Leserbriefe

Allgemeine Stellungnahmen

Nochmals: Folgen von Trägheit und Sattheit

Liebe Freunde,

hier kommt meine Spende für das Jahr 1999 mit meinen besten Wünschen für persönliches Wohlergehen wie auch für den Erfolg Ihrer Arbeit.

Ich möchte sagen, für "unsere" Arbeit, da ich an meinem Platz nach besten Kräften auch dazu beitrage, um Wahrheit und Gerechtigkeit den Platz zurückzugeben, der ihnen gebührt.

Ich gehöre zur sogen. "Erlebnisgeneration", deren Zeit altersmäßig ja immer kostbarer wird, und mein einziger Wunsch ist, den Tag zu erleben, an dem unsere Arbeit Früchte trägt und die Wahrheit an den Tag kommt.

Zwei echte Holocaust-Überlebende

Wenn ich sage "Erlebnisgeneration", so kann ich auch sagen, daß ich eine wirklich "Überlebende" bin, da ich die Bombardierungen unserer Städte überlebt habe. (Foto vom Sept. 1942 - rechts im Bild, links eine Freundin.) Wie man meinem Gesichtsausdruck entnehmen kann, sehe ich zwar nicht gerade glücklich aus, aber auch nicht so, als fühlte ich mich geschlagen.

Im Laufe der Jahre hat sich bei meiner Arbeit - wie bei einem Puzzle - Stückchen um Stückchen ein immer größer werdendes Bild geformt, bei dem das Ausmaß des Bösen immer bedrohlichere Formen annahm. Jetzt bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich es wie ein allgegenwärtiges teuflisches Element, das um den Erdball zieht, fast körperlich fühle. Und damit hat sich auch der Wille, dieses Böse zu bekämpfen, mehr und mehr verstärkt, und ich tue, was in meinen Kräften steckt. Mit Nietzsche: »Was mich nicht umhaut, macht mich stärker!«

Ich weiß nicht, wie weit die Walser-Dankesrede gewirkt hat, um den Menschen einen Denkanstoß zu geben. Die meisten Hirne befinden sich ja durch das unaufhörliche Hämmern mit der H-Keule ohnehin in einem Zustand des Leerlaufs, der klares und logisches Denken schwierig macht. Dazu kommt bei den meisten noch der Wunsch, nicht mit Problemen belästigt und gezwungen zu werden, zu denken, und in dem Prozeß vielleicht die Ansicht ändern zu müssen. Das ist alles so anstrengend.

Wie - im VffG, 2. Jahrgang 1998, Heft 3, S. 237 - der Schreiber R.L. aus München sagt, erging es auch mir bei meinen Besuchen in Deutschland: »Ich erlebe es immer wieder im Verwandten- und Bekanntenkreis, daß die Leute einfach nichts mehr hören wollen über diese Vergangenheit, nicht einmal die Wahrheit. Bestenfalls hören sie eine Weile teilnahmslos zu oder reagieren gleich aggressiv. Sie verteidigen die aufgebürdete Schuld mit Zähnen und mit Klauen, als ob sie ihr bestes und letztes Gut beschützen müßten.«

Es ist schon wahr: »Einer tausendmal wiederholten Lüge glaubt man lieber, als der zum ersten Mal gehörten Wahrheit.«

Ich sehe mich als eine derjenigen, die sich um "das Fähnlein der sieben Aufrechten" scharen und trotz allem unverdrossen weitermachen, bis zum harterkämpften Sieg.

Bis dahin - wie einer unserer sehr Aktiven immer wieder sagt: No surrender!

In dem Sinne und mit freundlichen Grüßen von Land zu Land

A.F.


Hilferuf

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich bin ein deutscher Austauschschüler in den USA und wir haben gerade den 2. Weltkrieg. Ich werde persönlich für den Holokaust verantwortlich gemacht.

Ich flehe Sie förmlich an, mir Adressen und Links zu Seiten zu liefern, die Bilder deutscher Soldaten zeigen, die für ihr Land gefallen sind. Seiten, die über Vertriebene berichten. Das schulde ich meiner Großmutter!

NN.

ANMERKUNG DER REDAKTION: Wir werden uns des Themas im Internet verstärkt annehmen!


Frei nach Schiller

Sehr geehrter Herr Rudolf,

zu dem neuesten Heft der Vierteljahreszeitschrift und insbesondere zu Ihrem Rundschreiben vom 29.1.1999 [vgl. Leitartikel in diesem Heft, d. Red.] kann ich, frei nach Schiller, nur sagen

Freude hat mir Gott gegeben!
Sehet! wie ein goldner Stern
Aus der Wirrnis blank und eben,
Schält sich jetzt der wahre Kern...

