XVI Wo sind sie geblieben?
A. Woher kommt die mythische Sechsmillionenziffer?
Mit den Gaskammern und Gaswagen fällt natürlich auch die mythische Sechsmillionenzahl, denn von den sechs Millionen jüdischen Opfern müssen wir nun die je nach Historiker 2,7 bis 5,37 Millionen Vergasten abziehen. Sehen wir uns die Entstehungsgeschichte dieser Zahl an.
Zunächst einmal beruht sie auf den Geständnissen zweier Nationalsozialisten der mittleren Garnitur, nämlich Dieter Wisliceny und Wilhelm Höttl. Wisliceny, Gestapo-Chef von Bratislava, legte sein Geständnis zuerst in Nürnberg und dann nochmals in tschechisch-kommunistischer Haft ab, wo er schwer gefoltert wurde [1]. Der Wert solcher Geständnisse ist natürlich a priori Null; Wisliceny hätte notfalls auch 60 oder 600 Millionen ermordete Juden zugegeben, damit die Folter ein Ende nahm.
Wilhelm Höttl war Mitarbeiter Adolf Eichmanns in der Abteilung für Judenfragen des RSHA (Reichssicherheitshauptamts). Er wollte die Sechsmillionenziffer angeblich von Eichmann gehört haben [2]. Dieser war damals verschwunden, und Höttl nutzte die Chance, sich bei den Siegern in ein günstiges Licht zu setzen, indem er Deutschland wunschgemäss belastete. Dies wurde ihm auch honoriert, denn ihm wurde nie ein Haar gekrümmt. Eichmann wurde von den Israelis 1960 unter dem Bruch des Völkerrechts aus seinem argentinischen Exil entführt, und in einem weltweit beachteten Schauprozess wurde aus einem Allerweltsbürokraten ein Jahrhundertmonster gemacht. 1962 wurde Eichmann hingerichtet, d.h. er- mordet. [3]
Geht man ins Jahr 1942 zurück, so stösst man auf die eigentümliche Tatsache, dass der zionistische Aktivist Nahum Goldmann, späterer Präsident des Jüdischen Weltkongresses, bereits im Mai jenes Jahres bei einer Veranstaltung im Biltimore-Hotel zu New York verkündet hatte, von acht Millionen Juden in Hitlers Herrschaftsbereich würden nur zwei bis drei Millionen überleben [4]. Damals soll der Holocaust eben gerade angefangen haben. Woher kannte Goldmann die künftige Opferzahl?
Unser Erstaunen nimmt ungeahnte Ausmasse an, wenn wir zu einem am 31. Oktober in der US-Judenzeitung The American Hebrew veröffentlichten Artikel greifen. Hier ist von einem „Holocaust" (sic!) an „sechs Millionen jüdischer Männer, Frauen und Kinder" die Rede. Wie und wo sich dieser Holocaust abgespielt haben soll, geht aus dem schwachsinnigen Geschreibsel (das wir in unserem Buch Todesursache Zeitgeschichtsforschung teilweise übersetzt haben) nicht hervor, doch die Sechsmillionenzahl taucht nicht weniger als siebenmal auf.
Spätestens hier verdichtet sich der Verdacht zur Gewissheit: Die Sechs ist die heilige Zahl des Judentums, und folglich muss die Sechsmillionenziffer eine uralte, möglicherweise dem Talmud entnommene Wahnvorstellung sein.
B. Wolfgang Benz und Walter Sanning
Hält man sich die überwältigende Bedeutung vor Augen, welche die Sechsmillionenzahl in der Propaganda seit Jahrzehnten spielt, so mutet überraschend an, dass bisher nur ein einziger sich wissenschaftlich gebärdender Versuch unternommen worden ist, sie zu untermauern. 1991 erschien ein von einem Autorenkollektiv unter Leitung des berufsmässigen Anti-Antisemiten Wolfgang Benz (er leitet das Berliner Institut für Antisemitismusforschung) verfasster Wälzer mit dem Titel Dimension des Völkermords, dem zufolge im Dritten Reich zwischen 5,29 und 6,01 Millionen Juden den Tod fanden [5]. In seiner acht Jahre zuvor publizierten Studie Die Auflösung [6] war der Deutschamerikaner Walter Sanning zum Schluss gekommen, in der deutschen Einflusssphäre seien einige hunderttausend Juden umgekommen.
Da die Bücher von Benz und Sanning sowie ein trefflicher Vergleich der beiden Werke durch Germar Rudolf [7] jedermann zur Verfügung stehen, begnügen wir uns zu diesem Thema hier mit einigen wenigen Sätzen.
