Ein Auge zugedrückt

Von Ernst Manon

Alexander Solschenizyn schrieb damals in seinem Werk Der Archipel Gulag: 1

„Diese Menschen, die am eigenen Leib vierundzwanzig Jahre kommunistisches Glück zu spüren bekommen hatten, wußten 1941 bereits, was noch niemand in der Welt wußte: daß es auf dem ganzen Planeten und in der ganzen Geschichte kein bösartigeres, blutrünstigeres und gleichzeitig raffinierteres Regime gibt als das bolschewistische, welches sich selbst ‚sowjetisches‘ nennt; daß ihm weder an Vernichtungseifer noch an Beharrungsvermögen noch an radikaler Zielsetzung, noch an durch und durch ‚unifizierter Totalitarität‘ irgend ein anderes irdisches Regime gleichkommt, nicht einmal das schülermäßige Hitlerregime, welches damals dem gesamten Westen den Blick trübte.“

Hier irrte Solschenizyn. Hitler wußte bereits zehn Jahre bevor er sein „schülermäßiges“ Regime errichten konnte, worum es in der Sowjetunion ging, schrieb doch zum Beispiel sein Freund und Mentor Dietrich Eckart in einem fiktiven Zwiegespräch mit ihm:

„Die Gesamtzahl der russischen Opfer seit Beginn der Bolschewistenherrschaft wird von Kennern auf rund 30 Millionen geschätzt. Was nicht dem Standrecht zum Opfer fiel, ging an Auszehrung und Siechtum zugrunde.“ 2

Etwa zur gleichen Zeit, am 10. Oktober 1923 erschien ein Brief Stalins in der Roten Fahne, dem Organ der deutschen Kommunisten. Darin hieß es:

„Die kommende Revolution in Deutschland wird für das Proletariat in Europa und in Amerika eine größere Bedeutung haben als der Sieg der Russischen Revolution vor sechs Jahren. Der Sieg des deutschen Proletariats wird ohne Zweifel das Zentrum der Weltrevolution von Moskau nach Berlin versetzen ...“

Die Möglichkeit eines revolutionären Krieges, der notwendigerweise ein revolutionärer Angriffskrieg sein müßte, wurde schon auf der Konferenz der militärischen Parteiorganisationen im Jahre 1917 aufgeworfen. Während des Krieges mit Polen 1920 „trat ein Moment ein, da sich schwindelerregende Perspektiven vor uns allen eröffneten“ berichtet Wladimir Antonow-Owssejenko, der die Rote Armee mit aufgebaut hatte:

„Warschau unter roten Fahnen, die Sowjetmacht in Polen; das revolutionäre Deutschland erhebt sich geschlossen gegen die Versailler Unterdrückung; ganz Mitteleuropa tritt unter die Fahnen der Sowjetmacht, eine rote Front am Rhein – ‚der letzte entscheidende Kampf‘ [...] Die Ernüchterung war eine grausame.“ 3

Doch das Ziel blieb bestehen.

Ende 1929, während sich die bürgerliche Gesellschaft zu einem festlichen Empfang in der SowjetBotschaft „Unter den Linden“ einfand, veröffentlichte die Rote Fahne, was Deutschland im Fall eines Sieges der Kommunisten zu erwarten gehabt hätte:

„Die deutsche Sowjetregierung wird am ersten Tage ihres Bestehens [...] die Generäle des letzten und künftigen Weltkrieges, die Faschisten und Arbeitermörder öffentlich aburteilen und erschießen. Sie wird die Industriemagnaten, Bankdirektoren und das gesamte übrige Ausbeutergesindel in den Straßengraben setzen, ins Konzentrationslager schicken oder an die Wand stellen. Sie wird alle Parasiten, die nicht von ihrer Arbeit leben, aus ihrer Wohnung jagen und in ihre Zimmer Proleten einquartieren ... Sie wird den Erwerbslosen für die Dauer ihrer Arbeitslosigkeit vollen Tariflohn zahlen. Sie wird 10 bis 15 Millionen klassenbewußter deutscher Arbeiter bewaffnen. Wir werden eine Rote Armee und eine deutsche proletarische Tscheka haben, die sich mit Ehren an der Seite des Sowjetproletariats sehen lassen kann.“ 4

Die Fanfare, das Organ der antifaschistischen Massenbewegung Deutschlands erklärte im Juli 1932 ihr Ziel:

„Wir wollen eine Regierung der Arbeiter und Bauern in einem Sowjetdeutschland,“ und die Kommunistin Clara Zetkin hatte am 30. August 1932 als Alterspräsidentin den Deutschen Reichstag in der Hoffnung eröffnet: „daß sie in Bälde den ersten Rätekongreß Sowjet-Deutschlands eröffnen könnte.“ Der Sowjetstaat habe bewiesen, „wie eine Höherentwicklung der Gesellschaft ohne verwüstende Krisen erfolgen kann.“ 5

Lord Robert Gilbert Vansittart, Ständiger Staatssekretär im britischen Außenministerium und „extremer Germanophobe,“ 6 schrieb etwa zur selben Zeit: „Wenn Hitler fehlschlägt, wird sein Nachfolger der Bolschewismus sein; wenn er Erfolg hat, wird er innerhalb von fünf Jahren einen europäischen Krieg bekommen.“ 7

Dr. Gerhard Schreiber, angeblich einer der „renommiertesten Militärhistoriker Deutschlands,“ geht in seinem Buch Hitler-Interpretationen „politisch korrekt,“ aber in völliger Verkennung der Realität von dieser Voraussetzung aus:

„Und Hitler strapazierte in seinen Reden zielgerichtet die ‚ bolschewistische Gefahr‘, die es de facto nicht gab, um Ängste zu schüren, die es sehr wohl gab, insbesondere – aber nicht nur – als Folge der Propaganda von rechts.“ 8

Und Rolf-Dieter Müller vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam schreibt:

„Tatsache bleibt, daß seit Juni 1940 in Berlin kein Präventivkrieg gegen eine akute Bedrohung durch die UdSSR geplant wurde ...“; „die alten Präventivkriegsthesen“ würden „nur noch im rechtsradikalen Lager und von akademischen Außenseitern verfochten.“ 9

So erspart es sich der Autor, auch nur einen der revisionistischen Autoren namentlich zu nennen, geschweige denn deren Thesen zu zitieren. Hätte Müller tatsächlich handfeste Gegenbeweise gegen die Präventivkriegsthese in der Hand, bräuchte er sie uns nicht zu unterschlagen. Einer dieser akademischen Außenseiter, da von Hause aus kein Historiker, ist Professor Helmut Schröcke. Sein Buch Kriegsursachen – Kriegsschuld des Zweiten Weltkrieges 10 ist

„gewidmet den deutschen Soldaten, die mit einem Heldentum ohnegleichen den Angriff des Bolschewismus abwehrten und das halbe Europa vor der größten Gefahr bewahrten, die Europa je aus dem Osten bedrohte.“

Auch der Historiker und vielleicht namhafteste Hitler-Forscher, Professor Werner Maser, faßt in seinem neuesten Buch Fälschung, Dichtung und Wahrheit über Hitler und Stalin die Forschungsergebnisse zum Präventivkrieg zusammen.11 Es könnten zahlreiche weitere deutsche Autoren genannt werden, die die Präventivkriegsthese vertreten; „schlagkräftiger“ sind aber doch Stimmen von der Gegenseite. Im Frühjahr 2004 erschien in dem angesehenen wissenschaftlichen Verlag Jausa in Moskau das Buch Operation Grosa – Die Fehler Stalins von Prof. Igor Bunitsch. Grosa, d.h. Gewittersturm, war der Deckname für Stalins Angriffsplan. Der Autor bestätigt darin die Präventivkriegsthese:

„Mit dem Unternehmen Barbarossa verhinderten die deutschen Armeen die Verwirklichung eines Eroberungsfeldzuges, wie er in diesem Gigantismus seit Alexander dem Großen nicht gedacht worden war.“

Bunitsch vertritt auch die These, die Wehrmacht habe nicht für die Versklavung des russischen Volkes, sondern für dessen Freiheit gekämpft.

