Nachrichten aus der Rubrik »In Kürze« aus VffG 1/2004



Tragödie der USS Liberty kommt nicht zur Ruhe

Am 8. Juni 1967 griff das israelische Militär das im Mittelmeer liegende US-Spionageschiff USS Liberty an, wobei 34 Männer getötet und 172 verletzt wurden. Zu diesem Angriff fand am 6. Januar in Washington eine öffentliche Konferenz statt. Während einige Historiker die offizielle Fassung hinnehmen, daß es sich bei dem Angriff um einen Unfall handelte, bestehen Überlebende sowie eine Gruppe von Akademikern und ehemaligen Militärs darauf, daß es sich um einen absichtlichen Angriff handelte. Diese Ansicht wurde erneut bestätigt, als Kapitän zur See Ward Boston, der 1967 beim Marine-Untersuchungsgericht tätig war, eine eidesstattliche Erklärung abgab, wonach ihm Admiral Isaac Kidd, damals Vorsitzender dieses Gerichts, mitgeteilt habe, US-Präsident Lyndon Johnson und US-Verteidigungsminister Robert McNamara hätten eine Vertuschung des Vorfalls angeordnet. (Financial Times, 12.1.2004)

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Karl Jathos Doppeldecker
(Seitenansicht) - 1903
http://www.flyingmachines.org/jatho.html

Erster Motorflug durch Deutschen oder durch Amis?

Am 18.8.1903, vier Monate vor dem berühmten Flug der Gebrüder Wright in Kitty Hawk, Nord-Carolina, führte der Deutsche Karl Jatho einen Motorflug in der Vahrenwalder Heide bei Hannover durch, der von vier Augenzeugen notariell bestätigt wurde. Das selbstgebaute Flugzeug flog etwa 20 Meter knapp 30 cm über dem Boden. Jatho verbesserte diese Leistung drei Monate später mit einem 80 Meter langen Flug in einer Höhe von 2.70 m. Während der Woche des 100-jährigen Jubiläums des ersten Fluges der Gebrüder Wright erinnern sich viele an andere Pioniere der Luftfahrt, die durch die Berühmtheit des bekannten Duos in Vergessenheit gerieten. Karl Jatho starb anno 1933.

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Robert Kempner: Fälscher und Dieb

Der wegen seiner dubiosen Machenschaften während der Nürnberger Tribunale bekannte US-Ankläger Robert Kempner wurde nun auch noch als Dieb überführt: Er schaffte Tausende von Dokumenten beiseite und hortete sie in seinem zeitweiligen Heim in den USA, wo sie nun bei einer Haushaltsauflösung auftauchten - in Müllsäcken (Spiegel, 45/2003, S. 76).

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England veröffentlicht Luftbilder des 2. Weltkriegs

Fast 60 Jahre nach dem Krieg entschied Englands Keel University, britische Luftbilder von Kampfgebieten des Zweiten Weltkriegs öffentlich zugänglich zu machen, davon einen Teil auch online (www.evidenceincamera.co.uk/). Reuters verbreitete daraufhin das falsche Gerücht, einige vom Lager Auschwitz gemachte Aufnahmen würden den Holocaust beweisen, da auf ihnen Rauch aus Kremierungsgruben zu erkennen sei. (Spiegel, 19.1.2004)

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Greise wegen angeblicher Kriegsverbrechen verfolgt

Drei ehemalige SS-Männer kommen am 20.4.2004 - an Adolf Hitlers 115. Geburtstag - in La Spezia, Italien, vor Gericht. Gerhard Sommer, 83, Alfred Schonenberg, 83, und Ludwig Sonntag, 80, die alle einer Panzergrenadierdivision angehört hatten, wird eine Beteiligung an der Ermordung von 560 Personen in Sant'Anna di Stazzema im August 1944 vorgeworfen, als die toskanische Stadt im Rahmen von Partisanenbekämpfung umstellt wurde. Angeblich hätten die Angeklagten nicht Partisanen gejagt, sondern Frauen, Kinder und alte Leute massakriert. (ANSA, 13.1.2004)

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Greisenjagd auf Litauer

Der 82-jährige, in Gulfport, Florida, lebende gebürtige Litauer Algimantas Dailide ist nach Deutschland deportiert worden, nachdem ein US-Berufungsgericht den Antrag auf Aufenthaltserlaubnis in den USA verweigerte. Ein US-Richter hatte 1977 entschieden, Dailide habe bezüglich seiner Kriegszeit bei seiner Einreise in die USA anno 1955 gelogen. Nachdem ihm von jüdischen Untersuchungsbeamten der Sonderermittlungsbüros des FBI (OSI) vorgeworfen worden war, bei der Festnahme von Juden in Litauen mitgewirkt zu haben, war ihm seine US-Staatsbürgerschaft aberkannt worden. (AAP, 17.1.2003)

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Ehemaliger Lageraufseher soll deportiert werden

