Der Zweite Weltkrieg

Von Georg Wiesholler

„Derweil in Wehen die Erde kreißt,
Gewaltiges sich vorbereitet
Und ein verderbensschwangerer Geist
Geharnischt durch die Länder schreitet.“

Friedrich von Bodenstedt (1819–1892)

Viele junge Menschen weigern sich, sich mit der Zeitgeschichte zu befassen. Was haben wir mit Hitler zu tun, sagen sie. Wir wollen nach vorne schauen. Aber die Geschichte wird sie immer wieder einholen, man kann sie nicht weglegen wie ein altes Hemd. In der Geschichte gibt es keine Schlußstriche. Die Herrschenden lassen die jungen Menschen nicht nach vorne schauen. Sie haben ihnen eine KollektivVerantwortung auferlegt, das heißt eine KollektivSchuld, auch wenn die Herrschenden immer eine Kollektiv-Schuld abstreiten. Daher wird der Kult mit der Schuld am Leben gehalten. Deswegen wird die Geschichte der letzten hundertdreißig Jahre gefälscht (selektiert) und deswegen müssen wir sie so objektiv wie möglich aufarbeiten.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, kritisierte die Äußerungen von Bundeskanzler Schröder und Minister Hombach, weil sie meinten, die „Wiedergutmachung“ müsse im Jahre 2000 beendet sein. Man wolle dem Wiedergutmachungsfond der Wirtschaft zwar durch Teilnahme an Verhandlungen staatliche Autorität verleihen, aber keinesfalls aus dem Bundeshaushalt Zuschüsse leisten. (In Wirklichkeit bezahlte der Bund rund drei Viertel der Gesamtsumme in den Fond. Ein Fond, der aus dem beschlagnahmten Eigentum in der DDR gespeist wird).1

Ignatz Bubis fügte in einem Gespräch mit dem Politmagazin „Der Spiegel“ noch hinzu: 2

„Die Entschädigungszahlungen werden keinesfalls am 1. Januar 2000 enden, schon gar nicht auf Anordnung des Kanzlers. Schluß werde allenfalls 2030 sein, wenn auch die jüngsten Überlebenden gestorben sein werden. Schröder schätze die Situation falsch ein. Er könne die Wiedergutmachung nicht durch Kanzlerworte abschaffen.“

Nicht Kanzlerworte bestimmen die Politik in der BRD, sondern Worte des Zentralratsvorsitzenden der Juden in Deutschland.

Rabbi Israel Singer forderte auf der Jewish Claim Conference 2002: 3

„Einen Schlußstrich kann und darf es nie geben. Deutschland wird für immer die Verantwortung für die Verbrechen der Nazis zu tragen haben.“

„Unter der Leitung eines hohen Beamten des Finanzministeriums arbeitete eine Kommission der israelischen Regierung in den letzten sieben Jahren an einem Bericht über den materiellen Gesamtschaden, den das jüdische Volk insgesamt durch die Verfolgung während der NS-Zeit erlitten hat. Berücksichtigt wurden dabei nicht nur die durch weggenommenes Eigentum entstandenen Schäden, sondern auch ‚verlorengegangene Einkünfte‘ und ‚unbezahlte Löhne von Zwangsarbeitern‘.

Der Bericht kommt auf diese Weise zu einer gesamten ‚Schadensumme‘ zwischen 240 bis 330 Mrd. US-Dollar und endet mit dem Schlußsatz: ‚In diesem Bereich ist noch viel zu tun.‘ ... Erstaunlicherweise geht die Kommission in ihrem Bericht nicht auf die seit 1952 von der BRD geleisteten Wiedergutmachungszahlen von (umgerechnet) insgesamt rund 55 Mrd. Euro (nach heutigem Wechselkurs mehr als 70 Mrd. Dollar) ein. Berliner Beobachter rechnen damit, daß Bundesaußenminister Fischer (Grüne) ein Exemplar des Berichtes erhalten und an Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) weiterreichen wird. Die weitere Entwicklung bliebe dann abzuwarten ...“

Georg Simnacher, Vorsitzender der bayerischen Bezirkspräsidenten (CSU), schrieb an den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber: 4

„Immer mehr Kontingentflüchtlinge belasten die Sozialhilfe der bayerischen Bezirke. Die zahlenmäßige unbegrenzte Aufnahme jüdischer Emigranten mit unbefristeter Aufenthaltserlaubnis aus der ehemaligen Sowjetunion bringen die Bezirke in finanzielle Bedrängnis. Für diese mußte Sozialhilfe für 20 Millionen aufgebracht werden.“

Insgesamt muß die BRD Milliarden für diese Juden aus den GUS-Staaten bezahlen. Dazu kommen die Milliarden, die nach Israel gegangen sind, und, wie eben erwähnt, immer noch gehen. Diese Leistungen müssen die jungen Generationen vollbringen, die mit dem Zweiten Weltkrieg nicht das Geringste zu tun haben.

So sind wir für ewig verpflichtet, (Joschka Fischer hat diese Verpflichtung bei seinem Staatsbesuch in Israel am 14. März 2005 wieder bestätigt) den Staat Israel, diesen rassistischen Staat, mit Milliarden und Abermilliarden Euro zu unterstützen, um seine Existenz zu sichern, weil wir die Juden in Deutschland diskriminiert und verfolgt haben.

Horst Köhler, der Bundespräsident der Deutschen (?), beugte sich bei seinem Staatsbesuch im März in Israel in „Scham und Demut“ vor den Abgeordneten des israelischen Parlaments und proklamierte feierlich

„Deutschlands Verantwortung für den Holocaust als Teil deutscher Identität. ... Wir Deutschen sind auf ewig schuldig. Diese Schuld soll von Generation zu Generation weitergegeben werden.“

Es gibt also doch eine Kollektivschuld?

In der Sendung „Menschen bei Maischberger“ in der ARD am 22. Februar 2005 berichtet eine Frau Isis Puttkammer über ihre furchtbaren Erlebnisse bei der Besetzung des elterlichen Gutes durch russische Soldaten. Eine Jüdin, die neben ihr saß, griff sie am Unterarm und sagte: „Vergessen Sie nicht, daß die Deutschen den Krieg angefangen haben.“ Somit werden die furchtbaren Verbrechen an den Deutschen von unseren ehemaligen Gegnern legitimiert und amnestiert. Wer im Fernsehen und in der Presse die Debatten über die Terrorbombardierung Dresdens und Würz-burgs verfolgt hat, – diese waren der wirkliche Holocaust an den Deutschen – wird feststellen müssen, daß auch da immer gesagt wurde, daß Dresden und Würzburg verschont geblieben wären, wenn die Deutschen den Bombenkrieg nicht begonnen hätten. Und Würzburgs zweiter Bürgermeister sagte, daß wir nicht vergessen dürfen, daß von Deutschland der Krieg ausgegangen sei. Wir Deutschen tragen sozusagen selber die Schuld an diesen brutalen verbrecherischen Bombardierungen.

Der Publizist Ralph Giordano ist überzeugt, daß es einen „kausalen Nexus“ zu historischen Ereignissen gibt, nur nicht zu Auschwitz: „Primärverantwortlich für jeden Zivil- und Militärtoten des Zweiten Weltkrieges sind diejenigen, die ihn geplant und ausgelöst hatten: Hitler und seine Anhänger! Also auch die halbe Million deutscher Lufttoter. Diese Verantwortlichkeit, ihre Kausalität und ihre Chronologie, müssen die Grundlage jeder Diskussion bleiben.“ 5 Die richtige Kausalität zu erfassen, verbieten uns die Behörden: So der Politchrist Helmut Kohl, der B’nai Brith-Bruder, der Kanzler der geistigen Wende, der Historiker. Er behauptete aus Anlaß des fünfzigsten Jahrestages zum Kriegsausbruch zwischen Polen und Deutschland: 6

„Hitler hat den Krieg gewollt, geplant und entfesselt. Daran gab und gibt es nichts zu deuteln.

Wir müssen entschieden allen Versuchen entgegentreten, dieses Urteil abzuschwächen.“

Schon vorher meinte der ehemalige SS-Offizier und Minister, Professor Theodor Eschenburg, (er muß es ja wissen): 7

„Bei der Frage nach der Schuld am Zweiten Weltkrieg, die wissenschaftlich schnell beantwortet ist, handelt es sich nicht etwa lediglich um eine fachhistorische Angelegenheit. Die Erkenntnis von der unbestrittenen alleinigen Schuld Hitlers ist vielmehr eine der wesentlichen Grundlagen und Ausgangspositionen der Politik der Bundesrepublik.“

Die Lüge wurde somit zur Staatsräson der BRD erhoben!

Pater Emanuel Reichenberger, päpstlicher Geheimkämmerer und „Vater der Vertriebenen“ schrieb in Wider Willkür und Machtrausch. Erkenntnisse und Bekenntnisse aus zwei Kontinenten: 8

„Es wird allmählich auch dem Blinden klar, daß der Krieg mit Nazismus ganz und gar nichts zu tun hat, sondern einfach die Ausschaltung des deutschen Konkurrenten zum Ziele hatte. Die Deutschen müssen einfach alle schuldig sein, damit man für die Politik der Versklavung und Austilgung der Deutschen – die wir ja überall erleben – eine ‚moralische‘ Rechtfertigung hat.“

Der renommierte US-Professor Stefan T. Possony, Leiter der „Hoover Institution on War, Revolution and Peace“, Stanford, teilte in seinem Buch Zur Bewältigung der Kriegsschuldfrage auch nicht die Auffassung der zitierten deutschen Politiker und Hofhistoriker:

„Ob die politische Schuld Londons oder Petersburgs oder die Schuld von Paris dabei größer war als die Berlins, mag unentschieden bleiben. Daß Paris und London eine erhebliche Schuld für den Ersten Weltkrieg tragen, scheint unbestreitbar. [...] (S. 143)

Wenn man also über die Ursprünge der beiden (Hervorh. d.V.) Weltkriege ehrlich und endgültig Wahrheit schaffen will, so müßte man eine internationale Historikerkommission einsetzen und in allen beteiligten Ländern die Dokumente, welcher Art sie auch immer sein mögen, freigeben.“ (S. 336)

Aber die Alliierten weigern sich, die wichtigsten Dokumente über den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zu veröffentlichen. Die Akte über Rudolf Heß ist erst im Jahre 2019 zugänglich und die Sperre zu der Tyler-Kent-Akte wurde bis 2038 verlängert. Die Akten des Auswärtigen Amtes haben sie verfälscht. Und unsere Hofhistoriker weigern sich sogar, die vorhandenen zu zitieren, wenn es ihnen nicht paßt, so die Berichte Carl Burckhardts, des Völkerbundkommissars über Danzig.

Wie schrieb Professor Westrich von der Hebräischen Universität in Jerusalem? Wenn der Papst seine Archive nicht öffnet, könnte der Eindruck entstehen, er hätte etwas zu verbergen.9 Die Westalliierten verbergen noch sehr viel!

Die russische Botschaft in Warschau teilte der polnischen Staatsanwaltschaft mit, „daß von den 183 Aktenordnern über Katyn aus Sicherheitsbelangen nur 67 ausgeliefert werden können. Der polnische Außenminister Adam Rotfeld erklärte dazu, es scheine, als habe Moskau etwas zu verbergen.“ 10

Natürlich wird viel verborgen. Dies tun sie alle, die Sieger. Bekanntlich nannte der renommierte Historiker Winfried Martini sein letztes Buch „Der Sieger schreibt die Geschichte“.

Der US-Generalkonsul in Wien, John Gaffrey, teilte auch nicht die Ansicht unserer Hofhistoriker Kohl und Eschenburg: 11

„Wenn ich einen Tropfen deutschen Blutes in den Adern hätte, so würde ich in keiner Nacht mehr Ruhe finden, bis von meinem Vaterland der Vorwurf genommen wäre, der es der furchtbarsten Verbrechen der Weltgeschichte schuldig erklärt, obwohl es für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges durchaus nicht alleine verantwortlich war.“

Da ich nicht nur einen Tropfen deutsches Blut in meinen Adern habe und mich als Deutscher fühle und „trotz allem, allem was geschehen“ (Matthäi), auf Deutschland und auf die Leistungen des deutschen Volkes stolz bin, schreibe ich auch diese Zeilen.

Das Vorspiel

Kriege entstehen nicht von selbst. Sie entstehen nicht wie ein Gewitter. In Kriege schliddert man auch nicht hinein, wie später Sir Edward Grey, der britische Außenminister von 1914, behauptet hat. Auch der spätere britische Premierminister Anthony Eden schrieb in seinen Memoiren Fullbordad cirkel, daß wir in den Ersten Weltkrieg hineingeschliddert sind. Und Lloyd George, während des Ersten Weltkriegs britischer Premierminister, meinte nach dem Ersten Weltkrieg, die führenden Politiker vor 1914 „glitten in den Krieg hinein, oder vielmehr: sie taumelten, sie stolperten hinein, aus Torheit.“ 12

Aber Deutschland wurde aufgrund dieser Nachkriegserkenntnisse, aufgrund dieser Torheit, nie rehabilitiert. Im Gegenteil: Dem Young-Plan (1929) wurde auch wieder die Erklärung der Alleinschuld Deutschlands zum Kriege vorangestellt, damit die Deutschen willig sind, die auferlegte Schuld zu bezahlen. Foster Dulles, der spätere US-Außenminister, sah diesen groben psychologischen Fehler ein. Leider zu spät. Er schrieb 1938: 13

„Im Lichte späterer Entwicklung mag es sein, daß dieser (Kriegsschuld-)Artikel der wichtigste Einzelartikel in dem Vertrag war. Durch ihn wurde in deutschen Augen Deutschland mit der moralischen Schuld am Weltkrieg gebrandmarkt und das deutsche Volk wurde, unter Androhung massenweisen Verhungerns und militärischer Verwüstung, gezwungen, dieses Urteil als wahr anzuerkennen. Es war die Auflehnung des deutschen Volkes gegen diesen Vertragsartikel, die vor allem anderen den Grund legte für das Deutschland, das wir heute vor uns haben.“

Kriege sind erwünscht und werden von langer Hand gründlich vorbereitet. Der britische Diplomat Harold Nicolson schrieb in seinem Buch Die Verschwörung der Diplomaten, daß man bei der Suche nach den Ursachen zu den Kriegen sich nicht an den äußeren Anlässen zu halten habe, sondern alle historischen Hintergründe der Jahrzehnte vor dem Krieg in Betracht zu ziehen sind.

