Aus der Forschung

Hgg. von Dipl.-Ing. Michael Gärtner, Dr. Ing. Andreas Niepel, Dipl.-Ing. Werner Rademacher,

Dr. phil. Wolfgang Meier und Dr. jur. Franz Schumacher

In dieser Rubrik berichten wir über neue Ergebnisse unserer Arbeit und geben Hinweise auf neue Erkenntnisse. Wir bitten unsere Leser um rege Beteiligung durch Hinweise auf weitere Informationen. Wir bitten weiter um Quellenangaben, in denen Ergänzungen zu finden sind. Wichtig ist hierbei, wo sie zu finden sind. Großen Wert legen wir auf Veröffentlichungen aus den Jahren unmittelbar nach Kriegsende, auch in
Fremdsprachen (möglichst mit Übersetzungen). Wer unsere Tätigkeit unterstützen will, wende sich an den Verlag. Wir können nicht alle Dokumente beschaffen, von denen wir Kenntnis haben, weil uns das Geld dazu fehlt. Wer hierzu Schwerpunkte setzen will, gebe als Verwendungszweck jeweils nur die Buchstaben an, die am Anfang des jeweiligen Punktes genannt sind.


Ausgrabungen in Belzec

In einer Pressemeldung vom 9.7.1998 meldete Reuters, daß bei Grabungen auf dem Gebiet des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Belzec Massengräber gefunden worden seien:

»[…] Eine polnische Mannschaft führte vor kurzem die umfassendsten archäologischen Untersuchungen durch, die je im Zusammenhang mit einer der Hauptstätten des Holocaust durchgeführt worden sind.. 33 bisher unbekannte Massengräber wurden lokalisiert.

›Dies war die erste archäologische Untersuchung dieser Größenordnung, die mit einem Rastersystem systematisch durchgeführt wurde, und wir haben viele Dinge gelernt‹ sagte Jacek Nowakowski, Direktor am [US-]Holocaust Museum, der das Projekt für die US-Seite koordiniert.

Einem Bericht von Robin O’Neill zufolge, einem britischen Gelehrten, der an dieser Untersuchung teilnahm, bohrte die Mannschaft in einem Abstand von jeweils 15 Metern Löcher von 6 Meter Tiefe.

›Die größten Massengräber… enthielten unverbrannte menschliche Überreste (Teile und Stücke von Schädeln mit Haaren und Haut daran). Die Bodenschicht der Gräber bestand aus einigen Zentimeter dickem menschlichen Fett.‹ Ein Grab enthielt unzerstörte menschliche Knochen, die so eng aneinander gepackt waren, das der Bohrer nicht hindurchdringen konnte‹, schrieb O’Neill.

Belzec war eines der sechs von den Nazis errichteten Vernichtungslager. Die anderen fünf waren Treblinka, Sobibor, Majdanek, Auschwitz-Birkenau und Chelmno.

Das Lager ging im März 1942 in Betrieb. Die Opfer wurden eng beieinander in vier Gaskammern getrieben und mit Kohlenmonoxidgas aus großen Flugzeugmotoren getötet, wobei es bei einigen bis zu 35 Minuten dauerte, bis sie starben. Ihre nackten Leichname wurden in Gräber geworfen. Es gab nur fünf dokumentierte Überlebende, von denen heute keiner mehr lebt.

Die Nazis hatten Belzec errichtet, um die jahrhundertealten jüdischen Gemeinden im südlichen und Östlichen Polen zu zerstören. Nachdem dies erreicht worden war, schlossen sie das Lager im Jahr 1942. Später versuchten sie, ihre Verbrechen zu kaschieren, indem sie die Leichen verbrannten und ihre Knochen zermahlten.

Nowakowski führte aus, daß die dieses Jahr entdeckten unverbrannten Leichen in die Tausende gingen und wahrscheinlich die Überreste derjenigen Juden seien, die dorthin gebracht wurden, um die Überreste der Opfer der Gaskammern zu verbrennen.

›Die Tatsache, daß damals viel mehr Menschen mit der Verbrennung der Leichen beschäftigt waren, als wir bisher geglaubt hatten, läßt vermuten, daß sie viel mehr Leichen zu verbrennen hatten. Wir werden womöglich die geschätzte Zahl der in Belzec umgekommenen höher ansetzten müssen, und das unterstreicht nur die große Bedeutung dieser Stätte‹, meinte er.