Ein US-Bundesrichter entschied Ende November 2003 auf Antrag des OSI, daß Johann Leprich, ein in den USA lebender ehemaliger Aufseher eines deutschen KLs, deportiert werden muß. Der 78-jährige gebürtige Rumäniendeutsche wird entweder nach Rumänien, Ungarn oder Deutschland abgeschoben. Leprich emigrierte 1952 in die USA und erhielt 1958 die US-Staatsbürgerschaft. Nachdem das OSI jedoch die NS-Vergangenheit Leprichs entdeckt hatte, beantragte es 1986 die Aberkennung der Staatsbürgerschaft. Leprich gab zu, während des Krieges in einem Totenkopf-Bataillon gedient zu haben, einer Abteilung der SS, aus der Wachen für KLs rekrutiert wurden. Leprich selbst diente im KL Mauthausen. Am Ende des Aberkennungsverfahrens 1987 zog Leprich offiziell nach Kanada um, jedoch tauchten Hinweise auf, daß er weiterhin in den USA versteckt lebte. Sein Fall wurde 1997 von der Kopfjäger-Fernsehsendung America's Most Wanted dargestellt, worauf er am 1.7. desselben Jahres verhaftet werden konnte. Er hatte sich hinter einem Brett unter der Kellertreppe im Haus seiner Familie nahe Detroit versteckt. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft, also seit 7 Jahren! (AP, 25.11.2003) Man vergleiche diesen Aufwand gegen einen legalen Immigranten mit de Untätigkeit, die US-Behörden gegenüber Millionen illegaler Immigranten an den Tage legen!

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Wiesenthal-Zentrum organisiert Hexenjagd

Laut der französischen Zeitschrift Metro (Ausgabe vom 16.1.2004) hat das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Rumänien eine Telefonnummer eingerichtet, unter der man Mitbürger denunzieren kann, die man einer Beteiligung an Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkrieges verdächtigt. Das Zentrum bietet für die Ergreifung solcher "Kriminellen" ein Kopfgeld von $10.000 an. Erst am 26.12.2003 hatte das Simon-Wiesenthal-Zentrum verkündet, eine ähnliche Denunziernummer in Österreich eingerichtet zu haben. Es ist nicht klar, ob dieser Bericht über Rumänien lediglich eine Wiederholung ist, wobei Metro Rumänien mit Österreich verwechselte hat. Aber in Anbetracht der Zuverlässigkeit heutiger Medien muß man wohl auf alles gefaßt sein.

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Fall Finta ändert kanadische Hexenjagd-Praxis

Imre Finta, ein ehemaliger Hauptmann der ungarischen Polizei, dem in Kanada Kriegsverbrechen vorgeworfen worden waren, starb kürzlich im Alter von 90 Jahren. Finta mußte sich im Zusammenhang mit der Deportation von 8.617 ungarischen Juden aus der Provinzstadt Szeged gegen die Vorwürfe Raub, Freiheitsberaubung, Entführung und Totschlag verteidigen. Die während des Verfahrens vorgelegten Beweise wiesen darauf hin, daß die Juden unter inhumanen Bedingungen in versiegelten Frachtwaggons nach Auschwitz oder zu Zwangsarbeit ins besetzte Europa deportiert worden waren. Viele starben auf dem Weg dorthin.

Eine Jury sprach Finta am 24.3.1994 in einer knappen 4:3-Entscheidung von allen Vorwürfen frei, was vom kanadischen Obersten Gerichtshof bestätigt wurde. Laut Juristen setzte diese Entscheidung des Obersten Gerichtshofs die Maßstäbe für eine Verurteilung so hoch, daß es seither schier unmöglich sei, eine Strafverfolgung gegen angebliche deutsche Kriegsverbrecher in Kanada durchzuführen. Laut Gericht muß nicht nur nachgewiesen werden, daß der Angeklagte die Intention hatte, ein Verbrechen zu begehen, wie etwa Mord oder Entführung, sondern auch, daß der Angeklagte erkannte, daß sein Handeln Teil eines Kriegsverbrechens war. Das Gericht erkannte auch als Rechtfertigungsgrund das Befolgen von Befehle an. Das gilt freilich auch für alle anderen Kriegsverbrechen - vergangene und zukünftige.

Die kanadische Regierung hatte erst vor wenigen Jahren das Strafrecht geändert, um die Verfolgung von Kriegsverbrechen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu erleichtern. Diese Änderung ging auf die Empfehlung einer Kommission im Jahre 1986 zurück, die ausschließlich die Verfolgung angeblicher Kriegsverbrechen der Achsenmächte zum Ziel hatte.

Finta war 1951 nach Kanada eingewandert, drei Jahre, nachdem ihn ein ungarisches Tribunal in Abwesenheit wegen "Verbrechen gegen das Volk" verurteilt hatte. 1956 erhielt er die kanadische Staatsbürgerschaft. (Canadian Jewish News, 1.1.2004)

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Angeblicher Kriegsverbrecher Morel in Israel sicher

Mit Entscheidung vom 7.12.2003 verweigerte Israel die Auslieferung des in Polen geborenen Juden Solomon Morel, 83. Aufgrund der Forschungsergebnisse John Sacks (Auge um Auge) wirf Polen ihm vor, im Nachkriegslager Swietochlowiche unsägliche Verbrechen gegen die dort inhaftierten deutschen Zivilisten begangen zu haben. Barbara Makosa-Stepkowska, Sprecherin des polnischen Justizministeriums, führte aus, Israel habe die Auslieferung verweigert, weil die gegen Morel erhobenen Vorwürfe nicht der israelischen Definition von Völkermord entsprächen. Morel soll 1.500 Lagerinsassen ermordet haben. Die 1992 eröffnete Untersuchung gegen Morel war das einzige Verfahren, das je gegen einen Juden wegen Mord an Deutschen eröffnet wurde. (JTA, 26.12.2003) Wo kämen Polen und Israel auch hin, wenn dort Völkermörder verfolgt würden?