Welche Hintergründe sind da in Betracht zu ziehen? Was ist dem Zweiten Weltkrieg vorausgegangen? Die Gründung des II. Reiches. Durch die Gründung des II. Reiches hat, wie der US-Historiker Palmer andeutete, eine große Machtverschiebung in Europa stattgefunden. Schon einige Wochen nach der Proklamation des Kaiserreiches im Schloß von Versailles erklärte Benjamin Disraeli, damals Führer der britischen Torys, der sich selbst für den auserwählten Mann einer auserwählten Rasse hielt (Hannah Arndt), daß durch die Schaffung des deutschen Reiches das Gleichgewicht in Europa zum Nachteil Englands empfindlich gestört worden sei, denn England sei das Land, das unter der Wirkung des großen Umschwungs auf dem Kontinent am meisten leide. Dieses Reich müsse wieder verschwinden.

Papst Pius IX., der jetzt heilig gesprochen werden soll, sagte am 18. Januar 1874 auf einer internationalen Pilgerversammlung:

„Bismarck ist die Schlange im Paradiese der Menschheit. Durch diese Schlange wird das deutsche Volk verführt, mehr sein zu wollen als Gott selbst. Dieser Selbsterhöhung wird eine Erniedrigung folgen, wie noch kein Volk sie hat kosten müssen. [...] Dieses Reich, das, wie der Turmbau zu Babel Gott zum Trotz errichtet wurde, wird zur Verherrlichung Gottes vergehen.“

So hat der Mainzer Bischof Ketteler in einem Hirtenbrief den Priestern seiner Diözese verboten, am Sedansfest, ein Siegesfest über die Franzosen, teilzunehmen. Im Verein mit den britischen und französischen Imperialisten arbeitete auch die katholische Kirche am Untergang des II. Reiches.

In diesem Geiste kann man dann die Kriegserklärung Sir Chalmers Mitchell in einer der führenden meinungsbildenden und meistgelesenen Wochenzeitung in Großbritannien sehen:

„Die Deutschen sind unsere vorbestimmten Nebenbuhler. Wäre morgen jeder Deutsche beseitigt, es gäbe kein englisches Geschäft, das nicht wüchse. Macht euch fertig zum Kampf mit Deutschland!“

Er beschloß den Artikel, in Anspielung an den römischen Senator Cato d. Ä. indem er Carthaginem gegen Germaniam austauschte, mit dem Kampfruf:

„Germaniam esse delendam!“ 14 (Deutschland muß vernichtet werden!) Und am 11. November 1897 (18 Monate später) schrieb derselbe Verfasser in derselben Zeitschrift:

„Überall liegt der englische Geschäftsreisende mit dem deutschen Hausierer in Konkurrenz. Eine Million Verärgerungen können den größten Krieg verursachen, den die Welt je gesehen hat. Wenn Deutschland morgen aus der Welt vertilgt würde, gäbe es übermorgen keinen Engländer, der nicht reicher wäre als heute.“ (Hervorh. d.V.)

Er schloß dann auch wieder mit der oben erwähnten historischen Wendung: „Germaniam esse delendam!“

Diese Sätze sind für mich der erste Hinweis auf einen beabsichtigten Holocaust am deutschen Volk.

Für den britischen Imperialisten Cecil Rhodes war „Expansion everything“. Er war der erste, der in Erdteilen und global dachte: „I would annex the planets if I could.“ 15

„Und da die Ausdehnung alles ist, und da die Oberfläche der Welt beschränkt ist, muß es unsere Aufgabe sein, so viel von ihr zu nehmen, als wir irgendwie haben können.“ 16

Dem stimmte der britische Kolonialminister Joseph Chamberlain in einer Rede am 6. Oktober 1903 in Glasgow zu: 17

„Unsere Ziele sind zwei: Zuerst wünschen wir alle die Erhaltung und Mehrung der nationalen Stärke und das Gedeihen des Vereinigten Königreichs. Großbritannien hat in der Weltgeschichte eine große Rolle gespielt, und aus diesem Grunde wünsche ich, Großbritannien möge es weiter tun.

Unser zweites Ziel ist, oder sollte es sein: die Verwirklichung des größten Ideals, das jemals Staatsmänner in irgendeinem Lande oder aus irgendeiner Zeit vorgeschwebt hat: die Schaffung eines Reiches, wie es die Welt noch nie gesehen hat (eine Weltherrschaft wie sie dem deutschen Kaiser und Hitler unterstellt wurde – d.V.). Wir müssen bauen an der Einheit der Staaten um die Ozeane; wir müssen die britische Rasse konsolidieren, wir müssen dem ganzen Rattenschwanz von Wettbewerbungen begegnen, die gegenwärtig Handels-Wettbewerbe sind, die früher etwas anderes waren und es auch mal in Zukunft wieder werden könnten. Aber was auch sein möge, welche Gefahren uns auch drohen mögen, wir dürfen ihnen nicht länger als ein isoliertes Land gegenüberstehen; wir müssen ihnen entgegentreten, gekräftigt, gestärkt, und abgesteift durch die Strebepfeilerkraft aller jener Vettern von uns, aller kraftvoll und beständig wachsenden Staaten, welche dieselbe Sprache mit uns reden, auf die selbe Flagge mit uns stolz sind. [...] Dazu mein zweiter Satz: Es (Großbritannien) wird unweigerlich niedergehen, wenn wir nicht vorbeugen, wenn es Zeit ist.“

Und so kam es zum Ersten Weltkrieg. Der amerikanische Historiker R. Palmer bestätigte in seinem Buch „A History of the Modern World“, daß es bei diesem Krieg um einen Wirtschaftskrieg ging: 18

„Es ist nicht wahr, daß die Deutschen den Krieg angefangen haben, wie seine Feinde 1914 einfach glaubten. Die weitaus wichtigste Ursache war in Wirklichkeit die Unfähigkeit der Europäer, sich der erstarkten deutschen Industrie anzupassen, die nach 1870 begann, eine größere Rolle zu spielen. [...] Nachdem Deutschland vereinigt war, begann für es die industrielle Revolution. Die Industrie, das Kapital, die Handelsflotte und die Bevölkerung wuchsen außerordentlich stark. So produzierte Deutschland im Bereich der Stahlproduktion 1865 weniger als Frankreich, aber 1900 bereits mehr als Frankreich und England zusammen.“

Und die USA wurden dann auch in den Krieg hineingezogen. Dies haben wir vor allem der mächtigen jüdischen Lobby in Amerika zu verdanken. Zu den kräftigsten Kriegstreibern gehörten Bernard Baruch, der Koordinator für die Kriegswirtschaft, und Pierepoint Morgan, der Großfinanzier und Medienfürst.

Benjamin Freedman, ein reicher jüdischer Großkaufmann, ein „Insider“, berichtete uns in seiner Rede in Washington über den Einfluß der Zionisten auf die Kriegsbeteiligung der USA: 19

„Die Zeitungen in den USA wurden von Zionisten kontrolliert. Die Bankiers waren Juden, alle Massenmedien in diesem Lande waren von Juden kontrolliert. Wissen sie, daß 1916 die Zionisten mit der britischen Regierung ein Abkommen getroffen haben, das uns in den Krieg hineinzog? Niemand in den Vereinigten Staaten wußte dies! Sie sollten dies auch nicht wissen. Wer wußte dies? Präsident Wilson wußte dies. Oberst House wußte dies. Und andere ‚Insider‘ wußten dies. Auch ich wußte dies. Ich war befreundet mit Henry Morgenthau sen. Wir unterstützten Wilson zu seiner Wahl 1912. Wilson wurde gewählt. Ich war ein Vertrauter von Henry Morgenthau; er war Vorsitzender im Finanzausschuß. Ich war befreundet mit Rollo Wells; er war Finanzminister. Ich saß mit Präsident Wilson und den anderen zusammen an einem Tisch. Ich hörte, wie sie Wilson [...] mit dem Zionismus indoktrinierten.

Der höchste Richter der Vereinigten Staaten, der Zionist Justice Brandeis, war Wilson so nahe wie diese zwei Finger an meiner Hand. Diese bestimmten, daß wir in den Krieg ziehen sollten. Diese sandten unsere Jungs nach Europa, damit sie geschlachtet werden. Und wozu? Damit die Juden in Palästina ihre Heimstätte erhalten.“ (Hervorh. d.V.)

Der renommierte US-Historiker Professor Dr. David Hoggan ergänzte Freedmans Feststellung und pflichtete ihm bei: 20

„Die einzige Sache, der sich Präsident Wilson einmal aufrichtig gewidmet hat, war das zionistische Programm des Weltjudentums von 1897. Nicht die britische Propaganda hat Amerika in den Ersten Weltkrieg getrieben, sondern ein Pfiff der Zionistenführer Brandeis und Weizmann als Anteil des Preises, den das Judentum für die ‚Balfour Jewish Homeland Declaration on Palestine‘ 1917 zu zahlen hatte.“

Daß es bei diesem Krieg nicht darum ging, „Europa reif für die Demokratie zu machen“, (was US-Präsident Wilson als Kriegsziel angab, nachdem die USA Deutschland den Krieg erklärt hatte) konnte man auch an den Bedingungen des Versailler Vertrages ersehen. Der jüdische Außenminister Walther Rathenau (ich erwähne das Wort Jude, um zu zeigen, daß auch Juden national dachten und über diesen Vertrag entsetzt waren) wetterte gegen diese Bedingungen: 21

„Es ist die Vernichtung! Wir werden vernichtet. Deutschlands lebendiger Leib und Geist werden getötet. Millionen deutscher Menschen werden in Not und Tod, in Heimatlosigkeit, in Sklaverei und Verzweiflung getrieben. Eines der geistigen Völker im Kreise der Erde verlischt. Seine Mütter, seine Kinder, seine Ungeborenen werden zu Tode getroffen.

Wir werden vernichtet, wissend und sehend, von Wissenden und Sehenden. Nicht wie dumpfe Völker des Altertums, die ahnungslos und stumpf in Verbannung und Sklaverei geführt wurden, nicht von fanatischen Götzendienern, die einen Moloch zu verherrlichen glauben.

Wir werden vernichtet von Brudervölkern europäischen Blutes, die sich zu Gott und Christus bekennen, deren Leben und Verfassung auf Sittlichkeit beruht, die sich auf Menschlichkeit, Ritterlichkeit und Zivilisation berufen, die um vergossenes Menschenblut trauern.

Wehe dem und seiner Seele, der es wagt, dieses Blutgericht Gerechtigkeit zu nennen. Habt den Mut, sprecht es aus, nennt es bei seinem Namen: es heißt Rache.

Euch aber frage ich, geistige Menschen aller Völker, Geistliche aller Konfessionen und Gelehrte, Staatsmänner und Künstler; euch frage ich, Arbeiter, Proletarier, Bürger aller Nationen, dich frage ich, ehrwürdiger Vater und höchster Herr der katholischen Kirche, dich frage ich im Namen Gottes: Darf um der Rache willen ein Volk der Erde von seinen Brudervölkern vernichtet werden (dies war ja im Sinne Clemenceaus) und wäre es das letzte und armseligste aller Völker?“

Was sagte der Heilige Vater, der Herr der katholischen Kirche, Benedikt XV., das Vorbild des jetzigen Papstes Benedikt XVI.? Er schrieb am 7. Oktober 1919 an den französischen Kardinal Amette:

„Von Frankreich möge sich Gottes Gnade über die ganze Welt ergießen; was menschliche Klugheit auf der Versailler Konferenz begonnen, das möge Gottes Liebe veredeln und vollenden.“

Den Papst, den heiligen Vater, störte es also auch nicht, daß Tausende von christlichen Kindern in Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes verhungerten. Kein Papst hat sich bis heute beim deutschen Volk entschuldigt, wie sie es nun bei den Juden getan haben.

Daß man die Deutschen erpreßte, so lange hungern ließ, bis sie den Vertrag von Versailles unterschrieben haben, bestätigte Senator Ernest Lundeen im US-Senat am 11. Juli 1940:

„Man übersieht die Tatsache, daß die bei weitem größte Scheußlichkeit die britische Blockade Deutschlands noch Monate nach dem November 1918 war, durch die über 800 000 deutsche Frauen, Kinder und alte Leute den Hungertod erlitten und Millionen abmagerten und verkümmerten.“

Über diese Klugheit der französischen Regierung äußerte sich der US-Delegierte und spätere „Ambassador at large“, William Bullitt, in einem Brief an Präsident Woodrow Wilson: 22

„Heute habe ich als Attaché der Versailler Friedenskommission meinen Rücktritt eingereicht. Ich war einer der Millionen, die vertrauensvoll und uneingeschränkt auf Ihre Führerschaft bauten und glaubten, daß Sie für nichts Geringeres als für einen permanenten Frieden, beruhend auf selbstloser und unvoreingenommener Gerechtigkeit, eintreten würden. Aber unsere Regierung hat jetzt zugestimmt, die leidenden Völker der Welt neuen Bedrückungen, Unterwerfungen und Zerstückelungen auszusetzen. Nichts anderes als ein neues Jahrhundert des Krieges beginnt. So habe ich meine Überzeugung verloren, daß ich als Diener dieser Regierung auch eine wirkungsvolle Arbeit für eine neue Weltordnung leisten könnte. Rußland, dieser bittere Probefall des guten Willens, für Sie ebenso wie für mich, ist überhaupt nicht verstanden worden. Ungerechte Beschlüsse der Versailler Konferenz über Shantung, Südtirol, Thrakien, Ungarn, Ostpreußen, Danzig, das Saargebiet und die Aufgabe des Prinzips der Freiheit der Meere, machen neue internationale Konflikte sicher. Es ist meine Überzeugung, daß der neue Völkerbund machtlos sein wird, diese Kriege zu verhindern, und daß die Vereinigten Staaten in sie durch die übernommenen Völkerbundsverpflichtungen zusammen mit Frankreich verwickelt werden können. Daher halte ich es für meine Pflicht der US-Regierung gegenüber, dem eigenen Volke gegenüber, der Menschheit zu raten, diesen ungerechten Vertrag weder zu unterschreiben noch zu ratifizieren. Auch sollten wir nicht dem Völkerbund beitreten und dadurch die Bestimmungen des Versailler Vertrages gutheißen.“

Später berichtete er dem Senat über den Brief, den er an Präsident Woodrow Wilson schickte, und meinte: 23

„Er war höchst unpopulär. Ich schrieb, die Schaffung des polnischen Korridors würde nicht Frieden bringen, sondern Krieg.“

Und Lenin, den man bestimmt nicht als Förderer der deutschen Nationalisten bezeichnen kann, schrieb: 24

„Als Deutschland besiegt war, da schrie der Völkerbund, der Bund der Nationen, die gegen Deutschland gekämpft hatten, das sei ein Befreiungskrieg, ein demokratischer Krieg gewesen. Deutschland wurde ein Frieden aufgezwungen, aber das war ein Frieden von Wucherern und Würgern, ein Frieden von Schlächtern, denn Deutschland und Österreich wurden ausgeplündert und zerstückelt. Man nahm ihm alle Existenzmittel, ließ die Kinder hungern und des Hungers sterben. Das ist ein ungeheuerlicher Raubfrieden, der Dutzende Millionen von Menschen zu Sklaven macht. Das ist kein Frieden, das sind viel mehr Bedingungen, die einem wehrlosen Opfer von Räubern mit dem Messer in der Hand diktiert worden sind.“

Der eingangs erwähnte US-Historiker Steffen Possony schrieb in bezug auf den Vertrag von Versailles: 25

„Die Nachkriegsperiode erlebte in der Tat die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln, und der Versailler Vertrag bedeutete anfänglich eine Art Angriff in Permanenz. Diese Behauptung läßt sich ohne Schwierigkeiten durch Hinweis auf die Verweigerung der Gleichberechtigung in Sicherheitsfragen, das Reparationsproblem und das Verbot der Zollunion mit Österreich belegen.“

Der erste Bundespräsident nach 1945, Theodor Heuss, schrieb in seinem 1932 veröffentlichten Buch „Hitlers Weg“:

„Die Geburtsstätte der Nationalsozialistischen Bewegung war nicht München, sondern Versailles.“

Der Vertrag wurde mit der Hoffnung unterschrieben, daß man ihn im Laufe der Zeit „zerreißen“ kann. Einer, der sich darum sehr bemühte, war der vieljährige Außenminister Gustav Stresemann. Er trat dem Völkerbund bei, um dort eine Revision des Versailler Vertrages erwirken zu können.

