch-Französische Völker-Freundschaft

Warum ein junger Franzose sich erhebt und die Ehre Deutschlands verteidigt

Von Vincent Reynouard

Ich wurde 1969 nicht weit von Paris geboren. Meine Eltern sind beide Ärzte. Meine Familie hat durch den Krieg nicht gelitten. Mein Vater und meine Großeltern waren damals in Algerien (zu dieser Zeit noch französische Kolonie). Meine Mutter und ihre Eltern wohnten zwischen Paris und Saint-Jean-de-Monts, einem Dorf an der Westküste Frankreichs. Nach meiner Kenntnis hat kein Angehöriger meiner Familie "kollaboriert" oder der "Résistance" angehört. Alle haben nichts anderes getan, als das Ende des Krieges abzuwarten. 1978 ist mein Vater Bürgermeister seines Dorfes und Mitglied des Departement-Rates unter republikanischer Flagge geworden. Heute lebt er völlig zurückgezogen. Zu Hause sprach man wenig vom Krieg, von der Besatzung, von der Befreiung. Meine Eltern hatten zu diesen Themen nur das wiederholt, was sie in der Schule gelernt hatten, nämlich, daß der Hitlerismus eine kriminelle Ideologie war, und daß, wenn die Anglo-Amerikaner den Krieg nicht gewonnen hätten, wir heute in reinster Sklaverei leben würden. Ich wurde also in einer "politisch korrekten" Familie erzogen, und nichts wies darauf hin, daß ich eines Tages ein nonkonformistischer Forscher sein würde.

Vicent Reynouard, Die Wahrheit über Oradour. Das Buch kann bei VHO erworben werden, wodurch gleichzeitig der Autor am besten unterstützt werden kann als wenn man es bei anderen Verlagen oder Händlern bestellt.

VHO, Pb 46, B-2600 Berchem 1

Mit 15 oder 16 Jahren kam bei mir der Verdacht auf, daß man uns bezüglich des Nationalsozialismus belog. Ich hatte nämlich festgestellt, daß sowohl am Gymnasium als auch im Fernsehen bei der Besprechung der Geschichte Deutschlands zwischen 1933 und 1945 immer wieder die gleichen Namen und die gleichen Schlagwörter benutzt wurden, wie "Angriffskriege", "Vernichtungslager", "Nazistische Greuel", "Auschwitz-Birkenau", "SS-Terror", "Oradour-sur-Glane", "Coventry" usw. Die Geschichte des Nationalsozialismus bestand bloß aus diesen Schlagwörtern und Namen, die zu Symbolen geworden waren: Auschwitz war das Symbol des "hitlerschen Rassenwahns" geworden, Coventry das Symbol des "kriminellen Krieges der Nazis", Oradour-sur-Glane das Symbol der "nazistischen Barbarei" im besetzten Frankreich!

Es schien mir, daß diese Art der Darstellung aus einem einfachen Grunde zurückzuweisen war: Geschichte betreiben, so war ich der Auffassung, besteht darin, die Tatsachen, und zwar alle Tatsachen, die man erfahren kann, aufs Sorgfältigste zu prüfen, um sich ein Bild zu machen, das in seiner ganzen Vielschichtigkeit möglichst nahe an die Wirklichkeit herankam. Die Darstellung der Geschichte, die sich damit begnügte, eine Reihe von Namen aufzuzählen, die in den Rang von "Symbolen" erhoben worden waren, konnte nach meiner Auffassung nur eine falsche und parteiische Geschichtsschreibung sein. Wenn die Deutschen den Krieg gewonnen hätten, hätten sie mit solchen Methoden ihre Geschichte z.B. der französischen Widerstandsbewegung wie folgt beschreiben können: Die "Résistance" in Frankreich war nichts anderes als eine einzige Barbarei, und die Symbole dieser Barbarei heißen Voiron[1] und Tronçais.[2] Nun, wenn nicht geleugnet werden kann, daß die französische "Resistance" in ihren Reihen zahlreiche skrupellose Kriminelle hatte, so kann man doch ebensowenig von der Hand weisen, daß es neben ihnen Leute gab, die von einem Ideal beseelt waren, das ihnen edel erschien, und daß sie alles daran setzten, ihre Unternehmungen so zu führen, daß sie dem Gegner nicht überflüssiges Leid zufügten. Die Wahrheit war, wie immer, sehr komplex, und man konnte sie nicht dadurch verkünden, daß man ein paar Namen oder einige als unumstößlich ausgegebene Behauptungen in die Welt setzte.

Da ich keine anderen Informationen besaß als die von den offiziellen Medien, konnte mein Verdacht nicht bestätigt werden. Ich gab mich damit zufrieden, in aller Stille zu zweifeln und meine Fragen für mich zu behalten.

Alles dies änderte sich aber schlagartig 1989 mit den Enthüllungen über den Ausbruch des deutsch-sowjetischen Konfliktes im Juni 1941 und bezüglich Katyns. Ich hatte häufig sagen hören, daß der von Deutschland am 22. Juni 1941 begonnene Überraschungsangriff auf die Sowjetunion das "Symbol" der "nazistischen Aggressionen" war. Man hatte mir auch erzählt, daß Katyn das "Symbol" der "nazistischen Kriegsverbrechen an entwaffneten Soldaten" war.