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Säht islamische Zeitschrift Haß?

Der kanadische jüdische Kongreß (Canadian Jewish Congress) fordert Ermittlungen gegen eine moslemische Zeitschrift wegen Aufstachelung zum Haß. Die in British Columbia verlegte, der "Islamischen Bruderschaft" gewidmeten Zeitschrift The Miracle druckte in ihrer Ausgabe vom 19.12.2003 einen Beitrag ab, in dem die Juden als Anstifter der Weltwirtschaftskrise, der zwei Weltkriege, des Holocaust, der Kennedy-Ermordung, der Angriffe vom 11.9.2001 und einem Dutzend anderer Übel dargestellt werden. Es handelt sich bei dem Artikel um ein Internet-Essay des in Idaho ansässigen Anwalts Edgar J. Steele. Obwohl Herausgeber Nusrat Hussain mit diesen Ansichten nicht unbedingt übereinstimmte, rechtfertigte er ihre Veröffentlichung mit der Verteidigung der Redefreiheit. (JTA, 7.1.2004)

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Lettischer Vulgär-Revisionismus

Lettlands Sonderminister für Integration, Nils Muiznieks, forderte vom lettischen Generalstaatsanwalt, gegen die Zeitung DDD zu ermitteln, die es gewagt hatte, einen Artikel mit dem Titel "Geschichtsfälscher" zu veröffentlichen, worin ausgeführt wurde, daß Juden "Legenden über Gaskammern verbreiten, in denen sechs Millionen Jidden starben. Das ist eine von Jidden-Historikern zusammengestellte geschichtliche Lüge." Muiznieks sagte, der Beitrag "kann in der breiteren Öffentlichkeit gefährliche Folgen haben und die Ehre und Würde einer bestimmten ethnischen Gruppe öffentlich unterminieren." (Washington Jewish Week, 26.6.2003)

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Die 100 peinlichsten Berliner

Karikatur greift Holocaust-Kult an

Lea Rosh, die sich wegen ihres unermüdlichen Einsatzes zur Errichtung des Berliner 'Holocaust'-Denkmals hervorgetan hat, wurde von der Berliner Zeitschrift Tip zur peinlichsten Berlinerin des Jahres 2003 erkoren.

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Der Tätowierer von Auschwitz

Eine weitere Geschichte eines 'Holocaust'-Überlebenden erschien in der Dezember-Ausgabe (2003) der Australian Jewish News. Lou Sokolov behauptet, sein Überleben des Lagers Auschwitz sei ein Wunder, weil er "einer der wenigen Juden" sei, die das Krematorium betraten und lebend wieder heraus kamen. Zwischen August 1942 und Ende 1944 will Sokolov zusammen mit anderen die Arme von 200.000 Juden aus Holland, Belgien, Jugoslawien, Norwegen, Deutschland, Griechenland, Italien, Lettland, Österreich und Ungarn tätowiert haben.

"Wenn zwei Männer, einer tot, der andere lebendig, mit der gleichen Nummer registriert worden waren, mußte Sokolov ins Krematorium gehen und die Nummer auf dem Arm des Toten identifizieren."

Er erinnert sich, täglich Selbstmorde von Leuten erlebt zu haben, die sich selbst in den Starkstromzaun warfen - obwohl das andere Ende das Lagers offen war!

"Am 19.1.1945, als die Russen sich näherten, gesellt sich Sokolov zu einer der letzten Gruppen, die von Birkenau wegmarschierten."

Das hört sich so an, als sei ihm - wie Elie Wiesel - die Wahl gestellt worden, entweder zu bleiben und von der Roten Armee "befreit" zu werden, oder mit den Deutschen wegzugehen. Anscheinend entschied er sich, bei seinen geliebten, grausamen Massenmördern zu bleiben.

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Hakenkreuz ein Verbrechen in New York?

Im Landesparlament des US-Staates New York wurde ein Gesetzentwurf eingereicht, der das Sprühen von Hakenkreuz-Graffitis zu einem Verbrechen erklärt, mit einem Strafrahmen von einem bis zu vier Jahren Gefängnis. Der Entwurf wurde laut der Zeitung Brooklyn Papers nach einigen anti-jüdischen Vorfällen in den Stadtteilen Brooklyn und Queens im Dezember 2003 eingeführt. Graffitis sind bisher nur als Ordnungswidrigkeit eingestuft. (JTA, 31.12.2003)

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Mehr über Ernst Zündels Leidensweg

In seinem Buch Covert Entry. Spies, Lies and Crimes inside Canada's Secret Service legt der Autor Andrew Mitrovica u.a. dar, Kanadas Sicherheitsdienst CSIS habe von dem 1995 auf Zündel versuchten Bombenanschlag gewußt, seine Informationen aber nicht an Polizei und Post weitergegeben.