„Die Singularität Stalins besteht darin, daß er im 20. Jahrhundert zum Meister des Todes avancierte.“ 12

Diesen Meistertitel aber lassen sich deutsche Umerzogene in ihrem megalomanen Nationalmasochismus nicht gerne absprechen ...

Wohl die verblüffendste Richtigstellung, die alle Zweifel beiseitefegt und wohl deshalb kaum genannt wird, lieferte Churchill schon am 26. Januar 1949 im britischen Unterhaus, als er zugab, daß der Zweite Weltkrieg hätte vermieden werden können, wenn der Bolschewismus bei seiner Geburt abgewürgt worden wäre, was wiederum ein unerhörter Segen für die menschliche Rasse gewesen wäre, und daß der Tag kommen werde, an dem dies in der zivilisierten Welt anerkannt werden würde.13 Und schließlich gab Arno Lustiger zu:

„Nicht zu Unrecht identifizierte man den Bolschewismus mit den Juden.“ 14

Heute wissen wir:

„Massenverbrechen gehörten zum Charakter des sowjetischen Systems. Unter keinem Regime in der Menschheitsgeschichte kamen so viele Menschen gewaltsam zu Tode wie unter Lenin und Stalin. Die Schätzungen reichen bis zu 80 Millionen. Bis 1924 ermordeten die Sowjets in der Aufbauphase des Sozialismus etwa zwei Millionen Menschen. 1932/33 fielen dem gelenkten Hunger in der Ukraine fast zehn Millionen Menschen zum Opfer. Die Säuberungen zwischen 1936 und 1939 kosteten weiteren sechs Millionen Menschen das Leben ...“

so der Historiker Prof. Franz W. Seidler.15 Ein Folgeband von Seidler, Kriegsgreuel der Roten Armee – Verbrechen an der Wehrmacht Bd. II 16 wird von Johannes Hürter vom Institut für Zeitgeschichte so kommentiert:

„Wenn Seidler durch seine Belege für die ,Verbrechen an der Wehrmacht‘ suggerieren will, die Wehrmacht habe in ihrem harten Vorgehen nur reagiert, vertauscht er Ursache und Wirkung.“

Diese Form der Geschichtsschreibung stehe „in der Tradition des ,Antibolschewismus‘ der Zwischenkriegszeit.“ 17

Und wenn der Rezensent an anderer Stelle etwa dem General Adolf Heusinger vorhält, den pointierten Antibolschewismus seiner frühen Jahre nicht wieder abgelegt zu haben,18 so entlarvt er sich selbst als Kryptobolschewist. Dazu gehört, eben selbst Ursache und Wirkung zu vertauschen.19

Besonders erbost zeigt sich der Rezensent, daß ein seriöser britischer Militärpublizist, Tim Ripley, in einem seriösen Verlag ein Buch über die Wehrmacht als eine der großen Armeen veröffentlicht hat, das sich liest „wie ein Hohelied auf die Führung, Waffentechnik und vor allem das wertvolle ,Menschenmaterial‘.“ 20

Viktor Suworow (Pseudonym für Wladimir Bogdanowitsch Resun), ehemaliger Generalstabsoffizier der Roten Armee, schrieb bereits 1995 in seinem Buch Der Tag M: 21

„Zugang zu Geheimarchiven zu erlangen ist der Traum eines jeden Historikers, aber auch in offen zugänglichen Publikationen sind reichlich Informationen für eine Analyse der Handlungen der Roten Armee sowie der Pläne und Absichten ihrer Führung enthalten. Genauso wie allein das, was in der Prawda [d.h.: Wahrheit!] veröffentlicht worden ist, ausreicht, um die Kommunistische Partei zu einer verbrecherischen Organisation zu erklären. Genauso wie die veröffentlichten Arbeiten Lenins ausreichen, um ihn zu einem Feind der Menschheit zu erklären [...] Ich [...] wundere mich, daß alles, was die sowjetischen Generale und Marschälle schrieben, stets nur von dem einen handelt: ‚Wir Sowjetmenschen bereiten uns darauf vor, den Gegner auf dessen eigenem Territorium zu schlagen‘, und dann folgen Schicht auf Schicht Materialien über die Vorbereitung des sowjetischen Angriffs. Verzeihung – des Befreiungsfeldzugs. Sollte all das außer mir niemand gelesen haben? Womit beschäftigen sich dann unsere Massen von Historikern? [...] Unsere Historiker sind immer darauf bedacht, zwischen den Zeilen zu lesen. Mir aber war der Gedanke gekommen, das zu lesen, was in den Zeilen steht, das zu lesen, was der Text offen hergibt. Fünfzig Jahre warten die Historiker darauf, daß sich ihnen die Tore der Archive weit öffnen. Können die Archive wirklich helfen, wenn man sich doch nicht einmal die Zeit zum Studium dessen genommen hat, was offen in den Bücherregalen steht?“

„Die Oktoberrevolution war die blutigste der Geschichte. Man verbindet den Terror heute mit dem Namen Stalin, um das Bild des Erzvaters Lenin sauberzuhalten. Aber gerade Lenin hat in zahllosen Stellen in seinen Schriften und Briefen Terror und Gewalt gepredigt und hat sie in der Praxis mehr noch als Stalin, geübt.“

konnte man 1976 bei Wolfram Engels,22 einem Nachfahren von Friedrich Engels und seinerzeit Herausgeber der Zeitschrift Capital lesen. Lesen wir also bei Lenin selbst:

„Hängt (aber so, daß es die Leute sehen) mindestens hundert Kulaken, Reiche und Blutsauger auf. Veröffentlicht ihre Namen. Nehmt ihnen alles Getreide ab. Bestimmt Geiseln ... Jetzt und nur jetzt, wenn in den Hungergebieten die Leute Menschenfleisch essen und Hunderte, wenn nicht Tausende Leichen auf den Straßen liegen, können (und müssen) wir die Beschlagnahme der Kirchenschätze mit der wildesten und erbarmungslosesten Energie durchführen ...“ 23

Das „M“ im Buchtitel von Suworow steht für den Tag der offenen, nicht der heimlichen Mobilmachung.

