Häftlingsüberstellungen aus Auschwitz-Birkenau 1944–1945

Von Carlo Mattogno

In zwei früheren Artikeln 1 habe ich nachgewiesen, daß die historische Forschungsarbeit des Auschwitz-Museums, insbesondere jene von Franciszek Piper, bis 1989 aus rein opportunistischen Gründen von Geist der sowjetischen Propaganda geprägt war.

Die wichtigste Frucht dieser systematischen Verfälschungstätigkeit ist ohne Zweifel Danuta Czechs Kalendarium,2 und zwar nicht nur bezüglich der angeblichen Menschentötungsgaskammern, sondern auch hinsichtlich gewisser anderer, ganz und gar nicht unwesentlicher Aspekte der Lagergeschichte, von denen einer der bedeutendsten die Überstellung von Häftlingen aus Auschwitz in den Jahren 1944 und 1945 ist.

F. Piper hat anhand von D. Czechs Kalendarium berechnet, daß 1944–1945 aus Auschwitz 188.000 Häftlinge überstellt und evakuiert worden seien, davon 163.000 registrierte und 25.000 nichtregistrierte.3 In dieser Ziffer sind auch die rund 67.000 Gefangene inbegriffen, die sich noch am 17. Januar 1945 im Lagerkomplex Auschwitz aufhielten 4 und von denen anschließend 59.000 evakuiert und die übrigen 8.000 von den Sowjets in Auschwitz befreit wurden.5

In D. Czechs Kalendarium werden für den Zeitraum von 1944 und 1945 (bis zum 17. Januar 1945) insgesamt ca. 95.000 (95.300) aus Auschwitz überstellte Häftlinge erwähnt, darunter ca. 25.000 (25.700) nichtregistrierte Juden.

F. Piper hat erstere Ziffer auf 96.000 aufgerundet und irrtümlicherweise sowohl die 25.000 überstellten unregistrierten Juden (die in Wirklichkeit bereits in der Zahl von 96.000 inbegriffen sind) als auch die am 17. Januar 1945 im Lagerkomplex Auschwitz befindlichen 67.000 Häftlinge dazugezählt. Sein Ergebnis sieht dementsprechend so aus:

96.000 + 25.000 + 67.000 = 188.000 überstellte und evakuierte Häftlinge.

Unterschlagene Überstellungen

Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Wie ich in einem meiner vorher erwähnten Artikel vorweggenommen habe, wurden 1944 sowie in den beiden ersten Wochen des Jahres 1945 aus dem Auschwitz-Komplex nicht weniger als 192.300 Häftlinge überstellt, darunter mindestens 98.600 unregistrierte Juden, so daß die Gesamtzahl der überstellten und evakuierten Häftlinge für den betreffenden Zeitraum nicht niedriger sein kann als (192.300 + 67.000 – 8.500 =) 250.800 6. Dies heißt, daß D. Czech die Überstellung von wenigstens 97.000 Gefangenen verschweigt und die von ihr angeführte Gesamtziffer nur rund der Hälfte der tatsächlichen entspricht. Diese schwerwiegenden Auslassungen können nicht als bloße Versehen entschuldigt werden, wie sich anhand eines prägnanten Beispiels unschwer nachweisen läßt.

Im Jahre 1967 veröffentlichte der polnische Historiker Krzysztof Dunin-Wąsowicz einen Artikel, in dem er die Judentransporte aus Auschwitz nach Stutthof aufzählte; diese umfaßten für die Periode vom 29. Juni bis zum 27. November 1944 insgesamt 22.269 Häftlinge, wobei jeweils das Datum ihrer Ankunft sowie die ihnen in Stutthof zugeteilten Registrierungsnummern angegeben werden.7 Doch D. Czech, die ganz unmöglich nichts von dieser wichtigen Quelle wissen konnte, erwähnte 1989 lediglich drei Judentransporte von Auschwitz nach Stutthof (jene vom 14. Juli, 21. September und 27. Oktober 1944) mit insgesamt 3.500 Überstellten! 8