Das "Beweis"-Material im laufenden Verfahren gegen Zündel stammt primär von diesem CSIS. Der Antrag von Ernst Zündels Anwalt Doug Christie, dieses Buch als Beweis für die mörderische Voreingenommenheit des CSIS in sein Verfahren einzuführen, wurde von Richter Blais abgelehnt, der 1995 Generalstaatsanwalt des CSIS war. Der daraufhin von Christie gestellte Befangenheitsantrag gegen Blais wurde freilich von Blais ebenso abgelehnt.

Inzwischen wurde Ernst Zündel sogar untersagt, sich mit anderen Gefangenen zu unterhalten, da man wohl befürchtet, dieser charismatische politische Gefangene könnte andere Mitgefangene politisch beeinflussen.

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Plantin behält akademische Grade

Am 13.1.2004 wies die Berufungsinstanz des Lyoner Verwaltungsgericht die Berufung der Universität Lyon zurück und bestätigte damit, daß dem französischen Revisionisten Jean Plantin seine akademischen Grade nicht entzogen werden können. (Vgl. VffG 3&4/2003, S. 475)

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Frankreich: Humor ist antisemitisch

Der während eines gespielten Witzes als orthodoxer Jude verkleidete französische Kabarettist Dieudonne M'Bala beendete seinen im Dritten französischen Fernsehen ausgestrahlten Sketch mit den Worten "Man kann es nicht jedem recht machen," gefolgt von einem "Heil Israel" und einem Hitler-Gruß. obwohl sich der Sender entschuldigte, wurde ein Strafermittlungsverfahren eingeleitet. (JTA, 24.12.2003)

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Französischer Revisionist wegen Revisionismus verhaftet

Im Verfahren gegen den 34-jährigen französischen Revisionisten Vincent Reynouard, Vater von vier Kindern, Verfasser eines Buches und einer Video-Kassette über die Tragödie von Oradour-sur-Glane und Herausgeber der revisionistischen Zeitschrift Sans Concession (Ohne Konzession, vormals Le Révisionniste), wurde am 12.12.2003 in Limoges das Urteil gefällt. Der von Eric Delcroix brillant verteidigte Reynouard stand wegen "Versuch der Rechtfertigung von Kriegsverbrechen" vor Gericht, angeblich begangen durch die genannte Video-Kassette. Das Verfahren wurde in drei Stunden durchgezogen, wobei der Vorsitzende Richter François Casassus-Builhé eine schockierende Parteilichkeit an den Tag legte. Er verbot die Vorführung des Corpus Delicti sowie das Kreuzverhör des einzigen Zeugen der Anklage. Der Nebenkläger der LICRA (Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus) was dagegen zurückhaltend. Der Staatsanwalt fordert ein Jahr ohne Bewährung. Das Gericht verhängt schließlich ein Jahr, davon neun Monate für drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt, sowie eine Geldstrafe von €10.000 und eine symbolische Entschädigungssumme von einem € für die drei Nebenkläger. Alle von der belgischen Polizei beschlagnahmten Gegenstände wurden eingezogen. Reynouards 'Mittäter' Guy Dubois erhielt drei Monate auf Bewährung und eine Geldstrafe von €2,000. Das Verfahren wurde in Frankreich von der Propaganda der üblichen Medienhysterie begleitet (vgl. VffG 3&4/2003, S. 476; 2/2001, S. 239).

"Ich will einen Anwalt, und ich will mit meinen Geschäftspartnern Cheney, Rumsfeld und Pappabush sprechen. Die können für mich bürgen."

Frage: Wenn es 200.000 US-Soldaten und acht Monate braucht, um einen greisen ‚Despoten' zu fangen, was bräuchte man... hoppla! Verzeihung. Es hat so lange gedauert, den greisen 'Despoten' zu fangen, daß ich den Rest der Frage vergessen habe.

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Deutscher Menschenrechtsverein verfolgt

Wie berichtet, wurde am 9.11.2003 in Vlotho der "Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocausts Verfolgten" gegründet (vgl. VffG 3&4/2003, S. 448). Diese Menschenrechtsorganisation möchte sich für all jene einsetzen, die das größte Tabu der westlichen Gesellschaft ungehindert untersuchen wollen.

Kurz nach Gründung des Vereins wurden dessen Büroräume durch die Polizei durchsucht und gegen die führenden Mitglieder des Vereins (Horst Mahler, Otto Chors, Ursula Haverbeck-Wetzel) Strafverfahrens wegen "Leugnung des Holocaust" eingeleitet. (tageszeitung, 13.12.2003)

Jeder, der diesen Menschenrechtsverein unterstützen will, sei dazu herzlich aufgerufen: Kontakt über Horst Mahler, Weidenbusch 13, D-14532 Kleinmachnow. Die Mitgliedschaft beträgt zur Zeit €10/Monat.