„Die heimliche Mobilmachung war zur Vorbereitung eines Angriffskrieges bestimmt, für die Verteidigung des Landes wurde nichts unternommen. Die heimliche Mobilmachung hatte so kolossale Ausmaße erreicht, daß sie sich nicht mehr tarnen ließ. Hitler war nur noch die eine Möglichkeit geblieben, sich durch einen Präventivschlag zu retten. Hitler kam Stalin damit um zwei Wochen zuvor. Das ist der Grund, weshalb es zum ‚Tag M‘ nicht kam.“ 24

An anderer Stelle schreibt er:

„Der gewaltige Opfergang Deutschlands und der anderen Achsenmächte haben es verhindert, daß die Rote Armee ihr Rotes Banner auch über Paris, Amsterdam, Kopenhagen, Rom, Stockholm und womöglich auch über London hissen konnte. Stalin wollte Europa überwältigen, also nicht nur Deutschland, das ist die historische revisionistische Dimension.“ 25

In einem weiteren Werk, Marschall Schukow – Lebensweg über Leichen,26 weist Suworow nach, daß am 2. Januar 1941, also fast ein halbes Jahr vor dem deutschen „Überfall“ im Generalstab der Roten Armee in Moskau der Sturm auf Königsberg durchgespielt wurde. Sturmreif wurde Königsberg allerdings von den Briten geschossen. In der Nacht zum 27. August 1944 erfolgte der erste Angriff mit etwa 200 Lancaster-Bombern; der zweite Angriff mit etwa 600 britischen Bombern bedeutete den Untergang der historischen Stadt und war zugleich das Zeichen für den sowjetischen Vormarsch.27

Der ungarischer Staatschef Miklós von Horthy hatte am 22. Juni 1943 anläßlich der Rückkehr einer Kavalleriebrigade von der Ostfront folgende Mitteilung an die deutsche Presse ausgegeben:

„Es wäre zu wünschen, daß ein jedes Kulturvolk der Welt Einblick in die furchtbaren Zustände der Sowjetunion gewönne. Dann würde die Welt auch verstehen, zu welcher Bewunderung und zu welchem Dank sie dem deutschen Heer verpflichtet ist, das an der blutigen und schwierigen Aufgabe, die Welt von der bolschewistischen Schmach und Gefahr zu befreien, den Löwenanteil genommen hat.“ 28

Bereits 1920 hatte George Pitt-Rivers vom Worcester College, Oxford, eine Schrift mit dem Titel The World Significance of the Russian Revolution veröffentlicht.29 Schonungslos analysierte er darin die Rolle der Juden im internationalen Geschehen. Das Manuskript hatte er dem prominenten und in Englands Literaturkreisen wegen seiner Nietzsche-Ausgabe wohlbekannten Juden Dr. Oscar Levy zur Begutachtung zugeschickt. Der Antwortbrief wurde dann als Vorwort abgedruckt. Levy bestätigte vorbehaltlos den Inhalt.

Hier sind einige seiner Einsichten:

„Sie meinen mit recht, daß eine Ideologie dahinter stecke und Sie erkennen ganz klar, daß es eine alte Ideologie ist. Es gibt nichts Neues unter der Sonne: es ist selbst nichts Neues, daß diese Sonne im Osten aufgeht ...30

Denn der Bolschewismus ist ja keine Bewegung: es ist ein Glaube und eine Religion! Wie konnten diese Halb- und Viertelgläubigen auch nur davon träumen, die ‚Aufrechten‘ und die ‚Wahrhaftigen‘ ihres eigenen Glaubens zu besiegen, also heilige Kreuzfahrer, die unter der roten Standarte von Karl Marx sich gesammelt hatten und unter der draufgeherischen Führung der erfahrensten Leiter aller unserer modernen Revolutionen fochten – unter der der Juden? ...31

Es gibt keine merkwürdigere, rätselhaftere Rasse in der Welt als die Juden und darum keine interessantere ...32

Denn die Frage nach dem Einfluss der Juden auf unser Zeitalter geht an die Wurzel aller Dinge und soll und muss darum von jedem ehrlichen Denker erörtert werden, wie kitzlich diese Frage auch sein mag, wie kitzlich die Angehörigen der jüdischen Rasse selber auch sein mögen. Denn die Juden nämlich, das wissen Sie wohl auch, sind die empfindlichste Gemeinschaft auf Erden und schöpfen sofort Verdacht gegen jeden Nichtjuden, der sich ihnen mit kritischer Absicht naht. Sie sind nur zu geneigt – und das wegen ihrer schrecklichen Erfahrungen nicht zu Unrecht geneigt – einen jeden, der nicht für sie ist, als gegen sie zu betrachten und ihn als einen intoleranten, mittelalterlichen, barbarischen Feind ihrer Rasse und ihres Glaubens hinzustellen ...33

Aber Eines muss ich doch, bevor ich für Sie eintrete, vorausschicken: es gibt kaum ein Ereignis im modernen Europa, das nicht auf die Juden zurückgeführt werden kann ...34

... hinter diesem Scheine liegt eine gigantische Wahrheit verborgen, und sie lautet, daß alle modernen Ideen und Bewegungen ursprünglich aus jüdischer Quelle stammen – aus dem einfachen Grunde, weil die semitische Idee endgültig die Welt erobert, und dieses nur scheinbar irreligiöse Zeitalter sich gänzlich unterworfen hat ...35

Wir, die wir uns als die Heilande der Welt aufspielten; wir, die wir stolz der Welt den Heiland gegeben zu haben vermeinten, wir sind heutzutage nichts weiter wie dieser Welt Verführer, Zerstörer, Brandstifter und Henkersknechte! ...“ 36

Das ungefähr steht auch in der obengenannten Schrift von Dietrich Eckart!

Auch Churchill wußte bereits in den 1920er Jahren um das Wesen des Bolschewismus Bescheid:

„Diese Bewegung unter den Juden ist nichts Neues. Von den Tagen des Spartakus-Weishaupt (dem Gründer des bayerischen Illuminatenordens im Auftrag der Rothschilds) zu denen eines Karl Marx (Mitglied der ‚ Gesellschaft der vier Jahreszeiten‘, einem Zweig der bayerischen Illuminaten), bis zu einem Trotzki (Rußland), Bela Kuhn (Ungarn), Rosa Luxemburg (Deutschland) und Emma Goldman (USA) an, wuchs diese weltweite Verschwörung zur Stürzung von Zivilisationen und den Wiederaufbau von Gesellschaften unter kontrollierter Entwicklung, von neidischer Böswilligkeit und unmöglicher Gleichheit. Sie spielte eine wichtige und deutlich erkennbare Rolle in der Tragödie der französischen Revolution. Es war der Hauptursprung aller subversiven Bewegungen während des neunzehnten Jahrhunderts [...] Und man muß in keiner Weise übertreiben, wenn man behauptet, daß die Rolle der Juden im Bolschewismus und die tatsächliche Hervorbringung der bolschewistischen Revolution durch diese internationalen und vor allem atheistischen Juden geschah.“ 37

„To be forewarned should be to be forearmed!“ war sein Fazit.38 Doch dann kam, wie bekannt, alles anders.

Lange Zeit hatten Vorstellungen vom „Gentleman“ und von „Fair Play“ das Bild Englands geprägt. Hitlers Bewunderung für die Engländer dürfte eine abrupte Abkühlung erfahren haben, als das Handbuch für neuzeitliche irreguläre Kriegsführung in deutsche Hände fiel; darin heißt es:

„Die Bedeutung des Begriffes ‚Irreguläre Kriegsführung‘ scheint bisher nur von wenigen verstanden worden zu sein. Allgemein gesprochen besteht diese aus verschiedenen Arten ... die von einem einzelnen Sabotageakt bis zur Aufstellung einer großen und gut ausgebildeten Freischärlertruppe reichen. Die Zeiten einer sportlichen Kriegsführung sind vorüber. Heute muß jeder Soldat im Bedarfsfall ein Gangster sein [...] Schneller Schlag unter das Kinn ... gleichzeitig stoße ihm die Finger in die Augen und zertritt ihm den Schädel ...“ 39

Am 29. Februar 1944 sandte das britische Propagandaministerium einen vertraulichen Rundbrief an höhere Geistliche und an die BBC. Darin heißt es u.a.:

„Es ist oft die Pflicht guter Bürger und frommer Christen, ein Auge zuzudrücken angesichts der Eigentümlichkeiten jener, mit denen wir verbündet sind [...] Wir kennen die Herrschaftsmethoden des bolschewistischen Diktators in Rußland selbst, zum Beispiel von den Schriften und Reden des Premierministers während der letzten zwanzig Jahre [...] Wir müssen deshalb in Rechnung stellen, wie sich die Rote Armee sicherlich verhalten wird, wenn sie Mitteleuropa überrennt. [...] Wir können die Bolschewiken nicht ändern, aber wir können unser Bestes tun, sie – und uns selbst – vor den Folgen ihres Tuns zu bewahren. [...] Die einzige Alternative zum Leugnen ist, die öffentliche Aufmerksamkeit von der ganzen Sache abzulenken. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die beste Ablenkung Greuelpropaganda gegen den Feind ist [...] 40

Bis 1985 blieb eine Denkschrift geheim, die Churchill im Juli 1944 seinem Generalstabschef, General Hastings Ismay, schrieb: 41

„Ich möchte, daß Sie sich mit der Giftgasfrage eingehend befassen [...] Es ist unsinnig, bei dieser Angelegenheit moralische Überlegungen anzustellen, da im letzten Krieg alle Giftgas eingesetzt haben, ohne daß es deshalb zu Protesten von seiten der Moralisten und der Kirche kam. Damals galt die Bombardierung offener Städte allerdings als verboten, heute führen alle solche Fliegerangriffe als Selbstverständlichkeit durch. Es handelt sich ganz einfach um eine Mode, vergleichbar mit der Entwicklung der Rocklänge der Frauen [...]

Der Diplomat und Schriftsteller Sir Harold Nicolson, der bereits 1963 das Wort vom „Holocaust von Dresden“ geprägt hatte,42 meinte, es sei eine verhängnisvolle Neigung der Engländer, andere Nationen der Grausamkeit anzuklagen, aus der Überzeugung heraus, daß sie selbst zu solchen Handlungen nicht fähig seien.43

In seinem Schlußwort vor dem Nürnberger Militärtribunal sagte Generaloberst Alfred Jodl:

„Sie [die deutschen Soldaten] haben nicht der Hölle gedient und nicht einem Verbrecher sondern ihrem Volke und ihrem Vaterlande [...] In einem Krieg wie diesem, in dem hunderttausende von Kindern und Frauen durch Bombenteppiche vernichtet oder durch Tiefflieger getötet wurden, in dem Partisanen jedes aber auch jedes Gewaltmittel anwandten, das ihnen zweckmäßig erschien, sind harte Maßnahmen, auch wenn sie völkerrechtlich bedenklich erscheinen sollten, kein Verbrechen von Moral und Gewissen, denn ich glaube und bekenne die Pflicht gegen Volk und Vaterland steht über jeder anderen. Diese zu erfüllen war mir Ehre und höchstes Gesetz [...] 44

Jodl wurde in Nürnberg hingerichtet. Was bleibt, sind Lügen.

Einen anderen Grund, angesichts von Greueltaten ein Auge zuzudrücken, hatte Heinrich Graf von Einsiedel offenbart. Er war Jagdflieger der Luftwaffe, wurde Ende August 1942 nach 35 Luftsiegen bei Stalingrad abgeschossen, geriet in sowjetische Gefangenschaft und wurde später Vizepräsident im von Stalin gegründeten „Nationalkomitee Freies Deutschland.“ Am 5. Juli 1944 hatte er seinem Tagebuch anvertraut: 45

„Ich habe meine marxistische Lektüre eifrig fortgesetzt und kann nur feststellen, daß diese festgefügte, klare, sich eng an die greifbare Realität haltende Vernunftreligion eine magische Anziehungskraft auf mich ausübt [...] Aber Terror, Gewalt, Lüge und Betrug erhalten einen neuen Sinn: Der Zweck heiligt die Mittel. Und dieser Mut zur letzten Konsequenz im Denken und Handeln fasziniert mich.“

Dabei hatte er noch am 8. November 1943 bekannt: 46

„Wenn die sowjetische Propagandathese richtig ist, daß die Moral einer Armee von der Fortschrittlichkeit und sozialen Gerechtigkeit der Gesellschaftsordnung abhängt, die sie verteidigt, dann ist das Dritte Reich geradezu ein Musterstaat gegenüber der Sowjetunion. Noch in den Kessel von Stalingrad sind mehr Russen hinein übergelaufen als Deutsche heraus. Sie waren dann höchst erstaunt, von den Deutschen dasselbe zu hören wie von ihren Propagandisten, nämlich daß die deutsche Armee eingekesselt sei.“

Über den Zusammenbruch in Ostpreußen schrieb er am 15. Februar 1945:

„Sie haben eine Vernichtungsorgie erlebt, wie sie noch kein zivilisierter Landstrich über sich hat ergehen lassen müssen. Nur wenige können die Tränen zurückhalten, wenn sie hiervon erzählen. – Ich habe immer Angst vor dem Tage gehabt, an dem die Rote Armee kämpfend deutschen Boden betreten würde. Aber was sich hier abgespielt hat, übersteigt alles, was ich in meinen pessimistischen Stunden für möglich gehalten habe. – Selbst die russischen Offiziere bestätigen, was die Kameraden berichten. Sie sind ihrer Truppen nicht mehr Herr. Kommandeure, die dem Treiben ihrer eigenen Einheiten Einhalt gebieten wollen, werden einfach erschossen. Die Verwilderung ist so groß, daß sie um die Kampfmoral der Truppe fürchten.“ 47

„Wieder einer dieser Punkte, der dem Anschein nach vom Kommunismus abstoßen sollte, der aber die Intellektuellen unglaublich faszinierte und anzog.“ äußerte der polnisch-jüdische Ex-Kommunist Alexander Wat im Gespräch mit dem aus Wilna stammenden Literatur-Nobelpreisträger Czesław Miłosz.48 „Und zwar war das diese Grausamkeit. Dieses ganze Blut, das für die Revolution vergossen worden war [...] Diese Wildheit, die an die Oberfläche trat, das alles sprach für den Kommunismus. Denn diesen schrecklichen Preis muß man bezahlen [...] Nein, mir graust eher vor Blut. Aber weißt du, es geht um dieses abstrakte Blut, dieses unsichtbare Blut, das Blut auf der anderen Seite der Mauer, [...] wie rein und großartig muß die Sache sein, für die so viel Blut, unschuldiges Blut vergossen wird. Das übt eine unglaubliche Anziehungskraft aus.“

Also: Der Zweck heiligt die Mittel, und die Mittel heiligen den Zweck! Welch bestechende Logik für ein Programm, das weltweit letztlich mindestens hundert Millionen Menschenleben kostete!

„Die blauen Augen der Revolution leuchten vor notwendiger Grausamkeit“ hieß es 1919 bei dem französischen Schriftsteller, Kommunisten und Mitbegründer der surrealistischen Bewegung Louis Aragon,49 der seinerzeit Stalin als „größten Philosophen aller Zeiten“ feierte.50 1931 inspirierten ihn die Leichenberge in der Sowjetunion zu einem Gedicht, in dem er von der Gründung einer französischen GPU träumte:

„Ich singe von der GPU, die sich im Augenblick in Frankreich formiert. / Ich singe von der GPU, die Frankreich braucht. / Fordert eine GPU. / Ihr braucht eine GPU. / Es lebe die GPU, das dialektische Symbol des Heldentums.“ 51

Gefragt, warum er stets geleugnet habe, daß in den sowjetischen Straflagern 16 Millionen Menschen umgekommen seien, gab Aragon ungerührt zur Antwort:

„Wieso 16? Sie scherzen, meine liebe Freundin. Es waren keine 16, es waren 18 Millionen Tote. Leugnen, natürlich muß man leugnen. Es ging doch um die Familie.“ 52

Der oben genannte Autor Wat hat aber auch darauf hingewiesen: 53

„Alle Minderheiten [in der Sowjetunion] [...] warteten auf die Ankunft der Deutschen. Das war überall so, bis hin nach Kasachstan. Die Juden waren die einzige Ausnahme. Es war also auch ein jüdischer, nicht nur ein russischer Krieg.

