Auschwitz-Opferzahl: Das Zahlen-Roulette dreht sich weiter

 

Die neuen Revisionen Fritjof Meyers

Von Carlo Mattogno

 

1. Die Vorgeschichte

1993 veröffentlichte Jean-Claude Pressac seine zweite Studie zu Auschwitz, [1] die in noch höherem Grad als seine erste[2] Wasser auf die Mühlen der Revisionisten leitete.

Aus diesem Grund wurde Pressacs zweites Buch von Franciszek Piper, dem Leiter der historischen Abteilung des Auschwitz-Museums, in einem langen Verriß nach Strich und Faden zerzaust.[3] Pipers Kritik stellte eine Art feierlicher Exkommunikation Pressacs durch die offizielle Geschichtsschreibung dar. Als Ergebnis verhängten die amerikanischen und europäischen Holocaust-Lobbys gewissermaßen die Acht über den französischen Forscher, und sie dauert bis zum heutigen Tage an. Nicht zufällig wurde beim Ehrverletzungsprozeß Irving gegen Lipstadt als Experte zur Verteidigung der offiziellen These von der Menschenausrottung in Auschwitz nicht etwa Pressac auserkoren, sondern Robert Jan van Pelt, ein Gelehrter, der Pressac hinsichtlich seiner historischen Kenntnisse, vor allem aber in bezug auf Methodik und kritischen Menschenverstand kraß unterlegen ist.

Eine der schwerwiegendsten Sünden Pressacs hatte darin bestanden, mit seinen Forschungen unfreiwillig die dünne Beweisgrundlage zu zerstören, welche die Anhänger der Holocaust-Geschichte jahrzehntelang in mühsamer Fleißarbeit zusammengeschustert hatten. Die offizielle Geschichtsschreibung vertrat - und vertritt teilweise heute noch - die Ansicht, im Sommer 1941 habe Auschwitz-Kommandant Rudolf Höß via Himmler den angeblichen Befehl zur vollkommenen Ausrottung der Juden Europas in seinem Lager erhalten. Darauf sei Auschwitz sogleich zum "Vernichtungslager" umgewandelt worden, und die Krematorien von Birkenau seien als Instrumente der behaupteten Ausrottungspolitik geplant und gebaut worden.

Pressac hat hingegen einwandfrei nachgewiesen, daß die Krematorien ganz im Gegenteil als normale hygienisch-sanitäre Installationen geplant und errichtet worden sind; anhand äußerst anfechtbarer »krimineller Indizien« hat er dann freilich behauptet, Ende November 1942 seien sie in Ausrottungseinrichtungen umgewandelt worden.

Eine andere gravierende Sünde Pressacs bestand darin, daß er - auch wenn er selbst diesem Vorsatz oft untreu wurde - Zeugenaussagen niedriger einstufte als Dokumentenbeweise und vor allem die technische Methode der Revisionisten akzeptierte.

1994 schloß ich meine Analyse des zweiten Pressac-Buches mit folgenden Ausführungen ab:[4]

»Am 21. Februar 1979 publizierten 34 französische Geschichtsforscher in einem "Le Monde"-Artikel eine Erklärung, die mit folgenden Worten endete:

"Man darf sich nicht fragen, wie solch ein Massenmord technisch möglich war. Er war technisch möglich, weil er stattgefunden hat. Dies ist der obligatorische Ausgangspunkt jeder historischen Untersuchung zu diesem Thema. [...]"

Jean-Claude Pressac hielt sich nicht an diese Vorschrift. Er wollte die Frage der Krematoriumsöfen und der angeblichen Gaskammern von Auschwitz und Birkenau technisch anpacken, obgleich er nicht die geringste Kompetenz zu einer solchen Studie besitzt. Doch mußte er das methodologische Prinzip der Revisionisten aufgreifen, daß, wenn ein Widerspruch zwischen den Zeugenaussagen und der Technik vorliegt, letztere den Ausschlag gibt. Er tat dies, indem er die Zahl der "Vergasten" notdürftig der Kremierungskapazität der Öfen anglich, die er freilich maßlos übertrieb. So hat er eine nicht mehr zu schließende Bresche in die traditionalistische Geschichtsschreibung geschlagen, denn die Technik beweist klipp und klar die Unmöglichkeit einer Massenausrottung in Auschwitz und Birkenau. Will Pressac seine technischen Argumente konsequent zu Ende führen, dann muß er diese Schlußfolgerung wohl oder übel akzeptieren. Anderenfalls bleibt ihm wirklich nichts anderes übrig, als die Segel zu streichen und sich der Erklärung der französischen Historiker anzuschließen, daß man sich nicht fragen dürfe, wie so ein Massenmord technisch möglich gewesen sei.«

Angesichts dieses Dilemmas haben die Holocaust-Historiker unterschiedlich reagiert. Einige, wie van Pelt, haben zum Rückzug geblasen und sich im trüben Morast der Zeugenaussagen verschanzt, wo das Licht der Wissenschaft nicht mehr leuchten kann.[5] Andere, wie John C. Zimmermann, haben Wissenschaft und Geschichtsschreibung vergewaltigt, indem sie den revisionistischen Argumenten plumpe Betrügereien entgegensetzten.[6] Unlängst hat sich nun ein Siebengescheiter zu Wort gemeldet, der die technische Argumentationsstruktur der Revisionisten akzeptiert und Pressac dabei sogar in den Schatten stellt, indem er dessen »kriminelle Indizien«, mit denen der französische Historiker die Menschenvergasungen in den Krematorien von Birkenau zu beweisen versucht hat, schlicht und einfach über Bord wirft.

2. Die Revisionen Fritjof Meyers

Im Mai 2002 veröffentlichte Fritjof Meyer, einst Leitender Redakteur des Hamburger Nachrichtenmagazins Der Spiegel, unter dem Titel Die Zahl der Opfer von Auschwitz. Neue Erkenntnisse durch neue Archivfunde einen recht brisanten Artikel.[7] Meyer verficht darin zwar die These von den Menschenvergasungen, weicht aber in zwei Punkten von seinen Vorgängern ab. Erstens verlegt er den Schwerpunkt der angeblichen Massenmorde von den Krematorien in die sogenannten "Bunker" von Birkenau, und zweitens verringert er die Gesamtzahl der Auschwitz-Opfer auf 510.000 (gegenüber den gegenwärtig von der offiziellen Geschichtsschreibung postulierten 1.100.000[8] und 711.000 bis 631.000 bei Pressac[9]). Er behauptet:

»Der tatsächlich begangene Genozid fand wahrscheinlich überwiegend in den beiden umgebauten Bauernhäusern außerhalb des Lagers statt« (S. 632)

Da seiner Ansicht nach im Lager 510.000 Menschen den Tod fanden, von denen 356.000 vergast worden sein sollen, ist es klar, daß seiner These nach die behauptete Massenvernichtung praktisch ausschließlich in den Birkenauer "Bunkern" stattfand.

Meyer schneidet in seinem Beitrag mehrere wichtige Themen an, darunter die fundamentale Frage, ob die Krematorien als Tötungsinstrumente bei der angeblichen Menschenvernichtung in Birkenau in Frage kamen oder nicht; ferner geht er auf die Anzahl der nach Auschwitz Deportierten sowie natürlich auf die Opferzahl des Lagers ein.

