J. G. BURG

SÜNDENBÖCKE

Großangriffe des Zionismus
auf Papst Pius XII. und auf die
deutschen Regierungen

{Seitenumbruch indiziert durch Seitenzahl in geschweifter Klammer}


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Gewidmet
allen meinen Familienangehörigen
und Verwandten, die im Verbannungsgebiet
Transistrien umkamen, insbesondere meiner
Mutter, meinem Vetter Rabbiner Hersch Weissberg,
der mir zugleich Schwager war, und
seinen fünf Kindern.

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Motto:

- und Aaron soll das Los werfen über
die zweien Böcke: ein Los dem HErrn und das andere
dem Asasel (dem Geist der Wüste). -

Aber den Bock, auf welchen das Los des
Asasel fällt, soll er lebendig vor den HErrn
stellen, daß er über ihm versöhne, und lasse
den Bock für Asasel in die Wüste.

Da soll dann Aaron seine beiden Hände
auf das Bockes Haupt legen, und bekennen auf
ihn alle Missetaten der Kinder Israel und
alle ihre Übertretungen in allen ihren Sünden;
und soll sie dem Bock auf das Haupt legen,
und ihn durch einen Mann, der bereit ist, in
die Wüste laufen lassen,

daß also der Bock alle ihre Missetat
auf sich in eine Wildnis trage; und er lasse
ihn in der Wüste.

3. Buch Moses, Kap. 16, 8, 10, 21, 22

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Inhaltsangabe

Vorwort

  1. Papst Pius XII. als Sündenbock: S. 13
    Angriffe über Angriffe auf einen Toten, S. 15
    Worte und Taten rechtfertigen ihn, S. 32
  2. Deutsche Regierungen als Sündenböcke: S. 53
    Das Dritte Reich und die "Endlösung", S. 55
    Haftbarmachung der Bundesrepublik, S. 78
  3. Die großen Mutschuldigen: S. 87
    England verhindert jüdische Auswanderungen, S. 89
    Winston Churchills unheilvolle Rolle, S. 97 Die Kälte der USA unter Dollar-Herrschaft, S. 111 Jüdische Diadochen-Rivalitäten, S. 119
  4. Der Zionismus als Schuld-Diktator: S. 127
    Vier Köpfe und ihre Ideologien, S. 129
    Deutsche und jüdische "Kollektiv-Schuld", S. 163 Zur Verlängerung der "Verjährungsfrist", S. 181
  5. Das Schlagwort von den "Sechs Millionen Opfern": S. 195
    Fehschläge und Erfolge bei Rettungs-Aktionen, S. 197
    Das große Geschäft mit dem Tod, S. 216 Versuch einer Wahrheitsfindung, S. 233
  6. Israel und Arabien: S. 239
    Die große Kraftprobe - bisher, S. 241
    Zionistische Grausamkeiten ohne Richter, S. 271 Arabien im Gegenangriff, S. 282 Bankrott des Weltzionismus?, S. 290
  7. Ausblick, S. 309
    Das Positive der Juni-Ereignisse S. 315
  8. Nachwort, S. 321

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Vorwort

"Wer mir von Rache spricht, sei verflucht!"
Ch. N. Bialik (1878
-1934) in seinem
hebräischen Klagelied DIE SCHLACHTUNG

Im Jahre 1962 veröffentlichte ich mein erstes Buch "Schuld und Schicksal, Europas Juden zwischen Henkern und Heuchlern" (Damm-Verlag/München). Es liegt heute in vierter, erweiterter Auflage vor und scheint mir somit seine Aufgabe zu erfüllen. Den Anstoß zur Niederschrift gab Adolf Eichmanns Entführung aus Argentinien und sein Prozeß in Jerusalem; doch habe ich, wie der Titel besagt, weite Bezirke des Judentums und seiner Geschichte mit einbezogen. - Den Anstoß zu meinem zweiten, hier vorliegenden Buch gaben die Angriffe auf den verstorbenen Papst Pius XII. - Angriffe, die sich sinngemäß auch gegen die deutschen Regierungen richten. In meiner neuen Schrift mußte ich ebenfalls, über das Hauptthema hinaus, eine Reihe von bedeutsamen Zeitfragen, die das heutige Judentum betreffen, behandeln und sie zu klären versuchen. Wenn die Leser meines ersten Buches auf Wiederholungen in der Darstellung stoßen, so mögen sie mir das nicht verargen, vielmehr bedenken, daß Rückgriffe dann nötig werden, wenn es gilt, neue Zusammenhänge in neuer Beleuchtung aufzuzeigen.

