Das Rudolf Gutachten auf http://www.vho.org/D/rga/rga.html
4.3.2. Institut für
Gerichtsgutachten, Krakau
Krakau gibt in der von Dritten veröffentlichten Expertise für
Auschwitz-Museum die gefundenen Cyanidkonzentrationen in µg(KCN) pro 100g an, eine
unübliche Einheit[15]. Die Werte sind in der Tabelle 15 umgerechnet auf mg CN- pro kg. Man erkennt sofort,
daß die Meßergebnisse unhaltbar sind, da alle Ergebnisse unterhalb der Nachweisgrenze
der Amerikaner liegen, sogar solche Proben, die durch ihren blauen Schimmer deutlich im
Bereich von einigen tausend mg pro kg zu erwarten gewesen wären. Wie aus der später
veröffentlichten Arbeit zu erkennen ist[16] und von den
Autoren auch zugegeben wurde[269], handelt es sich dabei um einen
methodischer Fehler, da bewußt eine Analysenmethode verwandt wurde, mit der stabile
Eisencyanidverbindung wie das Eisenblau nicht nachweisbar sind. Bisher konnten die
polnischen Autoren den begründeten Verdacht, daß diese falsche Analysenmethode verwandt
wurde[17], um die Öffentlichkeit zu täuschen, nicht
ausräumen[18].
Tabelle 15: Cyanidkonzentrationen im
Mauerwerk von 'Gaskammern'/ Entlausungskammern |
||||
Nr |
Gebäude |
Entnahmeort und -tiefe | Material |
CN- |
1 |
Entlausung Block 3 |
Raum 4, um Ventilatoröffnung, 2 mm | Verputz |
0,068 |
2 |
Entlausung Block 3 |
Raum 4, neben Türe zu Raum 3, 2 mm | Verputz |
0,036 |
7 |
Entlausung Block 3 |
Raum 3, unter Fenster, gegenüber Eingangstür, 2 mm | Verputz |
0,076 |
8 |
Entlausung Block 3 |
Türöffnung zwischen Raum 2 und 1, 2 mm rechts oben | Verputz |
0,140 |
9 |
Entlausung Block 3 |
wie Nr. 8, links unten | Verputz |
0,404 |
10 |
Entlausung Block 3 |
Raum 1, Ventilatoröffnung, 2 mm | Verputz |
0,528 |
11 |
Entlausung Block 3 |
wie 10, schwach blau | Verputz |
0,588 |
15 |
Krematorium II, Leichenkeller I |
Beton-Stützsäule | Verputz (?) |
0,024 |
| 4 weitere Proben aus Krematorium II, 1 aus Krematorium I, 1 aus Krematorium V, jeweils aus angeblicher 'Gaskammer', und 2 Kontrollproben enthielten keine nachweisbaren CN--Spuren. | ||||
Es läßt sich nur sagen, daß die Polen in den 'Menschengaskammern' keine oder nur
geringe Mengen nicht langzeitstabiler Cyanide nachweisen konnten, was kaum
verwundern kann. Die einzige aus der angeblichen 'Gaskammer' stammende, positive Probe
(Nr. 15) weist den geringsten nachweisbaren Cyanidgehalt aller Proben auf und soll vom
Verputz einer Säule im Leichenkeller I ('Gaskammer') des Krematoriums II stammen, was
nicht möglich ist, da die Betonsäulen nicht verputzt waren. Möglicherweise ist Beton
gemeint.
Trotz der Tatsache, daß die Mauern der angeblichen 'Gaskammer' des Stammlagers
(Leichenhalle) vollständig nicht und die der 'Gaskammer' (Leichenkeller I) des
Krematoriums II teilweise nicht der Witterung ausgesetzt waren, kommt das Krakauer
Institut zu folgender Aussage (Zitat):
»Cyanwasserstoff ist
eine schwache Säure, was zur Folge hat, daß sich ihre Salze in Gegenwart von stärkeren
Säuren leicht zersetzen. Eine solche stärkere Säure ist sogar Kohlensäure, die durch
Reaktion von Kohlendioxid und Wasser entsteht. Stärkere Säuren wie z.B. die
Schwefelsäure zersetzen Cyanide leichter. Dauerhafter sind komplexe Verbindungen von
Cyanid-Ionen mit Schwermetallen. Das schon erwähnte "Preußisch-Blau" zählt zu
solchen Verbindungen, aber auch dies zerfällt langsam in saurem Medium.
Daher war es kaum zu erwarten, daß sich nach 45-jährigem Zeitraum derivate Verbindungen
von Cyaniden in Baumaterialien (Putz, Ziegel), die den Umwelteinflüssen (Niederschläge,
saure Oxide, besonders Stickstoffmonoxid) ausgesetzt sind, erhalten würden.« [15]
Wie dem Abschnitt 2.4. entnehmbar, sind diese Aussagen unhaltbar:
Eisenblau ist langzeitresistent. Hätte das Institut seine Proben von den nahe den
mutmaßlichen 'Menschengaskammern' gelegenen Entlausungsgebäuden Bauwerk 5a und b
genommen, so hätte das Bemerken der äußerlich blauen Wände kaum zu diesem Fehlurteil
geführt. In einem späterern Schreiben bestätigt das Institut, daß es weder ein
angemessenes Nachweisverfahren angewendet hat, noch daß es genügend Sachverstand
bezüglich der hier ablaufenden Chemie hat[269]:
»IV. Mit der von uns
angewandten Methode waren wir nicht imstande alle Zyanidverbindungen zu bestimmen. Z.B.
von Berliner-Blau kann nur ein Teil von Zyanidionen abgespalten werden. Wir mußten uns
dabei mit IR-Spektroskopie bedienen aber nur für qualitative Ergebnisse [
]
VIII. Das Wasser aktiviert viele chemische Prozesse. Die Kammern waren ganz gewiß nass.
Was für einen Einfluß das auf die Bindung von HCN durch Zement (Wandputz) ausübt - ist
uns unbekannt [
]
IX. Die blauen Flecken auf den äußeren Wänden des Bauwerkes 5a in Birkenau sind nicht
leicht zu erklären. Vor allem müssen wir prüfen, ob es wirklich Berliner-Blau ist[
]«
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