Leserbriefe

Allgemeine Stellungnahmen

Kuhhäute

Lieber Herr Rudolf

Die Menge der Druckfehler in den VffG geht auf keine Kuhhaut!

M.

ANMERKUNG DER REDAKTION

Die Redaktion der VffG besteht aus einem Mann, der sich seit Oktober 1999 ständig auf der Flucht befindet und jede Ausgabe unterwegs herstellt. Ich versuche aber, mich zu bessern.

Germar Rudolf


Justiz zum Holocaust

Die moralische und politische Ordnung der Nachkriegsgesellschaft orientiert sich am Holocaust. Er ist übernatürlich gegeben und menschlichen Erkenntnisregeln nicht unterworfen. Papst Johannes Paul II. hat dazu gesagt: »Das Volk Israel ist das Volk Gottes, es ist der Ausdruck der Gemeinschaft Gottes mit den Menschen, es ist das auserwählte Volk. Dies ist nicht eine natürliche Tatsache oder eine kulturelle, es ist ein übernatürliches Faktum.« Der Holocaust ist jüdische Geschichte und damit übernatürlich. Wissenschaft kann nichts ändern an der Wahrheit des Holocaust.

Deutsche Gerichte bringen das Übernatürliche in Verbindung zu irdischer Gerichtsbarkeit. Sie verurteilten Wissenschaftler, die den Holocaust untersucht haben. Das disqualifiziert sich selbst. Die Gerichte beleidigen die Opfer, indem sie uns glauben machen wollen, der Holocaust sei der Wissenschaft unterworfen. Wie absurd die Maßnahmen sind, zeigt folgendes Beispiel: Niemand kommt auf die Idee, die wissenschaftliche Untersuchung schwimmender Körper zu verbieten, weil damit Christi Wandeln auf den Wassern in Frage gestellt würde. Die Offenbarung der Religion unterliegt nun mal keiner wissenschaftlichen Überprüfung.

Aber die Deutschen verfolgen wohl andere Absichten. Wenn ihre Gerichte die Urteile nicht machten, würde sich fast niemand interessieren für die Schriften der verblendeten Wissenschaftler. Durch ihre Rechtspolitik ziehen sie eine Untergrundbewegung heran, die glaubt, den Holocaust widerlegen zu können. Die Verantwortlichen in der Administration der Bundesrepublik Deutschland hoffen heimlich, daß im Verlauf der Zeit die "Gegenbeweise" viele Anhänger finden werden. Ihre Gerichtsurteile sind also nur Heuchelei. Das zeigt sich auch darin, daß sie die Entscheidungen nach einem Paragraphen des Gesetzbuches machen, dem sie die Nummer 130 gegeben haben. Mit der Wahl der Ziffern erinnern sie an die Machtergreifung Hitlers am 30.1.33.

Es soll hier klar herausgestellt sein: Das Übernatürliche ist unabhängig von Natur und Naturwissenschaft. Deshalb ist es falsch, die leugnenden Holocaustforscher ernst zu nehmen. Sie vor Gericht zu bringen, wertet sie auf. Da die Wissenschaftsfreiheit in der Charta der Menschenrechte festgeschrieben ist, stehen die Urteile sogar im Gegensatz zu den Menschenrechten. Das gibt den Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich als Märtyrer hinzustellen wo sie doch wahrheitlich Narren sind.

Die Gerichte erledigen das Geschäft der Antisemiten.

W. Uebant, Peace by Insight, New York


Hans Frank, Generalgouverneur in Polen

Die allseitsbekannten martialischen Sprüche Franks während seiner Dienstzeit als Generalgouverneur in Polen dienen dem Establishment immer wieder dazu, der nationalsozialistischen Besetzungsmacht eine Völkermordpolitik gegenüber den Polen unterzuschieben. Tatsächlich hören sich einige von Franks Aussprüchen schrecklich an (vgl. Nazi Conspiracy and Aggression, Bd. IV, S. 907, 909, 911, 917). Die Wahrheit der deutschen Besatzung in Polen aber war ganz anders:

  1. Polnische Mütter mit Kindern unter 16 Jahren wurden nicht zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschickt.
  2. Schwangere und stillende polnische Frauen erhielten angemessene Extrarationen von Milchprodukten, Fett und Zucker.
  3. Polen, die an polnischen Frauen Abtreibungen durchführten, wurden dafür mit Konzentrationslager bestraft!
  4. Im heutigen Judeo-Polen dagegen - sogar der jetzige polnische Präsident ist ein Jude: sein Vater und seine Mutter änderten ihren Namen von Stolzman zu Kwasniewski - haben polnische Abtreibungsärzte mehr Leben ausgelöscht als Hitler während seiner sechsjährigen Besetzung Polens.
  5. Während 2.500 polnische Priester wegen anti-deutscher Tätigkeiten im KL Dachau einsaßen, erlaubte Hitler den Druck religiöser polnischer Literatur, während die Gesetze des kommunistisch-jüdischen Nachkiegspolens dies bis 1964 verboten.
  6. Die polnische Regierung unterdrückte die ukrainische Sprache vor 1939 auf schreckliche Weise. Hitler hingegen erlaubte Veröffentlichungen in ukrainischer Sprache, und Frank veröffentlichte Anweisungen und Befehle in drei Sprachen (deutsch, polnisch, ukrainisch).
  7. Die durchschnittliche Körpergröße zehn Jahre alter polnischer Buben stieg zwischen 1939 und 1943 um einen Zentimeter, sank jedoch nach Kriegsende bis 1948 wieder um zwei Zentimeter.

Polina Borowska


Humane Krematorien

Einäscherungen sind nur dann sinnreich, wenn man beabsichtigt, die Überreste der Verbrennung den Familienmitgliedern zur Verfügung zu stellen. Ansonsten wäre sie völlig sinnlos. Die in Dachau und Auschwitz angewandte Standardpraxis war die gleiche, wie sie überall sonst in Deutschland und in den meisten modernen Ländern angewandt wurde: Die Asche mußte frei sein von Verunreinigungen durch Brennstoffe und der Asche zuvor verbrannter Leichname, also frei von Vermischung. Der Vorgang, der dies ermöglicht, ist weitaus zeitraubender und teurer als eine einfache Verbrennung.

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Verbrennung und eine Einäscherung liegt in der Aschenart, die man am Ende erhält. Bei der Verbrennung wird der Leichnam idealerweise auf eine Rost direkt über dem Feuer verbrannt, und die Überreste der Leiche fallen durch das Rost und vermischen sich mit der Asche des Brennstoffes. Bei modernen Einäscherungen aber, wie sie in Auschwitz durchgeführt wurden, wird die Leiche in einiger Distanz zur Feuerstelle verbrannt, so daß ihre Überreste in einen Raum fallen, der von der Feuerungsstelle getrennt ist, und wo sie dann ohne Verunreinigungen durch Brennstoffrückstände und ohne Vermischung mit Rückständen zuvor eingeäscherter Leichen aufgelesen werden können. Die Verwendung von Koks in Auschwitz war eine zusätzliche Maßnahme, um sicherzustellen, daß die Überreste sogar von Brennstoff-Flugasche frei waren.

Verglichen mit den Kosten für den zur Einäscherung notwendigen Brennstoff ist die übrigbleibende Asche völlig wertlos. Wenn man es aber nur auf die Vernichtung von Beweisen eines Massenmordes abgesehen hätte, wie behauptet wird, so wäre dafür die Verbrennung, wie sie allgemein in einem Müllverbrennungsofen durchgeführt wird, um ein vielfaches schneller und in jeder Hinsicht effizienter gewesen. Man würde immer noch genug Asche erhalten, um damit Familienmitglieder zu täuschen, aber diese Art der "Beweismittelvernichtung" wurde seltsamerweise nie behauptet. In den Kamintrakten der Krematorien II und III gab es Müllverbrennungsanlagen. Diese wurden jedoch niemals für etwas anderes benutzt als zur Verbrennung von Müll - und sie wären für andere Zwecke auch zu klein gewesen.

Die erschütternde Wahrheit ist, daß sich die Nationalsozialisten und die SS, indem sie die übliche Einäscherung anwandten, erhebliche Umstände bereiteten, um die Toten der verschiedenen Lager mit Respekt zu behandeln - auch wenn viele dieser Toten Juden waren. Die Anwendung von Standard-Krematoriumsöfen in Auschwitz ist tatsächlich ein indirekter aber sehr starker Beweis gegen die Behauptungen von einer Massenvernichtung.

Friedrich Paul Berg ([email protected])


Zeugenaussagen

Verehrter Herr Rudolf,

Neben den Ihnen bereits zugesandten Zeugendarstellungen und Hinweisen könnten vielleicht die beiden nachstehenden Fälle für Sie wissenswert und für Nachforschungen von Bedeutung sein.

1.) Ungarischer Goldzug

Ein ehemaliger Führer der Waffen-SS berichtete mir vor der Videokamera unter anderem, daß er einen mit Goldbarren beladenen Eisenbahnzug kurz vor Kriegsende in Linz an der Donau entdeckt hatte. Der Augenzeuge gab an, er sei in dieser Zeit zur Unterstützung des Gauleiters in Linz tätig gewesen.

Es folgt die sinngemäße Ton-Abschrift aus meinem Video: (A=Augenzeuge, B=Befrager)

»B)Sie hatten in einem zuvor geführten Gespräch Goldbarren erwähnt, die von der ungarischen Bank in Linz deponiert waren. Können Sie dazu etwas sagen?