Lebende Überstellte werden zu „Vergasten“

Der Zweck dieser Auslassungen ist nur allzu klar: In der Statistik F. Pipers werden die 97.000 überstellten Häftlinge unverfroren zu 97.000 Vergasten umgelogen! Doch gibt es noch einen anderen Aspekt der Frage, der in unlösbarem Widerspruch zur offiziellen Geschichtsschreibung steht. Die Überstellung von mindestens 192.300 großenteils jüdischen Häftlingen in andere Konzentrationslager, und zwar ausgerechnet in einem Zeitraum, in dem die angebliche Tötungsmaschinerie in Auschwitz auf Hochtouren gelaufen sein soll, beweist klipp und klar, daß die Berliner Behörden (welche die Überstellungen anordneten) sowie die Lagerverwaltung nicht die geringste Besorgnis hegten, das vermeintliche „grauenvolle Geheimnis“ von Auschwitz könne von den Überstellten ausgeplaudert werden – ganz einfach darum, weil es kein „grauenvolles Geheimnis“ gab!

In der folgenden Tabelle präsentiere ich eine Liste der Häftlingstransporte aus Auschwitz in andere Konzentrationslager in den Jahren 1944 und 1945 (1.–17. Januar). Obgleich sie zwangsläufig unvollständig ist, belegt sie, daß die Mindestzahl der Überstellten bedeutend höher ist, als in sämtlichen Werken der offiziellen Geschichtsschreibung zugegeben wird.9

Abkürzungen und Anmerkungen

AGK = Archiwum Głównej Komisji Zbrodni Przeciwko Narodowi Polskiemu Instytutu Pamięci Narodowej, Warschau, 131, 10/11/12.
AMS = Archiwum Muzeum Stutthof, Jüdische Transporte, I-IIB-8, S. 1f.
APMO: Archiwum Państwowego Muzeum w Oświęcimiu
K = D. Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939–1945, Rowohlt-Verlag, Reinbek bei Hamburg 1989.
M = Hans Maršálek, Die Geschichte des Konzentrationslager Mauthausen. Dokumentation. Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen, Wien 1980, S. 125–128.
SPR = I. Sprenger, Groß-Rosen. Ein Konzentrationslager in Schlesien. Böhlau Verlag, Köln Weimar Wien 1996, S. 328–355.
STRZ = A. Strzelecki, Endphase des KL Auschwitz. Evakuierung, Liquidierung und Befreiung des Lagers. Verlag Staatliches Museum in Oświęcim-Brzezinka, 1995, S. 353–364

Aus dem Italienischen übertragen von Jürgen Graf.

1 „Die Viermillionenzahl von Auschwitz: Entstehung, Revisionen und Konsequenzen“, VffG, 7. Jg., Heft 1, April 2003, S. 15–20; „Franciszek Piper und Die Zahl der Opfer von Auschwitz“, ebenda, S. 21–27.
2 D. Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939–1945, Rowohlt-Verlag, Reinbek bei Hamburg 1989.
3 F. Piper, Die Zahl der Opfer von Auschwitz, Verlag Staatliches Museum in Oświęcim, 1993, S. 163.
4 D. Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939–1945, aaO., S. 966–968.
5 Ebenda. Zu diesen 8.000 Häftlingen muß man noch die rund 500 Toten hinzuzählen, die von den Sowjets im Lagerkomplex Auschwitz vorgefunden worden sind.
6 Franciszek Piper und Die Zahl der Opfer von Auschwitz, aaO., S. 25.
7 K. Dunin-Wąsowicz, Żydowscy więźniowe KL Stutthof, in: Biuletyn Żydowskiego Instytutu Historycznego, Warschau, Juli-September 1967, Nr. 63, S. 11–12.
8 Für den Transport vom 21. September gibt D. Czech die Zahl der Deportierten nicht an.
9 Die von Stanisława Iwaszko erstellte Liste von ca. 225.000 „Überstellungen“ (F. Piper, Auschwitz. Wie viele Juden, Polen, Zigeuner… wurden umgebracht, Universitas, Krakau 1992, S. 45, Anmerkung 145) umfasst die 59.000 nach dem 17. Januar 1945 Evakuierten, so daß die tatsächliche Ziffer der Überstellten ihr zufolge (225.000 – 59.000 =) 166.000 beträgt.