Wissen Sie übrigens, wie man - in Anlehnung an Fascho, Macho usw. - einen Hohlkopf nennt, der so ziemlich alles glaubt, was man über unsere Geschichte erzählt? Einen Hohlo.

Vergessen Sie beim Abdruck dieses Leserbriefes um Himmels nicht das kleine "h" in der Mitte, könnte dies doch starke sozialethische Verwirrung in deutschen Justizkreisen auslösen.

Mit freundlichen Grüßen

Ole Kaust


Zum Ursprung der Gaskammergerüchte

Sehr geehrter Herr Gauss,

In Ihrem interessanten Buch Grundlagen zur Zeitgeschichte steht auf Seite 10:

»Man weiß eigentlich nicht recht, warum das Gas sich letztlich auf dem Markt der Greuelpropaganda durchsetzte.«

Eine durchaus berechtigte Frage, zu deren Beantwortung ich möglicherweise etwas beitragen kann.

Kürzlich sah ich eine der sattsam bekannten Sendungen. Darin sagte ein Auschwitz-Überlebender: Irgendein Wachmann oder ähnliches sagte bei der Ankunft im Lager: "Hier arbeitest Du bis zur Vergasung". Da hat es bei mir geklingelt. Das war nichts anderes als eine militärische Redewendung.

Beim Militär wurde man geschliffen. Der Ausdruck dürfte von Schliff haben (Benehmen haben) stammen. Schleifen bedeutete also Erziehung im militärischen Sinne und hat mit einem Schleifstein nichts zu tun. Im Extremfall wurde man geschliffen, "bis Euch das Wasser im Arsch kocht." Auch das war unmöglich wörtlich zu nehmen. Klappte etwas nicht, so wurde es "bis zur Vergasung" geübt. Dasselbe galt auch für Straf- oder nichtendenwollende unerfreuliche Arbeiten. Auch diese mußten unter Umständen "bis zur Vergasung" gemacht werden. Eine weitere Redewendung war die Formulierung für eine kritische Situation: Da geht dir der Arsch auf Grundeis.

Ich spreche nicht von einem KZ, sondern von der Luftwaffe (fliegendes Personal), das vermutlich ein etwas höheres Niveau als Wachmannschaften hatte. Daß irgendeine dieser Redewendungen einmal als reale Bedrohung interpretiert werden könnte, fiel uns nicht einmal im Traum ein! Das ist der Grund, warum ich diese Redewendung bis zur exakten Formulierung durch einen ehemaligen Häftling oder Fremdarbeiter total vergessen hatte. Sie war für mich zu unbedeutend. Bedeutender war für mich der Hinweis derjenigen Flieger, die aus besseren Verhältnissen stammten, daß sie sich bei der Rückkehr ins Zivilleben gewaltig um die Rückgewöhnung an einen anständigen, standesgemäßen Umgangstons bemühen mußten.

In Auschwitz befand sich nach meinen Informationen ein Industriekomplex mit dreißigtausend Arbeitsplätzen. Wenn man weiß, wie lange es dauert, bis eine neue Arbeitskraft eine volle Leistung zu erbringen vermag, und wie dringend die deutsche Wirtschaft nach Arbeitskräften suchte, dann ist schon die Idee der Vergasung absurd. Ich war in amerikanischer (Rheinwiesenlager), französischer und englischer Gefangenschaft. Von daher weiß ich, wie die Westalliierten eine runde Million Kriegsgefangene mit einem Minimum an Aufwand umbrachten, während sie als "Internationaler Gerichtshof" die deutschen Kriegsmanager wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilten. Die Kriegstechniker wurden nicht verurteilt, die brauchten die Sieger für die militärische Sicherung des Friedens à la USA und UdSSR. Es gibt bei den Siegern auch keine Kriegsministerien mehr, wie bei den Militaristen, sondern nur noch Verteidigungsministerien. Der Titel ist human geworden, die Ziele und Aufgaben sind geblieben. Und wie!

Bei der großen Anzahl von Auschwitz-Arbeitern dürfte es eine beachtliche Anzahl geben, die Seuchen, Bombardierung und Einzug der Sieger überlebt haben. Wie viele von ihnen diese Redewendung geglaubt haben oder nur davon profitieren, kann ich nicht beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Eugen Trinker


zu: S. Crowell, »Ausgrabungen in Belzec« und In Kürze, »Norwegen ist an der Reihe« (VffG 3/1998, S. 222/243)

Nordische Ergänzungen

Lieber Germar!