Von Alan Elsner, Reuters«

J. Pawlikowski hat in seinem Leserbrief in VffG 2(1) (1998), S. 70f., bereits auf diese Ausgrabungen hingewiesen. Bevor zu den Ergebnissen dieser Ausgrabungen definitive Aussagen getätigt werden können, müssen freilich zuverlässigere und fundiertere Quellen vorliegen als diese Pressemeldung.

Die Problematik des Falles Belzec wurde im wesentlichen bereits von F.P. Berg und A. Neumaier in dem Sammelband Grundlagen zur Zeitgeschichte (Grabert, Tübingen 1994) dargelegt. Aus der hier wiedergegebenen Pressemeldung geht hervor, daß ähnlich wie bei kurz nach dem Krieg in Treblinka durchgeführten Ausgrabungen auch in Belzec offenbar keine Spuren einer Massenvernichtung von 600.000 oder gar mehr Menschen gefunden werden konnten: Keine gigantischen aufgefüllten Massengräber oder Feuerungsstellen mit den unvermeidlich dabei auftretenden Veränderungen im Erdreich (Erdumschichtungen, Aschereste, Verkohlungen, Sinterungen), sondern lediglich die Gräber einiger Tausend Menschen. Zwar wurden offenbar Versuche unternommen, ein Teil der Leichen zu verbrennen bzw. zu verkohlen. Diese anscheinend nur teilweise erfolgreichen Kremierungen deuten allerdings eher daraufhin, daß man versuchte, Seuchengefahren abzuwenden, als auf einen ernsthaften Versuch, irgendwelche Spuren zu verwischen. Insofern stützen die in der Reuters-Pressemeldung enthaltenen Informationen die revisionistischen Thesen. Es bleibt abzuwarten, ob die menschlichen Überreste der gefundenen Opfer irgendeinen Rückschluß auf die Todesart ermöglichen.

Daß von den verantwortlichen Forschern das Fehlen derartiger Spuren einfach übergangen wird und die gefundenen Fakten nach Belieben verbogen werden, damit sie die offenbar falsche Grundthese dennoch stützen, kann eigentlich niemanden erstaunen, der die Psyche religiöser Fanatiker kennt. Wen wundert es daher, daß auch diese Entdeckung dazu herhalten muß, um die angebliche NS-Opferzahl wieder einmal nach oben zu schrauben.

Ob es überhaupt möglich ist, daß sich am Boden von Massengräbern eine mehrere Zentimeter dicke schwarze Fettschicht ansammelt, die auch nach 55 Jahren noch vorhanden ist, vermögen wir zur Zeit nicht zu sagen.

Die Aussage, bei den angeblichen Vergasungen in Belzec seien die Abgase eines großen Flugzeugmotors verwendet worden, taucht hier zum ersten Mal auf und beweist die rege Phantasie derjenigen, die bei der Schaffung und Verbreitung derartiger Meldungen beteiligt sind.

S. Crowell


 

Statistische Erhebungen zu ›Holocaust‹-Überlebenden

Bereits in VffG Heft 1(2) (1997), S. 69f., wurde darüber berichtet, inwieweit es möglich ist, aus der angeblich heute noch lebenden Zahl von ›Holocaust‹-Überlebenden die Anzahl der ›Holocaust‹-Überlebenden bei Kriegsende zu berechnen. Ausgangspunkt dessen waren verschiedene Pressemeldungen über die Anzahl der heute noch lebenden ›Holocaust‹-Überlebenden sowie deren heutige ungefähre Altersstruktur (1/3 »Kind-Überlebende«), wie sie in einem Schreiben der israelischen Amcha-Stiftung wiedergegeben war. Inzwischen hat Amcha in einer Pressemeldung die Anzahl der Mitte 1997 weltweit lebenden Überlebenden recht genau angegeben: zwischen 834.000 und 960.000, und auch eine zufriedenstellende Definition für einen ›Holocaust‹-Überlebenden abgegeben:

»jeder Juden, der zu einer Zeit in einem Land lebte, als dieses sich:

(Adina Mishkoff, Administrative Assistant Amcha, Jerusalem, E-mail <[email protected]> vom Mittwoch, 13.8..1997, 16:17:20 CDT, an: Multiple recipients of list H-HOLOCAUST <[email protected]>; E. Spanic, H. Factor, V. Struminsky, »Number of Living Holocaust Survivors«, Amcha Press Release, PO Box 2930, 91029 Jerusalem, 27.7.1997.)