Ich bin Jude, geboren als das achte und jüngste Kind rechtgläubiger jüdischer Eltern im Jahre 1908 zu Czernowitz in der Bukowina, die damals noch zu Österreich gehörte und nach dem Ersten Weltkrieg zu Rumänien kam. Meine Eltern waren unbemittelt; ich erlernte das Buchbinder-Handwerk, von dessen Erträgen ich noch heute lebe. Mangels akademischen Studiums habe ich mich auf verschiedenen Gebieten privatim weitergebildet, und nichts liegt mir ferner, als in meinen Büchern den Gelehrten, den Fachmann oder den Wissenschaftler hervorkehren zu wollen, der ich nicht bin. Mir kommt es lediglich darauf an, der ergründbaren Wahrheit, der Gerechtigkeit und damit einer friedlichen Entwicklung unserer Völker zu dienen, was meines Erachtens durch Betätigung des gesunden Menschenverstandes, namentlich aber durch die Betonung dessen, was das gläubige Herz uns eingibt, reiner angestrebt und wirksamer verbreitet werden kann als durch die dicksten Wälzer gelehrter Forschungen mit ihren archivalischen Anhängen, auf die ich in meinen Büchern grundsätzlich ver-

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zichte; denn ich halte es mit der Weisheit der Sprüche Salomons (12, 17), deren einer lautet: "Wer Wahrheit ausspricht, tut Gerechtigkeit kund!" Die Wahrheit aber kann gar nicht einfach genug ausgesprochen werden.

Wen unter meinen Lesern es verwundert, daß ich hier so eingehend von meiner Abstammung und Herkunft berichte, dem sei verraten, daß nach dem Erscheinen meines ersten Buches von einigen Kritikern behauptet wurde, ich könne gar kein Jude, müsse vielmehr ein getarnter arischer Deutscher sein, den irgendwelche Neonazisten sich zur Verbreitung ihrer revanchistischen Ideologien gekauft hätten! Das ist nun freilich eine wahrhaft groteske Unterstellung. Daß sie überhaupt ausgesprochen werden konnte, erklärt sich aus der irrtümlichen Ansicht mancher Kreise, das Judentum von heute stelle eine streng geschlossene Phalanx dar, die sich - in Europa wenigstens - voll gemeinsamen Rachedurstes einzig gegen Deutschland richte und ihre Stoßrichtung mit derart gewichtigen Argumenten verfechte, daß es gegen diese gar keinen Widerstand geben dürfe! Sie nennen es den alt-testamentarischen Rachegeist - oder sie denken doch an ihn, wenn sie die Berechtigung der Angriffe, die von einigen jüdischen Fronten gegen das fluchbeladene Deutschland ebenso wie gegen den Papst Pius XII. vorgetragen werden, nicht nur anerkennen, sondern sogar glorifizieren.

Dem gegenüber kann ich nur wiederholen: gerade weil ich Jude bin, und weil ich dem ehrwürdigen Glauben meiner Väter treu zu bleiben gedenke, fühle ich mich innerlich zutiefst verpflichtet, meine Stimme zu erheben gegen alle jene Mächte, von deren Banner herab das gleißende Wort "Unversöhnlichkeit" droht, um den Unfrieden in der Welt zu verewigen. Gegen derlei Gewalten muß jeder aufrechte Mensch seine sichtbare Abwehrstellung beziehen, ob Jude oder Christ, ob Moslim oder Hindu oder welchen Glaubens immer! Und so will auch ich meine bescheidene Kraft einsetzen für die Verteidigung der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der echten Freiheit, auf daß ich dereinst mit gutem Gewissen mich zu meinen Vätern versammeln darf, ohne ihrer unwert zu erscheinen.

München, im Juli 1967

J. G. Burg


G. Fischer
1. Auflage 1967
2. Auflage 1968
© 1967 G. Fischer
Alle Rechte incl. Vertrieb beim Herausgeber


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