Graf Einsiedel hatte dann in seinem Tagebuch dem Gegner noch ein schönes Kompliment gemacht:

„... jeder verstand nur allzugut, daß als Faschist galt, wer sich so etwas wie eine eigene Meinung erlaubte.“ 54

Er ist stolz darauf, nicht nur ein Nachfahre Bismarcks, sondern auch mit Immanuel Kant blutsverwandt zu sein. Was hätte der Königsberger Philosoph, der keiner Fliege etwas zuleide tun konnte, wohl heute für eine Meinung vom roten Grafen und der „Familie“ (Aragon), wer auch immer damit gemeint war? Wer heute die geschichtliche Wahrheit einfordert, die Geschehnisse in ihrem chronologisch korrekten Ablauf schildert, aufeinander bezieht und gar Schlußfolgerungen daraus zieht, oder wer etwas Unerwünschtes über das Dritte Reich sagt, läuft Gefahr, eingesperrt zu werden, während er immer wieder gerne zu Fernsehinterviews herangezogen wird.

Gerd Koenen, selbst ehemals gläubiger Kommunist und ehemaliges Mitglied des Kommunistischen Bundes

Westdeutschland (KBW), analysiert den „religiösen“ Aspekt bei der hier aufgezeigten Faszination des Grauens zum Schluß seines Buches Die großen Gesänge: 55

„Man ist hier an der vielleicht tiefsten und ergiebigsten Quelle des Großen Kultes: dem einer ursprünglichen Heiligkeit, einer Geweihtheit, eines Numinosen, die, wie noch am Ursprung jeder Religion der Geschichte, gerade aus dem Menschenopfer, der äußersten Gewalt, ja dem Massaker und Verbrechen gespeist wird und sich ambivalent darauf bezieht.“

Er zitiert dann den Theologen Rudolf Otto, der in seinem Buch Das Heilige, erschienen im Epochenjahr 1917, geschrieben hatte: 56

„Sie [die ‚dämonische Scheu‘] ist das seltsamste und beachtlichste Vorkommnis überhaupt in der Religionsgeschichte. So grauenvoll-furchtbar das Dämonisch-Göttliche dem Gemüt erscheinen kann, so lockend-reizvoll wird es ihm. Und die Kreatur, die vor ihm erzittert in demütigstem Verzagen, hat immer zugleich den Antrieb, sich zu ihm hinzuwenden, ja es sich irgendwie anzueignen.“

Weiter wieder Koenen: 57

„Stärker noch als für die klassischen Weltreligionen gilt das für die säkularen Kulte der Moderne, die fast durchweg Totenkulte waren [...] Aber im Falle der Stalinschen ‚Säuberungen‘ ging es nicht um vergangene, freiwillige Opfer, sondern um frisch hingeschlachtetes, großteils völlig unbeteiligtes Menschenleben, in Größenordnungen, wie sie die moderne europäische Geschichte, die an Grausamkeiten den alten Reichen in Nichts nachgestanden hat, denn doch noch nicht kannte. Und gerade diese neue, bisher unbekannte Dimension des Tötens erzeugte einen Schauer, in den sich deutlich Bewunderung mischte.

Man kann übrigens eine Art schlichter Logik in dieser Reaktion sehen: Ein Terror, der so bewußt geübt wurde, sich so wenig um Schuld oder Unschuld kümmerte, niemanden potentiell verschonte und buchstäblich jeden treffen konnte, keine Nützlichkeitsabwägung akzeptierte, keiner erkennbaren Regel folgte, die Menschen lautlos und sogar spurlos verschwinden ließ 58 – ein solcher organisierter Terrorismus mußte einen verborgenen höheren Sinn haben. Nicht der Zweck heiligte hier die Mittel, sondern im Gegenteil: die äußerste Gewaltsamkeit der politischen Mittel heiligte den Zweck, der ohne Zweifel ein sehr hoher Zweck sein mußte, wenn man bereit war, für ihn solche Menschenopfer zu bringen. [...]

Wozu summiert sich das alles? Zu einem grausamen Kinder-Tagtraum der Menschen des 20. Jahrhunderts. Dem Traum von einer ‚Lösung‘ ihrer drängendsten Gegenwartsprobleme auf einen Streich, durch eine gesellschaftliche Generalhandlung, die so gewaltsam durchgreifend sein darf, wie es eben sein muß, wenn es gilt, die Ursachen des Unglücks in der Welt ein für allemal auszurotten.“

Die Motive hierfür potenzieren sich

„zu einem weniger progressiven als regressiven Traum, einem ewigen Kindertraum der Menschen, die Rückkehr in einen Zustand ursprünglicher Unschuld, in den Mutterschoß. Bekanntlich hat Freud in seinen letzten kulturtheoretischen Schriften diesen kollektiven Impuls, nicht ohne Vorbehalt gegen das Wort, als ‚Todestrieb‘ 59 bezeichnet. [...]

Wie man inzwischen weiß, war der real existierende Sozialismus vor allem eine einzige, überlebensgroße Fiktion. Alles war nahezu das Gegenteil von dem, was es zu sein vorgab. In diesem Sinne, wenn man so will: eine Utopie. Deren ‚Verlust‘ dann allerdings einem Phantomschmerz gleicht. [...] Die Faschisten waren zu solchen Intensitäten der Hingabe an eine ‚Sache‘ und ihren Führer ganz unfähig.“

„Das Rätsel ist, daß der Mythos all diesen Desillusionen und Realitäten solange standhalten konnte,“

wundert sich auch Jorge Semprún, 1923 in Madrid als Sohn eines katholischen Republikaners geboren, zur Zeit des Spanischen Bürgerkrieges Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Spaniens und „antifaschistischer“ Widerstandskämpfer, befragt nach seiner Meinung zum Schwarzbuch des Kommunismus.

„Wie konnte dieses politische Engagement jahrzehntelang so blind und so religiös werden? Und warum gibt es bis heute so viele Menschen – ich meine hier nicht nur Intellektuelle, sondern Leute aller Kategorien –, die längst nicht mehr glauben, daß der Kommunismus die Lösung parat hält und die trotzdem sagen: ‚Aber schön war’s doch‘? Wie in dem Lied von Piaf ,Je ne regrette rien.‘“ 60

„Heute kann sich auch der entschiedenste ‚Linksintellektuelle‘ aus den Erinnerungen von Lew Kopelew 61 leicht ein Bild davon machen, was die früheste ‚Säuberungsideologie‘ des 20. Jahrhunderts war und was für grauenhafte Handlungen die Akteure mit gutem Gewissen begehen mochten,“

sagte Professor Ernst Nolte anläßlich der Verleihung des Konrad-Adenauer-Preises 2000.62 Und trotzdem meint er jetzt nach Jahrzehnten immer noch, daß sich derjenige, der der utopischen Illusion der marxistisch-kommunistischen Bewegung fremd blieb, heute eher Vorwürfe zu machen habe als derjenige, der sich dafür engagierte.63 Einfach ein Auge zugedrückt!