Aber alle Anträge von Seiten des Außenministers Stresemann an den Völkerbund in bezug auf Grenzrevisionen im Osten, auch alle Anträge auf Aufhebung von Einfuhrbeschränkungen und Zahlungserleichterung in den westlichen Ländern wurden von den Westmächten im Völkerbund immer wieder abgeschmettert. Er mußte feststellen, daß mit guten Worten nichts zu erreichen war. Am 13. April 1929, sechs Monate vor seinem Tode, gewährte er dem britischen Journalisten und Diplomaten Bruce Lockhart ein Gespräch, in dem er seine bitteren Empfindungen äußerte: 26

„Es ist nun fünf Jahre her, seit wir Locarno unterzeichnet haben. Wenn ihr ein einziges Zugeständnis gemacht hättet, würde ich mein Volk überzeugt haben. Ich habe gegeben, gegeben, immer gegeben, bis sich meine Landsleute von mir gewandt hatten. Die Zukunft liegt in den Händen der jungen Generation, der Jugend Deutschlands, die wir für den Frieden und das neue Europa gewinnen konnten, wir haben beide verloren – das ist meine Tragik und eure Schuld.“

Stresemann blieb der Schimpfname Erfüllungspolitiker, was er nicht war. An diese Unnachgiebigkeit der Alliierten muß man sich immer erinnern, wenn man Hitlers Gewaltmaßnahmen verstehen will.

Ferdinand Miksche, ein tschechisch-französischer Militärhistoriker, bedauerte, daß „die Regierungen des Westens weder die Kraft noch den Willen aufbrachten, die von ihnen durch Friedensverträge verursachten Mißstände durch eine Revisionspolitik zu beheben.“ 27 Diese westlichen Regierungen waren daran interessiert, daß Deutschland ausblutet und nahmen auch wieder einen Krieg in Kauf.

Hans Luther, der seit 1930 Präsident des Reichsbankdirektoriums war, bat, da in Deutschland Deflation herrschte, auf der Konferenz in Luxemburg am 2. Mai 1932 um Erlaubnis, den Geldumlauf zu erhöhen, um den Konsum zu fördern. Dies wurde abgelehnt. Daraufhin zeichnete er ein düsteres Bild: 28

„Die Zustände in Europa sind keine Wege zum neuen Leben. So kann Europa schließlich nur müde zusammenbrechen.“

Und Europa brach, wie Luther sagte, müde zusammen. Daher kam Adolf Hitler an die Macht.

Prof. K. D. Bracher, „Deutschlands bekanntester Zeithistoriker“ (Janßen in „Die Zeit“), bestätigte, daß Hitler, wie auch alle führenden Politiker der Weimarer Republik, versuchte, die Ketten von Versailles mit friedlichen Mitteln zu sprengen: 29

„Hitlers Taktik gleichzeitiger Abschirmung und Vorbereitung mit Mitteln der Kontinuität und Legalität stützte sich auf eine Anknüpfung an Argumente und Zielsetzung der Weimarer Revisionspolitik.“

Dem stimmte der Münchner Zeithistoriker Nipperday zu:

„Das Dritte Reich nahm sich, von seinen Anfängen her gesehen, keineswegs als ‚Fremdkörper‘ innerhalb der Geschichte des deutschen Nationalstaates aus. Erst in der Rückschau (nach der Umerziehung der Deutschen – d.V.) nimmt es den Ausdruck des Fremden an.“

Der Adolf Hitler bestimmt nicht wohlgesinnte Historiker Hans Adolf Jakobsen meinte auch: 30

„Angesichts der prekären Lage des Reiches verfolgte Hitler bis 1937 zunächst die Methode des sog. ‚peaceful change‘, d.h. die der friedlichen Veränderung des status quo und damit des Versailler Vertrages. Mit beispiellosem Geschick und bewundernswerter Ausdauer verkündet er seinen Friedenswillen; fortgesetzt sprach er von der Sehnsucht des deutschen Volkes nach Ruhe, Frieden und Arbeit sowie von den Erfahrungen, die er als Frontsoldat während des Ersten Weltkrieges gesammelt habe. Er könne daher am besten die Opfer von einst ermessen.“

Sogar der französische Ex-Außenminister Georges Bonnet stimmte den eben zitierten deutschen Historikern zu: 31

„Hitler hat in der Tat mit ständig wachsender Energie und Geschwindigkeit das Werk Hindenburgs und Stresemanns fortgeführt, Deutschland von den Ketten des Versailler Vertrags zu befreien.“

Hitler schickte kurz nach der Machtübernahme Goebbels nach Genf, wo er die Westalliierten noch einmal an ihre Versprechen von 1919 erinnerte und folgende Abrüstungsvorschläge unterbreitete: 32

Das Reich wird in ein System der kollektiven Sicherheit eingebettet. Es ist der Reichsregierung nicht entgangen, daß die Polen sich vorbereitet haben, Schlesien handstreichartig zu besetzen.

Die Siegerstaaten des Weltkrieges verringern ihre Streitkräfte, welche die Sicherheit des Reiches gewährleisten. Kann dem nicht entsprochen werden, erhöht das Reich die Truppenstärke auf 300 000 Mann.

Als Antwort auf diese Rede Goebbels in Genf sagte der franz. Ministerpräsident Daladier, daß er sich einer Abrüstungskonferenz widersetze und forderte gleichzeitig, daß Deutschland im Laufe von 5 Jahren nicht aufrüsten dürfe. Da also die Großmächte im Völkerbund den Bitten der deutschen Reichsregierungen über Abrüstung nicht entsprachen, verließ Deutschland am 25. Oktober 1933 den Völkerbund, was in der westlichen Presse als Friedensfeindlichkeit und Kriegslüsternheit Hitlers ausgelegt wurde.

Der französische Präsident Édouard Herriot reiste umgehend in die Sowjetunion und bereitete den französisch-sowjetischen Militärpakt vor, der am 2. Mai 1935 unterzeichnet wurde, was der deutschen Regierung ja nicht verborgen blieb. Herriot hatte keine menschenrechtlichen Bedenken gegenüber Stalin, obwohl er auf seiner Reise in der Ukraine erfuhr, daß Stalin dort bis zu 10 Millionen Menschen verhungern und Millionen von Gegnern ermorden ließ. Zur Zeit macht man der kaiserlichen Regierung zum Vorwurf, die Vertreibung und Ermordung von Armeniern durch die Türken geduldet zu haben.

In dieser Vertragsbestimmung wurde ausdrücklich vorgesehen, daß Frankreich und Rußland im Falle einer ablehnenden Entscheidung des Völkerbundes sich freie Hand vorbehielten, um das zu tun, was sie für richtig hielten; wie auch heute US-Präsident George W. Bush gegen Entscheidungen der UNO handelte.

Dieser Vertrag von 1935 stritt eindeutig gegen das Locarno-Abkommen mit Frankreich und England, was Hitler dann veranlaßte, die allgemeine Wehrpflicht einzuführen.

Hitler schloß schon 1934 einen Nichtangriffspakt mit Polen und 1935 ein Flottenabkommen mit England. Er glaubte sicherlich, wie auch Fürst Lichnowsky, deutscher Botschafter in London vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges (Meine Londoner Mission 1912–1914), daß der deutsche Flottenbau, Tirpitz’ Rüstung zur See, die wichtigste Ursache war, die zur Entfremdung zwischen Deutschland und England führte und schließlich den Ersten Weltkrieg verursachte.

Schon in „Mein Kampf“ schrieb Hitler auf Seite 127f:

„Kein Opfer hätte als zu groß betrachtet werden dürfen, wenn es ein notwendiges Mittel war, um Englands Freundschaft zu gewinnen. Koloniale und maritime ehrgeizige Bestrebungen hätten aufgegeben werden müssen und keinerlei Versuche, gegen die britische Industrie in Konkurrenzkampf zu treten, hätten unternommen werden dürfen.“

Hitler war sträflich anglophil: 33

„Er bewunderte das britische Weltreich und bezeichnete es mehrfach als das größte Wunderwerk, das je geschaffen wurde. Bei anderen Gelegenheiten sah er im Britischen Commonwealth die höchste Ausprägung germanischer Staatsweisheit und germanischen Führerwillens. Er war überzeugt, daß die Engländer durch und durch von germanischen Ehrbegriffen erfüllt seien und daß sie eines Tages doch seine Bundesgenossen werden würden.“

Am 31. März 1935 unterbreitete Hitler noch einmal ein großes Friedensangebot. Er forderte zur allgemeinen Abrüstung und zur Unterzeichnung eines 25jährigen europäischen Friedenspaktes auf, dessen Grundlage die gegenwärtigen Luftstreitkräfte, neue entmilitarisierte Zonen und andere bedeutsame, praktische Maßnahmen bilden sollten. Dieses Angebot wurde strikt abgelehnt.

Francis Neilson, der britisch-amerikanische Publizist hat dieses durchgreifende Friedens- und Abrüstungsprogramm mit seinen 19 Punkten als „den umfassendsten Nichtangriffspakt, der je entworfen wurde“ bezeichnet.34

Der britische Pastor und Historiker Peter Nicoll, der im Krieg zwei Söhne verloren hat, stimmte Francis Neilson zu: 35

„England hätte sich dieses Angebot zum mindesten anhören und dann in einer freien Konferenz prüfen und erörtern können. Man kann sich fragen, ob hinter Englands Weigerung insgeheim vielleicht der Beschluß stand, Deutschland keinen Zoll seiner ehemaligen Gebiete, kein Gramm seines früheren Reichtums und keine Tür zu seinem ehemaligen Handel zuzugestehen.“

Darüber schrieb der bekannte schwedische Forschungsreisende Sven Hedin während des Krieges: 36

„Wenn die Siegerherren des Weltkrieges damals (1935) Hitlers Vorschlag aufgenommen und seine Vorschläge ernst genommen hätten, oder wenn sie sich wenigstens herabgelassen hätten, mit ihm darüber zu debattieren, hätte der jetzige totale Krieg verhindert werden können. ... Aber nein, gerne opferten sie alles für das einzige Ziel: Germania delenda est (Deutschland muß vernichtet werden).“

Hitler mußte also, wie früher schon Napoleon, Stresemann und später auch Mao Dsedong, feststellen, daß mit Verhandlungen, gutem Willen und guten Worten nichts zu erreichen war, und daß das Recht in den Gewehrläufen sitzt. Hier ist es angebracht Lenin zu zitieren:

„Man darf von Opfern nicht zurückschrecken. Zur Erkenntnis, ‚daß die großen historischen Fragen letzten Endes nur durch Gewalt entschieden werden‘, gehört die Einsicht‚ ‚daß die Freiheit nicht ohne größte Opfer zu erringen ist‘.“ 37

Viele Probleme wurden dann auch, durch Machtgebrauch, gelöst. So die Einführung der Wehrmacht und die Wiederbewaffnung Deutschlands, der Einmarsch ins Rheinland, der Anschluß Österreichs, des Sudetenlandes und des Memelgebietes. Zu lösen war noch das Problem: Danzig, Westpreußen und Oberschlesien. Auf Elsaß-Lothringen, Eupen-Malmedy, Nordschleswig und Südtirol hat Hitler schon früher verzichtet.

Nach der Sudetenkrise im Herbst 1938 besetzten polnische Truppen am 2. Oktober 1938 widerrechtlich Olsa und Teschen in Mähren und erhoben die Forderung nach einer gemeinsamen Grenze mit Ungarn. Die Polen begründeten den Einmarsch mit der „brutalen Behandlung der polnischen Minderheit durch die Tschechen“. Die der polnischen Regierung nahestehende Zeitung Express Porannie beklagte das Vorgehen der tschechoslowakischen Behörden gegen die polnische Minderheit in Teschen. Sie „lebe unter der Knute der tschechischen Gendarmen, die ihr mit Gewalt die Muttersprache rauben will. Das tschechoslowakische Schlesien hat sich in ein einziges großes Gefängnis verwandelt.“ 38

Über diesen Einmarsch in die Tschechoslowakei waren die Briten und Franzosen erbost, aber sie fanden sich damit ab. Im stillen forderte die französische Regierung die Polen auf, sich an die Abmachung von München zu halten, aber ohne Erfolg.39

Außenminister Joseph Beck bat nun die deutsche Regierung um eine wohlwollende Haltung, die er auch erhielt. Hitler hatte gegen diese Besetzung nichts einzuwenden und hoffte, sich mit den Polen in bezug auf Grenzzwistigkeiten anderweitig arrangieren zu können. Er versprach den Polen sogar die Karpato-Ukraine, das ehemalige Ruthenien.