Ich erlaube mir, zum VffG-Heft 3/98 Ergänzungen anzuführen.

VffG 3/98, Seite 222 über »Ausgrabungen in Belzec«.

Die Methode mit Flugzeugmotoren ist wahrlich neu und kommt als Zusatz zu dem, was ich David Irving unlängst geschrieben habe (vgl. seine Homepage):

Ich bin sehr erleichtert, daß sich die jüdische Gemeinde nun auf lediglich eine Lösung für das genannten Lager geeinigt hat: Vergasungen mit CO. Demnach haben sie nun die früher behaupteten sieben anderen Arten verworfen, mit denen wie behauptet Juden umgebracht worden sein sollen:

Nun haben sich die Juden also entschieden, wie ihre Volksgenossen ermordet wurden. Heißt das aber nun, daß die Polish Fortnight Review im Dezember 1942 gelogen hat? Und heißt dies, daß The Allied Information Committee log? Log auch Herr Silberschein? Ist also auch Herr Szende ein Lügner? Herr Karski auch? Und gründet das deutsche Gerichtsurteil auch auf Trugschlüssen? Und natürlich wissen wir alle längst, daß auch Kurt Gerstein gelogen hat und daß daher auch die Dieselabgasgeschichte ein Trugschluß ist. Und was behaupten die Juden jetzt?

Seite 243: »Norwegen ist an der Reihe«:

Norwegen zahlt jetzt 450 Millionen Norwegische Kronen an die Juden für deren "Leiden" während des Krieges. Dies Geld wird zusätzlich zu den bereits im Jahr 1947 ausgezahlten 110 Mio. Norwegischen Kronen gezahlt. Von den 450 Mio. NOK (etwa 100 Mio. DM) gehen 200 Mio. an jüdische Vereine in Norwegen.

Insgesamt haben die Norweger nun etwa 125 Mio. DM an die Juden bezahlt. Angeblich sei dies der Betrag, den die Juden in Norwegen im Jahr 1942 besessen haben. Damals gab es in Norwegen etwa 1500 Juden. Demnach besaß damals also jeder Jude - vom Kleinkind bis zum Greis - angeblich ein Netto-Vermögen (also nach Abzug der Schulden) von etwa 83.000 DM (oder etwa DM 500.000 pro Familie). Kaum ein Norweger konnte damals nach Bezahlung seiner Schulden so viel Besitz vorweisen.

Die Juden in Norwegen haben 50 Jahre gewartet, bevor Sie ihre erneuten "Ansprüche" gelten gemacht haben. Wer ist hier geldgierig?

Tyrkr Norge


zu: E. Guhr, »Unbequeme Dokumente...« (VffG 3/1998, S. 175-182)

Alliierte Greuel an Kriegsgefangenen

Es ist offensichtlich, daß die meisten von Ihnen junge und naive Leute sind, und daß Sie nur wenige Veteranen des Zweiten Weltkriegs kennen, die mit Kriegsgefangenen zu tun hatten. "Wir" haben routinemäßig alle Japse massakriert, die sich uns ergaben (nicht alle haben bis zum Tode gekämpft, was allgemein der Fall war). Deutsche Kriegsgefangene wurden sehr harsch behandelt, absichtlich ausgehungert, und als die Rationen verteilt wurden, war ihr Brot oft in Urin getränkt. Wenn einige Vorgesetzte befahlen »Bring diese Gefangenen zurück nach Paris und komm in einer Stunde wieder zurück«, dann war das ein Code für »Sieh zu, daß Dich niemand sieht, wenn du sie erschießt«. Wilkes, zeitlebens ein Freund von mir, erzählt immer noch Geschichten darüber, wie sie deutsche Gefangene als Straßenfüller für ihre Panzer benutzt haben. Elmore erzählt immer noch Geschichte über die »Schlitzaugen-Jagden«, wobei Zivilisten als laufende Ziele für den Feierabendspaß verwendet wurden. Die Briten waren kein Stück besser, aber gegenüber den Truppen unserer "gallanten" Verbündeten (dem sowjetischen Abschaum) waren unsere Schlächtereien nur Kinderspiele.

Der Krieg ist vorbei, trotz des permanenten Gejammers und Geheules der Juden darüber. Seht nur zu, daß sie uns nicht wieder in einen Krieg hineinziehen. Im modernen Krieg gibt es keine guten Jungs - was auch immer diese fahnenwedelnden Mamas und Papas über »unsere Jungs« denken mögen. Warner, heute ein Alkoholiker, hat bei unseren Treffen häufig gesagt: »Warum zum Teufel habe wir solche Sachen gemacht?«

Robert, 17th Airborne, 514 Inf. Bat.