Liste der 1944–1945 aus Auschwitz in andere Konzentrationslager überstellten Häftlinge

Datum 1 Anzahl Deportierte Nationalität bzw. Häftlingskategorie Bestimmungsort Quelle
8/1 23 Häftlinge KL Sachsenhausen 2
10/1 21 Polen und Russen KL Sachsenhausen K
18/1 104 Polen und Russen KL Buchenwald K
20/1 300 Häftlinge KL Flossenbürg K
22/1 335 Häftlinge KL Mauthausen K
22/1 91 Häftlinge KL Buchenwald K
26/1 61 Juden KL Sachsenhausen K
2/2 303 Häftlinge KL Flossenbürg K
9/2 112 Häftlinge KL Flossenbürg K
15/2 1.500 Häftlinge KL Mauthausen K
22/2 145 Häftlinge KL Buchenwald K
1/3 13 Häftlinge KL Sachsenhausen K
2/3 421 Häftlinge KL Buchenwald K
4/3 47 Häftlinge KL Mauthausen AGK10
7/3 4 Häftlinge KL Sachsenhausen 3
8/3 85 Polen und Russen KL Buchenwald K
21/3 30 Polen KL Natzweiler K
22/3 1 Häftling KL Sachsenhausen 4
30/3 202 Tschechen KL Buchenwald K
30/3 106 Polen und Russen KL Neuengamme K
1/4 24 Juden KL Krakau-Płaszów K
1/4 4 Häftling KL Sachsenhausen 5
15/4 884 Zigeuner KL Buchenwald K
15/4 473 Zigeunerinnen KL Buchenwald K
20/4 20 Polen KL Groß-Rosen K
22/4 500 Juden KL Groß-Rosen K
25/4 54 Juden KL Mauthausen AGK11
26/4 600 Häftlinge KL Buchenwald K
1/5 23 Juden KL Gross-Rosen K
3/5 1.400 Polen und Russen KL Natzweiler K
9/5 534 weibliche Häftlinge KL Ravensbrück 6
10/5 2 weibliche Häftlinge KL Ravensbrück 7
12/5 57 weibliche Häftlinge Lodz 8
12/5 33 Russen Lodz K
12/5 26 Häftlinge KL Flossenbürg K
12/5 1.677 Franzosen KL Buchenwald K
12/5 39 Polen und Russen KL Buchenwald K
15/5 10 Juden KL Płaszów K
16/5 1.578 Polen und Russen KL Buchenwald K
17/5 1.500 Ungarische Juden KL Groß-Rosen SPR
18/5 10 Juden KL Sachsenhausen K
23/5 1.000 ungarische Juden KL Buchenwald K
24/5 82 Zigeuner KL Flossenbürg K
24/5 144 Zigeunerinnen KL Ravensbrück K
25/5 3.000 ungarische Juden KL Gross-Rosen SPR
28/5 2.000 ungarische Juden KL Mauthausen M
28/5 963 ungarische Juden KL Mauthausen K
29/5 1.000 ungarische Juden KL Mauthausen AGK11
1/6 1.000 ungarische Juden KL Buchenwald (1.013) K
1/6 13 Polen KL Buchenwald K
2/6 69 Häftlinge KL Mauthausen AGK11
5/6 2.400 ungarische Juden KL Sachsenhausen 9
5/6 2.000 ungarische Juden KL Buchenwald K
6/6 2.000 ungarische Juden KL Mauthausen K
8/6 4.000 ungarische Juden KL Gross-Rosen SPR
11/6 2.000 ungarische Juden KL Mauthausen K
12/6 503 Polen und Russen KL Ravensbrück K
14/6 500 ungarische Juden KL Mauthausen AGK11
17/6 1.000 ungarische Juden KL Buchenwald K