Zudem hat Amcha Israel mit Schreiben vom 17.5.1998 bestätigt, daß etwa 1/3 die heutigen Überlebenden 1945 nicht älter als 16 Jahre war. Nähere Angaben zur heutigen oder gar damaligen Altersstruktur können zur Zeit auch die mit Amcha kooperierenden Spezialisten, wie etwa Prof. Alan Glicksman aus den USA, nicht machen (pers. Mitteilung).

Die in VffG 1(2) (1997) gemachten Berechnungen wurden nun mit diesen Zahlen noch einmal in leicht korrigierter Form durchgeführt, wieder unter der Annahme, daß die mittlere Lebenserwartung der Juden der der deutschen Durchschnittsbevölkerung entsprach bzw. entspricht (vgl. die Sterbetafeln in: Lexikon Institut Bertelsmann (Hg.), Ich sag dir alles, Bertelsmann, Gütersloh 1968). Neben der von Amcha angegebenen, heute angeblich anzutreffenden groben Altersverteilung haben wir zudem jene verwendet, wie sie im Atlas of Modern Jewish History (E. Friesel, Oxford Univ. Press, Oxford 1990) für die Juden in den 20er und 30er Jahren angegeben wird.

Die Ergebnisse dieser Berechnungen sind sehr empfindlich gegenüber Veränderungen der Randbedingungen. Da diese nicht genau bekannt sind, müssen wir darauf hinweisen, daß diese Zahlen nur Orientierungswerte darstellen. Ob es in Zukunft möglich sein wird, genauere Daten insbesondere über die Altersstruktur zu erhalten, darf allerdings bezweifelt werden.

Jüdische ›Holocaust‹-Überlebende nach Amcha, abgeleitet von den Sterbezahlen deutscher Sterbetafeln

 

Überlebende [%]

 

lebende ›Holocaust‹-Überlebende 1945

Alter

1945

1945 von
Ausgangs-
zahl [%]

1997 von
Ausgangs-
zahl [%]

1997 von
Überleb.
1945 [%]

Alter
1997

Altersstruktur nach Atlas of
Modern Jewish History

Altersstruktur 1/3 »Kind-
Überlebende
« 0-15 Jahre

 

 

 

 

1997: 834.000

1997: 960.000

1997: 834.000

1997: 960.000

0-4

89,5

72,0

80,4

52-56

217.231

250.050

82.644

95.129

5-9

88,5

66,5

75,1

57-61

256.332

295.059

117.078

134.766

10-14

87,5

58,0

66,3

62-66

256.332

295.059

189.391

218.004

15-19

86,0

45,5

52,9

67-71

247.643

285.057

378.783

436.009

20-24

83,0

30,5

36,7

72-76

273.711

315.063

550.957

634.195

25-29

78,0

15,5

19,9

77-81

186.818

215.043

516.522

594.558

30-34

73,0

5,5

7,5

82-86

291.089

335.067

550.957

634.195

35-39

66,0

1,0

1,5

87-91

334.535

385.077

413.218

475.646

40-44

61,0

0,2

0,2

92-96

360.603

415.083

275.478

317.097

45-49

54,0

0,0

0,0

97-101

382.326

440.087

172.174

198.186

50-54

47,5

0,0

0,0

102-106

351.914

405.081

103.304

118.912

55-59

40,5

0,0

0,0

107-111

325.846

375.075

68.870

79.274

60-64

33,0

0,0

0,0

112-116

286.745

330.066

17.217

19.819

65-69

24,5

0,0

0,0

117-121

265.021

305.061

17.217

19.819

70-74

15,0

0,0

0,0

122-126

165.095

190.038

0

0

>75

5,0

0,0

0,0

127-131

143.372

165.033

0

0

 

Total:

4.344.614

5.000.994

3.453.810

3.975.609

Die Zahl der ›Holocaust‹-Opfer entsprechende der Amcha-Definition wäre die Differenz zwischen der von uns errechneten Überlebendenzahl im Jahr 1945 und der Anzahl der Juden, die vor Beginn der jeweiligen NS-Verfolgungsmaßnahmen in den jeweiligen europäischen Ländern lebten. Die inflationäre Definition des Begriffes ›Holocaust‹-Überlebende durch Amcha macht diese Aufgabe allerdings recht schwierig. Anhand dieser Definition ist z.B. nicht klar, wie man die Hunderttausenden von Juden berücksichtigen soll, die von Stalin zu Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges in Zwangsarbeitslager deportiert wurden, oder die beim Rückzug der Roten Armee zu Beginn des Krieges freiwillig mit zurückwichen (vgl. W.N. Sanning, Die Auflösung des osteuropäischen Judentums, Grabert, Tübingen 1983, S. 53-136).