Aber die Polen wollten mehr. Sie waren sogar der Auffassung, die Tschechoslowakei müsse verschwinden. Polen bereitete sich selbst darauf vor, einen Teil des Erbes (Slowakei und Ruthenien) an sich zu reißen.40

Am 22. Oktober 1938 unterbreitete der polnische Botschafter Lipski im Auftrag seiner Regierung Herrn Woermann, einem hohen Beamten im Auswärtigen Amt, den Vorschlag, er möge den Anschluß der Karpato-Ukraine an Ungarn unterstützen (Bonnet teilt uns mit, daß in Wirklichkeit Polen dieses Gebiet haben wollte und um die Unterstützung Frankreichs bat; später gab Lipski gegenüber von Ribbentrop zu, daß es der Wunsch der Polen sei, mit Ungarn eine gemeinsame Grenze zu erhalten). Wie auch immer, Woermann leitete diese Bitte an Außenminister von Ribbentrop weiter und dieser meinte, ob man diese Gelegenheit nicht wahrnehmen sollte, um mit den Polen ein ausführlicheres Gespräch über Grenzprobleme zu beginnen.

In der damals noch günstigen Atmosphäre, es war vor dem Einmarsch der Deutschen in die Resttschechei, lud Außenminister von Ribbentrop am 24. Oktober 1938 den polnischen Botschafter Lipski nach Berchtesgaden ein.

Hacha korrekt behandelt

Hier wird immer wieder von brutaler Erpressung der Tschechen durch Hitler gesprochen, was der tschechische Ministerpräsident Hácha sogar gegenüber Molotow bestritt.41 Korrekte Behandlung Hachas in Deutschland bezeugte auch die Tochter Háchas, Milada Radlová.

Hinzufügen möchte ich noch, daß der britische Botschafter in Berlin, Sir Neville Henderson, auch besorgt war über die Ereignisse in der Tschechoslowakei und den tschechischen Gesandten Mastny riet, den Außenminister Chvalkowski nach Berlin zu schicken.42 Dies tat auch der britische Gesandte in Prag, Sir Basil Newton.43

Chvalkowski beteuerte, „daß es keine Anzeichen dafür gegeben habe, daß die slowakische Propaganda für Separation vom Reich oder der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei angestiftet worden sei.“ 44

Aber im Geschichtsbuch für deutsche Gymnasien heißt es: 45 „Im Herbst 1938 ermutigte er (Hitler) die Slowaken, sich von Prag loszusagen.“

So auch Peter Rassow in Deutsche Geschichte im Überblick. Ein Handbuch, Seite 706.

Die polnische Regierung war die erste, die unverhüllt die Auflösung der Tschechoslowakei forderte.46

Über den Besuch in Berchtesgaden berichtete Botschafter Lipski an Außenminister Joseph Beck:

„Der Reichsaußenminister führte dann aus, daß er glaube, es sei an der Zeit, zwischen Deutschland und Polen zu einer Generalbereinigung aller bestehenden Reibungsmöglichkeiten zu kommen. Dies wäre eine Krönung des von Marschall Pilsudski und dem Führer eingeleitenden Werkes. [...] Mit Polen sei zunächst über Danzig zu sprechen als Teillösung einer großen Regelung zwischen den beiden Nationen. Danzig sei deutsch, sei immer deutsch gewesen und werde auch immer deutsch bleiben. Er, der Reichsaußenminister denke sich eine Lösung im großen wie folgt:

1. Die Freie Stadt Danzig kehrt zum Deutschen Reich zurück.

2. Durch den Korridor würde eine exterritoriale Deutschland gehörige Reichsautobahn und eine ebenso exterritoriale mehrgleisige Eisenbahn gelegt.

3. Polen erhält im Danziger Gebiet ebenfalls eine exterritoriale Straße oder Autobahn und eine Eisenbahn und einen Freihafen.

4. Polen erhält eine Absatzgarantie für seine Waren im Danziger Gebiet.

5. Die beiden Nationen anerkennen ihre gemeinsamen Grenzen, sie garantieren ihre beiderseitigen Territorien.

6. Der deutsch-polnische Vertrag wird um 10–25 Jahre verlängert.

7. Die beiden Länder fügen ihrem Vertrag eine Konsultationsklausel bei.“

Die Niederschrift Lipskis enthält sodann wörtlich folgenden Text in den polnischen Dokumenten: 47

„Der polnische Botschafter nimmt die Anregung zur Kenntnis. Obwohl er natürlich erst mit Herrn Beck sprechen müsse, möchte er doch bereits jetzt sagen, daß es falsch sei, Danzig als ein Produkt von Versailles, wie etwa das Saar-Gebiet, zu betrachten.

Man müsse die historische und geographische Entstehungsgeschichte Danzigs verfolgen, um die richtige Einstellung zu dem Problem zu bekommen. [...] Der Reichsaußenminister erklärt, er wolle jetzt keine Antwort hören. Der Botschafter solle sich dies alles einmal durchdenken und so bald wie möglich mit Herrn Beck darüber sprechen. Schließlich dürfe man eine gewisse Reziprozität bei diesen Betrachtungen nicht ausschalten. Für den Führer sei eine innerliche Anerkennung des Korridors innenpolitisch sicherlich auch nicht leicht. Dazu müsse man säkular denken – und Danzig sei nun mal deutsch und müsse es bleiben.“

In den deutschen Geschichtsbüchern wird dieses Angebot überhaupt nicht erwähnt, und wenn, dann wird nur von Erpressung gesprochen.

Auf einer Gastvorlesung in Stockholm antwortete Walter Hofer, Verfasser des in millionenfacher Auflage verbreiteten Buches „Die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges“, auf meine Frage, warum er die Marienwerder Vorschläge in seinem Buch nicht erwähnte:

„Die Alliierten waren gut beraten auf diese Vorschläge nicht einzugehen. Dies war nur ein Scheinangebot. Darauf einzugehen, hätte nur zu einer Verzögerung geführt [zu welcher Verzögerung?]. Hitler wollte den Krieg, daran gibt es nichts zu deuteln.“

Zu diesem Angebot schrieb der britische Historiker M. Follick: 48

„Das Verbrechen des polnischen Korridors war tausendmal schlimmer, als wenn Deutschland, hätte es den Krieg gewonnen, einen Korridor über den caledonischen Kanal (in Schottland) gezogen hätte und Holland einen etwa zehn Meilen breiten Streifen gegeben hätte, nur um Großbritannien zu schwächen. Es geschah mehr oder weniger auf Frankreichs Betreiben, daß Polen diesen Korridor, der eines der fruchtbarsten Gebiete Deutschlands auseinanderrieß, erhielt. Dadurch daß Frankreichs Verbündete dieser verbrecherischen Handlungsweise zustimmten, reichten sie die Hand zu einer der schmachvollsten Beleidigung der Zivilisation, die die Geschichte kennt. [...] Um Polen einen Seehafen zu geben, wurde ein zweites Verbrechen an Deutschland begangen. Es wurde ihm Danzig weggenommen und als Freie Stadt erklärt. Von allem, was deutsch in Deutschland ist, ist nichts deutscher als Danzig. [...] Früher oder später muß der Polnische Korridor die Ursache für einen zukünftigen Krieg sein.“

Doris Neujahr, Pseudonym für Thorsten Hinz, beklagte sich in Junge Freiheit vom 2. Januar 2005:

„Eine seriöse Geschichtsschreibung hätte Becks Zielstellung zu berücksichtigen. In den Standardwerken von Thamer, Winkler, Benz usw. (sie hätte Hofer und Fest hinzufügen können – d.V.) aber kommt Burckhardts Bericht gar nicht vor. [...] Die deutsche Historiographie zu dieser Periode ist mehrheitlich eine Blaupause des Nürnberger Urteils von 1946, obwohl dieser Gerichtsbeschluß keinen objektiven wissenschaftlichen Kriterien genügt.“

Der Völkerbundskommissar Carl Jacob Burckhardt berichtete: 49

„Am 2. Dezember 1938 hatte mich der amerikanische Botschafter in Warschau, Tony Biddle (Oberst und später General – d.V.) besucht. Er erklärte mir mit merkwürdiger Genugtuung, die Polen seien bereit, wegen Danzig Krieg zu führen. Der motorisierten Kraft der deutschen Armee würden sie mit Wendigkeit begegnen. ‚Im April‘, so erklärte er, ‚wird die neue Krise ausbrechen (wußte er schon, daß die Briten im April eine Garantieerklärung für Polen abgeben werden und Polen teilmobilisiert?), niemals seit der Torpedierung der Lusitania bestand in Amerika ein solch religiöser Haß gegen Deutschland wie heute! Chamberlain und Daladier werden durch die öffentliche Meinung (veröffentlichte Meinung – d.V.) weggeblasen werden. Es handelt sich um einen heiligen Krieg.‘ Zu der Mitteilung dieser Aussprüche schrieb ich damals: ‚Schöne Perspektiven, Calvin gegen die Nachfahren Luthers, Lenin als Calvins Verbündeter.‘“

Und am 20. August 1939 berichtete Carl Burckhardt nach Genf: 50

„Die Polen warten in scheinbarer Ruhe. Beck, während unserer nächtlichen Fahrt (auf einem polnischen Kriegsschiff in der Bucht von Danzig – d. V.) hat mich etwas in seine Pläne eingeweiht. Weiterhin spielt er ein doppeltes Spiel. Es ist kein deutsches Spiel, wie manche Franzosen und die polnische Opposition glauben. Es ist ein Spiel, bei welchem man für Polen auf den höchsten Gewinn hofft, einen Gewinn, der sich ergeben soll aus einer schließlich und unvermeidlichen deutschen Katastrophe. Aus diesem Grunde treibt man die Deutschen in ihre Fehlhandlungen hinein, und in Danzig läßt man mit Vergnügen die Extremisten triumphieren, während man gleichzeitig immer wieder das Festhalten an den äußeren Formen der Verträge betont. Eines Tages wird man die Rechnung präsentieren und Zinsen und Zinseszinsen einfordern. Schon jetzt, indem man in dieser Weise mit den Nationalsozialisten kollaboriert, ist es gelungen, im ganzen Westen, in Frankreich, England und Amerika eine solidarische Abneigung gegen jede Revision der Verträge zu schaffen. [...]

Das war 1932 ganz anders. Damals hat mehrheitlich die westliche Meinung in den großen Demokratien sich für die deutschen Minoritäten eingesetzt. Man regte sich über schlecht gezogene Grenzen auf, über isolierte Provinzen. Dank die exzessiven Methoden des Nazismus ist das alles beendet, und jetzt hofft man im stillen in Warschau nicht nur auf die bedingungslose Integration Danzigs in den polnischen Staatsbereich, sondern auf viel mehr, auf ganz Ostpreußen, auf Schlesien, ja auf Pommern. Im Jahre 1933 noch sprach man in Warschau vom polnischen Pommerelien, aber jetzt sagt man ‚unser Pommern‘. Beck macht eine rein polnische Politik, eine letzten Endes antideutsche Politik, eine nur scheinbar polnisch-deutsche Entspannungspolitik seit der Besetzung des Rheinlandes und der französischen Passivität bei Anlaß dieses Vorganges. Aber man bemüht sich, die Deutschen ganz methodisch in ihren Fehlern zu bestärken (Hervorh. d.V.). Ich bin hier völlig allein, einflußlos und sehr niedergeschlagen über alles, was ich sehe, im Gefühl, nichts verhindern zu können.“

Aber es waren ja nicht nur Polen (außer Briten und Amerikaner), die auf den Krieg hingearbeitet haben, sondern auch Juden in England und USA. Auch darüber berichtete Carl Burckhardt. Diese Dokumente werden uns auch verschwiegen.

Burckhardt zitierte den Bericht des pol. Botschafters in Washington, Jerzy Potocki, vom 12. Januar 1939: 51

„Die Stimmung, die augenblicklich in den Vereinigten Staaten herrscht, zeichnet sich durch einen immer zunehmenderen Haß gegen den Faschismus aus, besonders gegen die Person des Kanzlers Hitler [...] Die Propaganda ist vor allem in jüdischen Händen, ihnen gehört fast zu 100% das Radio, der Film, die Presse und die Zeitschriften. Obgleich diese Propaganda sehr grob gehandhabt wird und Deutschland so schlecht wie möglich hinstellt, [...] wirkt sie doch so gründlich, da das hiesige Publikum vollständig unwissend ist und keine Ahnung hat von der Lage in Europa. [...]

Die Lage hierzulande bildet ein ausgezeichnetes Forum für alle Art Redner und für die Emigranten aus Deutschland und der Tschechoslowakei, die an Worten nicht sparen, um durch die verschiedensten Verleumdungen das hiesige Publikum aufzuhetzen. [...] Es ist sehr interessant, daß in dieser sehr gut durchdachten Kampagne, die hauptsächlich gegen den Nationalsozialismus geführt wird, Sowjetrußland fast ganz ausgeschaltet ist. Wenn es überhaupt erwähnt wird, so tut man es in freundlicher Weise und stellt die Dinge so dar, als ob Sowjetrußland mit dem Block der demokratischen Staaten zusammenhinge. [...]

Außer dieser Propaganda wird auch noch künstlich eine Kriegspsychose geschaffen: Es wird dem amerikanischen Volk eingeredet, daß der Frieden in Europa nur noch an einem Faden hängt, ein Krieg sei unvermeidlich. [...]

Zu dem ersten Punkt muß man sagen, daß die innere Lage auf dem Arbeitsmarkt sich dauernd verschlechtert, die Zahl der Arbeitslosen beträgt heute schon 12 Millionen. [...]

Zum zweiten Punkt kann ich nur sagen, daß der Präsident Roosevelt als geschickter, politischer Spieler und als Kenner der amerikanischen Psychologie die Aufmerksamkeit des amerikanischen Publikums bald von der innenpolitischen Lage abgelenkt hat, um es für die Außenpolitik zu interessieren [...]

Ferner ist das brutale Vorgehen gegen die Juden in Deutschland (warum sind sie aus Polen ins NS-Deutschland geflohen und warum wollten sie aus NS-Deutschland nicht zurück nach Polen? – d.V.) und das Emigrantenproblem, die den herrschenden Haß immer neu schüren gegen alles, was irgendwie mit dem deutschen Nationalsozialismus zusammenhängt. An dieser Aktion haben die einzelnen jüdischen Intellektuellen teilgenommen, z.B. Bernard Baruch; der Gouverneur des Staates New York, Lehmann; der neuernannte Richter des Obersten Gerichts, Felix Frankfurter; der Schatzsekretär Morgenthau und andere, die mit dem Präsident Roosevelt persönlich befreundet sind. Sie wollen, daß der Präsident zum Vorkämpfer der Menschenrechte wird, der Religions- und Wortfreiheit, und er soll in Zukunft die Unruhestifter bestrafen. Diese Gruppe von Leuten, die die höchsten Stellungen in der amerikanischen Regierung einnehmen und die sich zu den Vertretern des ‚wahren Amerikanismus‘ und als ‚Verteidiger der Demokratie‘ hinstellen möchten, sind im Grunde doch durch unzerreißbare Bande mit dem internationalen Judentum verbunden. Für diese jüdische Internationale, die vor allem die Interessen ihrer Rasse im Auge hat, war das Herausstellen des Präsidenten der Vereinigten Staaten auf diesen ‚idealsten‘ Posten eines Verteidigers der Menschenrechte ein genialer Schachzug. Sie haben auf diese Weise einen sehr gefährlichen Herd für Haß und Feindseligkeit auf dieser Halbkugel geschaffen und haben die Welt in zwei feindliche Lager geteilt. Das ganze Problem wird auf mysteriöse Art bearbeitet: Roosevelt sind die Grundlagen in die Hand gegeben worden, um die Außenpolitik Amerikas zu beleben und auf diesem Weg zugleich die kolossalen militärischen Vorräte zu schaffen für den künftigen Krieg, dem die Juden mit vollem Bewußtsein zustreben ... (Hervorh. d. V.).“

Carl Jakob Burckhardt glaubte sicherlich dem Grafen Potocki, sonst hätte er diesen Text nicht in sein Buch einfließen lassen.