17/6 1.500 ungarische Juden KL Mauthausen K
23/6 2.000 Polen und Russen KL Buchenwald K
23/6 434 ungarische Juden KL Buchenwald K
26/6 778 Häftlinge KL Buchenwald K
29/6 2.502 ungarische Jüdinnen KL Stutthof AMS
1/7 2.000 ungarische Jüdinnen KL Buchenwald K
6/7 2.500 ungarische Juden KL Buchenwald 10
6/7 1.000 Russen und Polen KL Mauthausen K
6/7 1.000 weibliche Häftlinge KL Ravensbrück K
7/7 1.000 tschechische Jüdinnen KL Sachsenhausen K
9/7 1.000 Polen und Russen KL Mauthausen K
10/7 800 ungarische Jüdinnen KL Dachau K
13/7 2.500 ungarische Juden KL Buchenwald K
14/7 11 2.000 tschechische Jüdinnen KL Stutthof K
15/7 2.500 ungarische Juden KL Buchenwald K
20/7 2.500 ungarische Jüdinnen KL Stutthof AMS
22/7 998 weibliche Häftlinge KL Ravensbrück K
26/7 1.300 800 Juden, 500 Jüdinnen KL Dachau K
30/7 530 ungarische Jüdinnen KL Buchenwald K
2/8 1.408 Zigeuner und Zigeunerinnen KL Buchenwald K
2/8 986 Zigeunerinnen KL Ravensbrück 12
9/8 66 Häftlinge KL Gross-Rosen 13
11/8 4.590 ungarische Juden KL Mauthausen AGK12
11/8 212 Häftlinge KL Flossenbürg K
13/8 1.000 ungarische Jüdinnen KL Buchenwald K
14/8 2.800 ungarische Jüdinnen KL Stutthof AMS
14/8 1.999 Polen und Russen KL Buchenwald K
16/8 2.800 ungarische Jüdinnen KL Stutthof AMS
17/8 398 Häftlinge KL Mauthausen K
20/8 270 ungarische Juden KL Buchenwald K
21/8 500 weibliche Häftlinge KL Natzweiler K
21/8 1.000 Häftlinge KL Natzweiler K
22/8 32 Häftlinge KL Gross-Rosen SPR
22/8 1.000 Polen KL Natzweiler K
24/8 150 Jüdinnen KL Gross-Rosen SPR
24/8 434 Häftlinge KL Ravensbrück K
24/8 94 Häftlinge KL Mauthausen 14
25/8 50 ? KL Gross-Rosen SPR
25/8 750 Polen und Russen KL Neuengamme K
27/8 31 Häftlinge KL Flossenbürg K
28/8 2.800 polnische Jüdinnen KL Stutthof AMS
29/8 807 Häftlinge KL Sachsenhausen K
29/8 536 Polinnen, Russinnen, Jüdinnen KL Ravensbrück K
30/8 500 ungarische Jüdinnen KL Buchenwald K
30/8 1 französische Jüdin KL Buchenwald K
31/8 8 Häftlinge KL Stutthof AMS
??/8 2.000 Juden KL Gross-Rosen SPR
??/8 450 Jüdinnen KL Gross-Rosen SPR
3/9 2.405 polnische Jüdinnen KL Stutthof AMS
5/9 800 Juden KL Gross-Rosen SPR
6/9 1 Zigeuner KL Buchenwald K
7/9 200 Häftlinge KL Flossenbürg K
7/9 3 weibliche Häftlinge KL Buchenwald K
7/9 120 Polen und Russen KL Buchenwald K
8/9 300 Juden KL Gross-Rosen 15
8/9 300 Juden KL Gross-Rosen 16
10/9 668 polnische Jüdinnen KL Stutthof AMS
10/9 1.082 polnische Jüdinnen KL Stutthof AMS
11/9 2 Jüdinnen KL Buchenwald K
