Schlusswort der Herausgeber

Drei Generationen sind in dieser Broschüre zu Wort gekommen, und allen ist die gleiche Sorge eigen: Pauschalierung und einseitige Schuldzuweisung mit fragwürdigen Bildern und Mitteln sind nicht geeignet, Frieden und Versöhnung zu schaffen oder auch nur der Wahrheit zu dienen. Die Aussteller schaffen das auch nicht, sie spalten nur und glauben, daß mit den langsam versterbenden Zeitzeugen der Aufschrei gegen ihr geschichtsverfälschendes Machwerk ausbleibe. Und so machen sie u.a. auch noch mit Bildern aus sowjetischer Propagandaküche klingende Münze.

Leider haben sie auch viele Beifallsklatscher auf ihrer Seite, die in vorauseilendem Gehorsam einer scheinbaren 'political correctnes' lautstark applaudieren, Menschen, die eher einer inquisitorischen Selbstzerfleischung als einer aufbauenden friedvollen Zukunft verhaftet sind. Doch jedes Gemeinwesen, gleich welcher Staatsform, braucht Zuneigung und Engagement seiner Bürger und Frieden unter den Generationen. Ganz einfache Gebote, die über Jahrtausende Gültigkeit hatten, sind gottlob durch keine ideologischen Perversionen außer Kraft zu setzen.

Deshalb schließen wir alten Soldaten,
die wir durch das Primat der Politik
ins Feld geschickt und schuldlos
über 10 Jahre Gefangenschaft durchlitten haben,
die wir auch in bitterster Not
in einer festen, ehrenvollen Kameradschaft geborgen waren,
in der Gewißheit,
daß weder Jahrzehnte der einseitigen Schuldzuweisungen
noch die schändliche Anti-Wehrmachts-Ausstellung
die Identität eines Volkes und seine Selbstachtung zerstören können.
Wir haben die feste Hoffnung,
daß der Haß der Versöhnung weichen wird
- wie von den Veteranen aller Seiten schon längst praktiziert -
und wir wünschen, daß allen Besserwissern
und ideologischen Fanatikern
das Schicksal unserer gebeutelten Generation
gnädig erspart bleiben möge.
Wir sind sicher,
daß über die Generationen hinweg
uns allen eine besser Zukunft
wieder zu einem "blühe deutsches Vaterland" führen wird,
das nicht nur auf materiellem Wohlstand basiert!


Zum nächsten Kapitel
Zum vorhergehenden Kapitel
Zum Inhaltsverzeichnis