Ganz verschwiegen wird in den offiziösen Geschichtsbüchern, daß schon kurz nach der Machtübernahme Hitlers Juden in England und in den USA Deutschland den Krieg erklärten. Im „Daily Express“ (Hg. Ralph David Blumenfeld) stand am 24. März 1933 unter großer Aufmachung und mit Fettdruck auf der Titelseite:

„Das Judentum erklärt Deutschland den Krieg. Der jüdische Handelsfürst verläßt sein Geschäftshaus, der Bankier seine Bank, der Händler seinen Laden und der Hausierer seinen bescheidenen Tragekasten. [...] Vierzehn Millionen Juden stehen wie ein Mann zusammen, um Deutschland den Krieg zu erklären. [...]

Ich wurde von Professor Wolffsohn wegen Beleidigung und Volksverhetzung angezeigt. Während des Verhörs bei der Kriminalpolizei fragte mich die Oberkommissarin, woher ich meine Kenntnisse habe, daß Juden in England Deutschland den Krieg erklärten. Ich sagte ihr, ich hätte diese Kenntnisse aus einem Faksimile-Text aus dem Daily Express. Sie teilte mir mit, daß diese Faksimile-Texte verfälscht seien. Daraufhin sagte ich ihr, daß ich diese Verfälschungen nicht mehr verwenden würde, wenn es solche sind, aber die unten zitierte Kriegserklärung des Rabbiners Untermeyer vom 7. August 1933 habe ich direkt in der New York Times gelesen und mich dafür verbürge. Dieses Gespräch wurde dann auch ins Protokoll aufgenommen.

Ich habe mich dann bemüht, die Wahrheit über die Texte zu erfahren. So las ich im Internet, daß Professor Wolfgang Benz in seinem Artikel „Legenden, Lügen, Vorurteile“ gegen diese angebliche Fälschung monierte. Vor allem bestreitet er, daß hinter dieser Kriegserklärung eine jüdische Organisation stand. Da muß ich ihm möglicherweise recht geben. Der Frau Ingrid Weckert hat man zum Vorwurf gemacht in ihrem Buch „Feuerzeichen“ den Text „sinnentstellend falsch übersetzt“ zu haben. Deswegen gebe ich den Text aus dem Internet mit Frau Weckerts Übersetzung wieder:

The Jewish merchant prince is leaving his counting-house, the banker his board-room, the shopkeeper his store, and the pedlar his humble barrow, to join together in what has become a holy war to combat the Hitlerite enemies of the Jew.52

Der jüdische Handelsprinz verlässt sein Kontor, der Bankier sein Vorstandszimmer, der Geschäftsmann seinen Laden und der Straßenhändler seinen kleinen Karren. Sie schließen sich zusammen [zu einer Bewegung], die ein heiliger Krieg geworden ist, um Hitlers Judenfeinde zu bekämpfen.

Samuel Untermeyer, Präsident der „Internationalen Jüdischen Boykottkonferenz“, ein enger Mitarbeiter und Freund Roosevelts, erklärte im August 1933 den Deutschen sogar den heiligen Krieg: 53

„Meine Freunde, ich freue mich, wieder hier zu sein und über die Erleichterung und über das Gefühl der Sicherheit, die mir der amerikanische Boden bietet. Nach den herzzerbrechenden Erzählungen der Flüchtlingsopfer, die jeglicher Beschreibung spotten, bekam ich in den zwei Wochen (er nahm an der Internationalen Jewish Boycott Conference in den Haag teil – d.V.), die ich in Europa verbrachte, Alpträume und Ängste. Ihre begeisterte Begrüßung dient nicht mir, ... sie dient dem heiligen Krieg für die Menschheit, auf dem wir uns eingelassen haben. ...

Es ist ein Krieg, der unermüdlich geführt werden muß [...] Als unser Schiff heute an der Bucht herauffuhr, an unserer stolzen Freiheitsstatue vorbei, verrichtete ich ein Gebet der Dankbarkeit und Danksagung, daß dieses schöne Land der Freiheit dem Fluch entkam, der sich auf das ritterliche Deutschland legte, das dadurch von einer Kulturnation in eine wahrhaftige Hölle von grausamen und wilden Bestien verwandelt wurde. [...]

Ich habe viele dieser mit Schrecken erfüllten Flüchtlinge getroffen [...] und ich möchte Ihnen sagen, daß, was zu Ihnen durch die starre Zensur und Lügenpropaganda durchgedrungen ist, [...] nur ein Bruchteil der schrecklichen Geschichte von teuflischer Folter, Grausamkeit und Verfolgung, oder den Schrecken erzählt, in denen sie leben, die Tag für Tag diesen Männern, Frauen und Kindern zugefügt werden und schlimmer als der Tod sind. [...]

Sie haben die Weltmeinung mißachtet und bestehen darauf, sie zu mißachten und herauszufordern. Wir Juden sind die Aristokraten der Welt. [...] Wir schlagen vor und organisieren die Weltmeinung, sich in der einzigen Weise zu äußern, die Deutschland versteht. Hitler und sein Pöbelhaufen werden ihr Volk nicht wissen lassen, wie es von der Außenwelt angesehen wird. Wir werden auf die einzige Weise, die uns zur Verfügung steht, sie zwingen, dies zu lernen. [...]

Zusammen mit den Christen werden wir den letzten Nagel in den Sarg von Bigotterie und Fanatismus treiben.

Präsident Roosevelt, dessen weise Staatskunst und Vision das Wunder der zivilisierten Welt ist, beschwört ihn herauf (den Krieg wahrscheinlich), um seine edle Vorstellung von der Neuordnung zwischen Kapital und Arbeit [...] zu fördern [...] Können sich unsere furchtsamen Freunde einen noch erhabeneren Präsidenten wünschen?

Jeder von ihnen, Jude oder Nichtjude gleichermaßen, der nicht bereits an diesem heiligen Krieg teilnimmt, und sich noch nicht entschieden hat (enlisted) sollte es jetzt und hier tun (Hervorh. d.V.).“

Kein Geringerer als Chaim Weizmann, Präsident der Jewish Agency, schrieb schon einige Tage vor Kriegsbeginn (29. August 1939) an Premierminister Chamberlain: 54

„Ich wünsche in nachdrücklichster Form die Erklärung abzugeben, daß wir Juden an der Seite Großbritanniens stehen und für die Demokratie kämpfen werden. Aus diesem Grunde stellen wir uns in den kleinsten und größten Dingen unter die zusammenfassende Leitung der britischen Regierung. Die jüdische Vertretung ist bereit, in sofortige Abkommen einzutreten, um alle menschlich-jüdische Kraft, ihre Technik, ihre Hilfsmittel und all ihre Fähigkeiten nützlich einzusetzen.“

In seiner Rede in New York am 9. Mai 1942 vor der „Extraordinary Zionist Conference“ in Biltmore Hotel, heizte er die Verfolgung der Juden in Deutschland noch mehr an. Er forderte die Juden auf, in Europa Sabotage zu betreiben: 55

„Wir leugnen nicht und haben keine Furcht, die Wahrheit zu bekennen, daß dieser Krieg unser Krieg ist und zur Befreiung des Judentums führt. [...] Stärker als alle Fronten zusammen ist unsere Front, die Front des Judentums. Wir geben diesem Krieg nicht nur unsere ganze finanzielle Unterstützung, auf der die gesamte Kriegsproduktion basiert, wir stellen in diesem Krieg nicht nur unsere propagandistische Macht zur Verfügung, die die moralische Triebkraft zur Aufrechterhaltung dieses Krieges ist. Die Sicherung des Sieges wird hauptsächlich durch die Schwächung der gegnerischen Kräfte durch unseren Widerstand erreicht, durch deren Zerschlagung im eigenen Land, im Inneren ihrer Festung. Tausende in Europa lebende Juden sind der Hauptfaktor bei der Vernichtung unseres Feindes. Dort ist unsere Front eine Tatsache und sie ist die wertvollste Hilfe für den Sieg (Hervorh. und Fettdruck d.V.).“

Hitler forderte daher 1943 von Admiral Horty, die Juden in Ungarn einzusperren, weil sie Defaitisten und Saboteure sind.

Diese Kriegspolitik gewisser Juden in England und USA führte nicht nur für Deutschland und die Deutschen, sondern auch für die Juden in Europa zu einer Katastrophe. Dies bestätigten später thoratreue Juden in den Vereinigten Staaten. Diese brandmarkten die verbrecherische brutale Kriegspolitik des „World Jewish Congress“: 56

„Woher nahmen die zionistischen Führer des „World Jewish Congress“ das Recht, für sich Vorteile zu fordern? Die weltweite Handelsblockade gegen Deutschland im Jahre 1933 und alle späteren Kriegserklärungen an Deutschland (Hervorh. d.V.), veranlaßt von den zionistischen Führern und dem „World Jewish Congress“, erzürnte Hitler derartig, so daß er drohte, die Juden zu vernichten. Auf der Konferenz in Wannsee im Januar 1942 wurde das Schicksal der Juden beschlossen und ihr Leiden begann.“

Zurück zu den Polen. Trotz mehrerer Anmahnungen des deutschen Außenministers von Ribbentrop antworteten die Polen nicht auf das Angebot. Der ehemalige deutsche Abwehroffizier, Oberstleutnant Oscar Reile, ein Widerständler Hitlers, wies in seiner Dokumentation „Geheime Ostfront“, S. 213, darauf hin, daß gleich nach dem Tode Pilsudskis, im Sommer 1935, eine Clique um den General Ryds-Smigly und Außenminister Beck einen Krieg mit Deutschland anstrebten, um ein Großpolen zu errichten. Daher gehört es zu den infamsten Lügen zu behaupten, Hitler plante einen Krieg gegen Polen und die Vernichtung des polnischen Volkes.

Laut des französischen Militärhistorikers Ferdinand O. Miksche erklärte der polnische Außenminister Joseph Beck am 23. März 1939 vor einer Versammlung führender Politiker und Generäle, 57

„daß ein politisch von Polen abhängiges Danzig ein unerläßliches Symbol politischer Macht sei und meinte, ‚es sei vernünftiger auf den Feind zuzugehen (lies: anzugreifen – d.V.), als zu warten, bis er uns entgegenmarschiert.‘ Dies war eine gewiß recht verwegene Äußerung, die sich in keiner Weise darauf stützen konnte, daß Hitler Polen wirklich anzugreifen beabsichtigte. Die anwesenden Befehlshaber erklärten sich ohne zu zögern einverstanden, noch am gleichen Tag den Teilmobilmachungsbefehl anzuordnen. [...] Die gedienten Reservisten der Jahrgänge 1911 bis 1914 sollten zu den Fahnen gerufen werden, dazu noch weitere Reserven aus dem Jahrgang 1906. Somit erreichte die polnische Armee die Stärke von 334 000 Mann. Am gleichen Tag erhielten die obersten Befehlshaber der jeweiligen Waffengattungen die (schon ausgearbeiteten? – d.V.) Aufmarschpläne für einen Krieg gegen Deutschland.“

Bei der Begegnung am 26. März 1939 mit Außenminister von Ribbentrop, sagte Botschafter Lipski, er habe die unangenehme Pflicht, darauf hinzuweisen, daß jegliche weitere Verfolgung dieser deutschen Pläne (Marienwerder Vorschläge – d.V.), insbesondere soweit sie eine Rückkehr Danzigs zum Reich beträfen, den Krieg mit Polen bedeute.58

Die polnische Zeitung „Prostoz Mustet“ stimmte dem zu. Sie schrieb kurz vor Kriegsausbruch, am 9. August 1939: 59

„Entweder die Deutschen erkennen unsere Ansprüche in ihrer Gesamtheit an und nehmen im vollen Umfange zur Kenntnis, daß Danzig im Gebiet des polnischen Lebensraumes liegt, oder sie tun das nicht. Die Nichtanerkennung unsere Rechte diktiert uns nur einen einzigen Ausweg: den Krieg.“

Am 30. März kabelte Halifax an Kennard, den britischen Botschafter in Warschau, das Unterhaus werde am folgenden Tag eine Garantie an Polen bekanntgeben. Diese Garantie sei auch ohne feste Zusage Polens bindend. Halifax wußte also schon im voraus, wie das Parlament abstimmen werde.

Diese Zusage am 31. März 1939 geschah auf Churchills Drängen. Es war eine einseitige Garantieerklärung, welche die Polen zu nichts verpflichtete. Chamberlain erklärte vor dem Unterhaus: 60

„Ich habe dem Haus jetzt mitzuteilen, daß im Falle einer Aktion, welche die polnische Unabhängigkeit klar bedrohen und gegen welche die polnische Regierung entsprechend den Widerstand mit ihrer nationalen Wehrmacht als unerläßlich ansehen würde, Seiner Majestät Regierung sich während dieser Zeit verpflichtet fühlen würde, sofort der polnischen Regierung alle in ihrer Macht liegende Unterstützung zu gewähren. Sie hat der polnischen Regierung eine entsprechende Zusicherung gegeben.“

Diese Erklärung verstärkte die aggressive Haltung der Polen. Der britische Botschafter in Polen, Sir Howard Kennard, berichtete am 25. April 1939, daß viele ausländische Diplomaten glaubten, Polen sei nun dabei, aufgrund der Teilmobilmachung, einen Krieg zu beginnen: 61

„Die Aushebung von Reservisten ist, wie ich glaube, beträchtlich über die in meinem Telegramm Nr.79 angegebene Größenordnung hinausgegangen. Eine kompetente Persönlichkeit nannte 750 000 als die Zahl der unter Waffen stehenden (Polen).“

Der Staatssekretär im Außenministerium, Ernst Freiherr von Weizsäcker, der Vater unseres ExBundespräsidenten, schrieb in seinen „Erinnerungen“ in bezug auf die britische Garantieerklärung: 62

„Sicher war nur, daß die deutsch-polnischen Besprechungen seit Januar (1939) ziemlich festgefahren waren. [...] Am 24. Mai 1939 gab es sogar Steinwürfe gegen die deutsche Botschaft in Warschau. [...]