Nach Sanning und in Übereinstimmung mit anderen statistischen Untersuchungen befanden sich etwa 6,1 Millionen Juden in jenen europäischen Ländern – mit Ausnahme der Sowjetunion – die später unter den Einfluß des Dritten Reiches kamen. (Ebenda, S. 243; der Wert für Deutschland muß auf 539.000 erhöht und die Juden des Baltikums müssen zum Wert des besetzten Europa hinzugefügt werden.) Unzweifelhaft lebten etwa 3 Millionen Juden in der Vorkriegs-Sowjetunion, von den etwa eine Million in Gebieten lebten, die niemals von deutschen Truppen besetzt wurden. Somit lebten in den 20er und 30er Jahren etwa 8,1 Millionen Juden in den Gebieten, die später unter deutschen Einfluß gerieten. Nach unseren Berechnungen überlebten davon zwischen 3,45 und 5 Million den ›Holocaust‹, d.h. 3,1 bis 4,65 Millionen überlebten nicht.

Das Wort ›Holocaust‹ wird hier in Anführungszeichen gesetzt, weil diese Opferzahl nicht nur willkürliche Tötungen durch das NS-Regime beinhaltet (was eine wesentlich genauere Definition des Begriffes ›Holocaust-Opfer‹ wäre), sondern ebenso viele andere Kategorien, wie Opfer stalinistischer Massendeportationen, stalinistischer Arbeitslager, Opfer im regulärem Kampf (als Soldat, als Arbeitseinsatzkräfte oder als Opfer von Bombenangriffen) sowie im irregulären Kampf (Partisanen), Opfer nicht-deutscher Pogrome, natürliche Sterbeüberschüsse usw. All diese Ursachen werden die Zahl der Juden gegenüber der Zeit vor der NS-Herrschaft wahrscheinlich auf eine Million oder gar zwei Millionen verringert haben (vgl. dazu bei Sanning mehr). Somit wird die Zahl der tatsächlichen Holocaust-Opfer – folgt man den von Israel gelieferten offiziellen Zahlen – bei weniger als 3 oder gar 2 Millionen Juden liegen. Und ein derartiges Eingeständnis ist doch ein guter Anfang.

Man sollte bei Betrachtungen zu diesem Thema aber beachten, daß auch die Zahl der ›Holocaust‹-Überlebenden nicht frei von der Gefahr ist, aus finanziellen Erwägungen heraus manipuliert zu werden, denn schließlich fordern die verschiedenen jüdischen Organisationen ständig Wiedergutmachungen für an Überlebenden begangenes (oder nur behauptetes) Unrecht. (Beispielsweise: The American Jewish Committee, »Holocaust survivors in Eastern Europe deserve pensions from the German Government«, Offener Brief an die deutsche Bundesregierung, unterzeichnet von 83 US-Senatoren, New York Times, 17.8.1997 (VffG 1(4)(1997), S. 290); Erik Kirschbaum, »Jewish leader urges Bonn to pay Holocaust claims«, Reuter, Bonn, 19.8.1997; »Jewish group rejects offer to Holocaust survivors«, Reuter, Bonn, 24.8.1997; »Jewish group to issue list of holocaust fund recipients«, Reuter, New York, 17.9.1997.) Es kann daher nicht verwundern, daß R. Bloch, jüdischer Vorsitzender des Schweizer Holocaust Fonds, dessen Aufgabe es ist, Geld für jüdische ›Holocaust‹-Überlebende einzutreiben, Anfang 1998 verkündete, es gebe heute weltweit noch mehr als 1.000.000 Holocaust-Überlebende (Handelszeitung (Schweiz), 4.2.1998). Unter Annahme einer kontinuierlichen Entwicklung dürften wir daher in einigen Jahrzehnten mit einigen Millionen Überlebenden rechnen. Ungleich der Zeit vor knapp 2000 Jahren scheint daher heute eine permanente jüdische Wiederauferstehung stattzufinden …