„Wenn ich etwa die ersten sechs Takte von ‚Je ne regrette rien‘ der Madame Piaf höre, verliere ich die Kontrolle über mich,“

bekennt der jüdische Literaturwissenschaftler George Steiner. „Je ne regrette rien,“ ich bedauere nichts, ist der Schlachtruf derer, die ihr eigenes Fegefeuer anheizen und nach keinem anderen Jenseits als dem ekstatischen Moment verlangen.64

Die wohl prägnanteste Formel lieferte Ernst Bloch in seinem Werk Das Prinzip Hoffnung: „Ubi Lenin, ibi Jerusalem“ 65 Wo Lenin, da Jerusalem; und dann:

„Zionismus mündet im Sozialismus, oder er mündet überhaupt nicht.“ 66

„Was wissen aber die Sozialisten?“ notierte Gershom Scholem, der spätere Kabbalaforscher und Religionsphilosoph, in sein Tagebuch 1919.

„Wissen sie mehr und haben sie mehr erkannt? Sie nutzen die unbestimmte Dunkelheit einer historischen Dämmerung aus und verkünden erfolgreich eine Lehre. [...] Ihr Wissen ist Schein und auf nichts gegründet als auf eine unausdenkbare Fiktion. So verführen sie das Volk.“ 67

In der Sowjetunion erschienen also nun die unvorstellbaren Leiden ungezählter Opfer der Triade von Revolution, Kollektivierung und Säuberung „irgendwie“ rückwärts gerechtfertigt durch den Krieg, als hätten sie stets nur der Vorbereitung auf diese äußere Bedrohung gedient; dabei bestand in der Realität keinerlei Zusammenhang – kein kausaler Nexus –, wie Gerd Koenen ausführt: 68

„So wurde der Krieg am Ende nicht zur Stunde der Wahrheit, sondern zum Vater einer neuen geschichtlichen Lüge – der größten von allen.“

Die größte geschichtliche Lüge – das klingt doch irgendwie nach Singularität!

Für Russen also wurde der sog. Große Vaterländische Krieg rückwirkend zur Rechtfertigung der Opfer von Revolution, Kollektivierung und Säuberung stilisiert. Hatten doch schon Alexander und Margarethe Mitscherlich behauptet: 69

„Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß sich im Laufe der kommenden Jahrzehnte die außerordentlichen Opfer der russischen Revolution so etwas wie bezahlt machen.“

Für Deutschland würde diese Art rückwärts gerichteter Dialektik entsprechend der „political correctness“ lauten: Wie verbrecherisch muß das eigene Regime – ein Musterstaat im Vergleich mit der Sowjetunion nach Graf Einsiedel – gewesen sein, wenn die Gegner zu derartigen Mitteln greifen mußten? Die Tatsache, daß der Bomben-Holocaust gegen Deutschland längst schon geplant war, bevor Hitler an die Macht kam, stößt bei jahrzehntelang neurotisierten Zeitgenossen dann nur auf pseudomoralische Ablehnung. Dabei haben es unsere Umerzieher nicht zuletzt der deutschen Wehrmacht und ihren Hilfskräften aus vielen Ländern 70 zu verdanken, daß sie heute aus gesicherten Positionen heraus weiterhetzen können.

Wäre Hitler nämlich 1933 gescheitert oder überhaupt nicht auf der politischen Bühne in Erscheinung getreten, würde für jene erst recht gelten, was 1993 auf einem Kongreß bekannt wurde: 71

„Die größte Kommunistenverfolgung der Geschichte ging von Kommunisten aus [...] Unter dem Diktat der ,Wachsamkeit‘ richtete sich der stalinistische Terror gegen alte Bolschewiken und junge Parteikader, gegen Arbeiter und ,Kulaken‘, gegen Offiziere und Angehörige der Intelligenz. Er fand seine Opfer unter den politischen Emigranten in der Sowjetunion und mit Hilfe bezahlter Mörder auch außerhalb des Landes.“

So wird die „neue und größte der geschichtlichen Lügen“ (Koenen) zu einer Art Lügen-Holocaust, denn man könnte hier an das Wort des tschechischen Schach-Großmeisters und Ex-Kommunisten Ludek Pachmann denken:

„Es gibt nämlich für die Seele einer Nation etwas noch schlimmeres als Massenmord und Vertreibung: Es ist ein Zustand, in dem ein Volk mehr als die Hälfte dieses Jahrhunderts zur Lüge und Mißachtung des Rechtes systematisch verführt und erzogen wird.“ 72

Es ist die Umerziehung, bzw. Selbstumerziehung zum Leben mit der Lüge, die – um in Anlehnung an Heinrich Heine zu sprechen – zum Entreebillett in die heute weltweite Kultur der „political correctness“ geworden ist.

Klaus Rainer Röhl, der wie Koenen früher jahrzehntelang bei dem internationalsozialistischen, antideutschen Wahn mitgewirkt hatte, beschließt sein Buch Deutsche Tabus – Ungefragte Antworten mit einer Schlußbilanz „Götterdämmerung – Was wird bleiben von 1968?“ : 73

„Nichts Nennenswertes. Nur die Kunde, daß mit ihnen das Ende Deutschlands als Nation begann. Den Zweiten Weltkrieg gewannen die Alliierten, zusammen mit dem Diktator Stalin. Aber wirklich am Boden lag das deutsche Volk nicht. Das Land, zerstückelt, abgetrennt ein Drittel, der Rest in zwei ungleiche Hälften zerteilt, wurde wiederaufgebaut in wenigen Jahren, von den Überlebenden der großen Katastrophe, den Flüchtlingen aus den Ostprovinzen, den Heimkehrern und Müttern und Kindern, die die Bombenteppiche und Feuerstürme in den Städten überlebt hatten [...]

Aber die Kraft der überlebenden Kriegsgeneration reichte nur noch für das Wirtschaftswunder und das Fußballwunder von Bern, für Volkswagen und Fernsehen für alle und Ferien mit Touropa und Rückkehr nach Europa, für Nato-Integration und Aufnahme in die Völkergemeinschaft. Nicht mehr zum Widerstand gegen die eigenen Kinder, die Kinder von Marx und Marcuse, von Adorno und Horkheimer, die ihre Eltern umerziehen wollten zu friedlichen Menschen und deren Idole doch die Kriegshelden Mao und Ho Tchi Minh waren und auch, was die meisten heute vergessen haben, Pol Pot und Gaddhafi. Wirklich gewonnen wurde der Zweite Weltkrieg gegen die Deutschen erst von den 68ern. 74

Und die sind immer noch an der Macht! So sprach am 24. Februar 2005 der Außenminister in der Europadebatte des Bundestages von der „deutschen Selbstzerstörung,“ als es um die Lehren ging, auf denen heute Europa ruht.75 Das heißt doch im Klartext nichts anderes, als daß Deutschland zum Untergang verurteilt sei, weil es den vollständigen Sieg des Bolschewismus über Europa, ja vielleicht über die ganze Welt, vereitelt hat; oder sollte man sagen verzögert, denn das Ziel heißt eben heute Globalisierung.

„Immerhin war der Marxismus eine erste leidenschaftliche und bedingungslose Affirmation der Globalisierung [...]

schreibt Florian Rötzer,76 und auch für Joschka Fischer ist „diese großartige Passage, der erste Teil des Kommunistischen Manifests, der Apotheose der Globalisierung“ Gegenstand der Bewunderung.77 Von einem wirklichen Ende des Experiments „Rot-Grün“ nach der Wahl im September 2005 kann man wohl nicht ausgehen, sind doch die Unionsparteien schon längst „versozialdemokratisiert“ und in ein undurchdringliches Netz von Abhängigkeiten eingebunden, die radikale Reformen verhindern.