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€3.600 Strafe für revisionistische Aussagen

Weil er in seinem Blatt Deutsche Standpunkte u.a. die deutschen Zensurgesetze kritisiert und sich auf die Meyerschen Opferzahlen des KL Auschwitz berufen hatte, wurde der Stuttgarter Martin Pape (75) zu einer Geldstrafe von €3.600 verurteilt. (StZ, 12.9.2003)

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Beschlagnahmung eines historischen Nachdrucks

Im Herbst 2002 wurde der vom Bohlinger-Verlag nachgedruckte historische Band Jüdischer Imperialismus beschlagnahmt. Das von Gregor Schwartz-Bostunitsch verfaßte Werk war erstmalig 1939 im Verlag Theodor Fritsch (Leipzig) erschienen und nach dem Krieg von den alliierten Besatzungsbehörden auf den Index auszusondernder Literatur gesetzt worden, dem die bundesdeutschen Behörden offenbar immer noch Tribut zollen.

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Deutschlandlied nicht strafbar

Die Lage im Land der Deutschen ist dermaßen pervers, daß es eines Gerichtsurteils bedarf, um festzustellen, daß es nicht verboten ist, die Nationalhymne zu singen. Dies war nötig geworden, weil die Polizei während einer Kundgebung in Lüneburg am 29.11.2003 eine Musikkassette beschlagnahmt hatte, von der das Deutschlandlied in allen drei Strophen abgespielt worden war. Der Eigentümer mußte sich das Recht erstreiten, die Nationalhymne öffentlich abspielen zu dürfen. Das AG Lüneburg gewährte ihm dies (15.12.2003, Az. NZS Gs 419/03).

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Medienaufsicht sperrt Internetseiten

Die NRW-Medienaufsicht verfügte die sofortige Sperrung zweier rechter Internet-Seiten. Die betroffenen Zugangsanbieter können dagegen Einspruch erheben, der jedoch erstens kaum erfolgen wird und zweitens in der Vergangenheit immer abgelehnt wurde. (SZ 14.9.2003)

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Bewährungsstrafe für NPD-Unterschriftensammler

Weil er für die NPD Unterstützungsunterschriften sammelte, wurde Janus Nowak vom AG Balingen zu zehn Monaten auf Bewährung, €2.500 Strafe und dreijährigem Entzug des Wahlrechts verurteilt. Nowak war vorgeworfen worden, die Namen angeblicher Unterstützer selbst eingetragen und Unterschriften gefälscht zu haben. Obwohl ein Schriftsachverständiger aussagte, Nowak könne nicht nachgewiesen werden, Unterschriften gefälscht zu haben, schenkte die Richterin den Zeugen Glauben, die verneinten, jemals für die NPD unterschrieben zu haben. Angesichts der Folgen, die das öffentliche Eingestehen einer Unterstützungsunterschrift für die NPD für jeden Zeugen haben kann - soziale Ausgrenzung, Medienkampagnen, Berufsbenachteiligung und -verlust - wird man annehmen können, daß die Zeugen bei ihren Aussagen weniger die Wahrheit als Selbstschutz im Sinn hatten. (Deutsche Stimme, 6/2003)

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Reiseverbot für Revisionist

Weil er sich mit seinen revisionistischen Meinungsäußerungen wiederholte strafbar gemacht habe, will die Bezirksregierung von Bregenz dem Österreicher Walter Ochensberger die Ausstellung eines neuen Reisepasses verweigern (Bezirkshauptmannschaft Bregenz, 4.7.2003, Az. BHBR-III-2003/ 003).

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Kapriolen der Vergangenheitsbewältigung

Das auf dem Wiener Zentralfriedhof befindliche Ehrengrab von Major Walter Nowotny, einer der erfolgreichsten Jagdflieger des Zweiten Weltkriegs, soll abgerissen und der Held umgebettet werden, weil er im Krieg für die falsche Seite kämpfte (Kronen Zeitung, 26.6.2003).

Die Gemeinde Marienfels im Taunus fordert den Abriß einer Gedenkstätte zum ehrenden Angedenken an die Gefallenen des 1. Panzer-Korps. Dem könne nur abgeholfen werden, wenn der Kameradschaftsverband, Errichter des Denkmals, sicherstelle, daß nur Angehörige des Verbandes, Familienangehörige und Zeitzeugen des Kriegsgeschehens" bei Gedenkfeiern zugegen sind. (UN 11/2003, S. 12) Einem potentiellen Heldenkult soll damit vorgebaut werden.

Die Nauroder Rudolf-Dietz-Grundschule muß umbenannt werden, da der Heimatdichter NSDAP-Mitglied war und ideologisch angehauchte Gedichte schrieb. Auch viele Straßen, die Dietzes Namen tragen, warten nun auf ihre Bewältigung (Neues Deutschland, 14.8.2003).

