Leserbriefe

Allgemeines

Alliiertes Kriegsverbrechen

Sehr geehrter Herr Rudolf!

Es ist immer löblich, der Opfer von Unrecht zu gedenken. Dazu darf ich über einen Vorfall berichten, der praktisch zeitgleich mit der Befreiung, richtiger Übergabe (der Vorgang fand bekanntlich kampflos statt) des KL Mauthausen stattfand. Am 4.5.1945 gegen 9 Uhr war ich Betroffener eines alliierten Kriegsverbrechens – Gott sei Dank habe ich es als einziger unverletzt überstanden. An diesem Tage habe ich als 11½-jähriger Knabe bei Grossendorf (zwischen Sattledt und Ried im Traunkreis im damaligen Gau Oberdonau) miterlebt, wie drei anfliegende US-Jagdflugzeuge vom Typ P51 eine deutlich als Nichtkombattanten erkennbare Gruppe von Personen mit Maschinengewehren mit Explosivmunition aus kurzer Distanz beschossen haben.

Ich gedenke Alfred v. Liebler-Ardelt (geb. 25.3.1919, wohnhaft Wien VII., Neustiftgasse 150a), Alfred Ptacek (geb. 9.12.1899, wohnhaft Wien V., Reindorfgasse 42/2/8), Hildegard Kraus (geb. 27.4.1924, wohnhaft Wien X.,) und Alfons Wannginsky (geb. 27.10.1905, vermutlich aus Ostpreußen). Zwei Frauen wurden schwer verletzt (Bauchschuß ohne Treffer auf Knochen, somit explodierte das Geschoß nicht im Körper, Treffer im Knöchel). Ich sehe heute noch die aufgeplatzten Schädel des Herrn Ptacek und des Fräulein Kraus vor mir. Das Blut des ersteren besudelte mich fontänenartig, so daß Helfer nicht glauben konnten, daß ich als einziger das abscheuliche Kriegsverbrechen unverletzt überstanden hatte.

Ich kam nur deswegen unverletzt davon, weil ich erstens den Flugzeugtyp kannte und zweitens die alte Landserweisheit aufgrund meiner vormilitärischen Ausbildung: "Ein Jabo, der anfliegt, schießt auch" kannte und vorsorglich sofort am Boden Deckung suchte.

Ich frage mich seither (gelegentlich sehe ich noch die aus den Schädeln der Opfer quellenden Gehirne vor mir, ich mußte damit ohne Psychotherapie fertig werden!), wo denn das Nürnberg für die anderen bleibt. Warum werden diese Piloten nicht als Kriegsverbrecher verfolgt? Sie können sich sogar in ihren Memoiren dieser Taten rühmen (Chuck Yeager, Yeager, Bantam Books, New York: "Wir haben Zivilisten ‘ausgeknipst’"), aber entschuldigend anführen, daß sie dies auf Befehl taten. Die Schreibtischtäter, die Anstifter zum Mord an Zivilisten müßten aber heute noch auszuforschen sein.
Übrigens, die Schreie der in Selzthal im Mai 1945 von erst lange nach Kriegsende in einen friedlichen Ort einfallenden "Rotarmisten" vergewaltigten Frauen habe ich auch noch in den Ohren.

An all das muß ich jetzt denken, wenn Gedenken an Opfer angesagt ist, wenn ich mich an den 4.5.1945 9 Uhr erinnere, als nahezu zeitgleich neben erfreulichen Ereignissen wie der Befreiung der Insassen des KL Mauthausen noch alliierte Kriegsverbrechen geschahen.

Wann gedenkt jemand des offiziellen Österreichs auch einmal dieser Opfer? Ich bewahre jedenfalls das Andenken an Liebler, Ptacek, Kraus und Wannginsky. Sie ruhen meiner Recherche nach als Kriegsopfer auf dem Kriegerfriedhof Jahnsbachtal bei Freistadt. Meine rasche Reaktion hat mich bewahrt, als Opfer eines alliierten Kriegsverbrechens auch dort zu liegen.

Wieso ist das Leid der Opfer des Zweiten Weltkrieges eigentlich teilbar? Da gibt es ja heutzutage besonders zu bedauernde Opfer und solche, die offenbar auf der falschen Seite gemordet worden sind. Ist eine solche unterschiedliche Betrachtung aus der Sicht der Opfer nicht ungerecht?