Konzentrationslager für Ostdeutsche in der Sowjetunion

Sehr geehrter Herr Rudolf, verehrte Damen und Herren,

Ich bin wie Sie der Meinung, daß das »Jahrhundert der Massenmorde« endlich wissenschaftlich erforscht werden muß, das heißt, ausgewogen nach allen Seiten, mit allen Konsequenzen auch für die Siegerstaaten.

Dazu eine Anregung: In der deutschen Presse wird (selten genug) berichtet, daß in den mitteldeutschen ehem. KZ-Lagern nach 1945 Zehntausende deutscher, meist jugendlicher Zivilisten inhaftiert und in grauenvoller Weise gequält wurden, vor allem in Buchenwald und Sachsenhausen. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie darauf hinweisen, daß beim Einmarsch der sowjetischen Truppen in Ostdeutschland die gesamte zurückgebliebene deutsche Bevölkerung jenseits von Oder und Neiße nach Polen, Rußland und in die Ukraine verschleppt wurde, so auch meine Familie. Ursprüngliche Heimat: Forst-Berge an der Neiße, auf dem Ostufer.

Glücklicherweise kamen wir Ende 1945 und 1946 zu Tode erschöpft wieder frei, aber nach meiner Schätzung sind Hunderttausende völlig unschuldiger Zivilisten, zum Teil schwerkranke Leute, auf diese Weise ums Leben gekommen, verhungert und/oder bei Schwerstarbeit zu Tode gequält. worden.

Am Anfang wurden wir von der ukrainischen Bevölkerung bespien, am Ende (beim Rücktransport) umarmt und wegen unseres elenden Zustands bedauert und beweint.

Ich bin auf Grund meiner damaligen Jugend (Jg. 1928) und robuster Gesundheit einer der wenigen Überlebenden (vielleicht der einzige) des Lagers Schmerinka (Eisenbahnknotenpunkt an der Bahnstrecke Oberschlesien - Lemberg - Odessa.). Es muß in der Ukraine Hunderte solcher Lager gegeben haben, denn ich kenne allein im Raum Winniza drei davon.

Ich halte es für wichtig, daß neben den Untaten der Sowjets in Deutschland auch die Standorte und Friedhöfe der Verschlepptenlager in der ehem. Sowjetunion aufgedeckt und dokumentiert werden, ehe die letzten Zeitzeugen gestorben sind.

Wahrscheinlich werden Sie allein dabei überfordert sein, aber vielleicht gibt es bereits Initiativgruppen in der Bundesrepublik, die in dieser Richtung arbeiten. Sollte dies der Fall sein, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir davon Mitteilung machen könnten.

Für Ihre Arbeit im Sinne völkerübergreifender Gerechtigkeit wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Gottes Segen! Hoffentlich ist die Stunde nicht mehr weit, in der Sie Ihre freien Forschungen in einem freien Deutschland fortsetzen und die Früchte Ihrer Arbeit ernten können, d.h. Anerkennung finden!

Ihr

M.M., Oberbayern

ANMERKUNG DER REDAKTION:

Uns sind bisher keine solchen Aktivitäten bekannt, bitten aber unsere Leser herzlich, sich einerseits um solche umzuhören und andererseits auch zu helfen, ähnliche Zeugenaussagen zusammenzutragen


zu: C. Mattogno, »Die "Gasprüfer" von Auschwitz« und R. Hilland, Leserbrief (VffG 1/1998, S. 13-22, 3/98, S. 239f.)

Telegramstil

Sehr geehrte Redaktion,

Ihr Leser Rudolf Hilland unterzieht die Veröffentlichung im 2. Jahrgang VffG, März 1998, Seite 14 der Textkritik. Er schreibt: »Der Satz "Absendet sofort 10 Gasprüfer" klingt in meinen Ohren [...] undeutsch« und bemerkt weiter: »Die Anredeform (zweite Person Mehrzahl statt dritte Person Mehrzahl: "Senden Sie") muß in Zweifel gezogen werden, denn so rüde drückt man sich auch in einem Telegramm nicht aus. Die Vermutung liegt deshalb nahe, daß der Verfälscher dieses Telegramms die herrische Art der SS herausstellen wollte.«

Ich möchte vor dieser Schlußfolgerung warnen. So erinnere ich mich an ein Telegramm, das der Vater eines Klassenkameraden, Jahrgang 1902, als Postbeamter tätig, geschrieben hatte. Hierin war mir ein altertümlicher Imperativ "gebet" statt "geben Sie" aufgefallen, was mich verwunderte. Da ich in Unterhaltungen mit ihm keine sprachliche Altertümlichkeit bemerken konnte, möchte ich einen erlernten Telegrammstil vermuten. Tatsächlich enthält "gebet" statt "geben Sie" 5 statt 8 Laute und ist wegen eines hellen E in der zweiten Silbe lautlich verständlicher.