Nun wurde 1989 durch das Buch des russischen Dissidenten, Diplomaten und hochrangigen Offiziers des sowjetischen militärischen Geheimdienstes GRU, Viktor Suworow (Pseudonym) Der Eisbrecher. Hitler in Stalins Kalkül bekannt,[3] daß Stalin im Jahre 1941 den Angriff auf das deutsche Reich plante. Dadurch, daß Hitler als erster angriff, ist er Stalin nur zuvorgekommen. Hinzu kam, daß im Jahre 1990 die sowjetische Regierung offiziell ihre Verantwortung am Massaker der polnischen Offiziere in Katyn zugab.

Innerhalb von zwei Jahren waren damit zwei "Symbole" umgestürzt worden, die beide ein halbes Jahrhundert überlebt hatten. Ich zog hieraus den Schluß, daß in gewissen Fällen die Wahrheit im Lager der Nationalsozialisten zu suchen war, und die Lüge im Lager der Alliierten. Nun hat man mir immer gesagt, daß J. Goebbels der große Spezialist der Lüge war und daß, wenn die deutsche Propaganda sich im Widerspruch zu den Behauptungen der Alliierten befand, die Wahrheit stets auf Seiten Letzterer lag.

Ebenfalls im Jahre 1990 sahen sich die offiziellen Behörden des Museums von Auschwitz gezwungen, zuzugeben, daß in diesem Lager nicht 4 Millionen umgekommen waren, wie man dies seit 1945 behauptete, sondern höchstens 1,1 Millionen. Natürlich erklärten die Medien und die Historiker, daß diese Revision nichts an dem symbolisierten Grauen von Auschwitz ändern würde. Vielleicht. Dennoch änderte dies auch nichts daran, daß hier wiederum die Siegermächte dadurch gelogen hatten, daß sie die Zahlen um sage und schreibe 260% aufgebauscht hatten.

Von dem Augenblick an ließ mich die eine Frage nicht mehr los: Zu wieviel anderen Dingen bezüglich des Zweiten Weltkrieges hatten die Sieger ebenfalls gelogen?

Um die Antwort hierauf zu finden, studierte ich zahlreiche nonkonformistische Werke. 1990 lieh mir ein Freund eines Tages zwei dieser Werke, die die offizielle Lesart des Dramas von Oradour-sur-Glane Lügen straften.[4] Hierdurch sehr auf die Wahrheit erpicht geworden, beschloß ich, zu dieser Affäre eine Untersuchung durchzuführen. Die Ergebnisse der Ermittlungen, die mit Freunden durchgeführt wurden, sind in dem Buch Die Wahrheit über Oradour, Druffel-Verlag, Leoni, 1999, enthalten. Unsere Schlußfolgerung ist unumkehrbar: Die offizielle Darstellung, derzufolge ein Massaker absichtlich von einer Kompanie der Waffen-SS begangen worden sei, ist unwahr! Nein! Die Soldaten der Division "Das Reich" haben sich nicht zufällig in diesen Ort begeben. Nein! Sie sind nicht gekommen in der Absicht, dessen Einwohner umzubringen. Nein! Sie haben die Frauen und Kinder in der Kirche nicht umgebracht. Diese sind durch eine Explosion eines Munitionslagers getötet worden, das von Maquisards im Dachstuhl des Gotteshauses angelegt worden war, und das am Tag des Dramas aus noch unbekannten Gründen explodiert ist.

Hier handelte es sich also um einen von den Siegern erfundenen neuen Mythos, der zusammengebrochen ist. Wieder einer mehr. Aber nicht irgendeiner, denn dieser Mythos war und ist das Symbol schlechthin der nazistischen Barbarei im besetzten Frankreich.

Bei meinen Bemühungen, das kennenzulernen, was ich als die Wahrheit ansehe, hatte ich auf zahlreiche Einwände zu antworten. Manche erklärten mir vor allem: "Wollen Sie damit zu verstehen geben, daß die SS keine Verbrechen im besetzten Frankreich begangen hat? Was Sie da tun, ist nichts anderes als die Rehabilitierung der Nazis." In Wirklichkeit will ich gar nichts zu verstehen geben. Ich weise nur nach, daß das Symbol der "nazistischen Barbarei im besetzten Frankreich" auf historischem Betrug beruht. Wenn die Franzosen damit fortfahren wollen, öffentlich zu behaupten, daß die Deutschen während der Besatzung ein verbrecherisches Verhalten an den Tag gelegt haben, so müssen sie schon ein ganzes Bündel eindeutiger Beweise vorzeigen und nicht historische Lügen, die zu "Symbolen" hochstilisiert wurden. Wenn ihnen das gelingt, hätte ich keinerlei Bedenken, mit allen zusammen zu sagen, daß die Deutschen in Frankreich zwischen 1940 und 1944 systematisch eine verbrecherische Politik betrieben haben. Wenn es ihnen jedoch nicht gelingt, dann muß man sich dazu aufraffen, das Ansehen der Besatzungsmacht wiederherzustellen, zumindest wenn es sich um diese Beschuldigung handelt. Das ist nur gerecht, und niemand darf sich gegen die Gerechtigkeit auflehnen.

Eine andere Bemerkung, die man häufig hörte, war folgende: "Es geht doch nicht darum, auf welche Art die Frauen und Kinder von Oradour umgekommen sind. Selbst wenn Sie die Wahrheit sagen, so bringt ihnen das ihr Leben nicht zurück und verringert auch nicht den Schmerz der Überlebenden." Ich antwortete jedes Mal: "Wenn die Todesursache der Frauen und der Kinder von Oradour von geringer Bedeutung ist, warum verbergen dann die französischen Behörden seit 1944 die eigentliche Ursache, indem sie eine falsche Darstellung der Tatsachen geben? Und warum vor allem fahren sie ein halbes Jahrhundert danach damit fort, die Lüge zu schützen, indem sie alle Bücher verbieten, deren Zielsetzung darin besteht, die Wahrheit wiederherzustellen?"[5]

Diese Frage führt uns zum Kern des Problems. Die Alliierten behaupteten, daß sie im Namen des Rechts und der Gerechtigkeit in den Krieg zogen. Nun aber hat derjenige, der für diese edlen Werte kämpft, nichts zu verbergen - im Gegenteil. Das Gute fürchtet sich nicht vor dem Licht, es sucht dieses. Als Christus lehrte, versteckte er sich nicht. Er sprach öffentlich am hellichten Tag, auf offenen Plätzen oder in den Synagogen.