3. Die beiden Grundlagen der Revisionen Meyers

Im folgenden analysiere ich vor allem die beiden Grundlagen der These Meyers, die er wie folgt zusammenfaßt:

»Zwei neue Belege zur Kapazität der Krematorien bestätigen jetzt die vorhandenen Unterlagen über Einlieferungen ins Lager.« (S. 631)

Ferner schreibt er:

»Ein Schlüsseldokument, das Auskunft gibt über die Kapazität der Krematorien von Auschwitz-Birkenau, ist jetzt aufgefunden worden. Zu deren Nutzungsdauer ist zugleich eine Aussage des Lagerkommandanten Höß ans Licht gekommen. In Verbindung mit den vorhandenen, aber weithin unbeachtet gebliebenen Unterlagen über die in dieses Lager Eingelieferten läßt sich nun genauer errechnen, wieviel Menschen in Auschwitz ermordet wurden. Um es vorweg zu nehmen: Eine halbe Million fiel dem Genozid zum Opfer.« (S. 631.)

Für diesen »Durchbruch« - so Meyer - gebühre der Dank Robert Jan van Pelt. Wie wir freilich alsbald sehen werden, darf van Pelt nicht den geringsten Anspruch auf solchen Dank erheben.

Bis zu neun Millionen Todesopfer wurden für das KL Auschwitz behauptet (linke Säule). Inzwischen hat sich die etablierte Geschichtenschreibung auf einen Wert von nur noch etwa 5.5% davon "heruntergearbeitet" (mittlere, grüne Säule). Die Revisionisten haben seit jeher eine Opferzahl von maximal 150.000 Opfer vertreten, was etwa 30% der niedrigsten etablierten Opferzahl ist (rechte, rote Säule). Wer verbreitet hier also seit Jahrzehnten Lügen, wer verhetzt die Völker der Welt?

Da die beiden Grundlagen seiner These mit Kremierungen in Zusammenhang stehen, zitiert Meyer den bekannten Brief Bischoffs vom 28. Juni 1943, in dem es heißt, in den Krematorien II und III könnten »bei 24-stündiger Arbeitszeit« täglich je 1.440, in den Krematorien IV und V täglich jeweils 768 »Personen« verbrannt werden.[10] Er schreibt hierzu:

»Mit seinen Argumenten vermochte Irving keinesfalls die in diesem Fall durchaus zulässigen Zweifel an der Echtheit des Dokuments zu belegen; van Pelts Widerspruch war gravierender, obwohl auch nicht unbedingt überzeugend: Der französische Sachkenner Jean-Claude Pressac hatte das Schreiben schon sieben Jahre zuvor "eine interne Propagandalüge der SS" genannt.« (S. 634)

Hinsichtlich der historischen und technischen Analyse dieses Dokuments darf ich den Leser auf meinen Artikel »"Schlüsseldokument" - eine alternative Interpretation« zum Fälschungsverdacht des Briefs der Zentralbauleitung Auschwitz vom 28.6.1943 betreffs der Kapazität der Krematorien verweisen.[11]

4. Die erste Grundlage der These F. Meyers

Meyer fährt fort:

»In seinem Prozeßbericht hat van Pelt jetzt zwei Informationen von nicht weniger als sensationellem Charakter beigebracht: In Verbindung mit bereits vorliegendem, aber kaum beachtetem Material gestatten diese beiden Quellen recht genau, die Gesamtzahl der Opfer von Auschwitz zu berechnen. Van Pelt hat diese Belege in seinem 570-Seiten-Werk beinahe versteckt und kaum interpretiert, auch nicht in den Prozeß eingebracht. Sie laufen seiner Expertise zuwider, ohne Irving etwa zu bestätigen. Van Pelt zitiert zunächst ein in der Literatur meines Wissens bisher nicht nachgewiesenes Dokument, welches das Bischoff-Schreiben vom 28. Juni 1943 in Frage stellt, indem es Bischoffs Zahlen halbiert.

Demnach wurde im Archiv der Krematoriumsfirma Topf & Söhne (jetzt: Erfurter Malzerei und Speicherbau), Ordner 241, ein Brief des zum Bau in Auschwitz eingesetzten Oberingenieurs Kurt Prüfer aufgefunden, der mit dem 8. September 1943 datiert ist, also neun Wochen nach Bischoffs Schreiben und nach Fertigstellung der Krematorien, mithin aufgrund der ersten Betriebsergebnisse. Laut Prüfer verbrannte jedes der beiden Krematorien I und II täglich 800, jedes der kleineren III und IV 400 Körper, insgesamt 2400.« (S. 634)

In Wirklichkeit hat van Pelt sich einfach eine Entdeckung Pressacs zu eigen gemacht, der das laut Meyer »jetzt« vorgefundene Dokument bereits vor sage und schreibe sieben Jahren, anno 1995, bei Recherchen im Archiv der Firma EMS/Erfurter Malzerei und Speicherbau aufstöberte! In einem 1998 erschienenen Artikel resümiert er dessen Inhalt wie folgt:[12]

»Die Frage der Kapazität der Krematorien von Auschwitz-Birkenau wird durch eine interne Notiz Prüfers vom 8. September 1942 beantwortet, welche die Überschrift "Reichsführer SS, Berlin-Lichterfelde-West, Krematorium-Auschwitz. Vertraulich! Geheim!" trägt. Dort heißt es, die drei Zwei-Muffel-Öfen des Krematorium I könnten täglich 250, die vier Drei-Muffel-Öfen des Krematorium II täglich 800, jene des Krematorium III täglich gleichfalls 800, die beiden Vier-Muffel-Öfen des Krematorium IV täglich 400 und jene des Krematorium V täglich ebenfalls 400 Leichen verbrennen (was einer Gesamtkapazität von 2.650 Leichen entspricht, die allerdings nie erreicht wurde). Diese Note des damals besten deutschen Kremierungsfachmanns zeigt, daß die am 28. Juni 1943 von der Bauleitung [richtig: Zentralbauleitung] von Auschwitz gegenüber Berlin genannte Gesamteinäscherungskapazität von 4.756 Leichen pro Tag stark übertrieben ist.«

Dieses »sensationelle« Dokument stammt also vom 8. September 1942 und nicht vom September 1943. Folglich entstand es zu einem Zeitpunkt, wo die Krematorien von Birkenau überhaupt noch nicht existierten, und kann somit ganz unmöglich »aufgrund der ersten Betriebsergebnisse« abgefaßt worden sein!