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Walter Lüftl


Lüftl überwindet Pawlow

Sehr geehrter Herr Rudolf!

Durch Zufall bin ich Ende 1997 auf das Thema Revisionismus gestoßen. Eigentlich suchte ich damals nach Artikeln von Walter Lüftl, der sich in den Achtzigern mit dem Thema Staatsschulden auseinandersetzte und seine Erkenntnisse (über mathematische Formeln) in Büchern gemeinsam mit Paul C. Martin (Wann kommt der Staatsbankrott, Kapitalismus usw.) verewigte. Als ich bei dieser Suche auf technische Untersuchungen zu Krematoriumskapazitäten stieß, maß ich diesem Thema zunächst keine Bedeutung bei – es interessierte mich einfach nicht. Nach einigen Monaten fand ich den gleichen Artikel wieder in der Suchmaschine und diesmal las ich ihn.

Bis dahin war ich Anhänger der offiziellen Vernichtungsthese, zumal ich 1984 (im Rahmen eines Studentenaustausches) u.a. das KL Auschwitz besucht hatte und die 4 Millionenzahl geistig noch allgegenwärtig war. Ich hatte mir damals zwei Bücher in Auschwitz gekauft, die Erinnerungen des Rudolf Höß und eine allg. Dokumentation über das Lager. Beide Bücher, deren genaue Titel ich inzwischen vergessen habe und die auch nicht mehr in meinem Besitz sind, habe ich kurz nach dem Besuch (jedoch noch in Polen) förmlich verschlungen. Es war alles so unwirklich, so grauenhaft und wohl dennoch passiert. Warum sollte ich an den Zeugenaussagen zweifeln? Ich hatte auch schon zuvor die abgemagerten Leichen in einem Film gesehen, welche in Bergen-Belsen per Raupe zusammengeschoben wurden. Es schien alles stimmig, und auf die Idee, "naturwissenschaftlich" nachzuhaken, bin ich damals nicht gekommen. Das hing/hängt vielleicht mit einer Art "psychologischen Blockade" zusammen. Einer hilfeschreienden näherkommenden Frau mit zerrissener Bluse wird man auch keine bohrenden Fragen stellen, ob sie dem Vergewaltiger vielleicht zu sehr entgegenkam oder es diesen gar nur in ihrer Phantasie gibt. Es verbietet einfach die Höflichkeit, einem Opfer so auf die Pelle zu rücken.

Der Lüft-Artikel schlug damals wie eine Bombe bei mir ein! Zwischen Staunen, Entsetzen und Fasziniertheit bewegten sich meine Gefühle. Allerdings hegte ich von Beginn an keinen Zweifel an seinen Erläuterungen. Der Mann war wie viel zu lebenserfahren und mit einer gehörigen Reputation ausgestattet, als daß er seine Existenz für ein paar sinnlose braune Spielchen gefährdete. Zumal er ja einige Parlamentsmitglieder in Wien auf eben diese Gefahr hingewiesen hatte, daß man mit schwachsinnigen Zeugenaussagen die glatzköpfige Horde aus ihren Höhlen locken könnte.

Um es kurz zu machen. Das Thema hatte mich elektrisiert und nun suchte ich bewußt im Spinnennetz danach. Da stößt man zwangsläufig auf Ihren Namen und Ihr Schicksal.

Ich möchte Ihnen hiermit meinen allergrößten Respekt bekunden vor Ihrem außergewöhnlichen Mut, Ihrer Zielstrebigkeit und dem offenbar eisernen Willen um der Wahrheit willen.

Jahrelang habe ich Ihre und auch die vielen anderen Artikel von VHO aus dem Netz gesaugt. Jahrelang habe ich auch ihre Appelle gelesen wegen der ständigen Flucht und den daraus resultierenden finanziellen Problemen. Jahrelang hatte ich ein schlechtes Gewissen deswegen, einerseits dankbar für die von den Revisionisten geleistete gefährliche Arbeit, andererseits zu feige, erheblich weniger zu riskieren, um z.B. auf inoffizielle schwarze Listen wegen Buchbestellungen zu kommen. Ich unterstelle nämlich, daß die wichtigsten Nachrichtendienste Ihre Internet-Aktionen zumindest überwachen und im Bilde über die Kontakte und Interessenten sind.