Die Sieger von 1985 haben aber gelogen. Sie haben gewaltig gelogen, in zahlreichen Fällen. Sie haben bezüglich Katyn gelogen, bezüglich Oradour haben sie gelogen, über die Ursachen des deutsch-sowjetischen Krieges haben sie gelogen, bezüglich Auschwitz haben sie gelogen (aus 4 Millionen sind inzwischen höchstens 1,5 Millionen geworden). Heute noch halten sie einen Teil ihrer Lügen aufrecht, und damit niemand ihnen ihre Maske abreißt, halten sie Tonnen von Dokumenten zurück.[6] Sie scheuen das Licht der Wahrheit und verkriechen sich davor.

Meiner Ansicht nach ist diese Feststellung von größter Bedeutung, denn sie zeigt, daß diese Schwarz-Weiß-Malerei, derzufolge der Zweite Weltkrieg den Kampf des Guten - verkörpert durch die Alliierten - gegen das Böse - verkörpert durch das Deutschland Hitlers - nicht stimmte. Am Ende meiner Überlegungen mußte ich zwangsläufig zu der Überzeugung gelangen, daß der Nationalsozialismus nicht das "absolut Böse" war.

Man kann sich meine quälende Frage als junger Franzose, der in einer "politisch korrekten" Familie aufgewachsen war, vorstellen, als diese Schlußfolgerung in mir unausweichlich wurde. Alle meine Überzeugungen flossen dahin. Die Wahrheit, davon war ich von nun an überzeugt, wurde uns seit über 50 Jahren absichtlich verheimlicht. Jetzt wollte ich mir Gewißheit verschaffen.

Das erste Licht in dieses Dunkel ergab sich für mich dadurch, daß ich eines Tages Gelegenheit hatte, den "Endgültigen Bericht" zu lesen, den der britische Gesandte in Berlin, Sir Nevile Henderson, für die britische Gesandtschaft am 20. September 1939 geschrieben hatte. Obwohl er dem Nationalsozialismus sehr feindlich gesonnen und darauf bedacht war, den dem deutschen Reich erklärten Krieg zu rechtfertigen, schrieb dieser Autor:[7]

»Zahlreiche soziale Reformen des Herrn Hitler waren trotz ihrer absoluten Verweigerung der persönlichen Freiheit der Gedanken, der Worte oder Taten, außerordentlich fortschrittliche demokratische Reformen. Die Bewegung "Kraft durch Freude", die Maßnahmen auf dem Gebiete der körperlichen Ertüchtigung der Nation und vor allem die Organisation des Arbeitsdienstes, eine Idee, die Herr Hitler, so sagte er mir persönlich, aus Bulgarien übernommen hatte, sind typische Beispiele einer wohlwollenden Diktatur. [...] Ein großer Teil der diesbezüglichen Gesetzgebung [des Nationalsozialismus] wird in einer neuen und besseren Weit überleben [ ... ]«

Dieses Urteil, das sicherlich eher als summarisch zu bezeichnen ist, hat meine Ahnungen bestätigt. Zum ersten Mal in meinem Leben las ich einen Text, in dem man bezüglich Hitler-Deutschlands von »außerordentlich fortschrittlichen demokratischen Reformen« sprach, von einer »wohlwollenden Diktatur« und von einer Gesetzgebung, die »in einer neuen und besseren Weit überleben würde«. Nun war Sir N. Henderson kein oberflächlicher, von Goebbels dazu bezahlter Beobachter, die deutsche Propaganda zu verkünden. Es handelte sich bei ihm um einen britischen Staatsangehörigen, der im Dienste Ihrer Majestät stand. Er hatte mehrere Jahre in Deutschland verbracht und als Botschafter zahlreiche Informationen gesammelt. Folglich kann sein Urteil nicht mit einer einfachen Handbewegung abgetan werden.

Diese Feststellung überzeugte mich davon, daß die Wahrheit über den Nationalsozialismus nur in Dokumenten zu finden war, die vor 1945 datierten. Ich begab mich in die Bibliotheken und las dort Werke aus jener Zeit, die von Deutschland handelten. Außer Mein Kampf von Adolf Hitler studierte ich vor allem das Werk von Cesare Santoro, das 1938 in Berlin unter dem Titel Vier Jahre Hitler-Deutschland. Ein Ausländer berichtet, veröffentlicht wurde, sowie das Werk von Marcel Laloire, das 1935 in Brüssel unter dem Titel Neues Deutschland. Soziale und wirtschaftliche Reformen erschienen war. Ich entdeckte zahlreiche Aspekte des Nationalsozialismus, die man mir verborgen hatte, vor allem seine gesamte, unbestreitbar von Erfolg gekrönte soziale Politik.

Sir N. Henderson hatte sich also nicht getäuscht.