Pressac hat dieses Dokument noch nicht veröffentlicht, so daß ich mich bei seiner Erörterung auf die obenstehende Zusammenfassung stützen muß. Eine eingehendere Behandlung der in diesem Artikel aufgeworfenen technischen Fragen findet sich in meinem zweibändigen Werk.[13]

Wie eben betont, waren die Birkenauer Krematorien am 8. September 1942 noch nicht errichtet. Um den 23. August herum war im Krematorium von Buchenwald der erste Dreimuffelofen in Betrieb genommen worden, der mit dem Birkenauer Modell so gut wie identisch war. Es gibt keinen Hinweis darauf, daß Prüfer über die Kapazität dieser Einrichtung Bescheid gewußt hätte. Andererseits weiß man, daß sich die durchschnittliche Sterblichkeit in Buchenwald während des Zeitraums vom 23. August bis zum 8. September auf ungefähr 10 Todesfälle täglich belief.[14] Somit konnte die behauptete Verbrennung von (800÷5 Öfen =) 160 Leichen pro Tag in einem Drei-Muffel-Ofen unter keinen Umständen tatsächlich stattgefunden haben, sondern lediglich eine Extrapolation sein. Doch auch letztere Hypothese ist technisch unfundiert. Selbst die Öfen des Modells Ignis-Hüttenbau im Krematorium von Theresienstadt[15] benötigten für eine Kremierung im Schnitt rund 35 Minuten,[16] was einer theoretischen Maximalkapazität von 41 Leichen pro Ofen und Tag und 123 Leichen täglich für drei Öfen entspricht. Dabei verwendeten sie allerdings als Brennstoff nicht Koks, sondern das weitaus leistungsfähigere Erdöl, und verfügten über ein ausgezeichnetes System der Zuführung von Brennluft, welches sie vom Volckmann-Ludwig-Zivilofen übernommen hatten und im Vergleich zu dem das System der Topf-Öfen geradezu primitiv anmutete. Schließlich verfügten die Ignis-Hüttenbau-Öfen über eine geradezu riesige Muffel, die ein sehr effizientes, bei den Topf-Öfen nicht durchführbares Verbrennungssystem ermöglichte. Unter diesen Umständen ist es völlig ausgeschlossen, daß einer der Drei-Muffel-Öfen von Birkenau, die notwendigerweise eine niedrigere Kremierungskapazität aufwiesen, pro Tag und Muffel (160÷3 =) 53 Verbrennungen bewerkstelligen konnte, und eine Kapazität von (400÷8 Muffeln =) 50 Kremierungen täglich bei den Acht-Muffel-Öfen ist gleichermaßen unmöglich.

Daraus ergibt sich der Schluß, daß Prüfers Notiz vom 8. September 1942 keine reellen Daten, sondern lediglich ehrgeizige Wunschvorstellungen wiedergibt.

Glaubte Prüfer tatsächlich, einen koksbetriebenen Verbrennungsofen konstruieren zu können, der für die Einäscherung einer Leiche im Schnitt weniger als eine halbe Stunde brauchte? Ich bezweifle dies, und zwar eben darum, weil Prüfer auf dem Gebiet der Kremierung sehr kompetent war. In seinem ersten Angebot bezüglich des künftigen Krematorium II hatte Prüfer an einen - damals noch nicht existierenden - Drei-Muffel-Ofen gedacht, der innerhalb einer halben Stunde zwei Leichen zugleich in Asche verwandeln konnte.[17] Offenbar schwebte ihm der Bau eines Ofentyps vor, der sich von dem dann tatsächlich verwirklichten unterschied und einer Massenverbrennungsanlage nachgebildet war. Doch die später gebauten Öfen waren für die Verbrennung eines einzigen Leichnams in einer Muffel gedacht.

Auch die dem Krematorium I in der Notiz vom 8. September 1942 zugeschriebene Kapazität ist enorm überhöht. Prüfer selbst hatte im Vorjahr gegenüber der SS-Neubauleitung des KL Mauthausen erklärt, der Zwei-Muffel-Ofen könne in 24 Stunden höchstens 144 Leichen einäschern:[18]

»Unser Herr Prüfer hatte Ihnen bereits mitgeteilt, daß in dem vorher angebotenen Ofen stündlich zwei Leichen zur Einäscherung kommen können.«

Prüfer schrieb den Zwei-Muffel-Öfen von Auschwitz also fälschlicherweise dieselbe Kapazität zu wie den Muffeln des Ofens von Gusen (einem Nebenlager von Mauthausen), welcher dank der besonderen Struktur seines Rostes sowie einer effizienten Saugzuganlage laut einem Schreiben der Firma Topf an die SS-Neubauleitung des KL Mauthausen[19] »in ca. 10 Stunden 30 bis 36 Leichen« kremieren konnte.[20] Selbst die Widerstandsbewegung im Lager Auschwitz, die stets mit phantastischen Zahlen angeblich Ausgerotteter aufzuwarten pflegte, gab sich hinsichtlich des Krematorium I mit einer täglichen Verbrennungskapazität von 200 zufrieden.[21]

Aus einem vom 10. Juli 1942 stammenden Brief Bischoffs an das KL Stutthof, in dem es heißt, die fünf Drei-Muffel-Öfen (des künftigen Krematorium II) seien für einen Lagerbestand von 30.000 Häftlingen vorgesehen, geht hervor, daß Prüfer seine frühere Absicht, in einer Muffel zwei Leichen zugleich einzuäschern, bereits aufgegeben hatte. Doch um einen potentiellen Geschäftspartner seiner Firma bei der Stange zu halten, blieb er bei der allzu optimistischen Annahme einer Verbrennungsdauer von 30 Minuten für einen Leichnam, so daß Bischoff schrieb: »Nach Angabe der Firma Topf & Söhne Erfurt dauert eine Verbrennung ca. 1/2 Stunde.« Die praktischen Experimente mit diesen Öfen machten Prüfers Wunschträume dann freilich zunichte. Nach dem Krieg erklärte er, die Öfen des Krematorium II (und somit auch jene des spiegelbildlich zu ersterem errichteten Krematorium III) hätten pro Muffel und Stunde eine einzige Leiche einäschern können. Meine Quellen sind hier die von 1946 bis 1948 durchgeführten Verhöre des Ingenieurs Prüfer durch sowjetische Beamte der Antispionageorganisation SMERSH, deren Wortlaut von Gerald Fleming veröffentlicht worden ist.[22]

Im Verhör vom 5. März 1946 wollte der sowjetische Vernehmer wissen:[23]

»Wieviele Leichen wurden in Auschwitz pro Stunde eingeäschert?«

Prüfer entgegnete:

»In einem Krematorium mit fünf Öfen und fünfzehn Muffeln wurden fünfzehn Leichen verbrannt.«

Dies entspricht einer durchschnittlichen Kremierungszeit von einer Stunde pro Leiche und Muffel. Es läßt sich daraus entnehmen, daß die theoretische Maximalkapazität des Krematorium IV (und somit auch jene des spiegelbildlich zu ersterem erbauten Krematorium V) für einen Zeitraum von 24 Stunden bei 192 Leichen lag, was praktisch der Hälfte der von Prüfer am 8. September 1942 genannten Zahl entspricht.

Bei seinem Verhör vom 19. März 1946 erklärte Prüfer:[24]

»Ich sprach von der enormen Belastung, denen die überbeanspruchten Öfen ausgesetzt waren. Ich sagte zu Chefingenieur Sander: Ich mache mir Sorgen darüber, ob die Öfen der übermäßigen Beanspruchung standhalten können. In meiner Gegenwart wurden zwei Leichen in eine Muffel eingeführt, anstatt einer einzigen. Die Öfen konnten der Belastung nicht standhalten (Hervorhebung von mir.)