[Anm. der Redaktion: Dafür gibt es bisher keine Anzeichen]

Doch die traurige Möllemann-Story und letztlich die unsägliche Hohmann-Affäre haben jetzt den Sack zum Platzen gebracht. Dieser geistige Dünnschiß der kriecherischen deutschen Politik und die speichelleckende Systempresse in Sachen Verbrechen im Dritten Reich widern mich nur noch an. Ich fühle mich an die rote Propaganda in der DDR erinnert. In einer kürzlich gesendeten Talk-Show im Deutschen Fernsehen glänzte Norman Finkelstein als heller Lichtstern zwischen all den trüben Tassen aus der deutschen Politik.

Als ich kürzlich die Jenninger-Rede las, ich hatte das bislang nicht getan, war ich wie vor den Kopf gestoßen. Was da antisemitisch oder wahrheitsverdrehend gewesen sein soll, hat sich mir in keiner Weise erschlossen. Ganz im Gegenteil, ich habe diese späte Anklage an die deutsche Zivilbevölkerung eher als Zumutung empfunden. In einer warmen Stube im Sessel sitzend läßt es sich gar gut über die Fürze im dunklen Wald in einer bitterkalten Nacht pupen! Doch die Eliten waren damals entsetzt – so wie heute. Der pawlowsche Reflex funktioniert nach wie vor.

Übrigens, über die tatsächlichen Ereignisse von damals scheinen mehr Leute im Bilde zu sein, als ich das noch vor einem halben Jahr glauben wollte. Das Internet scheint also ein sehr wichtiges Instrumentarium für die Verbreitung historischer Fakten geworden zu sein. Nur geht es wohl den meisten wie mir – man traut sich einfach nicht. Es wird eben der repressive Staatsapparat gefürchtet. Daher sollten Sie sich auch über das Marketing bzw. die Werbung weniger den Kopf zerbrechen (siehe Ihren Artikel Rechenschaft). Ihr Absatzproblem liegt ganz woanders und kann von Ihnen eigentlich überhaupt nicht beeinflußt werden. Wer nämlich nach Ihren Informationen sucht, findet diese auch – so lange Ihre Website existiert.

Es ist das allbekannte Duckmäusertum von Hunderttausenden von Menschen, mich eingeschlossen, die einfach nicht das Rückgrat haben, argumentativen Widerstand zu leisten. Stellen Sie sich doch einfach mal vor, wenn 25% der Mitglieder die CDU wegen der Hohmann-Günzel Affäre verlassen hätten. Einfach so, kurz und bündig. Das politische Erdbeben wäre gewaltig gewesen, und man hätte sich ganz oben was einfallen lassen müssen.

Andere und leider wieder sehr viele Menschen können und wollen der Wahrheit nicht ins Auge schauen. Was gerade noch abgenickt wurde, wird zehn Minuten später widerrufen bzw. für Unsinn erklärt. Ich habe das in vielfachen Diskussionen erlebt und war immer wieder neu ernüchtert. Da können sie klügste Geister mit einfachster Mathematik konfrontieren, es nützt nichts.

Offenbar fürchten eine Menge Leute das Wegbrechen aller sie umgebenden Schutzgitter. Ein vergleichbares Phänomen habe ich schon Anfang der Neunziger ausmachen können, als viele DDRler in einen ideologisch luftleeren Raum stürzten. Trotz aller Mängel in der Diktatur und den Verlockungen des Westens, wollte und konnte man nicht wahrhaben, was da eigentlich passierte. Das alte System war ziemlich geräuschlos in einem schwarzen Loch verschwunden. Selbst mich beschlich ein mulmiges Gefühl, als ich am Brandenburger Tor plötzlich ziemlich abgefahrene Gestalten in früher respekteinflößenden Offiziersmänteln einschließlich der geflochtenen Schulterstücke bestaunen durfte. Die Insignien der Macht waren auf dem Trödelmarkt gelandet. Es schien alles wie ein böser Traum.

Möge allzeit ein Schutzengel über Ihrer geistigen und körperlichen Unversehrtheit schweben. Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitstreitern alles Gute für die Zukunft.

Mit freundlichem Gruß, HM, Sachsen


Zu T. O’Keefe, "Simon Wiesenthals Kriegsjahre: Neues Licht in eine düstere Vergangenheit", VffG 7(3&4) (2003), S. 344-350

Zu einem dem Artikel beigegebenem Photo: Der Film "Die Mörder sind unter uns" (D 1946!) von Wolfgang Staudte mit H. Knef hat mit Wiesenthal überhaupt nichts zu tun. Es handelt sich um den wohl bekanntesten der sog. "Trümmerfilme", die versuchten, den WK für ein Nachkriegspublikum filmisch aufzuarbeiten und nebenbei auch Erziehungsarbeit zu leisten (der Film war die erste Produktion der DEFA, gedreht in der sowjetischen Besatzungszone).