G. Rudolf


 

Entdeckung oder "Wiederentdeckung"

Eine Entdeckung, die ich im Jahre 1979 bezüglich verschiedener Berichte gemacht hatte, die in der Prawda im Februar 1945 erschienen waren, und über die ich seit 1980 womöglich zehnmal in Büchern, Artikeln oder Konferenzen auf Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch berichtet habe, wurde jüngst in der Monatsflugschrift Smith’s Report als eine sensationelle und recht neue Entdeckung präsentiert. Es geht dabei um sowjetische »Beobachtungen«, veröffentlicht in der Ausgabe vom 2.2.1945 in der Prawda.

Smith’s Report (Juni 1998, S. 1,3,7)

»Eine aktuelles Beispiel dafür, wie CODOH die letzten Neuigkeiten der Holocaust-sprengenden Forschung anderen führenden Revisionisten zukommen läßt, kann anhand des Teamworks zwischen dem fähigen Forscher Samuel Crowell und David Irving gezeigt werden. Crowell grub den allerersten von den "Befreiern" von Auschwitz veröffentlichten Bericht aus, übersetzte ihn aus dem Russischen und kommentierte ihn: der verlogene Bericht eines sowjetischen Journalisten darüber, wie die Nazi-Vernichtungs-"Fabrik" wirklich funktionierte. Wenn man dies liest, wird klar, warum wir über die Befreiung von Auschwitz so wenig hören: Der Prawda-Korrespondent Boris Polevoi beschrieb ein Fließband, das die Lagerinsassen in brennende Gräben beförderte! Fans von David Irving werden angetan sein zu erfahren, daß der geschäftige Autor und ruhelose Forscher zunehmend geübt ist in der schmerzhaft erworbenen Fähigkeit der HTML-Programmierung, so daß er den von Crowell aus dem Russischen übersetzten Artikel mehr oder weniger ohne Hilfe in jenes Computer-Chinesisch übersetzen konnte, das nötig ist, um den Beitrag im Internet zu veröffentlichen.« [Seite 1]

»In London. England [sic!], veröffentlicht der revisionistische Historiker David Irving den ersten Bericht über das "befreite" Auschwitz – er erschien in Jahr 1945 in der Prawda – so wie es vom mit CODOH zusammenarbeitenden Forscher Samuel Crowell übersetzt und kommentiert wurde.« [S. 3]

CODOH steht für Committee for Open Debate on the Holocaust (Komitee für eine offene Debatte über den Holocaust). Seit Jahren leisten Bradley Smith und seine Mannschaft wichtige Beiträge für die Entwicklung des Revisionismus an US-Universitäten. Doch zurück zum Smith’s Report:

»Auschwitz: Der erste Bericht!

Am 2. Februar 1945 veröffentlichte die Prawda, Organ des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, einen Artikel, der in Kürze beschreibt, was die Truppen der Roten Armee vorfanden, als sie das Nazi-Zwangsarbeitslager Auschwitz überrannt hatten. Dieser Artikel, die erste Öffentliche Enthüllung der Existenz dieser Stätte, überrascht durch das, was er nicht erwähnt.

[Übersetzt und kommentiert von "Samuel Crowell" (Pseudonym), 8.5.1998]

Der Streit zwischen Revisionisten und Nicht-Revisionisten dreht sich darum, ob die Liste der Nazi-Greuel, auch wenn letztlich auf Fakten basierend, so doch auch aus einer erheblichen Anzahl von Legenden besteht. Ob aber nun Tatsache oder Legende: Jede Greuelbehauptung sollte in ihrem jeweiligen historischen Kontext betrachtet werden, so daß der Forscher entweder verstehen kann, wie die Tatsachen bekannt wurden, oder, wie sich die Legenden in den Köpfen der Leute bildeten.

Der erste Pressebericht über das Lager Auschwitz-Birkenau ist daher von besonderem Interesse für die Historiker, unabhängig davon, wie sie die Auschwitzberichte bewerten.

Der folgende Artikel von Boris Polevoi erschien ursprünglich am Freitag, den 2. Februar 1945, weniger als eine Woche nach der Befreiung des Lagers am 27. Januar 1945, in der sowjetischen überregionalen Zeitung Prawda. Dies war mehr als 3 Monate, bevor der offizielle sowjetische Bericht über Auschwitz abgegeben wurde, der unter der Beweisnummer USSR-08 in das Verfahren des Internationalen Militärtribunals (IMT) eingeführt wurde.