1927 gewann der Österreicher Julius Wagner-Jauregg den Nobelpreis in Medizin für seine Malaria-Forschung. Nach ihm sind viele Straßen und Plätze in Österreich benannt. Nun wurde "enthüllt", daß Wagner-Jauregg nicht nur NSDAP-Mitglied war, sondern zudem die Zwangssterilisierungsmaßnahmen des Dritten Reiches sowie dessen Rassereinheits-Ideologie verfocht. (The Scotsman, 25.1.2004)

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Frankreich ernennt Holocaust-Sondergesandten

Am 21.11.2003 veröffentlichte das offizielle französische Regierungsmagazin (Journal officiel de la République française) einen Erlaß des Vortages, mit dem die Ernennung eines "Botschafters für die internationale Dimension der Shoah [Holocaust], für Raub und Erinnerungspflicht" verkündet wurde. Jacques Huntzinger, generalbevollmächtigter Minister 1. Klasse, wird dieser Botschafter sein. Der Erlaß wurde vom französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac, von Premierminister Jean-Pierre Raffarin und von Außenminister Dominique de Villepin unterzeichnet.

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Griechenland führt Holocaust-Gedenktag ein

Griechenland verkündete Ende November 2003 die Einführung eines Holocaust-Gedenktages für die im ‚Holocaust' umgekommenen griechischen Juden. Der griechische Innenminister sagte, die Regierung werde dem Parlament vorschlagen, den 27. Januar - den Jahrestage der Besetzung des Lagers Auschwitz durch die Rote Armee - zum Gedenktag der griechischen Holocaustopfer zu ernennen. Es wird behauptet, daß mehr als 90% von Griechenlands 80.000 Juden in deutschen KLs umkamen. Diese Ankündigung erfolgte einen Tag, nachdem das in Los Angeles ansässige Simon-Wiesenthal-Zentrum den Ratschlag ausgegeben hatte, Juden sollten die im Jahr 2004 in Griechenland stattfindenden Olympischen Spiele wegen des dortigen angeblich antisemitischen Klimas nicht besuchen. (AJN, 28.11.2003)

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Wehrmacht-Helme erzeugen Bauchgrimmen in Israel

Wie berichtet wird, weigern sich israelische Soldaten, die von den USA gelieferten Stahlhelme zu tragen, die sie wie "Nazis" aussehen lassen. Die Zeitung Ma'ariv berichtete, eine ungenannte Zahl von Wehrpflichtigen und Reservisten bevorzuge es, ohne den neuen Kopfschutz zu bleiben, dessen Form und Ohrenschutz die Helme wie Wehrmachtshelme aussehen lassen. Ein Sprecher des Militärs verwarf diese Ansicht und verwies darauf, daß diese billigen US-Helme in Zeiten der Finanzengpässe ein echtes Schnäppchen seien. (JTA 4.1.2004)

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Israels Wahnsinn der Wahrheit

Stockholms Museum Nationaler Antiquitäten beherbergte eine Ausstellung mit dem Titel "Einen Unterschied machen", wo ein Ausstellungsstück mit dem Titel "Schneeweißchen und der Wahnsinn der Wahrheit" ein kleines Segelboot mit dem Bild des Selbstmordattentäters Hanadi Jaradat in einem Teich blutrot gefärbten Wasser zeigte. Im Hintergrund spielte klassische Musik. Der Künstler "hoffte, dies würde zu einem künstlerischen Dialog führen". Der israelische Botschafter in Schweden zerstörte dieses Exponat jedoch kurzerhand, und zwar am Abend einer von der schwedischen Regierung abgehaltenen Internationale Konferenz über Völkermord. (AFP, 17.1.2004)

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Deutscher wegen Hilfe für Hisbollah verurteilt

Am 14.1.2004 fand ein israelische Gericht einen Deutschen schuldig, sich zum Zweck der Durchführung von terroranschlägen in Israel mit Hisbollah verschwört zu haben. Stephan Smyrek, 27, wurde von drei Richtern des Tel-Aviver Bezirksgerichts verurteilt, weil er Information an Hisbollah weitergeleitet und dieser bei der Planung von Selbstmordattentaten geholfen habe. Er wurde jedoch vom Vorwurf freigesprochen, einen solchen Anschlag selbst durchführen zu wollen. (International Policy Institute for Counter-Terrorism, Israel, www.ict.org.il/spotlight/det.cfm?id=309)

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Der Preis des Verpfeifens

Mordechai Vanunu, 49, der 1986 in einem Interview mit der Sunday Times über Israels Atomprogramm geplaudert hatte, wurde deshalb anschließend in Israel zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Entlassung steht für den 21.4.2004 an. Sie soll jedoch erst erfolgen, nachdem er eine Verpflichtungserklärung unterzeichnet hat, daß er keine weiteren Geheimnisse preisgeben wird. (The Age, 6.1.2004)

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Rachel Corrie Denkmal von Israel zerstört