12/9 250 Jüdinnen KL Gross-Rosen SPR
12/9 70 ? KL Gross-Rosen SPR
12/9 165 ? KL Gross-Rosen SPR
12/9 99 ungarische Jüdinnen KL Flossenbürg K
12/9 1 Russin KL Flossenbürg K
14/9 524 Häftlinge KL Flossenbürg K
15/9 300 Juden KL Gross-Rosen SPR
16/9 2.100 Häftlinge KL Mauthausen M
16/9 979 Polen KL Flossenbürg K
16/9 1.496 Polen, Russen KL Flossenbürg STRZ
16/9 1.520 Polinnen und Jüdinnen KL Ravensbrück STRZ
17/9 1.824 Häftlinge KL Mauthausen K
18/9 468 Häftlinge KL Flossenbürg K
18/9 1.000 ungarische Jüdinnen KL Buchenwald K
18/9 1.300 Häftlinge KL Mauthausen K
19/9 200 ungarische Jüdinnen KL Gross-Rosen K
20/9 671 Polen und Franzosen KL Mauthausen K
20/9 600 ungarische Juden KL Mauthausen AGK13
20/9 252 Frauen, Jüdinnen KL Flossenbürg STRZ
23/9 ? Jüdinnen KL Stutthof K
21/9 300 Frauen, Jüdinnen KL Flossenbürg STRZ
26/9 400 Polinnen, Russinnen, Jüdinnen KL Mauthausen STRZ
27/9 4.501 ungarische und polnische Jüdinnen KL Stutthof AMS
27/9 400 ungar. Juden u. Polen KL Dachau STRZ
28/9 400 weibliche Häftlinge KL Mauthausen M
28/9 102 Juden KL Buchenwald STRZ
29/9 1.500 Häftlinge KL Buchenwald K
29/9 1.500 polnische Jüdinnen KL Ravensbrück STRZ
??/9 84 ungarische Jüdinnen KL Gross-Rosen SPR
3/10 200 Jüdinnen KL Flossenbürg STRZ
4/10 500 Juden KL Buchenwald K
4/10 1.050 weibliche Häftlinge KL ? K
5/10 200 Jüdinnen KL Gross-Rosen SPR
6/10 900 Juden KL Natzweiler STRZ
7/10 1.150 weibliche Häftlinge KL Flossenbürg K
8/10 1.494 ? KL Dachau 17
8/10 100 Juden, Tschechen KL Buchenwald K
8/10 401 ungarische Jüdinnen KL Buchenwald K
8/10 500 Juden KL Dachau STRZ
10/10 2.219 weibliche Häftlinge KL Buchenwald, Flossenbürg K
12/10 500 ungarische Jüdinnen KL Buchenwald 18
12/10 537 weibliche Häftlinge KL ? K
12/10 50 slowakische Juden KL Gross-Rosen STRZ
12/10 200 Jüdinnen KL Flossenbürg STRZ
13/10 849 weibliche Häftlinge KL ? K
13/10 81 Jüdinnen KL ? K
14/10 30 Häftlinge KL Buchenwald K
14/10 322 weibliche Häftlinge KL ? K
14/10 11 französische Juden KL Dachau STRZ
14/10 49 Juden KL Gross-Rosen K
15/10 1.216 ungarische Jüdinnen KL Buchenwald STRZ
15/10 601 ? KL Gross-Rosen SPR
16/10 255 weibliche Häftlinge KL Flossenbürg K
16/10 348 Jüdinnen KL ? K
17/10 445 H KL Buchenwald K
18/10 165 ungarische und tschechische Juden KL Gross-Rosen STRZ
18/10 1.007 Jüdinnen KL Gross-Rosen STRZ
19/10 203 polnische und ungarische Jüdinnen KL Buchenwald K
19/10 1.537 Polen, Russen KL Flossenbürg STRZ