Somit war die gleichzeitige Verbrennung zweier Leichname in einer Muffel unmöglich. Ich spreche hier natürlich von einer ökonomisch rationalen Verbrennung, bei welcher die Muffeln nicht beschädigt und zeitliche Dauer sowie Koksverbrauch nicht verdoppelt worden wären.

Ganz nebenbei gesagt, reicht das oben erwähnte Dokument allein schon zur Entkräftung der Behauptung, wonach die Krematorien von Birkenau zu kriminellen Zwecken verwendet worden sein sollen. Aus ihm ergibt sich nämlich, daß auf 2.000 Häftlinge eine Muffel kam. Die 46 Muffeln der Birkenauer Krematorien waren folglich für 92.000 Häftlinge geplant, doch laut den Zukunftsplänen der SS sollte das Lager 140.000 Insassen aufnehmen,[25] und damit wären 70 Muffeln erforderlich geworden. Praktisch war die Zahl der vorhandenen Muffeln für die geplante Lagererweiterung also unzureichend. Wie hätten die Krematorien neben der Einäscherung der eines natürlichen Todes gestorbenen Häftlinge da auch noch jene der Opfer einer Massenvernichtung bewältigen können?

Meyer läßt sich anschließend auf allerlei halsbrecherische Rechenkunststücke ein. Zunächst behauptet er, die Dauer einer Verbrennung habe »anderthalb Stunden« betragen (S. 634), was in den dreißiger Jahren wohl für Zivilöfen gelten mochte, nicht jedoch für die Öfen von Birkenau, bei denen die Durchschnittszeit einer Kremierung wie gesehen bei einer Stunde lag. Die von Prüfer bei seinem Verhör genannte Dauer entspricht voll und ganz den praktischen Ergebnissen verschiedener Experimente, die ich in meiner Studie über die Kremierung anführe.[26]

Von dieser Dauer ausgehend, berechnet Meyer, bei einem hypothetischen 24-Std.-Betrieb hätte jeder Ofen (1.440 Minuten : 90 Minuten =) 16 Leichen pro Tag verbrennen können. Somit sei in den 15 Öfen der Krematorien II und III die tägliche Kremierung von jeweils [16 x 15 Muffeln =] 240 Leichen möglich gewesen. Anschließend geht er aber davon aus, man habe ohne Verlängerung der Verbrennungszeit jede Muffel mit drei Leichen zugleich beladen können, womit sich diese Ziffer auf (3 x 240 =) 720 Leichname pro Tag erhöht habe. Für die Krematorien IV und V nennt er eine Kapazität von (48 x 8 Muffeln =) 384 Leichen täglich.

Tatsächlich widerspricht Meyers zweite Hypothese - die gleichzeitige Verbrennung von drei Leichnamen in einer Muffel - sowohl den technologischen Möglichkeiten jener Zeit[27] als auch den Aussagen Prüfers.

5. Die zweite Grundlage der These Meyers

Die zweite Grundlage der These Meyers ist eine vermeintliche Erklärung von Rudolf Höß, die er wie folgt wiedergibt:

»Eine zweite überraschende Information liefert van Pelt nun mit der Veröffentlichung einer Aussage von Höß im Kreuzverhör vor dem Krakauer Gericht 1947: "Nach acht oder zehn Stunden Betrieb waren die Krematorien für eine weitere Benutzung unbrauchbar. Es war unmöglich, sie fortlaufend in Betrieb zu halten." Mit dem Mittelwert dieser Angabe, d.h. neun Stunden täglicher Betriebszeit,[[28]] ergeben sich je Muffel bei drei Körpern täglich 18 Verbrennungen, in I/II mithin je 270, zusammen 540; in III/IV je 144, zusammen 288, je Tag demnach insgesamt 828.« (S. 635f.)

Diese angebliche Erklärung von Rudolf Höß könnte die Frucht eines Mißverständnisses oder Übersetzungsfehlers sein. Bei der Verhandlung vom 11. März 1947 hatte der ehemalige Kommandant von Auschwitz auf eine Frage zur Kapazität der Krematorien nämlich die - übrigens vollkommen abwegige - Antwort erteilt, die Krematorien II und III hätten »in einem Zeitraum von 24 Stunden« (na przestrzeni 24 godzin) »jeweils nicht mehr als 2.000 Personen« (sic) verbrennen können.[29] Technisch gesehen ist diese Aussage von Höß ganz und gar unmöglich. Der koksgeheizte Topf-Zweimuffelofen des Krematoriums von Gusen verbrannte vom 31. Oktober bis zum 12. November 1941 677 Leichen und war im Schnitt 18 Stunden pro Tag in Betrieb. Wieviele Stunden hintereinander die Birkenauer Öfen benutzt werden konnten, hing von der Notwendigkeit einer Reinigung der Feuerungsroste ab: Die Entfernung der Koksschlacke[30] konnte nur erfolgen, wenn der Ofen nicht brannte, und bedingte eine ca. vierstündigen Arbeitsunterbrechung (Abkühlung, Reinigung und Wiederanheizung). Als Maximalbetriebsdauer kann man folglich eine Durchschnittszeit von 20 Stunden pro Tag ansetzen.[31] Somit ergibt sich für die Krematorien II und III eine Tageskapazität von 300, für die Krematorien IV und V eine solche von 160 Leichen.

In dem - in Zusammenarbeit mit Ingenieur Franco Deana verfaßten - Artikel »Die Krematoriumsöfen von Auschwitz-Birkenau«[32] habe ich unter Berücksichtigung der zahlreichen Stillegungen und Betriebsausfälle der Krematorien berechnet, daß die Krematorien II und III insgesamt 971 Tage, die Krematorien IV und V insgesamt 359 Tage in Betrieb waren.[33] In seiner Fußnote 19 übernimmt Meyer diese Angaben und baut sie wie folgt in seine Argumentation ein:

»Die Schlußfolgerung ist einfach: An den 971 Betriebstagen ließen sich hiernach in I/II insgesamt 262.170 Körper verbrennen, in III/IV an 359 Tagen 51.696, zusammen 313.866 Tote, die in den Krematorien von Birkenau verbrannt worden sind.« (S. 636.)

Somit multipliziert Meyer die Betriebstage der Krematorien mit der höchstmöglichen Zahl täglicher Einäscherungen: 971 × 270 = 262.170 Verbrennungen in den Kremas II/III; 359 × 144 = 51.696 Verbrennungen in den Krema IV und V.

Meyer begeht freilich einen kaum faßbaren Denkfehler, indem er als Ergebnis seiner Rechenübungen nicht eine rein theoretische Höchstzahl Kremierter postuliert, sondern eine reale Ziffer, als ob die Krematorien an jedem Betriebstag voll und ganz ausgelastet gewesen wären! Hier gilt es zu verdeutlichen, daß unter den Betriebstagen der Krematorien einfach jene Tage zu verstehen sind, an denen die Krematorien technisch imstande waren zu funktionieren, was aber nicht notwendigerweise bedeutet, daß sie stets in Betrieb waren. Meyer begeht also einen doppelten logischen Salto mortale: Erstens geht er davon aus, daß die Krematorien an jedem Tag, an dem sie funktionstüchtig waren, auch in Betrieb waren, und zweitens nimmt er für all diese Tage eine hundertprozentigen Auslastung an!