Ich entdeckte außerdem mit großer Überraschung, daß die jüdische Frage in den beiden letztgenannten Werken sehr wenig Platz einnahm, und daß man darin überhaupt nicht von einer Verfolgung sprach, sondern lediglich über eine Gesetzgebung, die eine vollständige Trennung von Juden und Nichtjuden vorschrieb (z.B. mußten die Juden eigene Schulen haben). In diesem Buch von C. Santoro war außer einigen Anspielungen an der einen oder anderen Stelle die Frage der Nürnberger Gesetze auf einer einzigen Seite (S. 81) abgehandelt worden, während das gesamte Werk 336 Seiten umfaßte. Die restlichen Teile des Buches beschäftigten sich mit den öffentlichen Finanzen, dem Verkehr und den Nachrichtenverbindungen, der Sozialpolitik, der Jugendbewegung usw.

Nach und nach wurde mir bewußt, daß der Hitlerismus keine Ideologie des Todes war, sondern die Reaktion eines Volkes auf das, wie wir heute wissen, den Keim des Zweiten Weltkrieges in sich tragende Diktat von Versailles und auf die materialistische Welt Mammons, eine Welt, die im Westen durch das plutokratische Amerika und im Osten durch die bolschewistische UdSSR verkörpert wurde.

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Nun konnten diese beiden Weltanschauungen (die des Materialismus und die des Nationalsozialismus) nicht nebeneinander bestehen, da zwei Hauptursachen die Existenz eines nationalsozialistischen Regimes in Europa für Mammon unerträglich machten:

Die erste dieser Ursachen war eine geopolitische: 1939 wachte England, eine der Hauptmächte Mammons, darüber, daß kein Land in Kontinentaleuropa stärker als die anderen Länder auf dem Kontinent wurden, denn dieses hätte dadurch, daß es Europa beherrschte, die britischen Interessen gefährdet. Diese Doktrin, die seit Jahrhunderten in England galt, war bekannt unter dem Namen des "Balance of power" (Gleichgewicht der Mächte). Nun bedrohte Deutschland dieses Gleichgewicht der Mächte dadurch, daß es politisch und wirtschaftlich gefährlich stark wurde. Folglich mußte England handeln. Diese These stammt nicht von mir, sondern von einem Angelsachsen. F.A. Voight schrieb 1943:[8]

»[Das Gleichgewicht der Mächte] ist keine Doktrin. Es ist für Großbritannien und das Empire die unveränderliche Bedingung des Überlebens. Jede Macht, die die unbestrittene Vormachtstellung in Kontinentaleuropa inne hat, kann morgen Herrscher über die Britischen Inseln werden.

Weder der Völkerbund noch irgendein System kollektiver Sicherheit, auch nicht die Abrüstung, können an diesen Tatsachen etwas ändern. Sobald das Gleichgewicht der Mächte gefährdet ist, brechen alle kollektiven Systeme zusammen, und Großbritannien wird, wenn es nicht gerade dabei ist, unterzugehen, reagieren. So reagierte dieses Land 1939. Der Mechanismus des Gleichgewichts funktionierte nicht mehr, und am 1. September dieses gleichen Jahres, am Tag, an dem Deutschland Polen angriff, wurde der Völkerbund sofort all seiner bisher innegehabten Machtbefugnisse entkleidet, und nachdem dieser Mechanismus zusammengebrochen war, brach der Zweite Weltkrieg aus. England kämpfte für die Erhaltung des Gleichgewichts - einzig und allein aus diesem Grunde und aus keinem anderen. Die allgemein geltende These, derzufolge Deutschland Krieg geführt hat, um die Welt zu beherrschen, ist unserer Meinung nach irrig. Das Reich wollte eine Weltmacht sein, aber "eine Weltmacht sein" ist etwas ganz anderes als "die Welt beherrschen". England war eine Weltmacht, beherrschte aber nicht die Welt.«

Der zweite Grund war rein politischer Art. Zahlreiche Länder, wie Frankreich, Dänemark, Belgien, Rumänien, Großbritannien und sogar Amerika, die die nationalsozialistischen Erfolge vor allem auf dem sozialen Gebiet feststellten, mußten zusehen, wie sich bei ihnen nationalistische Parteien bildeten, die von Tag zu Tag an Boden gewannen.[9] Geblendet vom deutschen politischen und wirtschaftlichen Wunder, das sie mit den wiederholten Mißerfolgen ihrer Regierungen verglichen, kämpften die Männer dieser Parteien für die Einführung von sozialen Strukturen in ihren Ländern, die denen des Dritten Reiches entsprachen. Nach Italien, Deutschland und Spanien geriet ganz Europa in Gefahr, Mammon zu entgleiten.

Das sind die beiden Hauptgründe, weshalb dieser entschied, den Nationalsozialismus zu vernichten. Und da es nicht möglich war, ihn von innen heraus zu destabilisieren, gab es nur die einzige Möglichkeit des Krieges. Ich weiß, daß viele junge Leser hier aufschreien werden: "Absolut nicht! Die Demokratien sind in den Krieg gezogen, um Polen vor Deutschland zu retten, das in dieses Land eingefallen war." Wenn wir das zunächst dahingestellt sein lassen wollen, müssen wir aber die folgenden Fragen stellen:

Für alle, die der Ansicht sind, daß England in den Krieg gezogen ist, um Polen zu retten, bleiben alle diese Fragen unbeantwortet. In Wirklichkeit haben die westlichen Demokratien nicht zu den Waffen gegriffen, um die Unabhängigkeit kleiner Nationen zu retten, sondern einzig und allein, um das nationalsozialistische Deutschland zu vernichten. An Beweisen hierfür mangelt es nicht. Ich führe davon nur zwei an: Am 11. Juni 1940 schloß Winston Churchill eine Zusammenkunft der höchsten Vertreter der Alliierten in der Nähe von Briare (Frankreich) mit den Worten, daß, selbst wenn Frankreich völlig besetzt werden sollte, die Alliierten letzten Endes über die Mittel verfügen würden, die dazu nötig seien, zu siegen und das nationalsozialistische System zu vernichten.[11] Ein Beweis dafür, daß man sich untereinander seit Beginn des Konfliktes heimlich über Polen lustig machte. Worum es ging, war einzig und allein die Vernichtung des nationalsozialistischen Systems.