19/10 165 Juden KL Gross-Rosen SPR
19/10 165 Juden KL Gross-Rosen SPR
20/10 13 weibliche Häftlinge KL Flossenbürg K
20/10 996 Jüdinnen KL Gross-Rosen K
21/10 510 Jüdinnen KL ? K
21/10 200 Jüdinnen KL Flossenbürg STRZ
21/10 18 ungarische Jüdinnen KL Buchenwald STRZ
22/10 1.000 Jüdinnen KL Gross-Rosen SPR
23/10 5 weibliche Häftlinge KL ? K
23/10 1.996 Jüdinnen KL ? K
24/10 1 Jüdin KL ? K
24/10 400 Jüdinnen KL Dachau STRZ
24/10 1.200 Juden KL Dachau STRZ
24/10 100 Juden KL Gross-Rosen STRZ
24/10 172 ? KL Gross-Rosen SPR
25/10 1.603 ? KL Dachau 19
25/10 209 weibliche Häftlinge KL Flossenbürg K
25/10 510 Juden KL Flossenbürg STRZ
26/10 1 weiblicher Häftling KL ? K
27/10 2.249 Juden KL Mauthausen 20
27/10 1.500 verschiedene Häftlinge,
darunter 470 ungarische Juden
KL Sachsenhausen 21
27/10 497 Jüdinnen KL ? K
27/10 301 Polen KL Buchenwald K
27/10 150 tschechische Juden KL Buchenwald K
27/10 1.500 Juden KL Stutthof K
27/10 200 Jüdinnen KL Buchenwald STRZ
28/10 504 weibliche Häftlinge KL Flossenbürg K
28/10 1.308 Jüdinnen KL Bergen-Belsen K
28/10 500 Polen und 50 Russen Leitmeritz 22
28/10 283 Juden, Polen und Tschechen KL Buchenwald K
29/10 2.249 387 polnische und ungarische Juden KL Sachsenhausen 23
29/10 653 weibliche Häftlinge KL Ravensbrück K
29/10 2.200 Polen und Russen KL Sachsenhausen K
31/10 2.381 Polen und Russen KL Sachsenhausen 24
1/11 1.717 weibliche Häftlinge KL Ravensbrück K
1/11 634 Jüdinnen KL Bergen-Belsen K
1/11 500 ungarische Jüdinnen KL Mauthausen STRZ
2/11 795 Jüdinnen KL Bergen-Belsen K
4/11 2.362 weibliche Häftlinge KL ? K
5/11 36 Häftlinge 33 Ungarn KL Sachsenhausen 25
7/11 30 weibliche Häftlinge KL ? K
7/11 400 Häftlinge KL ? STRZ
10/11 300 Jüdinnen KL Gross-Rosen K
11/11 351 ? KL Gross-Rosen SPR
11/11 54 ? KL Gross-Rosen SPR
12/11 25 weibliche Häftlinge KL Buchenwald K
12/11 30 polnische Jüdinnen KL Gross-Rosen SPR
12/11 100 polnische und andere Jüdinnen KL Gross-Rosen SPR
12/11 77 ? KL Gross-Rosen SPR
13/11 1.205 weibliche Häftlinge KL Ravensbrück K
14/11 5 Polen KL Buchenwald K
14/11 150 ? KL Gross-Rosen SPR
14/11 130 Jüdinnen KL Gross-Rosen SPR
14/11 152 ungarische Jüdinnen, Polinnen KL Gross-Rosen SPR
15/11 1.094 Juden KL Dachau STRZ
15/11 100 ? KL Gross-Rosen SPR
16/11 100 Juden KL Buchenwald S
17/11 7 weibliche Häftlinge KL Buchenwald K
17/11 40 weibliche Häftlinge KL Flossenbürg K
17/11 2 weibliche Häftlinge KL Gross-Rosen K
18/11 2 ungarische Jüdinnen KL Gross-Rosen K