Neville Chamberlain aber band England fest an die Entschlüsse Polens. [...] Warschau hatte es in der Hand, das britische Empire in den Krieg zu ziehen. [...] Der britische Minister und spätere Botschafter Duff Cooper drückte es so aus: nie in der Geschichte habe England einer zweitrangigen Macht die Entscheidung darüber eingeräumt, ob Großbritannien in einen Krieg einzutreten habe oder nicht.“

Die Erklärung Coopers zeigt ja, daß die Briten sich von den Polen in den Krieg hineinziehen lassen wollten. Sie brauchten die chauvinistischen Polen dazu nur ermuntern. Es macht sich dann gut aus, für die Freiheit der kleinen Völker zu kämpfen, die sie aber dann „verheizt“ und in Stich gelassen haben.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der deutschen Reichsregierung immer zum Vorwurf gemacht, den Österreichern eine Blankovollmacht erteilt und somit zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges beigetragen zu haben. Jetzt machten die Briten den gleichen Fehler.

Sir Alexander Cadogan, Leiter des British Foreign Office, schrieb am 31. März 1939 in sein Tagebuch:

„Diese Garantie an Polen ist ein fürchterliches Hasardspiel.“

Es war kein Hasardspiel. Der Krieg war von einflußreichen Kreisen in Großbritannien erwünscht.

Bei Hitler reifte mittlerweile die Ansicht, er sagte dies zu Außenminister von Ribbentrop, daß die Briten und Franzosen ihm den Krieg erklären wollen: 63

„Hitler war überzeugt, daß der große Krieg gegen ihn nun doch vorbereitet werde und er daher weitere Sicherungsmaßnahmen ergreifen müsse. [...]

Wenn sie (die Briten und Franzosen) erst ihre Rüstung fertig haben, werden sie über mich herfallen und Deutschland ohne Gnade kurz und klein schlagen. Es gibt keine internationale Moral, jeder nimmt sich die Beute, die er haben kann, und ich werde mir das eine Lehre sein lassen (Hervorh. d.V.).“

Dies hat sich nach dem Krieg bestätigt!

Nachdem die Memoiren des ehemaligen polnischen Botschafters in Berlin, Jozef Lipski, erschienen sind, schrieb der bekannte britische Historiker A. J. P. Taylor in der „New York Review of Books“, daß die Memoiren Lipskis ihn bestärkten, daß Hitler keinen Krieg wollte:

„Hitler wollte Danzig aus dem Weg räumen, damit er die Freundschaft zwischen Polen und Deutschland stärken konnte.“

Ich möchte noch einmal daran erinnern, daß die Politiker der Weimarer Republik, die im Guten versuchten, die anstehenden Probleme zu lösen, von den Alliierten immer abgewiesen wurden.

Der Zweite Weltkrieg

Der Krieg sollte nun am 26. August um 4. Uhr beginnen. Am Nachmittag des 25. August erfuhr Hitler, daß die Briten und Polen einen Militärpakt auf Gegenseitigkeit abgeschlossen haben. Außerdem erfuhr er, daß Italien sich diesem Krieg nicht anschließen werde. Hitler war nun überzeugt, daß England und Frankreich militärisch eingreifen würden, was er verhindern wollte. Er fragte Generaloberst Keitel (es war schon am Spätnachmittag), ob es noch möglich wäre, den Aufmarsch der Truppen anzuhalten, was Keitel bejahte. Er griff sofort zum Telephon und gab den entsprechenden Gegenbefehl an die oberen Wehrmachtsbehörden weiter (Halders Kriegstagebuch). Der Vormarsch wurde angehalten, der Krieg vertagt. Hier zeigte es sich, daß Hitler um jeden Preis einen Krieg mit England und Frankreich vermeiden wollte. Dies sagte er schon zu Graf Ciano, dem Außenminister Italiens, als dieser sich im August 1939 in Berlin aufhielt: 64

„Nur wenn er ‚felsenfest überzeugt sei‘, daß Frankreich und England nicht eingreifen, werde er dieses Problem (mit Polen, wenn sie nicht verhandeln wollen) mit Gewalt lösen.“

Sicherlich wußten die Briten durch deutsche Verräter, daß der Angriff am 26. August 1939 im Morgengrauen vorgesehen war. Siehe dazu die Mitteilungen der Widerständler an die Briten über den Beginn der Offensive an der Westfront (Deutsch, Verschwörung gegen den Krieg)! Nur rechneten die Briten nicht damit, daß es Hitler noch möglich war, den Anmarsch anzuhalten. Sie hatten Hitler eine Falle gestellt, der er noch entkommen konnte.

Am gleichen Tag ließ Mussolini, wie schon erwähnt, Hitler wissen, daß er nicht am Krieg teilnehmen könne, da ihm dazu die wirtschaftlichen Ressourcen fehlten. Botschafter Attolico überreichte ihm später noch eine umfangreiche Liste, als Voraussetzung für eine Kriegsteilnahme. Diese Wünsche waren bewußt so umfangreich gehalten, damit Hitler ja nicht auf die Idee kommen könnte, sie doch noch zu erfüllen, erzählte Attolico:

„6 Millionen Tonnen Kohle, 2 Millionen Tonnen Stahl, 7 Millionen Tonnen Erdöl, 1 Million Tonnen Holz, viele Tonnen, Kupfer, Kalisalpeter, Pottasche, Kolophonium, Gummi, Terpentin, Blei, Zinn, Nickel, Molybdän, Wolfram, Zirkonium und Titanium, vom letzteren 400 Tonnen. Außerdem forderten sie 150 Flakbatterien mit Munition und deutsche Maschinen.“

Hitler zeigte aber trotzdem Verständnis für Mussolini und bat ihn, er solle doch so tun, als ob er am Krieg teilnehmen würde, um möglicherweise die Briten und Franzosen einzuschüchtern. Mussolini versprach dies. Er ließ somit an der Grenze Frankreichs 17 Divisionen und 9 Gebirgsjägerregimenter aufmarschieren, um seinen Anschein Nachdruck zu verleihen.65 Dies ist auch ein Beweis, daß Hitler den Krieg nicht wollte, sondern nur zu „pokern“ versuchte – er hatte aber die schlechteren Karten. Denn Graf Ciano hatte die Engländer schon vorher (18. August 1939) bei einem Treffen in San Remo unterrichtet, daß Italien nicht teilnehmen werde. Somit war dieser Trumpf wertlos.

Nach seinem „Besuch beim Führer“ im August 1939 erklärte aber Ciano in aller Öffentlichkeit: 66

„Italien stehe zu allen Zeiten und unter allen Umständen solidarisch zu Deutschland.“

Die Falschheit der italienischen Regierung bestätigte der französische Außenminister Bonnet in seinen Erinnerungen: 67

„Die Tatsache, daß Italien eine nichtkriegsführende Macht war, war für uns ein bemerkenswerter Erfolg. Sie war begleitet von einem völligen Umschwung uns gegenüber, denn Italien hat uns sogar Pulver, Sprengstoff, Panzerabwehrminen und selbst Flugzeuge geliefert.“

In einer Note vom 28. August erklärte sich die britische Regierung bereit (meines Erachtens nur zum Schein), sich als Vermittler für direkte Verhandlungen zwischen Deutschland und Polen zur Verfügung zu stellen. Die deutsche Reichsregierung nahm dieses Angebot an und brachte als Verhandlungsbasis wieder die Marienwerder Vorschläge ein; diesmal in 16 Punkten und bat sich eine Antwort binnen 48 Stunden aus, d.h. bis zum 30. August. Da der britische Botschafter Henderson die kurze Frist beanstandete, wurde sie dann bis zum 31. August 24 Uhr verlängert. Eigentlich war dies auch ein Vorwand, denn den Polen wie auch den Briten waren diese Vorschläge seit fast einem Jahr bekannt.

Während der Suezkrise stellten die Briten an Ägypten ein Ultimatum von nur 12 Stunden. Der polnische Außenminister Beck richtete am 30.9.1938 an die Tschechoslowakei ein Ultimatum, innerhalb von 24 Stunden das Teschener Gebiet und den Bezirk von Tristadt zu räumen und an die Polen abzutreten.

Hitler forderte die Rückkehr Danzigs zum Reich auf der Grundlage des Selbstbestimmungsrechts der Völker und die Durchführung eines Volksentscheids im Korridor nördlich einer Linie, die von Marienwerder nach Westen bis Schönlanke in Pommern verläuft. Die Volksabstimmung in diesem Gebiet sollte 12 Monate nach dem Abkommen mit Polen erfolgen. Wahlberechtigt sollten alle Deutschen, Polen und Kaschuben sein, die in dem Gebiet am 1. Januar 1918 wohnhaft oder vor diesem Zeitpunkt dort geboren waren.

Während der Zwischenzeit von 12 Monaten sollte das Volksabstimmungsgebiet von russischen, britischen, französischen und italienischen Truppen besetzt werden. Sollten die Deutschen die Volksabstimmung verlieren, was durch einfache Mehrheit entschieden werden sollte, dann sollte ihnen eine exterritoriale Verbindungsstraße nach Ostpreußen, entsprechend dem Vorschlag vom Oktober 1938, zugestanden werden. Sollten die Polen die Volksabstimmung verlieren, dann sollte ihnen eine ähnliche Verbindung nach Gdingen auf deutsche Kosten gewährt werden. Die Ausdehnung des Gdingener Hinterlandes würde von einer internationalen Kommission bestimmt und dann als unantastbares Territorium vom Volksabstimmungsgebiet ausgeschlossen werden. Außerdem sollten die Polen einen Freihafen in Danzig erhalten, die Reichsregierung forderte aber die Entmilitarisierung Danzigs, Gdingens und der Halbinsel Hela und ein gegenseitiges Abkommen über Minderheitenschutz.

Landshövding (entspricht dem österreichischen Landeshauptmann) Rodhe von Malmöhus Län (Schweden), der seinerzeit vom Völkerbund zum Generalkommissar bei der Abstimmung im Saarland ernannt wurde, um die Abstimmung zu überwachen, sagte in einem Gepräch mit Stockholms Tidningen (1. September 1939), daß der Vorschlag Hitlers über eine Volksabstimmung im Korridor ein brauchbarer und gerechter Vorschlag sei.

Sogar Lady Diana, die Gattin des früheren Ersten Lords der Admiralität, Duff Cooper, „hielt die Vorschläge Hitlers für ‚so vernünftig‘, daß ihr Mann von dem Gedanken entsetzt war, die britische Öffentlichkeit könne zur gleichen Auffassung kommen wie seine Frau.“ 68

Der britische Botschafter in Berlin, Sir Neville Henderson, berichtete nach London: 69

„Wenn ein unparteiischer Marsbewohner als Schiedsrichter amtieren müßte, so kann ich nicht glauben, daß er ein anderes Urteil fällen würde als eines, das mehr oder weniger in Übereinstimmung mit dem Angebot Hitlers ist. [...]

Nach Aussagen meines belgischen Kollegen betrachten fast alle diplomatischen Vertreter hier das deutsche Angebot als ein überraschend günstiges. Der holländische Gesandte, der amerikanische Geschäftsträger, mein südafrikanischer Kollege haben zu mir in diesem Sinne gesprochen. Ich frage mich daher, ob wir gut beraten sind, zum Kampf gegen Deutschland aufgrund einer Frage anzutreten, bei der die Welt nicht über die Immoralität der deutschen Forderungen einig ist? Wird in dieser Frage auch nur unser Empire einig sein? Natürlich wird das zugrundeliegende Kriegsmotiv etwas viel Tieferes und Wichtigeres als Danzig selbst sein, und selbst wenn eine Verständigung über Danzig erreicht würde, ist es immer noch möglich und sogar wahrscheinlich, daß die radikalen Elemente weitere Zugeständnisse verlangen werden, die dann Polen nicht mehr in der Lage ist zu verweigern. Aber selbst unter diesen Umständen graut es mir bei dem Gedanken, daß Danzig auch nur der Vorwand sein könnte, und es graut mir noch mehr bei dem Gedanken, daß unser Schicksal in den Händen der Polen liegt. Sie sind ohne Zweifel heroisch, aber auch Narren, und fragen Sie jemand, der sie kennt, ob man ihnen trauen kann. Beck hat nicht einmal in London ein faires Spiel in bezug auf das deutsche Angebot gespielt. Ribbentrop fragte mich gestern, ob Beck die Regierung seiner Majestät in London über das deutsche Angebot informiert habe. Ich war gezwungen, zu antworten, daß ich es – ehrlich gesagt – nicht wisse, worauf Ribbentrop erklärte, daß seine Information aus London dahingehe, daß Beck es nicht getan habe. (Hitler kannte auch die telegraphische Weisung des polnischen Außenministers Beck an dessen Botschafter Lipski vom 31. August um 12.40 Warschauer Zeit, deren entscheidende Passagen, das Angebot abzulehnen, weder im Polnischen Weißbuch noch bei Hofer zitiert werden. Beck fügte der Weisung an Lipski noch folgenden Passus hinzu: „Lassen Sie sich unter keinen Umständen in sachliche Diskussionen ein; wenn die Reichsregierung mündliche oder schriftliche Vorschläge macht, müssen Sie erklären, daß Sie keinerlei Vollmachten haben, solche Vorschläge entgegenzunehmen oder zu diskutieren, und daß Sie ausschließlich obige Mitteilung Ihrer Regierung zu übermitteln und erst weitere Instruktionen einzuholen haben.“ – d.V.) Wir müssen uns darüber klar sein, daß trotz äußerster Abneigung gegen einen allgemeinen Krieg die Nation sehr viel einiger hinter Hitler stehen wird, als sie es im vergangenen September tat, bevor wir unsere Angebote an Rußland machten und bevor der Einkreisungsschrei laut wurde. In der polnischen Frage wird das deutsche Volk sehr viel begeisterter sein, als es wegen der Sudetendeutschen oder selbst wegen der Tschechen war. [...]

Wir sind in die polnische Bresche gesprungen und haben unsere Garantie bedingungslos gegeben, und ich zermartere mein Gehirn, wie wir aus unseren gegenwärtigen östlichen Verpflichtungen auf befriedigende Weise einen Ausweg finden können. Ich vermute, daß es zu optimistisch ist, zu hoffen, daß irgendeine Entscheidung des Völkerbundes oder eine Form der Schiedsgerichtsbarkeit gefunden werden könnte, um die Danzig- und Korridorfrage zu lösen.