Auf der Konferenz von Casablanca im Jahre 1943 beschlossen Churchill und Roosevelt, den Krieg bis zur »bedingungslosen Kapitulation Deutschlands« fortzusetzen. Diese Entscheidung war von weittragendster und unheilvollster Bedeutung, zwang sie doch das Reich, bis zum Allerletzten zu kämpfen. Howard Schmidt, Hitlers Dolmetscher während seiner Gespräche mit ausländischen Persönlichkeiten, schreibt in seinen Memoiren:[12]

»Ich war mir sofort bewußt [nachdem die Alliierten die Forderung nach der bedingungslosen Kapitulation gestellt hatten], daß die Stellung Hitlers gegenüber dem deutschen Volk und seinen Verbündeten dadurch außerordentlich gestärkt wurde, wohingegen die Opposition, die sich gerade Ende Dezember [1942] durch eine Äußerung Cianos Gehör verschafft hatte, an Macht verlor. Ich begriff nicht weniger deutlich, daß diese Forderung nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Opposition im Innern einen außerordentlich harten Schlag versetzt hatte [...].

Danach hatte ich häufig den Italienern und auch Antonescu, wenn diese dazu rieten, mit den Westmächten oder mit Rußland Frieden zu schließen, die Worte Hitlers zu übersetzen: "Sie sehen ja selbst, daß, falls wir versuchen sollten, ins Einvernehmen mit einem unserer Gegner zu kommen, wir nichts anderes zu erwarten haben als die Forderung nach der bedingungslosen Kapitulation."«

Admiral Dönitz erklärte seinerseits folgendes:[13]

»[Die Forderung nach der bedingungslosen Kapitulation] hieß, daß wir bei einer Unterwerfung keinerlei Rechtsansprüche hätten, sondern der Gnade des Siegers ausgeliefert sein würden.

Was das bedeuten würde, zeigte die Forderung Stalins auf der Konferenz von Teheran Ende November 1943, wo er verlangte, daß mindestens 4 Millionen Deutsche für viele Jahre als Arbeitskräfte nach Rußland verschickt werden sollten. [...]

Was wir möglicherweise zu erwarten hatten, zeigte ferner der Morgenthau-Plan, der im September 1944 auf der Konferenz von Quebec von Roosevelt und Churchill beschlossen wurde und der die Vernichtung der deutschen Industrie und aller deutschen Bergwerke vorsah. Deutschland sollte danach ein Weideland werden.

Angesichts der Forderung des Gegners nach bedingungsloser Kapitulation war es daher für einen führenden deutschen Soldaten, der im Jahre 1943 oder 1944 glaubte, daß der Krieg militärisch nicht mehr zu gewinnen sei, zwecklos, Hitler zu erklären, nun müsse er den Krieg beenden und Frieden schließen. Denn der Soldat hätte ja hierfür keinen anderen als den 1943 und 1944 nicht gangbaren Weg der bedingungslosen Kapitulation vorschlagen können.«

Seite 424 - 425 schreibt er:[13]

»Es war also klar, daß die Beendigung des Krieges im Winter 1944/45 angesichts der Forderung der Alliierten nach einer Kapitulation ohne Bedingungen den Tod von Millionen von Menschen der deutschen Zivilbevölkerung und von Soldaten der Ostfront bedeutet hätte. [...] Keiner der bedauernswerten Flüchtlinge aus dem Osten wäre damit einverstanden gewesen, den Russen ausgeliefert zu werden, kein deutscher Soldat wollte in russische Gefangenschaft geraten. Die Soldaten hätten den Befehl, stehenzubleiben und sich gefangennehmen zu lassen, nicht befolgt. [...] So hätte auch keiner der führenden Männer zu diesem Zeitpunkt den Kapitulationsvertrag unterzeichnen können, ohne zu wissen, daß er gebrochen werden würde, aber auch ohne zu wissen, daß damit eine große Zahl von deutschen Menschen im Osten ihrem Schicksal überlassen werden müßte und vernichtet worden wäre - eine Entscheidung, die niemand auf sein Gewissen nehmen konnte.«

Am 2. April 1945, als alles verloren war, erklärte Hitler:[14]

»Wenn wir in diesem Krieg unterliegen sollten, kann es sich für uns nur um eine totale Niederlage handeln. Unsere Feinde haben ihr Kriegsziel so offengelegt, daß wir uns bezüglich ihrer Absichten absolut keinerlei Illusionen hingeben dürfen. [...] Sie werden ihre Waffen solange nicht ruhen lassen, bis sie das nationalsozialistische Deutschland zerstört, vernichtet, pulverisiert haben werden. Es ist übrigens der Wille des Schicksals, daß ein unglücklich geführter Kampf in einem Krieg wie diesem, in dem sich zwei so gegensätzliche Weltanschauungen gegenüberstehen, mit einer totalen Niederlage enden wird. Dieser Kampf muß auf beiden Seiten bis zur völligen Erschöpfung geführt werden, und wir wissen, daß wir, was uns betrifft, bis zum Sieg oder bis zum letzten Blutstropfen kämpfen werden.«