A) Ja. Da kann ich folgendes dazu sagen. An einem der letzten Kriegstage, als ich in Linz war, wurde der Goldschatz der ungarischen Bank in einem Eisenbahnzug nach Linz befördert. Der Zug wurde von einem Leutnant und einigen Soldaten bewacht.

B) Soldaten der Wehrmacht?

A) Ja, es waren Soldaten der Wehrmacht, die haben das Gold der ungarischen Nationalbank dort hingebracht.

B) Was für eine militärische Einheit war dies? War es ein Sonderkommando?

A) Das weiß ich nicht. Aber nachdem wir den Goldzug entdeckt hatten, wollten wir uns das Gold ansehen.

B) Wer war noch dabei?

A) Mein Kamerad [...]. Der Leutnant, der den Zug bewacht hat, besaß keinen Schlüssel zum Öffnen der Waggons. Die Schlösser an den Waggons waren sehr kompliziert. Aber der zuständige Reichsbahnbeamte hat uns einen Koffer mit den Schlüsseln übergeben. In dem Koffer war auf deutsch eine genaue Beschreibung, wie die mit Nummern versehenen Schlüssel ineinandergreifen müssen. Ich habe daraufhin diese Beschreibung studiert und mit der Zeit herausgefunden, daß man die Waggons öffnen kann. Nachdem wir einen Waggon geöffnet hatten, sahen wir, daß dieser nur mit Goldbarren beladen war. Ich habe einen Goldbarren in die Hand genommen und festgestellt, daß dieser einige Kilogramm schwer ist.

B) Wo sollte das Gold hinbefördert werden?

A) Keine Ahnung. Der Leutnant hatte nur den Auftrag, das Gold von Ungarn zunächst einmal nach Linz zu bringen. Danach erfolgte noch die Schlüsselübergabe. Den Empfang habe ich mit meinem Namen und Dienstgrad bestätigt und danach entfernte sich der Bahnbeamte. Es war ein älterer, ein wenig nervös wirkender Mann, der immer davon gesprochen hat, daß er diese Verantwortung nicht übernehmen könne.

B) Wissen Sie wieviel Waggons es waren?

A) Wieviel Waggons es waren, weiß ich nicht mehr. Wir machten nur einen Waggon auf und haben diesen später wieder ordnungsgemäß verschlossen. Es soll sich aber auch in den anderen Waggons Gold befunden haben.

B) Haben Sie den Goldzug dem Gauleiter gemeldet?

A) Nein. Der hatte ganz andere Probleme und konnte sich nicht auch noch darum kümmern. Wir haben den Goldzug stehenlassen und sind anschließend vor dem Einmarsch der Alliierten aus Linz geflohen.

B) Was ist aus dem Gold geworden?

A) Keine Ahnung.

B) Vermutlich werden die Amerikaner das Gold haben, da meines Wissens die amerikanischen Streitkräfte Linz einnahmen.

A) Der Amerikaner ist in Linz einmarschiert und hat wahrscheinlich das Gold übernommen. Nachdem wir fortgegangen sind, ist die Wachmannschaft noch beim Zug geblieben. Diese werden sich vermutlich bei der US-Armee ergeben haben.«

Mir stellt sich nun die Frage, wo ist diese riesige Goldmenge tatsächlich hingekommen? Hat der Ungarische Staat, als rechtmäßiger Besitzer, sein Goldvermögen zurückerhalten? Also Fragen über Fragen. Nebenbei sei noch erwähnt, daß der Augenzeuge auch Häftlinge aus dem KL-Mauthausen in Linz angetroffen hat.