Das deutsche Volk ist der Abenteuer müde, aber Polen und der Korridor mit dem Gespenst der ‚Einkreisung‘ und ‚Sowjetrußland‘ im Hintergrund ist ein Schlachtruf, der mehr Chancen hat als irgend etwas anderes, um die ganze Nation zusammenzuschließen. Es kann sehr wohl sein, daß es Hitler lieber ist, daß sein Angebot abgelehnt werde. Ich habe in der Tat solches aus mehreren Quellen gehört. Wenn das stimmt, dann bestärkt mich das nur in meinem persönlichen Glauben, daß die Polen genauso wie Schuschnigg und Benesch sich darauf versteifen, Hitlers Spiel zu spielen.

Persönlich neige ich dazu, zu glauben, daß Hitler, wie mir der italienische Botschafter (Attolico) sagt, der Meinung ist, daß die Zeit auf seiner Seite ist, und daß er lieber passen möchte. Wenn das so ist und wir die Dinge treiben lassen, wie wir es 1938 taten, dann fürchte ich, daß wir bald einer neuen Herbstkrise gegenüberstehen werden. Wenn auf der einen Seite die Polen glauben, daß dies Hitlers Absicht ist, dann werden sie es sein, die versuchen werden, die Dinge durch einen Zwischenfall zu überstürzen. Beides sind unerfreuliche Aussichten.“ (Alle Hervorh. – d.V.)

Die britische Regierung wollte ja gar keine Verhandlungen. Im Gegenteil sie hetzte die Polen auf. Dies bestätigte sogar, aber ganz bescheiden, der britische Botschafter Henderson in seinem Bericht nach London: 70

„Auch ich halte es – seien wir ehrlich (honestly) – nicht für politisch klug oder gar fair, die Polen übermäßig (unduly) aufzustacheln.“

Die Polen weigerten sich zu verhandeln und so begann die größte Katastrophe der Weltgeschichte. Deutsche Truppen marschierten am 1. September in Polen ein. Hitler begründet dies damit, daß polnische Einheiten bereits die Grenze überschritten hätten und Deutsche in Polen eingesperrt, gefoltert und ermordet werden. Es muß auch erwähnt werden, worüber immer geschwiegen wird, daß die Polen am 31. August eine Generalmobilmachung durchführten. Von einem Überfall auf Polen, wie immer behauptet wird, kann überhaupt nicht die Rede sein.

Darf ich noch einmal an Asher ben Nathan, den ehemaligen Botschafter Israels in Bonn erinnern, dem man zum Vorwurf machte, Israel hätte im Sechstagekrieg zuerst geschossen. Er antwortete auf diesen Vorwurf: 71

„Es ist belanglos, wer den ersten Schuß abgegeben hat. Entscheidend ist, was dem ersten Schuß vorausgegangen ist.“

Am 3. September erklärten England und Frankreich Deutschland den Krieg. Hitler erfuhr davon vorher und forderte Ribbentrop auf, den noch in England weilenden Pressesekretär der deutschen Botschaft, Fritz Hesse, anzurufen, was er am 2.9.1939 gegen 7 Uhr tat:

„Sie wissen doch, wer hier spricht, bitte nennen Sie mich nicht beim Namen. Bitte, gehen Sie sofort zu Ihrem Vertrauensmann. Sie wissen ja, wen ich damit meine, und erklären Sie ihm folgendes: Der Führer ist bereit, aus Polen wieder herauszugehen und Schadenersatz für den bereits angerichteten Schaden anzubieten unter der Voraussetzung, daß wir Danzig und die Straße durch den Korridor erhalten, wenn England im deutsch-polnischen Konflikt die Vermittlung übernimmt. Sie sind vom Führer ermächtigt, diesen Vorschlag dem englischen Kabinett zu unterbreiten und sofort Verhandlungen hierüber aufzunehmen. Betonen Sie noch einmal, daß Sie im ausdrücklichen Auftrag Hitlers handeln und daß dies nicht etwa eine Privataktion von mir ist, damit es kein Mißverständnis in der Angelegenheit gibt.“

Sir Horace Wilson, Staatssekretär im britischen Außenministerium und Chamberlains Berater, war der Vertrauensmann. Gegen 22 Uhr traf Hesse bei Wilson ein. Er teilte später Hesse mit, daß Hitler keine Bedingungen stellen dürfe, die Deutschen zuerst Polen verlassen und den status quo wieder herstellen müßten, bevor es zu Verhandlungen kommen könne.72

Über seine Unterredung mit dem Pressesprecher Fritz Hesse machte Sir Horace Wilson folgende Aufzeichnung: 73

„Downing Street 10, Whitehall, Hesse wurde von Ribbentrop kurz nach 20 Uhr beauftragt, sich mit mir in Verbindung zu setzen, um anfragen zu lassen, ob die britische Regierung bereit wäre, mich zu autorisieren, heimlich nach Berlin zu reisen und ihn und Hitler zu treffen. Ich sah ihn – Hesse – gegen 22 Uhr und fragte ihn nach dem Zweck der Unterredung. Die Antwort, die ich erhielt, war – die gesamte Lage zu besprechen, von Mann zu Mann, einschließlich der polnischen Frage.

Ich sagte Hesse, daß die britische Auffassung in der Erklärung des Premierministers im Unterhaus zum Ausdruck gebracht worden sei und daß ich ihn bitten möchte, Ribbentrop zu sagen, daß SM Regierung unter keinen Umständen bereit wäre, irgendwelche Gespräche mit der deutschen Regierung aufzunehmen, bis die deutschen Truppen zurückgezogen und der Status quo wieder hergestellt worden sei. Danach wäre die Position die, wie sie in dem gerade veröffentlichten deutsch-englischen Notenaustausch zum Ausdruck gebracht worden sei. Gez. H.J.W. 2.9.39.“

Hitler war nun in der Falle, die ihm gestellt worden war, da kam er nun nicht mehr heraus. Was machten für diese Kapitalisten schon Millionen von Toten aus, die zu erwarten waren.

Der britische Historiker Richard Lamb, der sich sehr eingehend mit den letzten Minuten vor Kriegsausbruch befaßte, schrieb, daß Chamberlain und Halifax mit Hitler einen „Modus vivendi“ suchten. Aufgebrachte konservative Abgeordnete bedrängten die anderen Regierungsmitglieder und es kam zu der von Hore-Belisha angeführten „Palastrevolution“. Wahrscheinlich wurde Chamberlain von Hesses Telefonat überhaupt nicht informiert. Denn: 74

„Chamberlain hatte noch am 2. September eine letzte Konferenz mit Hitler gewollt und wäre einverstanden gewesen, hätte Hitler einen Abzug aus Polen nur versprochen. Aber da zwang ihm das Kabinett nachts um 11 Uhr durch eine Art Sitzstreik die historische Entscheidung ab. Chamberlain traf sie mit den Worten: ‚Right, Gentlemen, this means war‘.“

Die vielen Versuche Hitlers, Frieden zu erreichen, wurden von den Westalliierten abgeschmettert. Siehe dazu mein Buch „Die Wahrheit wird euch frei machen“.

Laut Generaloberst Halders Kriegstagebuch war Hitler „kurz vor Kriegsausbruch: schlaflos, kaputt, verzagt und kraftlos. Er stotterte.“ 75

Der fromme Halifax nahm den Kriegsbeginn bedeutend leichter: 76

„Er schien erlöst, daß wir unsere Entscheidung (Kriegserklärung – d.V.) getroffen haben. Er bestellte Bier, das von einem verschlafenen Angestellten, der im Hause wohnte, im Pyjama heruntergebracht wurde. Wir lachten und machten Witze (während im Krieg schon Tausende starben – d.V.).“

Und der weniger fromme Lord Ismay, der spätere NATO-Generalsekretär, war über den Kriegsausbruch hoch erfreut: 77

„Lord Ismay, Sekretär des imperialen Verteidigungsrates, das oberste militärpolitische Gremium Englands, erinnert sich anläßlich eines Dinners für US-Präsident Eisenhower im Winfield-House in London, am 1. September 1959: ‚Wir waren völlig im unklaren, was Neville Chamberlain tun würde. Ich kann mich entsinnen, wie ich in der Nacht, bevor wir endlich den Krieg erklärten, auf die Knie sank und betete: Oh Gott, bitte laß uns morgen in den Krieg ziehen‘ [...]!“ 78

Nachwort

Daß es bei diesem Krieg, wie auch bei dem Ersten Weltkrieg, um den Kampf des Großkapitals mit den Nationen ging, bestätigte der spätere Papst Johannes XXIII. Er wußte, wie vor dem Ersten Weltkrieg schon der Erzbischof von New York, Kardinal Faley, daß der kommende Krieg ein Krieg zwischen dem internationalen Kapital und den Dynastien sein wird. Er schrieb am 11. Dezember 1942 aus Athen an seine Familie:

„Ich wiederhole Euch nicht, was ich Euch schon bei anderen Gelegenheiten sagte: wenig vom Krieg reden und von der Schuld des einen oder des anderen, denn alle haben gesündigt, und sie werden alle, einer nach dem anderen zur Buße gerufen werden. Jeder von uns muß für sich selbst büßen. Aber eines ist sicher: Der gegenwärtige Krieg ist der Krieg der Reichen gegen die Armen, des Wohlgenährten gegen den, der Mühe hat zu leben, des Kapitalisten gegen den Arbeiter ...“

Daß der Krieg immer ein Krieg der Reichen gegen die Armen ist, bestätigte uns auch Theologie-Professor Dr. Dr. Johannes Ude: 79

„Den Frieden wollen wir alle. Selbst die, welche Kriege führen, wollen den Frieden.

Wir alle wissen: Nur im Frieden kann Menschenglück gedeihen. Nur im Frieden kann sich Kultur entwickeln. Nur der Frieden verbürgt ein menschenwürdiges Dasein für alle Menschen, niemals aber der Krieg. [...] , wenn wir ehrlich und aufrichtig Frieden wollen, müssen wir den Kapitalismus beseitigen. Denn der Kapitalismus ist die Hauptursache der Kriege. So lange der Kapitalismus unsere Wirtschaft beherrscht, ebensolange wird es und muß es Kriege geben.

Das nachzuweisen ist nicht schwer. Denn: Kapitalismus ist nichts anderes als Zinswirtschaft. Der Zins ist aber der große Verbrecher, der Gesellschaft und Wirtschaft, der Innen- und Außenpolitik, der die nationalen und internationalen Beziehungen ständig in Unordnung bringt und auch davor nicht zurückschreckt, selbst die Religion für seine eigensüchtigen Zwecken zu mißbrauchen. Bei dem Streben abe, nach immer mehr arbeitslosem Gewinn geraten die Großkapitalisten auf dem Weltmarkt aufeinander, Gewalt steht gegen Gewalt. Es wird gerüstet. Heere werden aufgeboten. Die ganze Technik stellt sich in den Dienst der gewaltsamen Abwehr. Die Presse wird bestochen und gekauft. Die Regierungen selbst geraten in immer größere Abhängigkeit von den Finanzkönigen. Volk wird gegen Volk aufgehetzt. Der Krieg ist da. Den Völkern aber wird vorgelogen, daß Kriege naturnotwendig seien, daß sie geführt werden müssen für ‚Gott‘, für ‚Religion‘, für den ‚Kaiser‘, für das ‚Vaterland‘, für die ‚Nation‘, für die ‚Freiheit‘, usw.. Und die Völker glauben es und marschieren und der Menschenmassenmord auf Befehl beginnt. Oh ihr dummen, ihr betrogenen Völker! Sehet ihr denn nicht, daß die Kriege wieder nur neue Ausbeutungsmöglichkeiten für den Kapitalismus bilden? Daher sorgt namentlich die blutige Internationale des Rüstungskapitalismus immer dafür, daß gerüstet wird, daß Kriege geführt werden. Denn die Kriege samt und sonders sind letzten Endes nichts anderes als planmäßig geregelte Geschäftsunternehmungen des international organisierten Finanzkapitals zur Erzielung ungeheurer Gewinne für die Nutznießer des Krieges. Kriege sind die schönsten und einträglichsten Unternehmungen für Zinsausbeutung im größten Stil.“

Der Verfasser, geb. am 13. Juli 1919 als Sohn der Bauerseheleute Georg und Maria Wiesholler aus Chieming am Chiemsee (Hausname „Denglhamer“), nach dem Volksschulbesuch Arbeit auf dem elterlichen Hof, dann freiwillig; zum Arbeitsdienst und zur Kriegsmarine. Bald in Opposition zum Nationalsozialismus, Flucht nach Schweden, Arbeit bei einem Bauern in Hagbyhamn (Harald Andersson) und Besuch der Landwirtschaftsschule in Hammenhög (Schonen).

Anschließend Gymnasium und nach dem Examen zum Abitur Versuch zur Rückkehr nach Deutschland. Nach Nichtanerkennung des schwedischen Abiturs (Maunz) Studium in Schweden und Staatsexamen für das „Höhere Lehramt“ in Deutsch, Geschichte und Politische Wissenschaft. Anstellung als Lehrer im Landschulheim Ising, Entlassung nach 3 Jahren, erneute Emigration mit Frau und 6 Kindern. Später Anstellung als Lehrer in Leer (Ostfriesland) bis zum Ruhestand.

Bei dem Besuch des US-Präsidenten George W. Bush in Riga wird im Fernsehen wiederholt, die deutsche Reichsregierung hätte 1939 das Baltikum an die Sowjets verraten. Die USA dagegen, behauptete Präsident Bush, hätte die Besetzung des Baltikums durch die Sowjets nie anerkannt.

Auf Reisen ins Baltikum habe ich auch des öfteren von Reiseleitern gehört, daß Hitler aufgrund des Ribbentrop-Molotov-Abkommens, den Sowjets zustimmte, ins Baltikum einzumarschieren. So auch im Norddeutschen Rundfunk am 3. Januar 2001: „Begegnungen in Ostpreußen und im Baltikum“.

Auch der Historiker und Wendekanzler Helmut Kohl sagte am 8. Mai 2004 auf seiner Rede in Saarbrücken zum CDU-Wahlauftakt, Hitler hätte das Baltikum an die Sowjets verraten. Das Gegenteil war der Fall. Wenn man die Akte richtig liest, so wird man feststellen: Hitler wollte andeuten, daß er am Baltikum kein Interesse habe, um den Sowjets keinen Vorwand zum Einmarsch in die baltischen Staaten zu geben. Keiner der unterzeichneten Mächte hatte laut dieses Vertrages, das Recht gehabt einzumarschieren. Aber man will diese Schuld zum Einmarsch den Deutschen zuschieben, um die früher so guten Beziehungen zwischen Deutschen und Balten zu vergiften.

