Das Reizvollste aus den Zündel-Briefen

Zusammengestellt von Andreas Grossmann

Die Redaktion freut sich immer, wenn sie neue Mitarbeiter in ihren Reihen begrüßen kann. Wir möchten hier unseren Lesern Staatsanwalt Andreas Grossmann vorstellen, ein Maiglöckchen des Jahrgangs 1951, der viel Zeit darauf verwendet hat, die nachfolgende Sammlung der markigsten Zündel-Zitate zu erstellen.

Andreas Grossmann arbeitet bei der Staatsanwaltschaft des LG Mannheim. Um nicht berufliche Nachteile zu riskieren, muß er natürlich vorsichtig sein und darf keinerlei Beifall zu den Erkenntnissen von Ernst Zündel zum Ausdruck bringen. Er hat daher die Zündel-Leckerbissen unter dem Vorwand einer rechtlichen Würdigung in Form einer „Anklageschrift“ zusammengestellt.

Wir bitten unsere Leser, einige dadurch bedingte Formulierungen zu entschuldigen, die normalerweise als Beleidigung von Ernst Zündel, wenn nicht gar als Vortäuschen einer Straftat gewertet werden müßten. Wir nehmen dies in Kauf, weil wir es begrüßen, daß die Worte von Ernst Zündel nun auch von behördlicher Seite verbreitet werden.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeschuldigten folgenden Sachverhalt zur Last:

Blablablabla

In seinen Botschaften und Schriften habe er – häufig unter zusätzlichen Hinweisen auf im Internet abrufbare weiterführende revisionistische Literatur und Verkaufswerbung für Hitlers „Mein Kampf – jeweils bewusst der historischen Wahrheit zuwider, unter Identifizierung mit den nationalsozialistischen Verfolgungsmaßnahmen, in pseudo-wissenschaftlicher Art, getragen von den Tendenzen, den Nationalsozialismus von dem Makel des Judenmordes zu entlasten, gesteigert und intensiv auf die Sinne und Leidenschaften der Leser einzuwirken, unter Leugnung des von den nationalsozialistischen Machthabern geplanten Vernichtungsschicksals der Juden, blablabla

der Leugnung der Existenz von Gaskammern zur Massentötung von Juden, blablabla

unter der Verunglimpfung der Überlebenden des Völkermordes und des Andenkens während der Massenvernichtung ermordeter Juden, blablabla

unter der Behauptung, die Massenvernichtung stelle eine Erfindung der Juden dar und diene der Unterdrückung sowie Erpressung des deutschen Volkes, ... unter anderem folgendes ausgeführt:

1. Zundelsite vom Februar / März 2003

a) Dokument „Holocaust 101“ (Bd.'7, Bl. 1ff = Bd. 12.5, Bl. 8 ff)

Part I – Behauptung der Revisionisten:

Part II – Behauptung der Revisionisten:

Part III – Behauptung der Revisionisten:

Part IV – Behauptung der Revisionisten:

Part VI – Behauptung der Revisionisten:

Part VII – Behauptung der Revisionisten:

Part VIII – Behauptung der Revisionisten:

b) Dokument Nürnberg: Über Gräber wächst kein Gras (Bd. 12.5, Bl. 151)

c) Dokument „Starben wirklich 6 Millionen?

2. Schrift „Ernst Zündel: Sein Kampf für Deutschland“ (Erscheinungsjahr 1999, Bd. 7, Bl. 40 ff)

3. „Germania-Rundbrief Nr. 259 vom 13.10.2000

4. Germania-Rundbrief Nr. 262 vom 11.01.2001

5. Germania-Rundbrief Nr. 264 vom 26.03.2001

6. Germania-Rundbrief Nr. 265 vom 16.04.2001

7. Germania-Rundbrief Nr. 270 vom 23.09.2001

8. Germania-Rundbrief Nr. 272 vom 20.11.2001

9. Germania-Rundbrief Nr. 274 vom 26.01.2002

10. Germania-Rundbrief Nr. 276 vom 22.03.2002

11. Germania-Rundbrief Nr. 278 vom 20.05.2002

12. Germania-Rundbrief Nr. 280 vom 17.07.2002

13. Germania-Rundbrief Nr. 283 vom 20.10.2002

14. Germania-Rundbrief Nr. 286 vom 22.01.2003

Wählte die Leckerbissen aus:
StA. Andreas Grossmann

Nachwort der Redaktion:

Bekanntlich hat das Gericht bereits am 8.11.05 Sylvia Stolz als Pflichtverteidigerin von Ernst Zündel entlassen. Dies wurde u.a. mit der Erwartung begründet, daß sie im Rahmen ihrer Verteidigung nach § 130 StGB strafbare Äußerungen von sich geben könnte. Danach hat das Gericht sogar beim OLG Karlsruhe ihre Entlassung gefordert.

Andreas Grossmann blieb trotz Verlesung der obigen Passagen ein solches Schicksal erspart – seine blablabla-Kommentierungen von Ernst Zündel wirken so überzeugend regimekonform, daß niemand dahinter einen selbständig denkenden Menschen vermutet.

So stand auch seiner Beförderung zum Gruppenleiter nichts im Wege.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(3) (2005), S. 255-261.


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