Ein knapper und hörfehlerarmer Text war notwendig, als Telegramme noch mündlich über den Fernsprecher zum Bestimmungsort durchgegeben und die Laute dort erst in Schriftzeichen umgewandelt wurden. Möglicherweise lassen sich über das Museum für Post und Kommunikation, Schaumainkai 53, D-60596 Frankfurt am Main, alte Empfehlungen zum Abfassen eines Telegramm einsehen.

Mit freundlichen Grüßen

B. Lehrer, Ingelheim


zu: C. Lindtner, »"Der Holocaust in neuem Licht"« und R. Faurisson, »Viel "Holocaust"...« (VffG 4/1998, S. 291ff./321f.)

Über Helmut Schmidts Großvater

Lieber Herr Rudolf,

in der neuesten Ausgebe der Vierteljahreshefte, in dem Artikel von Dr. Christian Lindtner auf. S. 291, ist zu lesen, daß der Schwiegervater des ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt, also der Vater von dessen Frau "Loki" Jude war. Das ist m. E. nicht richtig. In der Sendung zum 80. Geburtstag von Helmut Schmidt sagte dieser wohl sinngemäß:

»Mein Großvater, der damalige Patriarch in unserer Familie, war der uneheliche Sohn einer Jüdin. Das mußte damals geheimgehalten werden, und deshalb bin ich sehr oft demonstrativ in Uniform (HJ) und Paradeuniform (Wehrmacht) in Erscheinung getreten«.

Die entsprechenden Bilder wurden auch gezeigt. Schmidt wurde bekanntlich in seiner Paradeuniform mit seiner "Loki" getraut, die er übrigens schon seit seiner frühesten Kindheit kannte. Das macht die Feststellung des Herrn Dr. Lindtner ziemlich unwahrscheinlich, zumal ja schon "jüdisches Blut" in der Familie war, was er mühsam vertuschen mußte.

Die Übersetzung des kurzen Essays von Robert Faurisson auf S. 321 und 322 läßt leider sehr viel zu wünschen übrig. Es sind orthographische, grammatikalische und vor allem stilistische Fehler darin. An einer Stelle ist der Text beinahe unverständlich. Dort heißt es: »[...] wollten einige Verfechter der Holocaust-Behauptung (besser wäre -These) den Ansatz einer wissenschaftlichen und historischen Beweisführung annehmen.« Verstehen Sie das auf Anhieb? Im (englischen) Originaltext des Abschnitts mit der Überschrift »Warum M. Berenbaum die Geschichtsschreibung schließlich aufgegeben hat« heißt es im letzen Satz: »The coup de grâce was to be given by J. Baynac, who [...].« Das ist doch viel treffender ausgedrückt als: »J. Baynac setzte dem Ganzen die Krone auf«. Es müßte also heißen: »Der Gnadenschuß wurde ihm jedoch von J. Baynac erteilt, der [...]«

Bitte nichts für ungut, lieber Herr Rudolf. Herzliche Grüße aus dem alten Westfalenland

Hans-Rudolf von der Heide


zu: E. Gauss, W. Böke, »Focus, Monitor...« (VffG, 2/1997, S. 100f.)

Greuellügenfilme

Mein Bericht an Eides statt

Betr.: Wehrmachtsausstellung - gestellte Bilder

Ich bin Jahrgang 1925 - ab Kriegsende Mai 1945 bis Ende 1949 war ich in russisch-polnischer Kriegsgefangenschaft;

Am 7. März 1947 wurde im Lager VI Kasten-Zentrum - Kohlebergwerk Beuthen (heute Bytom), Oberschlesien, ein Film mit uns Kriegsgefangenen durch ein polnisches Filmteam gedreht.

Das Lager war mit Wachtürmen, Stacheldraht und teilweise mit Mauern umgeben. Es wurde kurzfristig ein Steinofen gebaut, Feuer angezündet, es war eine starke Rauchentwicklung.

Ca. 100 Kriegsgefangene mußten Sträflingskleidung anziehen, kahlgeschoren waren wir sowieso; ca. 10 Wachposten "Polnische Miliz" in schwarzer SS-Uniform trieben uns im Lager umher, schlugen mit Gummiknüppeln auf uns ein. Nach etwa 10 Minuten mußten wir uns mit dem Gesicht nach unten auf den Boden legen und still halten (als wenn wir alle tot wären). Die Wachposten haben mit Platzpatronen (keine scharfe Munition) über uns hinweggeschossen.