Meyers betrüblicher Mangel an logischem Denkvermögen führt dazu, daß er die tatsächliche Zahl der Verbrannten massiv aufbauscht. Für das Jahr 1943 kann man den von ihm behaupteten Ziffern hieb- und stichfest dokumentierte Zahlen gegenüberstellen.

Vom 15. März, als die Leichenverbrennung im Krematorium II in großem Umfang anlief, bis zum 25. Oktober 1943 wurden an alle Krematorien von Auschwitz-Birkenau insgesamt 607 Tonnen Koks und 96 Kubikmeter Brennholz geliefert, deren Heizwert dem von rund 21,5 Tonnen Koks entsprach, so daß wir einfachheitshalber von 628,5 Tonnen Koks sprechen können. Während dieses Zeitraums war Krematorium II 110 Tage, Krematorium III 123 Tage, Krematorium IV 50 Tage und Krematorium V 82 Tage lang in Betrieb.[34] Außerdem funktionierte auch das Krematorium I im Stammlager noch bis zum 17. Juli 1943, also während 125 Tagen. Zur Einäscherung eines Leichnams mit mittlerer Auszehrung brauchte der Zwei-Muffel-Ofen rund 28 kg Koks, der Drei-Muffel-Ofen ungefähr 19 kg und der Acht-Muffel-Ofen ca. 14 kg.[35] Ermittelt man unter Berücksichtigung der Betriebsdauer das Mittel aus diesen Werten, so ergibt sich ein Koksverbrauch von ca. 20 kg pro Kremierung. Mit den 628,5 Tonnen Koks, die an die Krematorien geliefert wurden, konnte man folglich eine theoretische Höchstzahl von (628.500 : 20 =) ca. 31.400 Leichen einäschern. Ich spreche von einer »theoretischen Höchstzahl«, weil ein ganz erheblicher Teil des Koks zur Vorwärmung der Öfen diente und nicht für die eigentliche Kremierung Verwendung fand.

Gemäß der Berechnungsgrundlage Meyers fand während des hier zur Debatte stehenden Zeitraums die folgende Anzahl von Kremierungen statt:

Dies ergibt insgesamt 95.418 Verbrennungen, mehr als das Dreifache des theoretischen Maximums.

Laut den Sterbebüchern von Auschwitz starben vom 15. März bis zum 25. Oktober 1943 rund 16.000 Häftlinge (die Zahl der fortlaufenden Registrierungen reicht von ca. 15.000 am 15. März bis ca. 31.000 am 25. Oktober). Somit erforderte die Kremierung eines jeden Leichnams einschließlich des zum Erwärmen der Öfen benötigten Quantums im Schnitt (628.500 : 16.000) = ca. 39 kg Koks.

In Danuta Czechs Kalendarium wird behauptet, vom 15. März bis zum 25. Oktober 1943 seien ca. 118.000 Menschen vergast worden. Unter diesem Umständen wären alles in allem 134.000 Leichen angefallen,[37] und die Einäscherung einer jeden Leiche hätte im Schnitt lediglich (628.500 : 16.000 =) ca. 4,7 kg Koks erfordert, was thermodynamisch eine radikale Unmöglichkeit darstellt.[38] Während also die Kremierung der 16.000 eines "natürlichen" Todes gestorbenen Häftlinge sehr wohl zum dokumentierten Koksverbrauch paßt, wäre die Einäscherung der 118.000 "Vergasten" unter keinen Umständen möglich gewesen, und dies allein beweist schon, daß es diese "Vergasten" nicht gegeben hat.

Hieraus ergibt sich sogleich eine weitere grelle Absurdität der Meyerschen Argumentationsstruktur. Im Juli 1943 war Krematorium II vom 18. bis zum 31. in Betrieb, Krematorium III hingegen den ganzen Monat lang, was heißt, daß die beiden Krematorien zusammen 45 Betriebstage zu verzeichnen hatten und laut Meyer (45 x 270 =) 12.150 Leichen einäschern konnten und folglich eingeäschert haben. Doch nach den Sterbebüchern fanden in jenem Monat etwa 2000 Menschen den Tod, und D. Czech spricht in ihrem Kalendarium von einer einzigen Vergasung, jener von 440 französischen Juden am 20. Juli.[39] Geht man von der Hypothese aus, diese Vergasungsaktion habe tatsächlich stattgefunden, hätte sich die Zahl der Leichen auf ungefähr 2.400 erhöht, also ein rundes Fünftel jener Zahl, die sich aus Meyers Kalkulationsmethode ergibt.

Ein anderes, ganz und gar nicht unwesentliches Argument, das ich in Grundlagen zur Zeitgeschichte ins Feld führe, läßt Meyer wohlweislich unter den Tisch fallen: Die maximale Lebensdauer des feuerfesten Mauerwerks der Krematoriumsöfen von Birkenau. Ich habe dargelegt, daß diese bei 3.000 Verbrennungen pro Muffel gelegen hätte, woraus sich bei 46 Muffeln eine höchstmögliche Kremierungszahl von etwa 138.000 ergibt.[40] Nach Erreichen dieser Zahl hätte man das feuerfeste Mauerwerk unbedingt auswechseln müssen. Doch in der Korrespondenz zwischen der Firma Topf, welche den Bau der Krematorien von Auschwitz-Birkenau leitete, und der Zentralbauleitung des Lagers findet sich nicht der geringste Hinweis auf eine solche umfangreiche Arbeit,[41] so daß die theoretische Höchstzahl der Leichenverbrennungen in den Öfen von Birkenau durchaus nicht bei 314.000, sondern bei 138.000 liegt.

6. Die Anzahl der Opfer

Betrachten wir nun, wie Meyer die Gesamtopferzahl berechnet.

Er geht von 313.866 in den Birkenauer Krematorien Eingeäscherten aus (die er auf 314.000 aufrundet), fügt 50.000 bis November 1942 und weitere 57.000 von Dezember 1942 bis März 1943 unter freiem Himmel Verbrannte sowie 12.000 im Krematorium I des Stammlagers Kremierte hinzu, wodurch sich eine Gesamtzahl von 433.000 ergibt. Um seine Endziffer von 510.000 zu erreichen, fehlen ihm noch 77.000 Leichen, die Meyer unter den ungarischen Juden rekrutiert.[42] Diese Toten, schreibt er, seien alle im Freien eingeäschert worden.

Von den insgesamt 510.000 Leichnamen wurden ihm zufolge 326.000 in den Krematorien verbrannt (314.000 in den Krematorien II bis V und 12.000 im Krematorium I), die übrigen 184.000 unter freiem Himmel.

356.000 Häftlinge wurden - immer nach Meyer - vergast, während weitere 154.000 eines "natürlichen" Todes starben. Auf seine Vergastenziffer kommt Meyer, indem er den 315.000 nichtregistrierten Deportierten die 40.564 gemäß D. Czech »allein im Oktober 1944« vergasten hinzufügt (S. 638). Letztere, so heißt es, seien in den Krematorien verbrannt worden, doch da Meyer meine Berechnung der Betriebstage der Krematorien akzeptiert und im Oktober die Krematorien II, III und V funktionierten, müßte er die theoretische Höchstzahl der in jenem Monat Kremierten mit 21.204 angeben. (Krematorien II und III: 31 × 270 × 2 = 16.740 Leichen; Krematorium V: 144 × 31 = 4.464 Leichen, insgesamt also 21.204). Wieso akzeptiert Meyer dann die Ziffer von 40.564 im Oktober 1944 Verbrannten?