1996 meinte der Dirigent Günter Wand:

„Wissen Sie, die Zeit, die wir jetzt durchleben, wird in fünfzig Jahren vielleicht als die lächerlichste der deutschen Geschichte bezeichnet werden. Lächerlich, weil nichts stimmt. Alles läuft hinter ständig wechselnden Erscheinungen her, betet des Kaisers neue Kleidung an; keiner sieht, daß er nackt ist. Das ist so in der Kultur, auch in der Politik. Und immer verbunden mit der Verlogenheit, etwas hochzuspielen, von dem man weiß, daß es nicht stimmt.“ 78

© November 2005


Anmerkungen

1 Der Archipel Gulag III; Scherz Bern – München 1976, S. 28 oder Kurzausgabe 1986, S. 349
2 Der Bolschewismus von Moses bis Lenin, Hoheneichen, München 1924, S. 37
3 Der Aufbau der Roten Armee in der Revolution; Carl Hoym Nachf. Louis Cahnbley, Hamburg 1923, S. 103 und 57
4 Meldung vom 12. November 1929: „Wir werden an die Wand gestellt“ in: Traunsteiner Wochenblatt vom 14. November 1929
5 Jochen Staadt: „Kampf um Sowjetdeutschland,“ Besprechung von Zetkin-Biographien in: FAZ vom 28. Juli 2004, S. 6
6 wie ihn The New Encyclopaedia Britannica, 15th Ed., Chicago, Bd. 12, S. 266 bezeichnet; nach Olaf Rose: Der Hetzer; Druffel, Inning 2004, S. 8, Anm. 1
7 Even now, London 1933, S. 69
8 Hitler-Interpretationen 1923–1983; 2. Aufl., Wissenschaftl. Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, S. 209
9 Der Zweite Weltkrieg 1939–1945; Klett-Cotta, Stuttgart 2004
10 Helmut Schröcke, Kriegsursachen und Kriegsschuld des Zweiten Weltkrieges : Zusammenfassung des Wissensstandes, 2. Aufl., Verlag für ganzheitliche Forschung, Viöl 2000
11 OLZOG, München 2004, S. 216–261
12 nach der Besprechung von Wolfgang Strauss: „Stalins Fehler“ in: Deutsche Geschichte – Europa und die Welt, Nr. 75, Februar 2005, S. 44/45
13 Parliamentary Debates – House of Commons – Official Report; His Majesty’s Stationery Office, London 1949, Vol. 460, no. 46
14 Allgemeine Jüdische Wochenzeitung vom 24. Mai 1990, S. 11; dazu auch Johannes Rogalla von Bieberstein: „Jüdischer Bolschewismus“ – Mythos und Realität; Antaios, Dresden 2002
15 Verbrechen an der Wehrmacht – Kriegsgreuel der Roten Armee 1941/42; Pour le Mérite, Selent 1997, S. 43
16 Pour le Mérite, Selent 2000
17 „Schockwirkung“ in: FAZ vom 20. Juli 2000, S. 10
18 „Hitlers und Adenauers General“ in: FAZ vom 29. Dezember 2001, S. 7
19 Ein kabbalistisches Prinzip: „‚Ursache‘ und ,Wirkung‘ sind immer umkehrbar, denn Kabbalisten betrachteten sie als linguistische Fiktionen“ (Harold Bloom: Kabbala, Poesie und Kritik; Stroemfeld, Basel 1988, S. 20)
20 The Great Armies: The Wehrmacht – The German Army of World War II, 1939–1945; Fitzoy Dearborn, New York/London 2003
21 Der Tag M, Klett-Cotta, Stuttgart 1995, S. 312 ff.
22 Mehr Markt – Soziale Marktwirtschaft als politische Ökonomie; Seewald, Stuttgart 1976, S. 78/79
23 Richard Pipes: The Unknown Lenin; Yale University Press, New Haven/London 1996; nach „Menschenfleisch“ in: FAZ vom 27. Januar 1997, S. 11
24 Ebenda, S. 330
25 nach Unabhängige Nachrichten 4/99, S. 6
26 Pour le Mérite, Selent
27 „Vor 60 Jahren: Der Anfang vom Ende Königsbergs“ in: FAZ vom 27. August 2004, S. 5
28 Gerhard Frey: Deutschland wie es wirklich war; FZ, München 2000, S. 213
29 Basil Blackwell, Oxford 1920
30 „You rightly recognize that there is an ideology behind it and you clearly diagnose it as an ancient ideology. There is nothing new under the Sun, it is even nothing new that this Sun rises in the East.“
31 For Bolshevism is a religion and a faith. How could these half-converted believers ever dream to vanquish the ,Truthful‘ and the ,Faithful‘ of their own creed, these holy crusaders, who had gathered round the Red Standard of the Prophet Karl Marx, and who fought under the daring guidance of experienced officers of all latter-day revolutions – the Jews.
32 There is no race in the world more enigmatic, more fatal, and therefore more interesting than the Jews ...
33 For the Jews, as you are aware, are a sensitive Community, and thus very suspicious of any Gentile who tries to approach them with a critical mind. They are always inclined – and that on account of their terrible experiences – to denounce anyone who is not with them as against them, as tainted with ,medieval‘ prejudice, as an intolerant Antagonist of their Faith and of their Race ...
34 But first of all, I have to say this: There is scarcely an event in modern Europe that cannot be traced back to the Jews ...
35 ... all latter-day ideas and movements have originally sprung from a Jewish source, for the simple reason, that the Semitic idea has finally conquered and entirely subdued this only apparently irreligious universe of ours ...
36 „We who have posed as the saviour of the world; we who have even boasted of having given it ,the‘ Saviour; we are today nothing else but the world’s seducers, its destroyers, its incendiaries, its executioners ...“
37 Deutsche Zitate aus: Oscar Levy: Nietzsche verstehen – Essays aus dem Exil 1913–1937; Parerga, Berlin 2005, S. 76–91 „Zionism versus Bolshevism – A struggle for the soul of the jewish people“ in: Illustrated Sunday Herald vom 8. Februar 1920, S. 5; Churchill: Great Contemporaries; Thornton Butterworth, 4. Aufl., London 1937, S. 199 ff.
38 Churchill: Great Contemporaries, S. 200
39 Luise Jodl: Jenseits des Endes – leben und Sterben des Generaloberst Alfred Jodl; Fritz Molden, Wien u.a. 1976, S. 345, Anm. 50
40 Official Government Documents (Polen), Vol. LVI, Doc. 78, zitiert in: Edward J. Rozek: Allied Wartime Diplomacy; John Wiley & Sons, 1958; Nachdruck: Westview, Boulder u.a. 1989, S. 209/210 (Fettdruck von mir, E.M.) Hier ist daran zu erinnern, daß es Anfang der 1930er Jahre ein deutscher Jude war, der nicht nur auf die Bedrohung durch die sowjetische Aufrüstung sondern auch auf die Greuel-Lügen-Propaganda hingewiesen hatte: Jakow Trachtenberg: Rotes Russland Rüstet!; Eigenverlag, Berlin 1931 und: Die Greuelpropaganda ist eine Lügenpropaganda sagen die deutschen Juden selbst; Eigenverlag, Berlin 1933, auf Deutsch, Englisch und Französisch.
Wer es wissen wollte, konnte es also wissen!