Wie in VffG 3&4/2003 berichtet (S. 340-343), wurde die heldenhafte jüdische Freiwillige Rachel Corrie in Rafah, Gaza, im März 2003 zu Tode gewalzt, als sie einen israelischen Bulldozer daran zu hindern versuchte, ein palästinensisches Haus zu zerstören. Als Reaktion darauf bauten die Palästinenser das Haus, das sie zu schützen versuchte, wieder auf und wandelten es in eine Gedenkstätte sowohl für Rachel Corrie als auch für Nuha Swaidan um, eine schwangere palästinensische Frau, die gleichfalls während einer Häuservernichtung in Gaza zu Tode gewalzt worden war. Der Eigentümer dieses Mahnmals erhielt jedoch am 29.9.2003 prompt eine Abbruchbenachrichtigung. Das Haus ist Eigentum des Ehepaars Bait Arabiya und Salim Shawamrah sowie ihrer sieben Kinder, die bisher viermal mit zusehen mußten, wie ihr Heim zerstört wurde. Die offizielle Begründung für diesen Abbruchbefehl ist, daß es für das Haus keine Baugenehmigung gebe. In der Zwischenzeit haben Rachel Corries Eltern das Arabiya-Grundstück besucht und ihre Absicht erklärt, diese Familie zu unterstützen, und sie wurden zudem von Präsident Arafat empfangen (siehe Bild). Das Grundstück Bait Arabiyas ist zu einem Symbol des friedlichen Widerstandes nicht nur gegen die Besetzung geworden, sondern auch gegen Israels andauernde Kampagne zur völligen Vertreibung der Palästinenser.

(http://english.aljazeera.net/NR/exeres/8CA366FF-E2DC-469A-B605-584AFFF15545.htm)

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US-Filmfälschung zu NS-Vernichtungslagern

Jack Glenn war in den 30er und 40er Jahren Redakteur der US-Filmserie "March of Time", mit der die US-Bevölkerung politisch "aufgeklärt" wurde. Als ein von Glenn 1938 nach Deutschland gesandtes Filmteam über keine Grausamkeiten zu berichten wußte, ließ Glenn kurzerhand in einem Studio in Staten Island ein "Nazi-Vernichtungslager" mit Gaskammern und jeder Menge Horror errichten. Dies wurde bereits im Februar 1981 im Sunday Report mittels einer AP-Pressemeldung über den Nachlaß des damals verstorbenen Glenn veröffentlicht. (Opposition, 6/2001, S. 51)

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Kainsmal

In der Ausgabe vom 14.11.2003 von Forward (S. 9), einer der größten jüdischen Zeitschriften der USA, findet sich folgende Aussage von Rabbi Eric Yoffe, Präsident der Union for Reform Judaism (Union für reformiertes Judentum):

"Und in Europa, das das Kainsmal für seine Komplizenschaft am Holocaust trägt, wurde der arabisch-israelische Konflikt zu einem Mittel der Schuldvergebung. Indem sie die Israelis von Opfern zu Nazis machen, versuchen sie [nichtjüdische Europäer], ihr Gewissen dadurch zu erleichtern, daß sie ihre eigenen Sünden auf uns [die Juden] abladen."

Diese Aussage ist aus zwei Gründen interessant. Erstens zeigt sie, daß die Holocaust-Doktrin tatsächlich von bestimmten Gruppen einflußreicher Juden als ein ideologischer Rammbock gegen alle nichtjüdischen Europäer benutzt wird. Man beachte, daß Rabbi Yoffe ganz Europa mit dem Kainsmal versieht. Wenn es gesellschaftlich und moralisch akzeptabel ist, daß jüdische Gruppen wie ADL als ihr Ziel verkünden, die Diffamierung des jüdischen Volkes zu beenden, so sollte das gleiche auch für nichtjüdische Europäer gelten. Gleiches Recht für alle. Es sollte daher für nichtjüdische Europäer gesellschaftlich und moralisch akzeptabel sein, sich für die Offenlegung von Lügen und Übertreibungen der Holocaust-Ideologie einzusetzen, die dazu benutzt wird, alle nichtjüdischen Europäer zu diffamieren. Dies ist einer der Gründe, warum die VffG so wichtig sind. Indem sie Holocaust-Lügen und -Übertreibungen offenlegt, hilft diese Zeitschrift, die Diffamierung der europäischen Völker zu beenden.

Doch das Zitat von Rabbi Yoffe ist noch aus einem zweiten Grunde wichtig. Es legt das heuchlerische doppelte Maß bloß, das die heutige moderne Gesellschaft durchdringt. Es ist eine historische Tatsache, daß Personen jüdischer Herkunft die wichtigste treibende Kraft hinter dem Aufstieg des totalitären Kommunismus waren, der seinerseits Elend und Tod über Millionen nichtjüdischer Menschen brachte. Es ist zudem eine geschichtliche Tatsache, daß es in den jüdischen Gemeinden weltweit ein erhebliches Maß an Sympathie mit dem Kommunismus gab. Man stelle sich nun vor, ein führender europäischer oder amerikanischer Politiker würde etwas Ähnliches sagen wie Rabbi Yoffe:

"Und in der jüdischen Gemeinde, die das Kainsmal für seine Komplizenschaft an den Verbrechen des Kommunismus trägt, wurde der Nazi-Holocaust zu einem Mittel der Schuldvergebung. Indem sie alle nichtjüdischen Europäer zu Holocaust-Tätern machen, versuchen die Juden, ihr Gewissen dadurch zu erleichtern, daß sie ihre eigenen Sünden auf die Nichtjuden abladen."