Der Film wurde am Vormittag gedreht - die meisten Gefangenen waren zu dieser Zeit unter Tage. Wir Statisten wurden zu Sprechverbot verpflichtet.

Zwei meiner Kameraden - die jedoch nicht am Filmgeschehen dabei waren (waren zur Frühschicht eingefahren) können sich aber noch daran erinnern:

[Name hier ausgelassen]

Der Film (deutsche Übersetzung: »Die letzte Etappe«) wurde in polnischen Kinos gezeigt, erzählten uns polnische Zivilisten.

gez. Josef Beer, Nürnberg, den 18.April 1997


zu: J. Graf, »Die Wilkomirski-Pleite« (VffG, 1/1999, S. 88ff.)

Rehabilitation revisionistischer Geschichtsforscher?

Jürgen Grafs Entlarvung des geistlosen "Holocaust"-Rummel am Beispiel des Berufslügners "Wilkomirsky" kann man wohl nur voll zustimmen. Aber der Bericht von Jürgen Graf bedarf der Ergänzung, denn die Folgen aus dem Skandal reichen viel weiter. In einer Sendung des TV-Senders 3Sat am 17.10.1998 um 1920 wurde nämlich ein neuer Markstein in der über 50 Jahre dauernden Geschichte des "Holocaust" gesetzt. Nachstehend seien die wesentlichen Äußerungen summarisch zusammengefaßt, die des jüdischen Autors Daniel Ganzfried aber zunächst etwas ausführlicher:

»[...] Ich sehe eigentlich die Hauptverantwortung gar nicht bei dem Menschen Bruno Dössecker, [Anm.: nennt sich Wilkomirsky] sondern bei der Öffentlichkeit, die offenbar weitgehend bereit ist, ihr Denken auszuschalten, ihren gesunden Menschenverstand, ihr eigenes Nachforschen, und sich auf die Opfergeschichte beruft und sich auf die Seite der Opfer schlägt, ohne auch nur ein Jota nachgedacht zu haben, und sich darin freut, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen, ohne auch nur einen Gedanken sich zu machen, und es ist für mich ein Umgang mit Geschichte vor dem Hintergrund von Auschwitz, der jeder Verantwortung spottet. [...]

Vor dem Hintergrund von Auschwitz ist es mir - sind die Fakten eigentlich wichtiger als Mythologien, und zwar deswegen, weil Auschwitz ein dermaßen unverständliches und sich unserem Menschenverstand entziehendes Faktum unserer neuesten Geschichte ist, daß es auch heute noch eine streitbare Angelegenheit ist. Wie versteht man eigentlich Auschwitz und was ist es, von was reden wir da? Und wenn jetzt einer kommt und aus diesem Auschwitz eine Mythenmaschine macht - einen Rohstoff für Basteleien an der eigenen Identität, dann habe ich die Befürchtung, oder auch die Angst, daß in 10 oder 15 Jahren sich zur Disposition stellt, daß man es genau so gut bestreiten und belügen kann, wie man es auch befinden kann.. [...]

Die Leute müssen sich ja verraten und verarscht vorkommen - sie tun's aber nicht, weil sie dermaßen fest glauben - wenn sie aber ein bißchen Seriosität hätten, würden sie der Geschichte jetzt nachgehen und diese schweizerische Verschwörung, die die Voraussetzung dafür ist, damit die Geschichte Wilkomirskys stimmen kann, aufdecken.«

Da sich aber der "Holocaust", wie Graf richtig beschreibt, nur auf "Zeugenaussagen" und fragwürdige "Dokumente" bzw. deren "Interpretation" stützt, (denn Sachbeweise werden gerichtlich wegen gesetzlich verordneter "Offenkundigkeit des Holocaust" gar nicht zugelassen), - wird nun von Seiten der Juden versucht, den Schaden mit der Behauptung, daß der der Lüge überführte Wilkomirsky nur ein Einzelfall wäre, zu begrenzen. Damit dies glaubhafter wird, ist der öffentliche Aufdecker ebenfalls ein Jude - und kein "Revisionist". Dies dürfte auch der Grund der zuvor angeführten Sendung sein mit den folgenden Kernaussagen der teilnehmenden "Experten":

Hanno Helbling, Redakteur bei der NZZ, hat den jüdischen Suhrkamp-Verlag als erster aufmerksam gemacht, daß Wilkomirskys Angaben in seinen Büchern nicht stimmen, und war der eigentliche Veranlasser, daß das Nachwort ergänzt wurde.