Der Holocaust und die Lager kommen nur sehr am Rande vor, eingehender werden jedoch Ostfront-Traumata und (natürlich deutsche) Kriegsverbrechen behandelt. Der Filmtitel wurde hernach zum vielbemühten Schlagwort – möglich, daß Wiesenthal den Titel seines Buches von 1967 daran angelehnt hat.

Wenn wir schon bei cineastischen Fehlern sind – Abby Mann ist, wie auch der Internet Movie Data Base zu entnehmen ist, Drehbuchautor & Produzent und nicht Filmregisseur. Nicht zu verwechseln ist er mit Anthony Mann, dem berühmten Westernregisseur.

"Judgement at Nuremberg" ist von Stanley Kramer inszeniert, Drehbuch von Abby Man, wie auch "Murderers among us", der aber wie gesagt nichts mit dem gleichnamigen DEFA-Film zu tun hat.

bela


Zu: G. Rudolf, "Am Rande des Dritten Weltkriegs," VffG 7(2) (2003), S. 124-131.

Werter Herausgeber!

In der New York Times vom 18. April 2004 widmete der Historiker Niall Ferguson einen Abschnitt der Beschreibung der Rücksichtslosigkeit, mit der die Briten den irakischen Aufstand von 1920 niederschlugen ("The Last Iraqi Insurgency" – der letzte irakische Aufstand):

"Es wird Härte nötig sein, um die Rebellion zu unterdrücken. 1920 beendeten die Briten die Rebellion durch eine Kombination von Luftangriffen und Strafexpeditionen, bei denen ganze Dörfer niedergebrannt wurden. Das war nicht besonders schön. Sogar Winston Churchill, damals verantwortlicher Minister der Luftwaffe, war über die Handlungen einiger schießfertiger Piloten und rachedurstiger Heeressoldaten schockiert."

Er kann allerdings nicht allzu sehr schockiert gewesen sein, zumal er die Verwendung von Giftgas gegen die gleichen Aufständischen und gegen die sie unterstützenden Dörfer autorisiert hatte. Als Historiker muß Ferguson das gewiß gewußt haben, doch man kann nur spekulieren, warum er diese kleine Detailinformation ignorierte. Vielleicht wollte er jeden Vergleich mit Saddam Hussein vermeiden, über den uns bis zum Erbrechen erzählt wurde, er habe "sein eigenes Volk vergast."

Ich nehme an, daß man die moralische Luftüberlegenheit nicht aufgibt, wenn man ein anderes als das eigene Volk vergast und noch dazu für einen guten Zweck wie etwa die Niederschlagung eines Aufstandes. Es ist interessant festzustellen, daß Spanien in der Zwischenkriegszeit Giftgas gegen die Riffs in Nordafrika verwandte und daß Italiens Anwendung von Giftgas gegen die Äthiopier damals in der westlichen Welt mit allgemeinem Schweigen übergangen wurde. Später, während des Zweiten Weltkrieges, schlug derselbe Churchill, der die Iraker vergast hatte, vor, das Ruhrgebiet als Rückvergeltung dafür zu vergasen, daß Deutschland mit V1- und V2-Raketen Vergeltungsschläge gegen London führte. Erst als ihm mitgeteilt wurde, daß dies nicht machbar sei, gab er sich mit Dresden zufrieden. Sogar die Vereinigten Staaten schreckten nicht vor der Vorstellung eines Giftgasangriffes zurück. 1945 gab das US-Militär eine Studie in Auftrag über die Möglichkeit, Tokio und andere japanische Ballungszentren mit Phosgen (etwa fünfzig tausend Tonnen!) zu ersticken, um eine kostspielige Invasion zu verhindern. Der Plan wurde verworfen, aber nicht etwa, weil er unmoralisch war, sondern weil er nicht praktikabel war. Wie wir wissen, wurden statt dessen schließlich zwei Atombomben auf Nagasaki und Hiroshima abgeworfen. Diese "Massenvernichtungswaffen" wurden von den meisten Amerikanern als "gottgesandt" angesehen, da sie den Krieg im Pazifik zu einem schnellen Ende brachten, wodurch ungezählte amerikanische Leben geschont wurden.

