Nachrichten aus der Rubrik »In Kürze« aus VffG 4/2004


Erpreßte Aussagen

Ladislav Niznansky, 87, soll im 2. Weltkrieg 164 Menschen in der Slowakei ermordet haben, weshalb er Anfang 2004 verhaftet wurde. Dokumente beweisen jedoch, daß die gegen ihn vorliegenden Beweise von einem tschechischen Schauprozeß stammen, das Niznansky 1962 in Abwesenheit zum Tode verurteilte:

»So sagte ein Beteiligter des damaligen Verfahrens aus, ein Ermittler habe ihn ›mit einer Pistole bedroht‹. Ein zweiter Zeuge gab zu Protokoll, er habe Niznansky ›unter psychischem und physischem Druck‹ belastet. Jan Holbus, ein weiterer Belastungszeuge von einst, erklärte bei einer Vernehmung im Jahr 2001, man habe ihm damals gedroht, er werde ›den Raum mit den Füßen zuerst verlassen‹, sollte er nicht aussagen, wie die Anklage dies wünscht.« (Focus, 9.2.2004)

Zur gleichen Zeit wurden damals in Polen die Zeugenaussagen für den in Vorbereitung befindlichen Auschwitz-Prozeß mit ähnlichen Methoden präpariert.

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Auschwitz-Erinnerung führt zu Dusch-Verweigerung

Altenheime in Chicago organisieren ihre Bewohner nach ethnischer Zugehörigkeit. Bei den Juden wird darauf geachtet, daß ältere Bewohner nicht durch eine Dusche an den Holocaust erinnert werden können. (Yahoo News, 12.10.2004) Diese Juden müssen in Auschwitz richtige Wasserduschen erlebt haben, denn sonst würden sie nicht ihre alten Tage in Chicago verbringen.

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Verlag kündigt Hochhuth-Memoiren

Die Deutsche Verlags-Anstalt (DVA) in München hat den Vertrag mit Rolf Hochhuth zur Veröffentlichung von dessen Memoiren zurückgezogen.

Grund ist die Äußerung Hochhuts, es sei »idiotisch, David Irving als Holocaust-Leugner zu bezeichnen,« u.a. weil Irving eine jüdische Mutter habe (Junge Freiheit, 18.2.05; Tagesspiegel, 19.2.05; Berliner Morgenpost, 22.2.05), was Irving allerdings bestreitet. Der 74jährige Dramatiker hat sich inzwischen für seine Verteidigung Irvings entschuldigt. (dpa-FT 24.3.05).

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Ernst Zündel in deutschem Verließ

Nach über zwei Jahren Isolationshaft schob Kanada den deutschen Geschichtsdissidenten Ernst Zündel am 1.3.2005 nach Deutschland ab, weil seine Ansichten das Regime in Deutschland destabilisieren und er in Kanada in Kontakt zu Personen und Organisationen stand, die als potentiell gewalttätig gelten. Zündel sitzt nun in Mannheim in Untersuchungshaft in Erwartung seiner Verfahrens wegen »Volksverhetzung«. Wer ihm schreiben möchte: E. Zündel, JVA Mannheim, Herzogenriedstr. 111, D-68169 Mannheim (Vorsicht, Zensur!)

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Judenwitze verboten

Weil ein Amateur-Darsteller bei einer Live-Übertagung im Fernsehen Judenwitze erzählte, wurden die verantwortlichen Redakteure entlassen und ein Verfahren gegen den Sender Premiere bei der Landesmedienanstalt in München eröffnet. (Köln. Rundschau, 14.10.04) Ostfriesenwitze sind noch unverfänglich.

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Quod licet Jovi, non licet bovi

Wegen der massenhaften Verteilung der Denkschrift Die neue Sicht von Auschwitz, in der die Ansichten des Spiegel-Redakteurs Fritjof Meyer über Auschwitz erläutert und diskutiert werden, wurde gegen den Bremer Verleger Wieland Körner ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung eröffnet. (Weser Kurier, 8.7.04)

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Latussek wegen Auschwitzzahlen verurteilt

Während eines Rechenschaftsberichts hatte der Vizevorsitzenden des Bundes der Vertriebenen Paul Latussek darauf hingewiesen, daß es in Auschwitz nicht 6 Mio., sondern »nur« etwa 930.000 Opfer gegeben habe. Dafür wurde er angeklagt, jedoch freigesprochen. Der Bundesgerichtshof hob den Freispruch auf und verlangte, daß Latussek verurteilt wird. Mit der Herabsetzung der Auschwitz-Opferzahl habe er das Volk verhetzt (NJW 10/2005, S. 689-692). Daß Latussek mit seiner Opferzahl nahe der offiziell anerkannten liegt und weit über dem, was J.-C. Pressac und Fritjof Meyer verkündeten, die dafür nicht verfolgt wurden, wußte oder interessierte das Gericht nicht. Wir werden berichten.

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Stand: 14.4.2005


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