Klara Obermüller, Buchbesprecherin und Busenfreundin Jürgen Grafs, die zwar schon früh von den "Unstimmigkeiten" erfahren hatte, versucht ihre bisher "positiven Kritiken" dahin gehend zu erklären, daß sie "geglaubt" habe, da man von anderen "weiß", daß... Außerdem versteht sie nicht, daß die Leser nicht das (nachträglich eingefügte) "Nachwort" gelesen haben.

Der Verlag seinerseits sagt, er habe dem Autor geglaubt und dieser sei auch für den von ihm geschriebenen Text allein verantwortlich, verkauft weiter die Bücher und weist auf ein "zusätzliches" Nachwort hin, wo es der Autor dem Leser überläßt, das Vorstehende zu glauben - oder nicht.

Eric Bergkraut, Filmautor, sagt aus, er habe vorausgesetzt, daß alles wahr ist. Auf eine Anfrage wurde von Israel bestätigt, daß alles richtig sei. Allerdings gebe es auch noch eine andere "Theorie", nämlich daß die Identität des (Kindes) Wilkomirsky seinerzeit "nur vertauscht" worden sei. Dies müßte erst geklärt werden.

Robin Kuhn, ein Student, der von den Aussagen Wilkomirsky sehr beeindruckt war, ist der Meinung, daß Wilkomirsky einer der wichtigsten Zeugen des Holocaust sei, auch wenn dieser es nicht selbst erlebt hat, es, "wie man von anderen Zeugen weiß", aber so hätte sein können.

Yehuda Bauer, Holocaust-Forscher in Yad Vashem, hat selbst bei 2 oder 3 Aussagen von Zeugen festgestellt, daß diese frei erfunden waren. Viele konstruieren im Nachhinein eigene Geschichten, die sie teilweise von anderen gehört haben. Erinnerungen spielen oft eigenartige Spiele [eine wahre Sturzflut von Lügen].

Jaron Bendkower, Psychoanalytiker, sagt, es gibt eine "konkurrierende Wahrheit", die jeder auf seine Weise erlebt.

Lea Balint, Forscherin in Yad Vashem, sagt, daß Wilkomirsky in seiner Erinnerung von einer "Mauer" gesprochen habe, an die ihn ein KZ-Wachmann geschleudert hätte. Auf einem vorgelegten Plan war diese nicht zu finden, - aber in einem zweiten, von einer Polin beigebrachten Plan, war diese Mauer eingezeichnet. Daher ist Wilkomirsky für sie glaubhaft.

Karl Corino, Fälschungsexperte, sagt, daß W. ein Fälscher sei, der durch anwaltliche Mittel die Wahrheitsfindung (also die Befragung der Angehörigen von W.), behindern wolle. Der Verlag solle das Buch aus dem Verkehr ziehen und nicht unverändert weiter verkaufen. So würde die ganze Verantwortung dem Autor allein zugeschoben.

Im Film ist am Flugplatz Ben Gurion ein alter Jude zu sehen, der unter Tränen Wilkomirsky als seinen totgeglaubten Sohn aus erster Ehe empfängt. Beide sind sehr gerührt. - Auch nachdem zwei Jahre später durch Gentest festgestellt wurde, daß er als Vater kaum in Betracht kommt, sagt er, es wäre ihm gleich, ob er ein ganzes, ein halbes, oder ein viertel Kind zurückbekomme, - was Hitler ihm gestohlen hat.

Ludwig Hasier, Kulturchef der Weltwoche, sagt: Wilkomirsky ist durch seine Bücher, Filme und Vorträge im In- und Ausland einer der wirksamsten Zeugen des "Holocaust" und ist daher nicht als "Privatperson" anzusehen.

Frage: Muß nicht - um nicht in das Reich der "Legende", des "Mythos" oder gar der "Lüge" in die Geschichte einzugehen - das tatsächliche Geschehen um den "Holocaust" auf der Grundlage "wissenschaftlicher Sachbeweise" - und nicht auf der "konkurrierenden Wahrheit" von "Augenzeugen" - neu erforscht und bewertet werden?

Fazit: Somit sind alle "Revisionisten", die als einzige den "Holocaust" hinterfragen - dafür aber heute noch verurteilt werden, weil sie die "Wahrheit" suchen, - unschuldig - die Politiker, die Staatsanwälte, die Richter usw. aber sind eigentlich die "Schuldigen", (da Hauptverantwortliche), weil sie offenbar weitgehend bereit sind, ihr Denken auszuschalten, ihren gesunden Menschenverstand, ihr eigenes Nachforschen und sich auf die Opfergeschichte berufen und sich auf die Seite der Opfer schlagen, ohne auch nur ein Jota nachgedacht zu haben und sich darin freuen, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen ohne auch nur einen Gedanken sich zu machen.