Giuseppe, [email protected]

Anmerkung der Redaktion

Die Japaner hatten bereits vor dem ersten Atombombenabwurf ihren Willen zur Kapitulation erklärt. Der Mythos vom Nutzen der Atombomben zur Schonung amerikanischer Soldatenleben – auf Kosten ungezählter japanischer Zivilisten – ist daher falsch.


Zu: C. Mattogno, "Flammen und Rauch aus Krematoriumskaminen", VffG 7(3&4) (2003), S. 386-391.

Verehrter Herausgeber!

In der genannten Ausgabe von VffG diskutiert Carlo Mattogno im genannten Beitrag die Funktion von Krematoriumsmuffeln und beigeordnetem Zubehör.

Ich war 30 Jahre als Verbrennungsingenieur beim Einbau hauptsächlich von Gas- und Ölbrennern für industrielle Wasserboiler tätig. Manchmal ersetzen unsere Anlagen alte Koksfeuerungsanlagen, um die mit der Verbrennung von Kohle zusammenhängenden hohen Emissionen zu reduzieren. Obwohl meine Erfahrungen nicht mit Krematorien zusammenhängen, so denke ich doch, daß man sie extrapolieren kann.

Schwarzer Rauch aus Schornsteinen als Folge der Verbrennung fester Brennstoffe wie Kohle besteht hauptsächlich aus Asche. Es ist auch möglich, daß sich dabei unverbrannte Kohlenwasserstoffe befinden, aber dies wird als gefährlicher, da explosiver Zustand angesehen, so daß Systeme derart konstruiert werden, daß eine vollständige Verbrennung in der Verbrennungskammer erfolgt.

Unverbrannte Kohlenwasserstoffe im Rauch werden hauptsächlich durch ungenügende Sauerstoffzufuhr oder ungenügende Luft-Brennstoff-Mischung hervorgerufen. Vorgeheizte Luft hat darauf nur einen minimalen Einfluß. Sie wird hauptsächlich angewandt, um den Brennstoffverbrauch zu reduzieren, also um die Brennstoffeffizienz zu erhöhen. Die Luft wird erhitzt, indem sie durch einen Wärmetauscher geleitet wird, die Wärme aus dem Ofen selbst entzieht. Es gibt verschiedene Techniken zur Vorheizung von Luft.

Falls Sie jemals versuchen, im Garten Abfälle wie Gras, Laub oder anderen Abfall zu verbrennen, und ihr Müllhaufen weigert sich beharrlich zu brennen, dann blasen Sie einfach Luft mit einem Gebläse in den Haufen. Mit der zusätzlichen Luft werden die Flammen schnell höher schlagen.

Ein Ofensystem besteht vornehmlich aus einem Brenner, einer Verbrennungskammer, einem Fuchs und einem Kamin. Die Gründe, warum ein Ofen bzw. ein Krematorium so ausgelegt ist, daß die Verbrennung vollständig im Verbrennungsraum stattfindet, sind folgende:

Brennenden Gasen, die den Brennraum verlassen, ist in dem beengten Raum sofort der Sauerstoff entzogen. Der verbliebene Sauerstoff wird so schnell verbraucht wie von einer Kerze in einem geschlossenen Glas.

Die Vorstellung, daß Flammen aus Kaminen schlagen könnten, ist eine Propagandaerfindung, eine von vielen.

Ich würde hier auch gerne die Funktion der Verschlußklappen beschreiben. Diese Klappen sind so ausgelegt, daß sie einen bestimmten Unterdruck am Boden des Kamins erzeugen. Dies wird üblicherweise automatisch reguliert, kann aber auch manuell gemacht werden mittels eines Manometers am korrekten Meßpunkt. Die Verschlußklappe oder der Kamin wissen nicht, ob sie eine oder acht Muffeln entsorgen. Die Klappe wird einfach so eingestellt, daß das anfallende Abgasvolumen entsorgt werden kann. Das verhält sich nicht anders als wie bei einem einzigen Ofen, dessen Verbrennungsrate je nach Bedarf steigt oder fällt. Die Stellung der Verschlußklappe kompensiert die unterschiedlichen Durchflußraten.

Reinhard Tixel


Zu: G. Rudolf, "Mondlandung: Schwindel oder Wahrheit?", VffG, 6(4) (2002), S. 449-455.