Um auf die angestrebte Zahl von gegen sechs Millionen toter Juden zu kommen, nehmen Benz und sein Team allerlei Manipulationen vor, etwa Doppelzählungen, die sich durch Gebietsverschiebungen während des 2. Weltkriegs ergaben. Rudolf hat Benz 533.193 solcher Doppelzählungen nachgewiesen. Ferner werden jüdische Opfer stalinistischer Säuberungen und Deportationen seelenruhig dem deutschen Konto zugeschrieben. Die Zahl der polnischen Juden bei Ausbruch des 2. Weltkriegs wird um ca. 700.000 zu hoch angesetzt. Noch weitaus schwerer wiegt jedoch, dass es so etwas wie eine jüdische Auswanderung für die Benz-Leute nie gegeben hat; jeder Jude, der nach dem Krieg nicht mehr dort lebte, wo er vor dem Krieg gelebt hatte, ist ihnen zufolge ausgerottet worden! Demnach hätte ein Buch wie Leon Uris’ Exodus gar nie geschrieben werden können.
Im Gegensatz zu Benz widmet Sanning der Auswanderungsfrage die gebührende Aufmerksamkeit. Er weist in seinem fast ausschliesslich auf jüdischen und alliierten Quellen fussenden Werk nach, dass nach 1945 rund 1,5 Millionen Juden nach Palästina, in die USA, nach Südamerika, Australien usw. ausgewandert sind.
Nun lösen diese anderthalb Millionen Nachkriegsemigranten das statistische Problem noch nicht. Die Aufhellung des Rätsels findet sich in der UdSSR. Laut der Volkszählung vom 17. Januar 1939 wies das Sowjetreich damals 3,02 Millionen Juden auf. Nun ergab die erste Nachkriegsvolkszählung von 1959 zwar nur 2,267 Millionen Juden, doch stimmten alle Zionisten darin überein, dass diese Ziffer ganz unrealistisch niedrig war. Erstens konnte jeder Sowjetbürger die Nationalität, der er sich zugehörig fühlte, nach eigenem Ermessen angeben, und die ganz oder teils assimilierten Juden bezeichneten sich oft einfach als „Russen", und zweitens hatte das Sowjetregime natürlich alles Interesse daran, die Holocaustgeschichte durch absichtlich untertriebene Zahlen von Nachkriegsjuden zu untermauern. Noch am 1. Juli 1990, also lange nach Beginn der Massenauswanderung von Sowjetjuden in den Westen, sprach die New York Post unter Berufung auf israelische Spezialisten von über 5 Millionen in der Sowjetunion lebender Juden. Da ein natürlicher Zuwachs dieser Bevölkerungsgruppe angesichts der fortschreitenden Assimilierungstendenzen und der sehr niedrigen jüdischen Geburtenrate nicht möglich war, müssen vor Beginn der Emigration gegen 6 Millionen Juden in der UdSSR gelebt haben, also fast drei Millionen „zuviel".
Was war geschehen? 1939, nach der Teilung Polens, setzte eine ungeheure Massenflucht polnischer Juden von West nach Ost ein. Nach Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges wurden die allermeisten Sowjetjuden, nach Sanning gut 80%, evakuiert und bekamen die deutschen Truppen niemals zu Gesicht. Im Dezember 1942 vermeldete ein David Bergelson, Sekretär des Jüdisch-Antifaschistischen Komitees, in Moskau [8]:
Die Evakuierung hat die entscheidende Mehrheit der Juden der Ukraine, Weissrusslands, Litauens und Lettlands gerettet. Nach Informationen aus Witebsk, Riga und anderen Grossstädten, die von den Faschisten erobert wurden, blieben dort nur wenige Juden zurück, als die Deutschen eindrangen.
Somit wurde ein Grossteil des polnischen - sowie auch des baltischen - Judentums von der UdSSR absorbiert. Trotzdem berichtete eine britisch-amerikanische Kommission noch im Februar 1946, als bereits Hunderttausende von polnischen Juden nach Westen gezogen waren, in jenem Lande lebten noch 800.000 Juden [9].
Soviel zum Mythos zum Ende des polnischen Judentums in den Vernichtungslagern.
C. Das Fallbeispiel einer „Vergasten": Jenny Spritzer
In seinem Mémorial de la Déportation des Juifs de France berechnet Serge Klarsfeld, dass aus Frankreich 75.721 Juden deportiert worden sind. Diese Zahl wird unseres Wissens von niemandem angefochten. Laut Klarsfeld haben nicht mehr als 2500 davon den Krieg überlebt [10]. 2200 solcher Überlebende hat er in Frankreich, Belgien und anderswo geortet - darunter 805, die sich bis Ende 1945 beim französischen Kriegsveteranenministerium zurückgemeldet hatten und von diesem offiziell zu Überlebenden erklärt wurden -, und er rundet die Zahl auf 2500 auf.