7. Die Anzahl der Verbrannten

Wie wir gesehen haben, behauptet Meyer, in den Krematorien von Birkenau seien ca. 314.000 Leichen zur Einäscherung gelangt. Analysieren wir diese Ziffer.

Wir haben bereits hervorgehoben, daß die von Meyer angeführten Zahlen für die Periode vom 15. März bis zum 25. Oktober 1943 sowie für den Oktober 1944 maßlos übertrieben sind. Für den erstgenannten Zeitraum resultieren aus seiner Berechnungsmethode 95.418 Verbrannte, während die theoretische Maximalzahl 31.400 beträgt; für den zweiten macht er 40.564 Verbrannte geltend, obgleich sich aus seinem Berechnungssystem eine theoretische Höchstzahl von 21.204 ergibt. Insgesamt haben wir also allein in diesen acht Monaten mit (95.418 + 40.564 - (31.400 + 21.204) =) 83.378 fiktiven verbrannten Leichen zu tun!

Von November 1943 bis September 1944 wurden laut D. Czechs Kalendarium ca. 95.000 Menschen vergast und in den Krematorien eingeäschert, wenn man die ungarischen Juden sowie die Juden aus Lodz ausklammert. Von ersteren schreibt Meyer, sie seien unter freiem Himmel verbrannt worden, während er über letztere kein Wort verliert; seiner Logik zufolge müssen auch ihre Leichen im Freien eingeäschert worden sein. Zieht man nun von der Gesamtzahl die einzelnen Ziffern der Kremierten ab, so erhält man (314.000 - (31.400 + 21.204 + 95.000) =) ca. 166.400 Verbrannte zuviel. Wer waren diese?

Den Schätzungen F. Pipers zufolge verstarben in Auschwitz 1943 ca. 80.000 registrierte Häftlinge,[43] 1944-1945 rund 30.000.[44] Was das Jahr 1943 betrifft, so haben wir für die Zeit von der Inbetriebnahme des Krematoriums II bis Ende Oktober anhand der Kokslieferungen bereits berechnet, daß maximal rund 31.400 Leichen kremiert werden konnten. Es bleiben somit noch die Monate November und Dezember, in denen, extrapoliert man die Zahl F. Pipers, ungefähr 13.500 Häftlinge gestorben sind, womit die Höchstzahl der Toten - und der Verbrannten - auf insgesamt ca. 44.500 anstiege. Doch selbst in diesem Fall blieben immer noch (166.400 - 44.500 =) 121.900 erfundene Verbrannte übrig, mehr als ein Drittel jener, die laut Meyer während des gesamten Bestehens des Lagers kremiert worden sind.

8. Unüberwindbare Widersprüche

Die These Fritjof Meyers birgt aber noch schreiendere Widersprüche in sich. Er geht von 510.000 Toten aus, von denen 356.000 vergast worden sein sollen; außerdem behauptet er, die angebliche Massenvernichtung habe sich »überwiegend« in den "Bunkern" von Birkenau abgespielt. Doch da er die These von den Massenvergasungen in den Birkenauer Krematorien ablehnt, und da es sich bei den "Gaswagen" von Auschwitz, auf die er sich beruft, um eine selbst von der offiziellen Kriegsgeschichtsschreibung verworfene Propagandageschichte aus der unmittelbaren Nachkriegszeit handelt, ist klar, daß die angeblichen 356.000 Vergasten seiner Logik nach ausschließlich, oder fast ausschließlich, in den sogenannten "Bunkern" den Tod gefunden haben müssen. Methodisch gesehen stellt Meyers These schlicht und einfach ein schwarzes Loch der Logik dar.

Wie wir bereits festgehalten haben, verficht er de facto die Auffassung, alle Vergasungen hätten sich in den "Bunkern" abgespielt:

»Hier kann nicht vertieft werden, daß die vorhandenen Belege, nämlich Dokumente über eine Nachrüstung der ursprünglich dafür nicht errichteten Bauten [Krematorien II bis V in Birkenau] (zum Beispiel mit Einwurfschächten und Gasprüfgeräten) zum "Vergasungskeller" sowie die einschlägigen Zeugenaussagen eher auf Versuche im März/April 1943 deuten, die Leichenkeller nach Fertigstellung der Krematorien im Frühsommer 1943 für den Massenmord einzusetzen.

Das mißlang offenbar, weil die Ventilation kontraproduktiv war und die erwarteten Massen an Opfern in den folgenden elf Monaten nicht eintrafen. Der tatsächlich begangene Genozid fand wahrscheinlich überwiegend in den beiden umgebauten Bauernhäusern außerhalb des Lagers statt; von dem ersten, dem "Weißen Haus" oder "Bunker I", wurden erst jüngst die Fundamente entdeckt.« (S. 632)

Mit dieser obigen Aussage bestreitet Meyer die traditionelle These von der Existenz von Menschentötungsgaskammern in den Birkenauer Krematorien. Er beruft sich dabei auf »die vorhandenen Belege«, von denen er allerdings nicht einen einzigen nennt.

Was Meyer zu dieser einschneidenden Revision bewogen hat, ist nur allzu klar: die von revisionistischen Forschern angeführten Beweise, deren Schlüssigkeit er nicht anerkennen will oder darf. Meyer stellt die Vergasungen in den Krematorien in Abrede, obgleich Jean-Claude Pressac doch Dutzende von Dokumenten gesammelt hat, denen er rund vierzig »kriminelle Indizien« entnahm. Letztere mögen ja mehr als diskutabel sein, doch beziehen sich die Urkunden selbst ohne jeden Zweifel auf die Leichenkeller, die von Pressac und den anderen Exterminationisten als Menschentötungsgaskammern betrachtet werden. Gleichzeitig verschiebt Meyer das Zentrum der angeblichen Massentötungen in die "Bunker", obwohl kein einziges Dokument darauf hinweist, daß diese von der Zentralbauleitung von Auschwitz auch nur als gewöhnliche Häuser benutzt, geschweige denn zu Mordstätten umfunktioniert worden wären!