Das Auffallendste an diesem Pressebericht ist, daß er völlig von der Auschwitz-Version abweicht, die wir kennengelernt haben. Das traditionelle Greuelregister wird durch ein anderes, völlig imaginäres ersetzt. Daß dieser erste, nicht-anonyme Beobachter im Lager Auschwitz so weit von den heutigen Erzählungen entfernt sein konnte, spricht nicht nur für die Ungenauigkeit dieses ersten Berichtes, sondern ebenso für die Künstlichkeit aller folgenden.

(Eine Fotokopie des Prawda-Artikels in Übersetzung, wie er auf David Irvings Website erscheint, kann zusammen mit Samuel Crowells Kommentaren und Anmerkungen gegen Einsendung Ihrer Spende erworben werden. 6 Seiten)« [S. 7 des Smith’s Report]

The Journal of Historical Review (Juli/August 1997, S. 14f., 19)

Diese "Neuigkeit" hatte ich zuletzt kaum ein Jahr zuvor im Journal of Historical Review in dem Artikel »Auschwitz: Facts and Legend« veröffentlicht (Juli/August 1997, S. 14-19). Dies ist eine Übersetzung eines Papiers, das zuerst am 11.1.1995 in Französisch und Spanisch veröffentlicht worden war. Der Abschnitt, der sich mit dem Prawda-Artikel vom 2. Februar 1945 beschäftigte (und zudem mit einem Prawda-Artikel vom 1. Februar und einem Artikel einer US-Zeitung, die diese sowjetische Pressemeldung sogleich übernahm), trug den Untertitel »Das Dilemma der sowjetischen Befreier«. Darin stand:

»Sowjetische Streitkräfte besetzten Auschwitz am 27. Februar 1945. Was sie dort vorfanden widersprach der verbreiteten Propaganda dermaßen, daß sie mit offenen Mündern dastanden. Schon alleine bezüglich seiner Organisation und sanitären Einrichtung war das Lager in den Augen der Sowjets dermaßen modern, daß es das krasse Gegenteil eines "Vernichtungslagers" darstellte. Konsequenterweise schwieg die führende sowjetische Zeitung Prawda einige Tage lang, und zu jener Zeit wurde keine alliierte Untersuchungskommission eingeladen, um vor Ort die Wahrheit über Auschwitz herauszufinden. Am 1. Februar brach die Prawda ihr Schweigen, aber nur, um die folgenden Worte einem Gefangenen in den Mund zu legen: "Die Hitleristen töteten Kinder und Kranke sowie arbeitsunfähige Männer und Frauen mittels Gas. Sie kremierten die Leichen in speziellen Öfen. Es gab zwölf dieser Öfen im Lager."

Die offizielle sowjetische Zeitung fügte hinzu, daß mit einer Zahl von "vielen Tausenden" (nicht Millionen) gerechnet werde. Am nächsten Tag bekräftigte Prawdas Chefreporter, der jüdische Journalist Boris Polevoï, daß die Haupttötungsmethode der Deutschen zur Vernichtung ihrer Opfer … Strom war: " [Sie verwandten] ein elektrisches Förderband, auf dem hunderte Personen gleichzeitig getötet werden konnten; die toten Körper fielen dann auf ein langsam durch eine Kette angetriebenes Band, das sie direkt in einen Hochofen beförderte."

Die sowjetische Propaganda war verwirrt, und in ihren Nachrichtenstreifen konnten sie nur die Toten und Sterbenden zeigen, die die Deutschen auf ihrem Rückzug zurücklassen mußten. Und zudem gab es damals eine Anzahl von Kindern sowie Erwachsene in gutem Gesundheitszustand, wie zeitgenössische Filmaufnahmen von der Lagerbefreiung enthüllen. Die jüdische Propaganda half anschließend der sowjetischen Propaganda aus.«

In einer Fußnote (S. 19) führte ich aus:

»Bericht von B. Polevoi, Prawda, 2. Feb. 1945, S. 4. Ich erfuhr erstmalig von diesem Artikel, als ich in den National Archives, Zweigstelle Suitland (Maryland), forschte. Ich stieß dabei auf einen kurzen Bericht der Washington [DC] Daily News vom 2. Februar 1945, S. 2, 35 ("Alterslose, geschlechtslose Geister aus Mördermühle befreit" ["Ageless, Sexless Ghosts Rescued from Murder Mill"]), United Press dispatch von Henry Shapiro in Moskau), der mehr oder weniger auf dem Prawda-Artikel basiert.«