Wenn das Kriegsziel der Alliierten tatsächlich darin bestanden hätte, Polen (und andere während des Krieges besetzten Länder) wieder voll und ganz herzustellen, so hätten sie so gehandelt, wie etwa die Deutschen nach dem Krieg von 1870/71, indem sie sich damit begnügt hätten, der besiegten Regierung einen angemessenen Friedensvertrag aufzuerlegen. Die Tatsache jedoch, daß sie mit ihren Forderungen nicht gezögert haben, den Krieg zu verlängern und zu radikalisieren, wobei sie ganze Städte in Deutschland und in Japan zerstörten, wodurch Millionen von Zivilisten und Soldaten nur aus dem Grunde getötet wurden, weil sie Deutsche oder Japaner waren, zeigt, daß ihr wirkliches Kriegsziel nicht der Verteidigung der Kultur galt, sondern der Vernichtung politischer Systeme um jeden Preis, deren Dasein und Erfolge nicht geduldet werden konnten.[15]

Als 1945 die Waffen schwiegen, erwachten die Sieger völlig überrascht. Sie hatten vorgegeben, für die Kultur, die Achtung und die Gerechtigkeit gekämpft zu haben. Nun aber war ihr Kreuzzug ein einziges Massaker an Unschuldigen. Um die feindliche Zivilbevölkerung zu demoralisieren, griffen sie zu Terrorangriffen aus der Luft. Hunderttausende von Frauen und Kindern starben auf den Straßen Hamburgs, Kölns, Dresdens, Tokios, Hiroshimas und Nagasakis, zerfetzt von den explodierenden Bomben, als lebende Fackeln, die von Benzin und Phosphor angezündet wurden, erstickt an giftigen Gasen, verstrahlt. Ihre Körper (oder was davon übrigblieb) verschmolzen mit dem Asphalt der Straßen oder waren zu ausgetrockneten Überbleibseln verschrumpelt. In den Kellern der Gebäude, die zu Backöfen geworden waren, vermischte sich in großen Lachen, die sich zwischen den zusammengeschrumpften Leichnamen bildeten, menschliches Fett mit geschmolzenem Glas, während Abermillionen Deutsche aus dem Osten von ihrem Boden verjagt, Frauen vergewaltigt, Kinder und Greise massakriert wurden, Millionen dabei umkamen. Die anderen rund 12 Millionen, die das Glück hatten, das zu erreichen, was noch von Deutschland übriggeblieben war, waren nur noch völlig verbrauchte und elendige Gestalten.

Deshalb genügte es auch nicht mehr, daß die Sieger, wie 1919, von den Besiegten forderten, anzuerkennen, die Aggressoren gewesen zu sein. Um die bei ihrer Kriegführung begangenen Verbrechen zu entschuldigen, war es absolut notwendig, noch schlimmere auf der anderen Seite zu entdecken. Die englischen und amerikanischen Bomber mußten unbedingt als das Schwert des Herrn dargestellt werden. Den Alliierten blieb keine andere Wahl. Wenn sie nicht feierlich erklärten, wenn sie nicht, mit welchen Mitteln auch immer, bewiesen, daß sie die wahren Retter der Menschheit waren, so waren sie nichts anderes als Massenmörder.[16]

Damit haben wir den Ursprung der KZ-Propaganda. Diese Behauptung stammt nicht von mir, sondern von der Amerikanerin Freda Utley. In ihrem Werk mit dem Titel The High Cost of Vengeance schreibt sie:[17]

»Ein sehr hochgestellter amerikanischer Universitätsprofessor, den ich in Heidelberg traf, war der Auffassung, daß die amerikanischen Militärbehörden, als sie nach Deutschland kamen und die fürchterlichen Zerstörungen sahen, die unsere alles vernichtenden Bombenteppiche verursacht hatten, entsetzt waren bei dem Gedanken, daß deren Enthüllungen in den Vereinigten Staaten zu einem Umschwung der öffentlichen Meinung führen und verhindern würden, daß man Deutschland der vorgesehenen Behandlung unterzöge, weil für die Besiegten Sympathie geweckt und unsere Kriegsverbrechen aufgedeckt werden könnten. Dies war, so glaubte er, der Grund dafür, daß General Eisenhower Journalisten, Kongreßleuten und Kirchenmännern eine ganze Luftflotte zur Verfügung stellte, damit sie sich die Konzentrationslager ansehen konnten. Seine Absicht dabei war es, daß das Bild, das die Opfer Hitlers boten, unsere Schuldgefühle beseitigen sollte. Diese Maßnahme war zweifellos geglückt. Bis zum heutigen Tage hat keine einzige große amerikanische Zeitung unsere entsetzlichen Luftangriffe und auch nicht die fürchterlichen Bedingungen beschrieben, unter denen die Überlebenden in ihren Ruinen vegetierten. Die amerikanischen Leser wurden ausschließlich mit den deutschen Greueln vollgestopft.«

Das ist das fürchterliche Geheimnis, das die Sieger von 1945 seit über einem halben Jahrhundert verbergen. Der Zweite Weltkrieg war keineswegs der Kampf der Zivilisation - verkörpert durch die Alliierten - gegen die Barbarei - verkörpert durch die Deutschen, sondern einzig und allein das titanische Ringen Mammons, der es nicht ertragen konnte, daß es einem Volk gelungen sein sollte, sich außerhalb der "Demokratie" wieder zu erheben und seinen Stolz wiederzugewinnen. Und in diesem Ringen hat Mammon sein wahres Gesicht gezeigt, das brutale Gesicht von jemandem, der, um seine Ziele zu erreichen, nicht zögert, zu den unmenschlichsten Massenvernichtungsmitteln zu greifen.