41 zitiert in Philippe Gautier: Deutschenangst – Deutschenhaß – Entstehung, Hintergründe, Auswirkungen; Grabert, Tübingen 1999, S. 280
42 im: Observer vom 5. Mai 1963; und der jüdische Revisionist Josef G. Burg prägte den Titel Holocaust des schlechten Gewissens unter Hexagramm Regie (Ederer, München 1979)
43 Erich Schwinge: Bilanz der Kriegsgeneration – Ein Beitrag zur Geschichte unserer Zeit; 6. Aufl., N. G. Elwert, Marburg 1981, S. 73
44 zitiert in Anton F. Schimmelpfennig: Hitler – eine Biographie nach zeitgenössischer Presse 1889–1945; Sketec, Pullach 1989, S. 110
45 Tagebuch der Versuchung 1942–1950 (1950); Ullstein, Frankfurt a.M. 1985, S. 136
46 Ebenda, S. 115
47 Ebenda, S. 175; Graf Einsiedel fand nach 35 Jahren in der SPD Anfang der 1990er Jahre seine neue Heimat in der PDS.
48 Jenseits von Wahrheit und Lüge; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000, S. 74/75; Wat endete 1967 im französischen Exil durch Freitod.
49 Das Schwarzbuch des Kommunismus – Unterdrückung, Verbrechen und Terror; hrsg. von Stéphane Courtois et al.; Piper, München 1998, S. 818; übrigens: Das Motto auf dem Berliner Germanistentag von 1968 lautete: „Schlagt die Germanistik tot, färbt die blaue Blume rot.“ (FAZ vom 18. November 1998, S. N 6) Die „blaue Blume“ steht für die deutsche Romantik und für die Sehnsucht nach dem Absoluten.
50 „Das Schwarzbuch des roten Führers“ in: FAZ vom 20. Dezember 1997, S. 36
51 Jean-François Revel: „Kommunismus, 85 Millionen Tote!,“ in: Le Point, 15. November 1997, hier nach Horst Möller (Hrsg.): Der rote Holocaust – Die Debatte um das „Schwarzbuch des Kommunismus“; Piper, München 1999, S. 52
52 Jörg von Uthmann: „Von ganzem Herzen Ja, Ja, Ja ...“ in: FAZ vom 22. September 1990
53 Jenseits von Wahrheit und Lüge, S. 618; Hervorhebung im Original kursiv.
54 Tagebuch der Versuchung 1942–1950, S. 191. Der jüdische Kommunist Adam Rayski schreibt: „Bei den Intellektuellen hieß diese Formel: ,Ich denke nicht, also bin ich.‘“ (Zwischen Thora und Partei; Herder, Freiburg i. Br. 1987, S. 171)
55 Die großen Gesänge, Lenin, Stalin, Mao Tse-tung: Führerkulte und Heldenmythen des 20. Jahrhunderts; 2. Aufl., Eichborn, Frankfurt a.M. 1991, S. 541–543
56 Das Heilige – Über das Irrationale in der Idee des Göttlichen und sein Verhältnis zum Rationalen; C. H. Beck, München 1963/2004, S. 42; Ich bringe dieses Zitat auf der Suche nach einem Verständnis des Geschehens, auch wenn mir selbst das Gefühl für diese Art „ursprüngliche Heiligkeit“ abgeht. Allerdings vermag ich angesichts der Auswirkungen in der Geschichte über diesen Mangel kein Bedauern zu empfinden.
57 Die großen Gesänge, S. 89. Da berichtete etwa ein Engländer namens J. A. Cole 1938 von einem Deutschlandbesuch: „Es hat eine Revolution stattgefunden, und zwar in viel größeren Ausmaßen, als ich angenommen hatte. Wenn sie unter mehr Blutvergießen vonstatten gegangen wäre, würden wir von ihrer Gründlichkeit mehr überzeugt worden sein.“ (Just back from Germany, London 1938)
58 „In den dreißiger Jahren waren in den Kellern der Gefängnisse Steinbrechmaschinen aufgestellt worden. Die Maschinen lud man mit den Leichen der Hingerichteten. Binnen einer halben Stunde floß der blutige Brei in die Kanäle“ berichtet Anton Antonow-Owssejenko, dessen Vater Wladimir zu den Bolschewiken der ersten Stunde gehörte, die die Rote Armee aufbauten, in seinem Buch Stalin – Porträt einer Tyrannei; Piper, München 1983, S. 421; Anm. von mir, E.M.
59 siehe dazu auch: Igor Schafarewitsch: Der Todestrieb in der Geschichte – Erscheinungsformen des Sozialismus; Ullstein, Frankfurt a. M. u.a. 1980; Anm. und Fettdruck von mir, E.M.
60 Süddeutsche Zeitung vom 4. Februar 1998, S. 20
61 Lew Kopelew: Aufbewahren für alle Zeit!; 1. Aufl., DTV, München 1979; Anm. von mir, E.M.
62 Ernst Nolte: Der kausale Nexus – Über Revisionen und Revisionismen in der Geschichtswissenschaft; Herbig, München 2002; S. 352
63 François Furet / Ernst Nolte: Feindliche Nähe – Kommunismus und Faschismus im 20. Jahrhundert – Ein Briefwechsel; Herbig, München 1998, S. 42
64 Sinn und Form 1/2005, S. 47; Ingeborg Harms: „Blick in deutsche Zeitschriften“ in: FAZ vom 26. Februar 2005, S. 4
65 Suhrkamp, Frankfurt a.M. 1959, S. 711
66 Ebenda, S. 713
67 nach Friedrich Niewöhner: „Gauner als Gottes Volk“ in: FAZ vom 26. Januar 2000, S. N 5
68 Die großen Gesänge, S. 162/163
69 Die Unfähigkeit zu trauern; Piper, München 1969, S. 333; wieviel ist ein Menschenleben wert?
70 Hans Werner Neulen: An deutscher Seite – Internationale Freiwillige von Wehrmacht und Waffen-SS; Universitas, München 1985; Franz W. Seidler: Die Kollaboration 1939–1945; 2. Aufl., Herbig, München/Berlin 1999; Ders.: Avantgarde für Europa – Ausländische Freiwillige in Wehrmacht und Waffen-SS; Pour le Mérite, Selent 2004
71 Kommunisten verfolgen Kommunisten; hrsg. von Hermann Weber, Akademie, Berlin 1993; s. ferner Hermann Weber und Ulrich Mählert (Hrsg.): Terror, Schöningh, Paderborn 1998; FAZ vom 3. Dezember 1998, S. 10
72 „Die Seele der tschechischen Nation schädigend“ in: FAZ vom 6. August 1998, S. 6
73 Herbig/Universitas, München 2004, S. 232–238; Fettdruck von mir, E.M.
74 Der israelische Historiker Yair Auron schreibt in seinem Buch Les juifs d’extrême gauche en mai 68 (Albin Michel, Paris 1988): „Es ist nicht leicht nachzuweisen, daß die Zahl der am Aufstand beteiligten Juden größer war als jene der Nichtjuden. Es ist indes einfach zu beweisen, daß sie an der Spitze der jungen Aufständischen standen.“ (Jürg Altwegg: „Der Sieg der verlorenen Revolution“ in: FAZ vom 8. Juni 1998, Seite 44); s.a. VffG 3&4/2000, S. 380 ff.
75 nach Johannes Leithäuser: „Der Fremde im Amt“ in: FAZ vom 25. Februar 2005, S. 3
76 Das Kommunistische Manifest – 150 Jahre danach; Sonderdruck Suhrkamp von Florian Rötzer vom 30. März 1998
77 „Wer nur den lieben Gott läßt würfeln“ in: FAZ vom 17. Februar 2001, S. 43
78 Stern Nr. 9/1996, S. 78; Wand starb 2002 mit 89 Jahren.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(3) (2005), S. 329-338f.


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