An den Chefredakteur!

Als Angehöriger der älteren Generation, der die frühe Entwicklung der Raumfahrt mit Interesse beobachtet und dokumentiert hat, hat Ihr Artikel im Kontext Ihrer Zeitschrift keinen Zweifel gelassen, daß es kaum ein Gebiet menschlicher Aktivitäten gibt, das frei wäre von Verzerrungen, Betrug und Lügen durch die einflußreichen Medien.

Sie können den verborgenen Zusammenhang sehen zwischen der Einstellung der Mondflüge "aufgrund wachsender Kritik an den immensen Kosten und der schieren Nutzlosigkeit" und Verschwörungsbehauptungen, "daß das gesamte NASA-Mondprojekt ein Schwindel war," und der absichtlichen Kampagne, das US-Raumfahrtprogramm anzuschwärzen und zu sabotieren. Genau das war der Punkt: Die Rolle verdeckter sowjetischer Propaganda in der Schaffung des Märchens vom "Mondlandeschwindel"! Ich weiß, daß Gerüchte einer gefälschten Mondlandung bereits 1970 in kommunistischen Kreisen kursierten. Dieser Brief erlaubt es nicht, die überwältigenden Beweise für die prosowjetische Voreingenommenheit westlicher Medien bezüglich dessen aufzuzeigen, was in den frühen sechziger Jahren das "Wettrennen zum Mond" genannt wurde. Tatsache ist, daß die meisten "sowjetischen Raumfahrt-Erfolge" – mit Ausnahme Sputniks – wissenschaftlich unwahrscheinlich oder zumindest nutzlos und oft technisch unmöglich waren, im Gegensatz zu den amerikanischen. Die Sowjetunion besaß einfach weder das notwendige Wissen noch die menschlichen und finanziellen Mittel, um die USA in der Raumfahrt herauszufordern (oder auf irgendeinem anderen Gebiet). Sputnik eröffnete auf geräuschvolle Weise einen neuen Weg des menschlichen Fortschritts, der ohnehin anstand, wie Wernher von Brauns "Explorer 1" nur drei Monate nach dem sowjetischen Spektakel bewies. Wenn die kommunistischen Führer die Konsequenzen von Sputnik vorausgesehen hätten, die in Apollo 11 kulminierten, so hätten sie alles daran gesetzt, diese zu verhindern. Dies mag nicht der einzige Grund sein, aber der wirtschaftliche Einbruch der sowjetischen Wirtschaft zu jener Zeit (der Sturz Chruschtschows, die "Reformen" Breschnews, und die Rettung durch westliche finanzielle Bluttransfusionen) änderten ebenfalls die sowjetische Raumfahrtpolitik von absoluter Geheimhaltung zu erbitterter Gegnerschaft gegen Raumforschungsausgaben – insbesondere angesichts des Apollo-Programms – und letztlich – wen wundert’s? – zur Öffnung einer Kooperation mit den USA, was der Grund dafür ist, daß die NASA bis heute die Rechnungen bezahlen darf.

Die Geschichte des angeblichen ersten Spaziergangs im All durch den Kosmonauten Leonov, die ich beilege, ist nur ein Fall unter vielen der Raumfahrt, wo ein Mangel an Technologie durch einen effizienten Betrug wettgemacht wurde. Die Geschichte wurde erstmals 1975 im australischen Periodikum Intelligence Survey veröffentlicht.

Ihr F.G. Kausch

Anmerkung des Herausgebers

Wir werden diesen Beitrag über sowjetische astronautische Betrügereien in der nächsten Ausgabe von VffG veröffentlichen. Und übrigens, wenn die Sowjetunion damals wirklich glaubte, die USA würden die Welt mit gefälschten Mondlandungen über viele Jahre hinweg betrügen, so würden sie dies sicher enthüllt haben, während es passiert: Zum Beispiel, indem sie einfach darauf hinwiesen, daß alle Funkmeldungen der Astronauten nicht vom Mond kamen. Aber solche Behauptungen wurden zwischen 1969 und 1975 von den Sowjets selbstverständlich niemals aufgestellt, zumal man mit einfachen Instrumenten hätte verifizieren können, daß diese von den Astronauten abgesandten Funksendungen tatsächlich mit der korrekten Zeitverzögerung vom Mond kamen.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 8(2) (2004), S. 242-245.


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