Aus Anlaß der Unterzeichnung des Nichtangriffsvertrages zwischen dem Deutschen Reich und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken haben die unterzeichneten Bevollmächtigten der beiden Teile in streng vertraulicher Aussprache die Frage der Abgrenzung der beiderseitigen Interessensphären in Osteuropa erörtert. Diese Aussprache hat zu folgenden Ergebnis geführt:

1. Für den Fall einer territorial-politischen Umgestaltung in den zu den baltischen Staaten (Finnland, Estland, Lettland, Litauen) gehörenden Gebieten bildet die nördliche Grenze Litauens zugleich die Grenze der Interessenssphäre Deutschlands und der UdSSR. Hierbei wird das Interesse Litauens am Wilnaer Gebiet beiderseits anerkannt.

2. Für den Fall einer territorialpolitischen Umgestaltung der zum polnischen Staate gehörenden Gebiete werden die Interessensphären Deutschlands und der UdSSR ungefähr durch die Linie der Flüsse Narew, Weichsel und San abgegrenzt. Die Frage, ob die beiderseitigen Interessen die Erhaltung eines unabhängigen polnischen Staates erwünscht erscheinen lassen und wie dieser Staat abzugrenzen wäre, kann endgültig erst im Laufe der weiteren politischen Entwicklung geklärt werden. In jedem Falle werden beide Regierungen diese Frage im Wege einer freundschaftlichen Verständigung lösen.

3.  Hinsichtlich des Südostens Europas wird von sowjetischer Seite das Interesse an Bessarabien betont. Von deutscher Seite wird völliges Desinteresse an diesen Gebieten erklärt.

4. Dieses Protokoll wird von beiden Seiten streng geheim behandelt werden.

Moskau, den 23. August 1939. Für die Deutsche Reichsregierung: J. von Ribbentrop. In Vollmacht der Regierung der UdSSR: W. Molotow

Geheim blieb dieses Zusatzprotokoll nicht. Ein Angehöriger der deutschen Botschaft, Hans von Herwarth, ließ es gleich nach der Unterzeichnung den Amerikanern zukommen. Dies bestätigte er, der spätere Botschafter in London, in seinen Memoiren „Zwischen Hitler und Stalin“. Auch der amerikanische Historiker Barton Whaley hat damals schon von Herwarth als Informanten identifiziert. Hier sieht man, wie berechtigt das Mißtrauen Hitlers gegenüber dem Auswärtigen Amt war. Dieser Landesverräter wurde dann in der BRD noch mit einem wichtigen Botschafterposten im Auswärtigen Amt belohnt, wo er dann sicherlich die Interessen der Alliierten vertrat.

Dies, obwohl Reichsaußenminister von Ribbentrop anordnete, daß alle Beamte, die Kenntnis vom Zusatzprotokoll hatten, zur Geheimhaltung besonders verpflichtet wurden. Sie wurden aufgefordert, dies durch persönliche Unterschrift zu bestätigen.80

Roosevelt ließ trotz seiner Kenntnisse die Polen glauben, sie seien nicht Gegenstand dieses Abkommens gewesen. Sonst wären sie möglicherweise von einer Konfrontation mit Deutschland zurückgeschreckt. Aber Roosevelt brauchte, wie Graf Szembeck richtig anmerkte, ein Volk, das ihm die Kastanien aus dem Feuer holte.

Als die Sowjets dann einen Stützpunkt in Estland forderten, war die Reichsregierung nur unter „der Voraussetzung bereit, daß Estland souverän bleibt“, meldete das Auswärtige Amt an die Botschaft in Moskau.81

Für die Doppelzüngigkeit der US-Außenpolitik spricht in diesem Zusammenhang das Gutachten Hickersons, des Stellvertretenden Direktors des Amtes für Europäische Angelegenheiten im State Departement, das er Roosevelt vor der Konferenz der Großen Drei überreichte: 82

„Wir haben eine ziemlich klare Vorstellung von den Zielen der Sowjets in Osteuropa. Wir kennen die Bedingungen ihres Abkommens mit Finnland. Wir wissen, daß die drei baltischen Staaten der Sowjetunion wieder einverleibt worden sind und daß wir nichts unternehmen können, um dies zu ändern. Es ist keine Frage, ob wir es gerne sehen [...], obgleich ich anerkenne, daß die sowjetische Regierung Argumente auf ihrer Seite hat. Es ist eine Tatsache, daß es geschehen ist, und nichts, was zu tun in der Macht der Regierung der Vereinigten Staaten steht, kann es ungeschehen machen. Wir wissen, daß die Russen auf die Einverleibung eines wesentlichen Teiles von Ostpreußen und eine annähernd mit der Curzon-Linie übereinstimmende Grenze mit Polen bestehen werden. [...] Ich würde es begrüßen, wenn wir zustimmen würden, die Einverleibung der drei baltischen Staaten in die Sowjetunion als Tatsache und unsere Anerkennung dieses Gebietes als sowjetisches Territorium zu akzeptieren. [...]

Ich würde es begrüßen, wenn wir zum geeigneten Zeitpunkt zustimmen würden, die Abtretung des Teiles Ostpreußens an die Sowjetunion, worauf dieses Land besteht, zu akzeptieren. Ebenso würde ich die Zustimmung unsererseits begrüßen, zu einem geeigneten Zeitpunkt die Curzon-Linie als Grenze zwischen Polen und der Sowjetunion anzuerkennen und eine solche Anerkennung öffentlich bekanntzugeben. Die Anerkennung der Rückgabe Bessarabiens an die Sowjetunion sollten für uns keine Schwierigkeiten darstellen.“

Hätte die amerikanische Regierung ein solches Entgegenkommen gegenüber der deutschen Reichsregierung in bezug auf die Marienwerder Vorschläge gezeigt, dann hätte es keinen Krieg gegeben. Aber dieser Krieg war ja von ihr erwünscht. Es ging ja darum, Deutschland zu vernichten, und da hatte sie auch keine Hemmung, sich mit dem brutalen Stalin zu verbinden.

Heute will uns ein Robert von Lucius weismachen: 83

„Die Gründe dafür, daß die Balten eindeutig an der Seite Washingtons stehen, sind indes weit vielfältiger. Geschichtliche Erfahrungen und geostrategische Überlegungen spielen ebenso eine Rolle wie das Gefühl der Dankbarkeit und Loyalität gegenüber der Nation, die die Besetzung durch die Sowjetunion nie anerkannte. Daraus entstand ein überaus breites Netzwerk (Stützpunkte gegen Rußland – d.V.) zwischen Amerika und den baltischen Nationen.“

Außerdem: Die Briten haben die Sowjetunion gebeten, Finnland, Estland, Lettland, Litauen und Polen Hilfeleistung anzubieten. Was sie dann auch gemacht haben.84

Churchill überreichte am 28. Juni 1939 dem neuen britischen Botschafter in Moskau, Sir Stafford Cripps, einen persönlichen Brief an „Monsieur Stalin“, in dem er ihm mitteilte, daß Großbritannien am Baltikum und am Balkan außer Griechenland kein Interesse hätte. Die Garantieerklärung von Mai 1939 an Rumänien hat dieser britische Imperialist mittlerweile schon vergessen. Damit wollte Churchill damals verhindern, daß die Sowjets und Deutschland einen Pakt abschließen, von dem er sicherlich schon etwas ahnte.

Anmerkungen

Aus der Denkschrift zur Erinnerung an das Kriegsende vor 60 Jahren und über die freiheitlich demokratische Grundordnung (Bezugspreis 5 €).

Erhältlich gegen Vorkasse auf Konto 2803909 bei Sparda-Bank München, BLZ 700905 von Georg Wiesholler, Goethestr. 27, 85521 Ottobrunn.

1 Die Welt, Politik, 4.12.1998
2 Politische Hintergrundinformation, 15.12.1989
3 Vertrauliche Mitteilungen, Nr. 3613, 3.5.2005
4 Münchner Merkur, 27.3.1996
5 „Ein Volk von Opfern? In der Debatte um den sogenannten Bombenkrieg werden Ursache und Wirkung verwechselt“, Jüdische Allgemeine vom 16.1.2003; zit. n. Europäische Ideen, Nr. 129/2003
6 Die Welt, Nr. 2/1989
7 Zur politischen Praxis in der BRD, Bd. 1, S. 164 f
8 Erschienen in Göttingen 1955, Seite 182
9 Der Spiegel, Nr. 49/2000
10 Katyn bleibt ungesühnt, Süddeutsche Zeitung, 14.3.2005
11 Jahrbuch 1990, Gemeinschaft der Fallschirmpioniere im Bund der deutschen Fallschirmjäger
12 Hellmut Diwald, Deutsche Geschichte, S. 280
13 Lutz Hermann, Verbrechervolk im Herzen Europas, Tübingen 1958, S. 28
14 Saturday Review, 1.2.1896
15 Gertrude Millin, Rhodes, London 1935, S. 138
16 Zit. n. Propyläen Weltgeschichte, Bd. X, Das Zeitalter des Imperialismus, 1933, S. 250
17 G. Guggenbühl, Quellen zur Allgemeinen Geschichte, Bd. 4, Zürich 1954
18 R.R. Palmer, A History of the Modern World, New York 1957, S. 670
19 Benjamin H. Freedman, „Warning to America“, Rede im Willard Hotel Washington 1961, zit. n. The Barnes Review, 7–8/1999
20 David Hoggan, Der unnötige Krieg, Tübingen 1947, S. 25 f
21 Was wir werden – Aus seinen Schriften aus Kriegs- und Nachkriegszeit, Bd. VI, S. 512
22 Freud-Bullitt-Wilson, S. 234 f
23 Bullitt, „For the President“, S. 1
24 Über Krieg, Armee und Militärwissenschaft, Lenin, Ausgewählte Werke, Bd. I, Berlin 1961
25 Stefan T. Possony, aaO., S. 143
26 Prof. Hans Siegfried Weber in: Rheinische Post, 25.5.1949
27 Miksche, Das Ende der Gegenwart – Europa ohne Blöcke, S. 56
28 Schlagzeilen von gestern, Vor 50 Jahren, Ostfriesen-Zeitung, 2.5.1981
29 K.D. Bracher, Die Zeit, Nr. 44/1979
30 Hans Adolf Jakobsen, Der Fall „Gelb“. Der Kampf um den deutschen Operationsplan zur Westoffensive, Wiesbaden 1957, S. 332
31 Georges Bonnet, Vor der Katastrophe, S. 18
32 Siehe dazu Szembeck, Journal, 12.10.1933
33 Fritz Hesse, Das Vorspiel zum Krieg, S. 231
34 Nicoll, Peter, Reverend, Englands Krieg gegen Deutschland, S. 39
35 Nicoll, aaO., S. 40
36 Sven Hedin, Amerika i kontinenternas kamp, S. 46
37 Bastiaan Wielenga, Lenins Weg zur Revolution, S. 211, Kaiser
38 Wir werden nichts vergessen, Münchner Neueste Nachrichten, 5.9.1935
39 Akten Nr. D – 4, 1.10.1938
40 Bonnet, Vor der Katastrophe, S. 41
41 Lord Strang, Home and Abroad, S. 280
42 A. Taylor, The Origin of the Second World War, S. 203
43 I.M. Kirschbaum, Slowakei, New York 1960, S. 108
44 Doc. on Brit. Foreign Policy 1919–1939, Vol. IV, Doc. 230
45 Staatensystem und Weltpolitik, Stuttgart 1970, S. 118
46 M. Freund, Weltgeschichte in Dokumenten, Bd. I, S. 285
47 C.J. Burckhardt, Meine Danziger Mission, S. 242; Graf Szembeck, Journal 1933–1939
48 M. Follick, Facing Facts: A Political Survey for the Average Man, S. 83 ff
49 C.J. Burckhardt, Meine Danziger Mission, S. 225
50 Bericht vom 20.8.1939 an Walters, Generalsekretär des Völkerbundes, zit. in Meine Danziger Mission
51 Zit. n. C.J. Burckhardt, aaO., S. 253
52 http://www.h-ref.de/feindbilder/juedische-kriegserklaerungen/daily-express-weckert.php
53 New York Times, 7.8.1933
54 The Times, 5.9.1939
55 Zit. n. New York Times vom 10./11./ und 12. Mai 1942; siehe auch J. G. Burg, Sündenböcke, Dritte Auflage, München 1980, S. 243
56 American Neturei Karta, Rabbi E. Schwartz, New York Times, 30.9.1997
57 Miksche, aaO., S. 62
58 Hundert Dokumente zur Vorgeschichte des Krieges, Nr. 38
59 Zit. n. Münchner Neuesten Nachrichten, 10.8.1939
60 Britisches Blaubuch, Dok. Nr. 17
61 Doc. on British Foreign Policy 1919–1939, Vol. IV, Doc. 52
62 Weizsäcker, Ernst Freiherr von, Erinnerungen, 1950, S. 213 ff
63 Fritz Hesse, Das Vorspiel zum Krieg, Leoni 1979, S. 103 und 134
64 Akten, Nr. 43, 12.8.1939
65 Akten, Nr. 307, 26.8.1939
66 In Fettdruck in Münchner Neueste Nachrichten, 14.8.1939
67 Georges Bonnet, aaO., S. 314
68 Walter Post, Die Ursachen des Zweiten Weltkrieges, S. 412
69 A. Schickel, Die deutsche Kriegsschuldfrage, Tübingen 1968, S. 93
70 Doc. on Britisch Foreign Policy 1919–1939, Vol. VI, Doc. 347
71 Schultze-Rhonhof, Der Krieg, der viele Väter hat, in einer Buchwerbung des Olzog-Verlages
72 Fritz Hesse, aaO., S. 181 ff
73 FO371/22982/C13080/15/18B
74 Ulrich Grudinski, „Denkwürdiges zum fünfzigsten Jahrestag“, Frankfurter Allgemeine, 1.9.1989
75 Akten, Anhang
76 I. Kirkpatrik, The Inner Circle, S. 144
77 Ulrich Grudinski, „Denkwürdiges zum fünfzigsten Jahrestag“, Frankfurter Allgemeine, 1.9.1989
78 New York Herald Tribune, 2.9.1959
79 Prof. Dr. theol., Dr. jur., Dr. rer.oec., Johannes Ude, Du sollst nicht töten, Friedens Verlag, Groß Gmain
80 Akten Nr. 303, 25.8.1939
81 Akten, 27.9.1940
82 R. Kämmerer, Die Konferenzen von Malta und Jalta, Verlag für politische Bildung, Düsseldorf
83 Robert von Lucius, „Dichtes Netz“, Frankfurter Allgemeine, 10.3.2003
84 Akten Nr. 246, 22.4.1949

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 9(3) (2005), S. 273-292.


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