N.V.


zu: E. Manon, »Rückblick auf den Revisionismus« (VffG, 1/1999, S. 27-38)

Aufheiligung der Primaten oder Götterkreuzung

In einer Zeit des rasanten Verfalls christlicher Glaubensinhalte bieten einige uns zugemutete juristisch gesicherte geschichtliche Tatsachen einen gewissen Ersatz für die verlorenen Glaubenswahrheiten wie Wasserwanderungen, psychokinetisch-psychokreative Fischvermehrung oder "unbefleckte" Empfängnis: Hatte die betreffende Dame, als Leihmutter Gottes, damals ihre "Unschuld" wunderbarerweise behalten, so haben wir sie heute, ebenso metaphysisch-kryptisch, alle verloren:

Es gibt ein menschliches Bedürfnis nach Glaubenswahrheiten bzw. Schöpfungs- und Erlösungsmythen. Dieses Bedürfnis sucht heute weniger nach ganz bestimmten konkreten Inhalten des Glaubens als vielmehr danach, daß diese Inhalte möglichst "wunderbar", möglichst abgerückt, verrückt sein müssen - so unmöglich wie nur möglich. Das stillt die existentielle Angst in der Bodenlosigkeit unseres Daseins und gibt Hoffnung. Es bedient und befriedigt den zelotischen Drang: den Fanatismus im Sinne isoliert und sauber gepflegter "überwertiger Ideen". Dieses Bedürfnis besteht jenseits von Intellekt, ist unabhängig von Intelligenz, so daß man beinahe von "dissoziativen Störungen" sprechen kann, die uns nur deshalb nicht als solche imponieren, weil sie nach dem Kriterium ihrer Häufigkeit völlig normal sind.

Ein Beispiel für solche Dissoziationen - nach dem "literarischen" Grundmuster von Dr. Jeykill und Mr. Hyde - wäre der Physiker, der sich von Montag bis Freitag kein X für ein U vormachen läßt, sog. parapsychologische Phänomene in sachlichstem Ansatz mit Nichtwissen bestreitet und für ein Thema der Sinnes- und Wahrnehmungspsychologie hält und dann plötzlich am Sonntag morgen in der Kirchenbank kniet und murmelt: »Ich glaube an den hl. Geist, an die heilige Jungfrau Maria, Mutter Gottes« und dergleichen mehr und allen subjektiven Ernstes einen Gott(!!!) anbetet, den ausgerechnet ein Mensch ausgetragen haben soll. Dem Staatsschutz bin ich dankbar, daß ich dieses Beispiel stellvertretend für etliche andere nachdrängende modernere Wahngewißheiten straffrei anführen darf.

E.P. Koch


zu: H. J. Nowak/Hans Lamker, »Kurzwellen-Entlausungsanlagen...« (VffG, 2/1998, S. 87-105; 4/1998, S. 261-273)

Typhus ist nicht gleich Fleckfieber!

Sehr geehrte Herren,

mit Interesse lese ich die Aufsätze über Fleckfieberbekämpfung mit einem physikalischen Verfahren, der Erhitzung durch Mikrowelle. Leider wird immer wieder einmal nur von "Typhus" gesprochen, wo es Fleckfieber heißen muß:

Wenn von Schutzimpfungen geredet wurde, ist meistens Typhus gemeint, gegen den in Deutschland in der Wehrmacht häufig geimpft wurde, in der Zivilbevölkerung je nach Seuchenlage. Vielleicht für Sie oder von allgemeinem Interesse ist, daß mit diesen vorbeugenden Impfaktionen auch die polnischen Bevölkerungsteile unter deutscher Hoheit erfaßt werden sollten. Das belegt die in Kopie beigegebene Verordnung vom 12.3.1943 für den Warthegau. Eine Übersichtskarte des betroffenen Gebietes füge ich ebenfalls in Kopie bei.

Mit Sicherheit geht daraus hervor, daß Typhus-Impfstoff nicht über dunkle Kanäle besorgt werden mußte, um Polen Impfschutz zu geben. Anders verhält es sich natürlich, sofern es sich wirklich um einen in Erprobung befindlichen Impfstoff gegen Fleckfieber gehandelt haben sollte. Ob und wie weit der damals verfügbar war, entzieht sich meiner Kenntnis.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. H.O.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 3(2) (1999), S. 229-234.


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