Meyer zitiert zwar einen »Bauantrag der Lagerleitung an das WVHA in Berlin«, in dem es um den »Ausbau eines vorhandenen Hauses für Sondermaßnahmen (Zeichnung nicht vorhanden)« ging und dessen Kosten sich auf »je 14242 RM« beliefen (seine Anm. 7), doch wie ich anderswo dargelegt habe, hat dieses Dokument rein gar nichts mit den angeblichen "Bunkern" zu tun.[45] Der Bauantrag erscheint nämlich in einem »Kostenvoranschlag zum Ausbau des Kriegsgefangenenlagers der Waffen-SS in Auschwitz« vom 1. Oktober 1943, und man begreift leicht, weshalb Meyer sich hütet, auf das Datum hinzuweisen.[46] Überdies steht in diesem Dokument lediglich ein Hinweis auf ein »Haus für Sondermaßnahme«, nicht aber auf "zwei Häuser", und schon deshalb ist Meyers Behauptung, wonach »beide Häuser Erwähnung« fanden, falsch. Hinzugefügt sei noch, daß dieses Haus bereits im »Erläuterungsbericht zum Ausbau des Kriegsgefangenenlagers der Waffen-SS in Auschwitz O/S« vom 30. September 1943 erwähnt wurde, wo es allerdings nicht unter den Außenanlagen figuriert, sondern im Bauabschnitt III liegt. Es befand sich demnach nicht außerhalb des Lagers - wie die angeblichen "Bunker" -, sondern innerhalb des Lagers, wie die Häuser 903 bis 914. Diese lagen in der Zone des Bauabschnitts III; sie waren von der Zentralbauleitung übernommen und so numeriert worden, wie aus dem Plan 1733 vom 5. Oktober 1942 hervorgeht. Das Haus wurde als »prov. Sauna und Entwesungsanlage für die Truppe« genutzt. In einem Brief Bischoffs an Kammler vom 9. Januar 1943 heißt es hierzu:[47]

»1 Stück Desinfektionsapparat (Fabrikant Werner) und 1 Heißluftapparat Fabrikant Hochheim ist in vorhandenem Gebäude in Birkenau prov. für die Truppe eingebaut, desgleichen eine Saunaanlage und seit Dezember 1942 im Betrieb.«

Wenn Meyer also die Existenz von Menschentötungsgaskammern in den Krematorien bestreitet, für welche die Exterminationisten Dutzende von - freilich durchwegs falsch gedeuteten - Dokumenten anführen, wie kann er dann von Gaskammern in den "Bunkern" reden, für deren Existenz als Gebäude es nicht einen einzigen dokumentarischen Beleg gibt?

Durch seine Bestreitung der Menschenvergasungen in den Krematorien erklärt Meyer auch sämtliche diesbezüglichen Zeugenaussagen für unglaubhaft. Doch weshalb sollten dann die - übrigens bedeutend weniger zahlreichen - Zeugenaussagen über Vergasungen in den "Bunkern" glaubwürdig sein?

Das Ganze mutet um so närrischer an, als die Geschichte von den "Bunkern" und deren mörderischer Funktion ausschließlich auf Augenzeugenberichten fußt. Diese unkritisch zu akzeptieren und zugleich alle Augenzeugenberichte über Vergasungen in den Krematorien zu verwerfen, ist ein weiterer logischer Salto mortale.

Trotz allem wird man Fritjof Meyer ein gewisses Ausmaß an Waghalsigkeit nicht absprechen können. In noch stärkerem Maße als jener Pressacs beweist sein Beitrag, daß eine ernsthafte technische Auseinandersetzung mit der Auschwitz-Problematik für die offizielle Geschichtsschreibung ein Weg in den Abgrund ist: Früher oder später, nach der x-ten Herabsetzung der Opferzahl und der x-ten Konzession an die Revisionisten, führt sie nämlich unvermeidlich zu jenem logischen Schluß, den die revisionistische Geschichtsschreibung schon vor geraumer Zeit gezogen hat.