18/11 5 Jüdinnen KL Buchenwald K
18/11 50 Jüdinnen KL Flossenbürg K
19/11 283 Juden KL Buchenwald K
20/11 4 weibliche Häftlinge KL Buchenwald K
21/11 235 polnische Jüdinnen KL Gross-Rosen K
21/11 1.659 Jüdinnen KL Ravensbrück STRZ
22/11 450 weibliche Häftlinge KL Flossenbürg K
22/11 2 weibliche Häftlinge KL Mauthausen K
22/11 3 ungarische Jüdinnen KL Buchenwald K
22/11 12 weibliche Häftlinge KL Neuengamme K
22/11 1 weiblicher Häftling KL Bergen-Belsen K
23/11 49 Jüdinnen KL ? STRZ
24/11 171 weibliche Häftlinge KL Flossenbürg K
24/11 295 Häftlinge KL Buchenwald K
24/11 30 weibliche Häftlinge KL Gross-Rosen K
24/11 8 weibliche Häftlinge KL Bergen-Belsen K
24/11 7 weibliche Häftlinge KL Neuengamme K
24/11 1 Häftling KL Ravensbrück K
25/11 22 weibliche Häftlinge KL Gross-Rosen K
25/11 19 weibliche Häftlinge KL Buchenwald K
25/11 3 weibliche Häftlinge KL Sachsenhausen K
25/11 1 weiblicher Häftling KL Neuengamme K
27/11 356 Juden KL ? 26
27/11 2.605 polnische, ungarische und andere Juden KL Sachsenhausen 27
27/11 55 weibliche Häftlinge KL Buchenwald K
28/11 141 weibliche Häftlinge KL Gross-Rosen Mauthausen K
29/11 231 weibliche Häftlinge KL Gross-Rosen K
29/11 2 weibliche Häftlinge KL ? K
30/11 1 ungarische Jüdin KL Neuengamme K
1/12 16 weibliche Häftlinge KL ? K
1/12 9 Häftlinge KL Buchenwald K
1/12 244 Häftlinge KL Dachau STRZ
2/12 100 weibliche Häftlinge KL Flossenbürg K
3/12 2 weibliche Häftlinge KL Gross-Rosen K
4/12 500 Polen KL Buchenwald K
4/12 1.104 Häftlinge KL Mauthausen STRZ
5/12 1.102 Polen KL Mauthausen M
5/12 1 weiblicher Häftling KL Dachau K
10/12 81 Jüdinnen KL Buchenwald STRZ
12/12 425 Polen KL Buchenwald K
15/12 6 weibliche Häftlinge KL ? K
17/12 300 weibliche Häftlinge KL ? K
18/12 29 Häftlinge KL Gross-Rosen K
1/1 431 ? KL Gross-Rosen SPR
3/1 9 Häftlinge KL Buchenwald STRZ
5/1 502 Polen, ungarische Juden KL Sachsenhausen 28
6/1 1.004 weibliche Häftlinge KL Bergen-Belsen K
6/1 254 ? KL Gross-Rosen SPR
8/1 3.060 Polen, ungarische Juden KL Sachsenhausen 29
8/1 13 Häftlinge KL Mauthausen K
9/1 251 Häftlinge,
95 ungarische Juden
KL Sachsenhausen 30
9/1 2 weibliche Häftlinge KL ? K
10/1 150 weibliche Häftlinge Berlin K
10/1 59 ? KL Gross-Rosen SPR
11/1 114 weibliche Häftlinge Berlin K
12/1 125 weibliche Häftlinge KL Gross-Rosen K
12/1 12 ungarische Jüdinnen KL Buchenwald STRZ
13/1 37 Juden KL Buchenwald STRZ
17/1 6 Jüdinnen KL Ravensbrück STRZ
Summe 192.333      