Die Geschichte der Entdeckung des Prawda-Artikels

Ich hörte das erste Mal von dem Prawda-Artikel vom 2.2.1945, als ich an dem Fall von Otto Moll arbeitete, dem SS-Mann, der für die Krematorien in Auschwitz-Birkenau verantwortlich war. In der Akte der Anklage fand ich den Artikel aus Washington Daily News. Nach meiner Rückkehr nach Frankreich untersuchte ich die Prawda-Ausgabe vom 27. Januar 1945 (dem Tage der "Befreiung" von Auschwitz) und den folgenden Tagen. Ich fand nur zwei relevante Artikel in den Ausgaben vom 1. und 2. Februar.

Ein russischer Emigrant in Paris namens Nicolas Trouchkine übersetzte mir die Artikel ins Französische. Später ließ ich seine Übersetzung von Gabor Tamas Rittersporn überprüfen, einem russisch-sprechenden französischen Bürger jüdisch-ungarischer Abstammung.

Wie ich oben ausführte, habe ich diese Artikel aus dem Jahr 1945 bei einer Vielzahl von Gelegenheiten während der 80er Jahre erwähnt und kommentiert. Anläßlich eines Treffens in Deutschland im Jahre 1986 erbat Udo Walendy von mir Kopien dieser Prawda-Artikel. Er konnte russisch lesen und beabsichtigte, sie in Übersetzung zu veröffentlichen, was er im darauffolgenden Jahr tat, vgl. »Die sowjetischen Entdeckungen in Auschwitz am 27.1.1945«, Historische Tatsachen Nr. 31, Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, Vlotho, Oktober 1987, S. 4-32. Er vergaß allerdings zu erwähnen, daß ich sowohl die relevanten sowjetischen als auch den US-Artikel entdeckt hatte.

Dr. Myroslaw J. Dragan

Als Quelle dieser angeblichen Entdeckung im Jahre 1998 diente laut Aussage von David Irving (Focal Point Publications, http:/www.ffp.co.uk, 1998) die »Polish Historical Society«, angeführt von dem US-Amerikaner polnisch-ukrainischer Herkunft Dr. Myroslaw J. Dragan, MD, in Stamford, Connecticut, der anscheinend auch das einzige Mitglied dieser Gesellschaft ist. D. Irving schreibt:

»Dank gebührt der Polish Historical Society für die Entdeckung dieses Artikels.«

Das erinnert mich daran, wie Dr. Dragan in einer anderen Sache im Juni 1996 "wiederentdeckte", was ich schon seit vielen Jahren gesagt hatte: daß die vier angeblichen, 25 × 25 cm² großen Öffnungen im Dach des Leichenkellers 1 (die angebliche Gaskammer) von Krematorium II in Auschwitz-Birkenau niemals existiert haben. Im September 1994 hatte ich bei einer Versammlung des Institute for Historical Review meine Schlußfolgerung in dem Spruch zusammengefaßt:

»No holes, no "Holocaust"«

Dr. Dragan hatte seine sogenannte Entdeckung im Juni 1996 in einem Essay mit dem Titel »Der Fall der fehlenden Zyklon B-Einwurföffnungen / Zwei der ehrwürdigsten Ikonen des Holokaustismus entlarvt« verkündet.

Robert Faurisson, 16.6.1998

ANMERKUNG DER REDAKTION

Im Frühjahr 1996 hatten Dr. Dragan und G. Rudolf eine ausführliche Diskussion über das Rudolf Gutachten. Als Ergebnis dessen stellte sich heraus, daß nicht die Frage der Cyanidrückstände eindeutig für Klarheit in der Streitfrage "Gaskammer – ja oder nein" sorgen kann, sondern die Frage der fehlenden Zyklon B-Einwurföffnungen. Das von Dr. Dragan daraufhin verfaßte Papier lag in mehreren Fassungen auch der Redaktion der VffG vor, wurde jedoch bisher abgelehnt, da das Papier u.a. eine Aufarbeitung der bisherigen Publikationen zum Thema gänzlich vermissen ließ.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 2(3) (1998), S. 222-225.
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