Aus all diesen Gründen brauchen die jungen Deutschen sich ihrer Vergangenheit nicht mehr zu schämen. Nein! Ihre Väter oder Großväter waren nicht verbrecherischer, als die, die ihnen den Krieg erklärt hatten. Nein! Ihre Hände waren nicht weniger rein. Nein! Ihr Gewissen war in nicht stärkerem Maße beschwert. Diese Tatsachen werden jedes Mal dann bestätigt, wenn ein weiteres Greuelmärchen, das die Sieger von 1945 zurechtgezimmert haben, auffliegt. 1989 ist der sogenannte Überfall auf die UdSSR entlarvt worden, 1990 war es Katyn, dann die angeblichen 4 Millionen Toten in Auschwitz, 1999 ist es Oradour-sur-Glane. Morgen werden weitere Märchen zusammenbrechen.

Jugend Deutschlands! Hebe stolz deinen Kopf! Ein junger Franzose ist es, der Dich dazu aufruft. Gemeinsam laßt uns Gerechtigkeit und geschichtliche Wahrheit verlangen.

Denn, wie es schon einer der bekanntesten Anhänger Gandhis, Lanza del Vasto, geschrieben hat:[18]

»[...] die Gerechtigkeit und die Wahrheit sind ein und dasselbe. Die wahre Gerechtigkeit steht über allem, liegt in allem, ist eingebunden in die Ordnung der Dinge, sie ruht in sich, sie ist Gott.

Das Unwahre ist doppelbödig und widersprüchlich, und ebenso wie die Verirrungen der Vernunft gebiert es Illusionen und Idole, Phantome, an die die Menschen sich eher klammern als an die Wahrheit, und die sie quälen, sie zerreißen und sie gegeneinander aufhetzen in einem ewigen Krieg, der sich Geschichte nennt.«

Vincent Reynouard ist verheiratet, Vater von drei Kindern: 6 Jahre, 4 Jahre und 18 Monate alt.

Er ist Autor der beiden Bücher Les Crimes Libérateurs contre la Paix (Die Verbrechen der Befreier gegen den Frieden), erschienen 1995, in dem er dem französischen Publikum darlegt, daß Hitler weder den Krieg wollte noch die Welt beherrschen wollte, und Le Massacre d'Oradour. Un demi siècle de mise en scène (Das Massaker von Oradour. Ein halbes Jahrhundert Inszenierungen), erschienen 1997.

Er hat außerdem an zahlreichen anderen Werken mitgewirkt, wie Délire à Nuremberg et Injustice à Nuremberg (Wahnsinn in Nürnberg und Ungerechtigkeit in Nürnberg) von Carlos W. Porter, Le Mensonge d'Auschwitz par l'Illustration (Die Lüge von Auschwitz im Bild) (Verschiedene Autoren), Decaux raconte l'histoire du SS Kurt Gerstein von Henri Roques (Alain Decaux erzählt die Geschichte des SS-Mannes Kurt Gerstein).

Zur Zeit ist er Mitarbeiter an einer französischsprachigen Zeitschrift, der V.H.O. France Informations.

Sein Kampf für die geschichtliche Wahrheit hat ihm in Frankreich einiges an Verdruß und Kummer eingebracht. Von 1991 bis 1998 wurde er von französischen Gerichten fünfmal wegen »Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit« verurteilt. Die Geldstrafen, die gegen ihn ausgesprochen wurden, belaufen sich auf über 15.000 DM. Am 10. November 1998 wurde er außerdem zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er in Frankreich trotz Verbots des Innenministers das Rudolf Gutachten verbreitet hat. 1997 wurde Vincent Reynouard als Mathematiklehrer entlassen, vor allem wegen seines Buches über Oradour. Nachdem Vincent Reynouard sich gezwungen sah, Frankreich zu verlassen, leben er, seine Frau und seine drei Kinder mittellos im Ausland bei einem Freund, der sie aufgenommen hat.

Wenn sie mit Vincent Reynouard Kontakt aufnehmen oder ihm und seiner Familie helfen wollen, können sie ihm unter der folgenden Anschrift schreiben:

V.H.O.
c/o Vincent Reynouard
Boîte Postale 60
B-2600 BERCHEM-2
Belgien


Anmerkungen

[1]In Voiron ermordete ein Kommando von 16 - 17jährigen "Resistenzlern" den Chef der örtlichen Miliz (Vichy-treue paramilitärische Verbände), Ernest Jourdan, seine Frau, seine Schwägerin, seine 66 Jahre alte Mutter und seine Enkelin von 3 Jahren, die in ihrem Bettchen lag und mit zwei Kopfschüssen getötet wurde! Zu diesem Massaker siehe Le Proces de Xavier Vallat. Presenté par ses Amis, Éd. du Conquistador, 1948, S. 204 - 205, siehe ebenfalls Jean-Claude Vala, Affaire Touvier. La contre-enquête, Éd. du Canelot, 1996, S. 49 ff.
[2]Ehemaliges Arbeitslager der Jugendbewegung der Vichy-Regierung. Das Lager liegt im Wald von Tronçais (im Departement Allier), wurde nach der Befreiung in ein geheimes Gefängnis für die "Kollaborateure" (oder die als solche denunziert worden waren) umfunktioniert. "Resistenzler" begingen dort Unmenschliches an zahlreichen Gefangenen (Vergewaltigungen, Folterungen, Morde). Eine Frau, die zu den Überlebenden gehörte, hat ihre entsetzlichen Erlebnisse veröffentlicht: Nicole Gauthier-Turotoski, J'etais à Tronçais, Selbstverlag 1991. Bezüglich dieses Lagers s. auch Mauloy Les Nouveaux Saigneurs, Éd. de la Balance, 1948, S. 234 - 236.
[3]9. Aufl.,Klett-Cotta, Stuttgart 1996; französische Ausgabe: Le Brise Glace, Éd. Olivier Orban, 1989. Eine Rezension des Buches, für die Pierre Euclide verantwortlich zeichnete, erschien 1993 im Verlag der ANEC unter dem Titel »En 1941, l'Allemagne s'est sacrifiee pour l'Europe« (1941 trat Deutschland seinen Opfergang für Europa an).
[4]Es handelte sich um die Broschüre von Otto Weidinger Oradour-sur-Glane: Eine deutsch-französische Tragödie und um jene von Pierre Moreau mit dem Titel Wenn man die Steine schreien hört.
[5]In Frankreich wurde die bereits erwähnte Broschüre von Otto Weidinger vom Innenminister verboten, deren Schicksal auch unser Buch über Oradour traf.
[6]Bezüglich Oradours z.B. sind die Ermittlungsakten des Prozesses in den Archiven der Gendarmerie der Stadt de Blanc (Frankreich) verschlossen und vor 2053 nicht zugänglich. Wir möchten auch daran erinnern, daß die Akte von Rudolf Hess vor 2017 nicht eingesehen werden kann. Ein Rechtsanwalt, mit dem ich mich eines Tages unterhielt, gestand mir, daß er kraft einer Ausnahmegenehmigung in Frankreich Zugang zu bestimmten Archiven bezüglich der Regierung von Vichy erhielt. Diese Ausnahmegenehmigung war ihm erteilt worden, nachdem er versprochen hatte, nichts zu veröffentlichen. Am Telefon erklärte er mir (im wesentlichen):
»Wenn diese Archive der Öffentlichkeit zugänglich gemacht würden, so müßte die ganze Geschichte von Vichy neu geschrieben werden.«
[7]Endgültiger Bericht von Sir Nevile Henderson G.C.M.G. über die Umstände, die zum Ende seiner Mission in Berlin führten, 20. September 1939", His Majestys Stationery Office, 1939, S. 2, § 5.
[8]Zum "Gleichgewicht der Mächte" vgl. Ralph Franklin Keeling, Gruesome Harvest. The costly attempt to exterminate the peopie of Germany (Grauenhafte Ernte. Der kostspielige Versuch, das deutsche Volk auszurotten), Institute of American Economics, 1947, S. 122 - 123.
[9]Daß vor dem Krieg in den angelsächsischen Ländern zahlreiche nationalsozialistische Parteien entstanden, überrascht immer wieder die Laien. Dennoch ist diese Tatsache bekannt. In England gab es die Partei von Oswald Mosley, dessen Anhängerschaft sehr stark war. Admiral Dönitz erzählte in seinen Memoiren, daß ihm eines Tages, im Jahre 1935, ein englischer Admiral, der mit gewissen Maßnahmen seiner Regierung unzufrieden war, erklärt hatte: »We want a Hitler« (Wir wollen einen Hitler), vgl. Admiral Dönitz: 10 Jahre und 20 Tage,.Bernard & Graefe Verlag 1997, S. 297. In Kanada standen die Nationalsozialisten unter der Führung von Adrien Arcan. Dieser gründete 1933 die Nationalsozialistische Christliche Partei, die vier Jahre später die Partei der Nationalen Einheit wurde.
[10]W. Churchill "Der Zweite Weltkrieg"', 1. Buch, Bd. 1 "Der Sturm zieht auf ", S. 421/423:
»Die Polen-Garantie war ein Markstein zum Verhängnis. [...] Endlich war es zu einer Entscheidung gekommen, im ungünstigsten Au genblick und unter den unbefriedigendsten Verhältnissen, zu einer Entscheidung, die mit Gewißheit zum Niedermetzeln von Millionen Menschen führen mußte. [...] Aber niemand, der die Lage erfaßte, konnte daran zweifeln, daß er (der Schritt zur britischen Garantie an Polen) aller menschlichen Voraussicht nach einen großen Krieg bedeutete, in den auch wir verwickelt werden mußten.«
[11]Vgl. General Weygand, Mémoires Rappelé au Service, Éd. Flammarion, 1950, Anlage VI, S. 596.
[12]Vgl. Paul Schmidt, Statist auf diplomatischer Bühne.
[13]Vgl. Admiral Dönitz, aaO. (Anm. 9), S. 301f.
[14]Vgl. Das politische Testament Adolf Hitlers.
[15]Wohl haben im Lager der Alliierten zahlreiche Persönlichkeiten gegen die Forderung der bedingungslosen Kapitulation protestiert (vgl. Paul Schmidt, aaO (Anm. 12)). Dies änderte jedoch nichts an der Tatsache, daß diese akzeptiert und bis zum Ende des Krieges aufrechterhalten wurde.
[16]Vgl. Maurice Bardèche, Nuremberg ou la Terre Promise, Éd. des Sept Couleurs, 1948, S. 18f.
[17]S. Freda Utley, The High Cost of Vengeance, Henry Regnery Compagny, Chicago, 1949, S. 183; dt. Kostspielige Rache, Nachdruck 1993: Verlag für ganzheitl. Forschung und Kultur, D-25884 Viöl.
[18]Vgl. Lanza del Vasto, Pages d'enseignement, Ég. Du Rocher, 1993, S.32f.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 4(3&4) (2000), S. 410-415.


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