Unberücksichtigt bleiben dabei:
Ein Fallbeispiel möge dies verdeutlichen:
In seinem Mémorial schreibt Klarsfeld, er habe nur 14 Überlebende des Transports 8 ausfindig machen können, und diese seien lauter Männer gewesen [12]. Folglich wurden für Klarsfeld alle anderen Angehörigen dieses Transports vergast. Nun war, wie der spanische Revisionist Enrique Aynat aufzeigt, auch eine Frau unter den Überlebenden, nämlich die Jüdin Jenny Spritzer [13]. Sie stammte aus Österreich. Vor Kriegsbeginn emigrierte sie nach Holland; nachdem die Deutschen jenes Land überrannt hatten, floh sie nach Belgien und von dort aus weiter nach Frankreich. 1942 wurde sie in jenem Land verhaftet, als sie sich anschickte, nach Spanien weiterzureisen, und nach Auschwitz deportiert. Nach dem Krieg wanderte sie in die Schweiz aus und schrieb ihre Memoiren, in denen sie von drei bis vier Millionen Auschwitz-Opfern, flammenschlagenden Krematoriumskaminen und aus Duschköpfen strömendem Gas schwadroniert [14].
Wie das Beispiel der Jenny Spritzer erkennen lässt, beweist die Tatsache, dass ein von den Deutschen deportierter Jude nach dem Krieg nicht an seinen früheren Wohnort zurückkehrte, noch keineswegs, dass er tot war. Die meisten der aus deutschen Lagern oder den Siedlungsgebieten im Osten zurückgekehrten Juden zogen die USA oder Israel der alten Heimat vor und gingen dann als „vergast" oder sonstwie „ausgerottet" in die Statistik ein.
D. Die Untersuchungen Carl Nordlings
Der schwedische Professor Carl Nordling hat sich die Mühe genommen, dem Schicksal von insgesamt 722 in der Enzyklopaedia Judaica genannten, während des 2. Weltkrieg im deutschen Machtbereich lebenden Juden nachzugehen [15]. Von diesen Juden emigrierten 44% bis Ende 1941, 13% starben, 35% blieben von Deportationen und Internierungen verschont, und die restlichen wurden deportiert oder interniert, überlebten jedoch.
Wenn wir von 4,5 Millionen im deutschen Einflussbereich lebenden Juden ausgehen - von den polnischen Juden hatte sich ein Grossteil dem deutschen Zugriff bereits 1939 durch Flucht ins Sowjetreich entzogen -, und eine Todesquote von 13% annehmen, ergibt dies ca. 600.000 jüdischer Opfer. Sanning kam auf rund eine halbe Million, der englische Revisionist Stephen Challen auf 750.000 [16]. Die Mosaiksteinchen fügen sich also zu einem ziemlich vollständigen Bild zusammen.
E. Noch ungeklärte Fragen
Auf dem Gebiet der jüdischen Bevölkerungsverschiebungen während des Zweiten Weltkriegs und danach gibt es trotz allem noch viel Arbeit zu leisten. Ungeklärt ist etwa die Kardinalfrage, wieviele Juden via Auschwitz und andere Transitlager in die besetzten Ostgebiete deportiert wurden und was mit jenen, welche die gewiss harten Bedingungen dort überlebten, nach Kriegsende geschah.
Diese von den Deutschen durchgeführten Judendeportationen in die Ostgebiete waren den Westalliierten allerspätestens seit 1943 bekannt. In jenem Jahr publizierte der US-Demograph Eugene Kulischer ein Buch über Bevölkerungsverschiebungen in Europa seit Beginn des Krieges [17], in dem er hervorhob, dass die Ghettos und Arbeitslager des Ostens immer mehr zum Bestimmungsort für Juden aus Westeuropa sowie aus Polen würden. So seien die im Frühling 1942 aus dem Warschauer Ghetto abgeschobenen Juden „in die Arbeitslager der russischen Front, zum Arbeiten in die Sümpfe bei Pinsk oder in die Ghettos des Baltikums, Weissrusslands und der Ukraine" geschickt worden [18]. Gutinformierte Beobachter auf alliierter Seite haben die Mär von der Ausrottung der Juden in Vernichtungslagern also nie ernstgenommen, sondern den wahren Charakter der „Endlösung der Judenfrage" frühzeitig erkannt.
Die Einzelheiten bleiben freilich noch weitgehend im dunkeln.
Nachdem Steffen Werner, Enrique Aynat und Jean-Marie Boisdefeu [19] hier bereits wertvolle Vorarbeit geleistet haben, steht den Revisionisten - denn die Hofhistoriker wer- den die Arbeit nicht tun - hier noch ein weites Betätigungsfeld offen. Zugegebenermassen sind die Schwierigkeiten enorm, denn kein Mensch weiss, wo sich die Dokumente befinden - falls sie noch existieren und von den Siegermächten nicht nach dem Krieg vernichtet worden sind.
Anmerkungen:
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