Beitrag G. Rudolf | Beitrag J. Hille, H.J. Nowak | Beitrag W. Strauss


Anmerkungen

[1]Die Krematorien von Auschwitz: Die Technik des Massenmordes, Piper Verlag, München-Zürich 1994.
[2]Auschwitz: Technique and Operation of the Gas Chambers, The Beate Klarsfeld Foundation, New York 1989.
[3] Zeszyty oświęcimskie, 1995, S. 309-329.
[4]Auschwitz: Das Ende einer Legende, in: Herbert Verbeke (Hg.), Auschwitz: Nackte Fakten. Eine Erwiderung an Jean-Claude Pressac, Vrij Historisch Onderzoek, Berchem 1995, S. 162.
[5]Wie Richter Gray in seinem Urteil beim Prozeß Irving gegen Lipstadt schrieb, behauptete van Pelt, die zur Verbrennung einer Leiche erforderliche Koksmenge habe »nicht mehr als 3,5 kg betragen«! (Urteil vom 11. April 2000, Punkt 7.125.) Genau so gut könnte man behaupten, Schumachers Ferrari F 2002 erreiche eine Geschwindigkeit von 1600 Stundenkilometern!
[6]Siehe hierzu meinen Artikel Supplementary Response to John C. Zimmermann on his "Body Disposal at Auschwitz", in: www.russgranata.com/Risposta-new-eng.html.
[7]Osteuropa. Zeitschrift für Gegenwartsfragen des Ostens, Nr. 5, Mai 2002, S. 631-641. Der Artikel ist online erhältlich unter www.vho.org/D/Beitraege/FritjofMeyerOsteuropa.html.
[8]F. Piper, Die Zahl der Opfer von Auschwitz, Verlag Staatliches Museum in Auschwitz, 1993, S. 202.
[9]Die Krematorien von Auschwitz, aaO. (Anm. 1), S. 202.
[10]RGVA (Rossiiskii Gosudarstvenni Vujenni Archiv), ehemals TCIDK (Tsentr Chranenija Istoriko-dokumentalnich Kollektsii), Moskau, 502-1-83, S. 269.
[11]Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung, 4(1) (2000), S. 51-56.
[12]Jean-Claude Pressac, Enquête sur les chambres à gaz, in: Les Collections de l'Histoire, Beilage zur Zeitschrift L'Histoire, Nr. 3, Oktober 1998, S. 41.
[13]I forni crematori di Auschwitz. Studio storico-tecnico in collaborazione del dott. ing. Franco Deana; die Veröffentlichung bei Edizioni di Ar, Padua, ist für ca. Ende 2002 vorgesehen.
[14]Vom 3. bis zum 30. August 1942 fanden in Buchenwald 335 Häftlinge den Tod, vom 31. August bis zum 27. September 203. Konzentrationslager Buchenwald. Bericht des internationalen Lagerkomitees Buchenwald. Weimar, ohne Jahresangabe, S. 85.
[15]Über diese Einäscherungsanlage existieren zahlreiche Listen von Kremierungen, wobei die jeweilige Dauer des Verbrennungsprozesses angegeben wird. Siehe dazu I forni crematori die Auschwitz, aaO. (Anm. 13), Band I, zweiter Teil, Kapitel XI.
[16]Die Länge der Ignis-Hüttenbau-Muffeln betrug 2,60 m (gegenüber 2 m bei den Topf-Öfen). Die Leichen wurden in einem leichten Sarg aus groben Brettern in die Muffel eingeschoben. Nach ca. 35 Minuten wurde der - nun ausgetrocknete und zerfallende - Leichnam mit einer Art Rechen in den hinteren Teil der Muffel vor den Brenner geschoben, wo die Hauptverbrennung stattfand. In der Zwischenzeit schob man eine neue Leiche in den Vorderteil der Muffel ein. Mit diesem Kremierungssystem befanden sich stets zwei Leichname in der Muffel, ein im Austrocknungszustand begriffener im Vorderteil sowie ein in der Hauptverbrennungsphase befindlicher im Hinterteil. Der Zeitpunkt, zu dem die zweite Leiche eingeführt wurde, galt als Ende der Verbrennungszeit der ersten, auch wenn diese vor dem Brenner in Wahrheit noch 20 bis 30 Minuten länger andauerte.
[17]Erläuterungsbericht zum Vorentwurf für den Neubau eines Kriegsgefangenenlagers der Waffen-SS Auschwitz O/S, 30, Oktober 1941. RGVA, 502-1-233, S. 20.
[18]Brief der Firma Topf an die SS-Neubauleitung des KL Mauthausen vom 1. November 1941. Bundesarchiv Koblenz, NS4/MA 54.
[19]Staatsarchiv Weimar, LK 4651.
[20]Dies entspricht einer Verbrennungsdauer von 33 bis 40 Minuten pro Ofen. Der Rost des Ofens von Gusen wies acht rechteckige Öffnungen von 30 x 25 cm Größe auf. Nach ca. 35 Minuten fielen die Bestandteile der ausgetrockneten und sich auflösenden Leiche durch diese Öffnungen in den darunter liegenden Ascheraum, wo die Hauptverbrennung erfolgte. In der Zwischenzeit wurde in die nun leere Muffel ein weiterer Leichnam eingeschoben. Bei diesem Verbrennungssystem befanden sich also stets zwei Leichen in der Muffel. Die stündlich verfügbare Wärmemenge wurde durch ein entsprechendes Sauggebläse erhöht, das die Steigerung der binnen einer Stunde auf jedem Rost verbrannten Koksmenge ermöglichte. In den Drei-Muffel-Öfen bildeten die Schamotteroststäbe der Muffel Öffnungen von 21 cm Durchmesser wie bei den Zivilöfen, und die Leichenreste fielen erst während eines fortgeschrittenen Stadiums des Kremierungsprozesses in den Aschenraum. Dies geschah nach etwa einer Stunde.
[21] Obóz koncentracijny Oświęcim w świetle akt Delagatury Rządu na Kraj, In: Zeszyty oświęcimskie, Sondernummer I, 1968, S. 42. Am 4. März 1943 dichteten die Widerstandskämpfer dem »neuen Krematorium« (Krema II) eine tägliche Kremierungskapazität von 3000 Leichen an! Ebenda, S. 93, 94.
[22]Hitler and the Final Solution, University of California Press, 1994.
[23]Ebenda, S. 200.
[24]Ebenda, S. 207.
[25]Lagerplan des Kriegsgefangenenlagers vom 6. Oktober 1942. Vojenský Historický Archiv, Prag, Fond OT 31 (2)/2.
[26]I forni crematori di Auschwitz, aaO. (Anm. 13), Band I, zweiter Teil, Kapitel VIII.
[27]Ebenda, Kapitel IX, 2. Die einzigen damals bestehenden Verbrennungsanlagen, in denen das Gegenstück zu mehr als einer Leiche pro Muffel verbrannt wurde, waren die Tierverbrennungsöfen. In den leistungsstärksten Einrichtungen dieser Art, die von der Berliner Firma Kori konstruiert wurden, konnte man innerhalb von 13,5 Stunden mit einem Konsum von 300 kg fossilem Brennstoff 900 Kilogramm Fleisch einäschern. Dies entspricht der gleichzeitigen Kremierung von 12 Leichen mit jeweils 75 kg Gewicht, wobei auf eine Leiche eine Verbrennungszeit von 67 Minuten und ein Brennstoffverbrauch von etwa 25 kg entfällt. Wäre also in den Birkenauer Öfen die gleichzeitige Kremierung von drei Leichen in einer Muffel möglich gewesen, so hätte sie dreimal länger gedauert und dreimal mehr Brennstoff erheischt als bei einer Einzelverbrennung, und das Ganze hätte nicht den geringsten ökonomischen Nutzen gebracht.
[28]Da im Bischoff-Brief vom 28. Juni 1943 bei der Angabe der Kapazität der Krematorien von einem »24stündigen Arbeitseinsatz« die Rede ist, müßte es sich bei diesem Dokument nach Meyers These folglich um eine Fälschung handeln.
[29]Archiwum Głównej Komisji Badania Zbrodni Przeciwko Narodowi Polskiemu/Instytutu Pamięci Narodowej, Warschau, NTN, 105, S. 99.
[30]Hierunter versteht man unverbrennbare Bestandteile des Koks, die aufgrund der hohen Temperatur in der Feuerung schmelzen, durch die Brennstoffschicht sickern, sich auf dem Rost infolge der durch die Verbrennungsluft bewirkten Abkühlung verfestigen und einen Belag bilden, der die Spalten, durch welche die Brennluft strömt, verstopft.
[31]I forni crematori di Birkenau, aaO. (Anm. 13), Band I, zweiter Teil, Kapitel IX, 1.
[32]In: Ernst Gauss, Grundlagen zur Zeitgeschichte, Grabert Verlag, Tübingen 1994.
[33]Ebenda, S. 310.
[34]Ebenda, S. 309. Von den dort angegebenen Betriebstagen der Krematorien II und III (177 bzw. 190) muß man die 67 Tage vom 26. Oktober bis zum 31. Dezember abziehen..
[35]I forni cremator di Auschwitz, aaO. (Anm. 13), Band I, zweiter Teil, Kapitel X. Der Koksverbrauch wurde anhand des reellen Kokskonsums im Lager Gusen errechnet.
[36]Laut Meyers Hypothese 18 Leichname pro Muffel und Tag = 108 Leichen pro Tag in 6 Muffeln.
[37]Kein Zeuge und kein Historiker behauptet, es habe während dieser Periode Freiluftverbrennungen gegeben.
[38]Die Verbrennung dreier Leichen hätte demnach 14,1 kg Koks erfordert, doch allein schon, um die Wärmeverluste durch Strahlung und Leitung zu kompensieren, brauchte es bei einem Drei-Muffel-Ofen bei einer Arbeitstemperatur von 800 Grad Celsius rund 17 kg Koks!
[39]D. Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1989, S. 535 - 560.
[40]Die - im wesentlichen auf Ignoranz und Unehrlichkeit fußenden - Gegenargumente John C. Zimmermanns diskutiere ich in meinem Artikel gegen ihn. Vgl . Anmerkung 6.
[41]Außer dem Fehlen diesbezüglicher Dokumente beweist auch die Liste der Rechnungen, welche die Firma Topf für Arbeiten und Lieferungen in und nach Auschwitz ausgestellt hat, daß eine solche Arbeit niemals stattfand.
[42]Meyer nimmt an, es seien 180.000 ungarische Juden nach Auschwitz deportiert worden, von denen 100.000 bis 110.000 in andere Lager überstellt und 70.000 bis 80.000 vergast worden seien (S. 638).
[43]In Wirklichkeit ist diese Zahl stark übertrieben.
[44]F. Piper, aaO. (Anm. 8), S. 164.
[45]Carlo Mattogno, "Sonderbehandlung" ad Auschwitz. Genesi e significato. Edizioni di Ar, 2001, S. 77f.
[46]Das Dokument erwähnt auch bereits fertiggestellte Bauwerke, doch F. Meyer, der es nach R. J. van Pelt zitiert, weiß dies nicht.
[47]GVA, 502-1-332, p. 46a.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 6(4) (2002), S. 378-385.


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