Anmerkungen

1 Das Datum ist meist das des Abgangs des betr. Transports aus Auschwitz, in einigen Fällen aber das des Eintreffens am Bestimmungsort.
2 K.L. Sachsenhausen. Zugänge Monat Januar 1944. GARF, 7021-104-4, S. 128.
3 K.L. Sachsenhausen. Zugänge Monat März 1944. GARF, 7021-104-4, S. 130
4 Ebenda, S. 130a.
5 K.L. Sachsenhausen. Zugänge Monat April 1944. GARF, 7021-104-4, S. 131.
6 Übersicht über Anzahl und Einsatz der weibl. Häftlinge des Konzentrationslager Auschwitz. 15. Mai 1944. GARF, 7021-108-33, S. 144.
7 Ebenda.
8 Ebenda.
9 K.L. Sachsenhausen. Zugänge Monat Juni 1944. GARF, 7021-104-4, S. 133.
10 Verzeichnis der Neuzugänge bis 1. Juli 1944. NO-2300.
11 In meinem Artikel „Die Deportation der ungarischen Juden von Mai bis Juli 1944. Eine provisorische Bilanz“, VffG, 5(4) (2001), S. 385, schrieb ich irrtümlicherweise, vom 15. Mai bis zum 14. Juli 1944 seien insgesamt 49.188 Häftlinge aus dem Auschwitz-Komplex überstellt worden. Die tatsächliche Ziffer betrug, wie aus dieser Tabelle hervorgeht, 47.786.
12 Am 2. August 1044 gab es in Birkenau insgesamt 2.394 Zigeuner und Zigeunerinnen. (*) 1.408 Zigeuner wurden nach Buchenwald überstellt, was bedeutet, daß 986 Zigeunerinnen nach Ravensbrück kamen. (*) T. Szymański, D. Szymańska, T. Śnieszko, Das „Spital“ im Zigeuner-Familienlager in Auschwitz-Birkenau, in: Die Hefte von Auschwitz. Beltz Verlag, Weinheim und Basel 1987, Bd. I, S. 207.
13 Auschwitz II. Arbeitseinsatz für 9. August 1944. APMO, D-AuII-3a/26, S. 50.
14 Auschwitz II. Arbeitseinsatz für 24. August 1944. APMO, D-AuII-3a/40, S. 77.
15 Museum Gross-Rosen, 6928/DP
16 Ebenda, 6927/DP.
17 Het Nederlandsche Roode Kruis, Auschwitz. Teil VI. S-Gravenhage 1952, S. 54.
18 APMO, sygn. D-Bu-3/1/5. Namensliste.
19 Het Nederlandsche Roode Kruis, Auschwitz. Teil VI. S-Gravenhage 1952, S. 54.
20 Liste der Zugänge vom 27.10.44. Juden-Überstellungen vom KL. Auschwitz. Hftlg. No. 109001-111249. RGVA, 1367-2-1a.
21 K.L. Sachsenhausen. Zugänge Monat Oktober 1944. GARF, 7021-104-4, S. 139a.
22 Theresienstädter Studien und Dokumente, 1995, S. 233.
23 Ebenda.
24 Ebenda.
25 K.L. Sachsenhausen. Zugänge Monat November 1944. GARF, 7021-104-4, S. 140.
26 Liste der Zugänge vom 27.11.44. 356 Juden vom KL. Auschwitz. Hftlg. No. 117954-118309. RGVA, 1367-1-2.
27 K.L. Sachsenhausen. Zugänge Monat November 1944. GARF, 7021-104-4, S. 140.
28 K.L. Sachsenhausen. Zugänge Monat Januar 1945. GARF, 7021-104-4, S. 144.
29 Ebenda.
30 Ebenda.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(3) (2005), S. 293-300.


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