Jeder europäische oder amerikanische Politiker, der eine solche Aussage machte, würde umgehend als "bösartiger Antisemit" gebrandmarkt werden. In einigen europäischen Ländern würde er gar wegen Aufstachelung zum Haß strafverfolgt werden. Die heutigen westlichen Gesellschaften erlauben es den Juden, den "Holocaust" als ideologischen Rammbock gegen Nichtjuden zu verwenden. Den Nichtjuden hingegen ist es absolut verboten, die Verbrechen des Kommunismus als Rammbock gegen die Juden zu verwenden. Heuchelei überall. Paul Grubach

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Holocaust - Wahrheit und Irrtum in der FAZ

"Raul Hilberg [...] und Ernst Nolte [...] kommen darin überein, daß man die Augenzeugenberichte des gefeierten Elie Wiesel nur mit äußerster kritischer Aufmerksamkeit lesen sollte. Hilbergs bislang letztes Buch, das großartige Alterswerk ‚Quellen des Holocaust', hat stillschweigend von manchen der berühmtesten, offenbar aber auch wenig zuverlässigen Zeugen wie Kurt Gerstein und Jan Karski Abschied genommen. So sind der Leugner und der Propagandist komplementäre Figuren unserer Zeit."

Dieses Zitat entstammt der FAZ vom 7.10.2003, S. L 37. Zu Hilbergs Großartigkeit vgl. Grafs Rezension in VffG 1/2003, S.107-114.

In der FAZ vom 24.1.2004 las man in der Inhaltsangabe auf der ersten Seite:

"Ein Archivfund beweist, Hitler gab die Anweisung zur Ermordung der französischen Juden."

Schlägt man dann die Seite 33 auf, dann findet man die Ablichtung eines Vermerkes von Himmler, der da schreibt:

"Zu Punkt 3): Der Führer hat die Anweisung gegeben, daß die Juden und sonstigen Feinde in Frankreich verhaftet und abtransportiert werden. Das soll jedoch erst erfolgen, wenn er mit Laval darüber gesprochen hat. Es handelt sich um 6 - 700 000 Juden."

Dazu ein Leserbrief in der NZZ vom 4.3.2003, S. 48:

"Das fragliche Dokument [...] findet sich vielmehr bereits in der im Jahr 1990 in der DDR von Ludwig Nestler und Friedel Schulz herausgegebenen Dokumentenedition ‚Die faschistische Okkupationspolitik in Frankreich (1940-1944)' (in der Reihe ‚Europa unterm Hakenkreuz'), dort auf Seite 241 folgende, mit Nachweis aus dem Bestand des Zentralen Staatsarchivs Potsdam, Film Nr. 3609. Insofern dürfte der von der ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung' mit dem Gestus des Sensationellen präsentierte Fund, der im Übrigen keineswegs einen Hitler-Befehl zum Judenmord enthält, auch für die Historiographie in der Bundesrepublik nicht unbekannt gewesen sein."

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Anerkennung historischen Völkermords gescholten

Im Dezember 2003 hat der Schweizer Nationalrat, nach bisher 15 anderen Parlamenten, den während des Ersten Weltkriegs in der Türkei verübten Völkermord an den Armeniern ‚anerkannt', d.h. als historische Tatsache bestätigt. Recht scharfe Kritik an diesem Entscheid übte am 21.12.2003 in der Neuen Zürcher Zeitung der Historiker Jörg Fisch, der an der Universität Zürich neue Geschichte lehrt:

"Der Nationalrat kann bestimmen, was sein soll. Aber er kann nicht entscheiden, was ist, genauer: was wahr ist."

Der Historiker führte Argumente ins Feld, die jedem Holocaust-Revisionisten bekannt vorkommen:

"Die Frage, ob in Armenien 1915 ein Völkermord stattgefunden hat, betrifft eine historische Tatsache oder, emphatischer ausgedrückt, sie betrifft die historische Wahrheit. Für dessen Feststellung bestehen bestimmte Verfahren. Diese beruhen nicht auf Mehrheitsbeschlüssen, sondern sie bilden sich in einem komplizierten wissenschaftlichen Prozess heraus, in dem sich Argumente, Logik und Beweistechniken miteinander verbinden. Ein solches Verfahren ist nie wirklich abgeschlossen. Jeder Vorgang kann im Lauf der Zeit wieder in verändertem Licht erscheinen, weil neue Tatsachen oder neue Argumente eingebracht werden. Aus Gewissheit kann Ungewissheit, aus Ungewissheit Gewissheit werden, und kein Mensch und kein Parlament kann sagen, wie sich der Sachverhalt in Zukunft darstellen wird."

Für die Prüfung "sogenannter unumstößlicher Tatsachen", schreibt Fisch weiter, seien Parlamente nicht zuständig und könnten es als Organe der Macht gar nicht sein, "es sei denn, sie verstehen sich in traditionellem Sinne als religiöse Autoritäten, die ihren Untertanen vorschreiben, was sie zu glauben haben." Wahre Worte! Hätte Prof. Fisch dasselbe in Bezug auf den behaupteten Holocaust an den Juden geschrieben, so hätte keine Neue Zürcher Zeitung seinen Artikel abgedruckt; er hätte ihn in einem Außenseiterblatt veröffentlichen müssen, und seine Stelle als Professor wäre er vielleicht schon los.

 

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Stand: 5.3.2003


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