2.) Versenkung der Häftlingsschiffe in der Lübecker Bucht

Aufgrund unvollständiger Berichterstattung über diese Geschehnisse in der Zeitschrift Stern und im ZDF sah sich der Augenzeuge veranlaßt, seine Erlebnisse zu schildern. Der Augenzeuge lebt heute noch. Er berichtet, wie am 3.5.1945 mehrere Schiffe vor Neustadt in der Lübecker Bucht versenkt wurden. Dies waren die Cap Arcona, Thielbeck und Deutschland. Auf den Schiffen Cap Arcona, Thielbeck und Athen befanden sich ca. 10.000 evakuierte Häftlinge aus dem Konzentrationslager Neuengamme. Der Augenzeuge war übrigens auch zugegen, als die KL-Häftlinge auf die Schiffe gebracht wurden. Verwundete und Pflegepersonal befanden sich auf dem Lazarettschiff MS Deutschland. Der Augenzeuge gehörte zur Schiffsbesatzung der MS Athen. Er berichtet, wie die Cap Arcona und Thielbeck von englischen Kampfflugzeugen versenkt wurden, und er sah, wie die englischen Flieger auf die im Wasser schwimmenden Häftlinge und Schiffsbesatzungen geschossen haben. Dies wurde auch durch die polizeilichen Ermittlungen aufgrund der Schußwunden bestätigt, die an den an Land gespülten Leichen festzustellen waren. Ebenso wurde das Lazarettschiff Deutschland von den englischen Kampfflugzeugen versenkt, obwohl es mit dem Rotkreuz-Abzeichen gekennzeichnet war und gutes Wetter, d.h. gute Sichtbedingungen vorhanden waren. Nur die MS Athen verfügte über eine Luftabwehr. Diese bestand aus einer Vierlingsflak, die von dem Augenzeugen bedient wurde. Im Gegensatz zu den unweit der Küste liegenden Schiffen, war die MS Athen nach Neustadt verholt worden. Dort wurde sie von englischen Panzern unter Beschuß genommen, die hinter einem Lazarettzug Deckung nahmen. Hierbei wurde der Augenzeuge am Bein schwer verletzt. (Er ist beinamputiert). Er überlebte nur, weil ihn einige Häftlinge nach seiner Verwundung unter Lebensgefahr von Bord brachten.

Die Augenzeugen haben mich gebeten, ihre Namen vorerst nicht anzugeben.

Mit freundlichen Grüßen

K. Bauer


zu W. Pitzner, »Der unbekannte Hunger-Holocaust«, VffG 3(3) (1999), S. 274-278

Werter Herr Dr. Pfitzner,

Ich stimme mit Ihnen überein, daß viele der Hungersnöte in britisch Indien durch herzlose Gleichgültigkeit verursacht wurden, aber ich denke, daß noch mehr durch das Festhalten an das klassische britische Wirtschaftssystem hervorgerufen wurden, das sehr Sens Ansatz gleicht. Dies beinhaltete manchmal eine Politik des freien Marktes, aber immer den Nachfrage-Ansatz, den Sen vertritt, woraus sich die irische und die 1943er bengalische Hungerkatastrophen ergaben.

Es ist schade, daß Sie nicht auch zeitgenössische Quellen zu Rate zogen, einschließlich der im höchsten Maße politischen Kommentare indischer Beobachter, sondern daß sie nur im höchsten Maße politisierende Quellen von Leuten benutzten, die damals gar nicht zugegen waren. Leider wurde nachgewiesen, daß Sen die Beweise zu allen wichtigen Fakten falsch wiedergab. Das wird nicht nur durch meine Arbeiten aufgezeigt, sondern auch durch die von Basu, Dyson, Kumar, Goswami et al.

Alles, was nach 1975 geschrieben wurde, wurde durch Sen korrumpiert.

Peter Bowbrick
([email protected])

Tatsachen, Theorie und der Nobelpreis

Amartya Sen wurde der Nobelpreis für Wirtschaftswssenschaften hauptsächlich wegen seiner Arbeit über Hungersnöte verliehen. In seinem Buch Poverty and Famines (Armut und Hungersnot) und in vielen anderen Büchern und Artikeln behauptete er, daß die meisten Hungersnöte nicht durch die plötzliche Verknappung von Lebensmitteln, verursacht z.B. durch Dürren und Überschwemmungen, hervorgerufen werden. Er behauptete, daß sie ganz im Gegenteil in Anwesenheit von ausreichend Lebensmitteln auftraten, indem ein Teil der Bevölkerung plötzlich mehr als normal ißt, zum Beispiel wegen eines Krieges oder wegen einer Inflation. Als Folge gebe es dann für den Rest der Bevölkerung weniger Lebensmittel, so daß die Armen dann hungern. Wenn dies die Ursache von Hungersnöten wäre, so wäre es formell möglich, Hungersnöte durch die Umkehr dieser Verteilungsveränderung zu kontrollieren. Dies könnte durch die Beschlagnahmung von Handelsvorräten, durch Rationierungen und freie Essensausgabe für die Armen erreicht werden. Wenn Sen recht hätte, daß Umverteilungen die normale Ursache von Hungersnöten sind, dann wären Organisationen wie Oxfam im wesentlichen überflüssig.

Seine Theorie ist nicht neu: dieser nachfrageorientierte Ansatz wurde bereits vor 200 Jahren durch Adam Smith und die klassische englische Schule vertreten, und deren Gegenmaßnahmen waren die gleichen wie die Sens. Dieser Ansatz hat sich in der Praxis als verheerend erwiesen, insbesondere während der irischen Hungerkatastrophe sowie in einer Reihe von indischen Hungersnöten der letzten zwei Jahrhunderte, wo sich bei Essensmangel herausstellte, daß Rationierungen und kostenlose Essensausgabe durch staatliches Aufkaufen von Nahrungsmitteln die Lage nur verschlimmerte. Dadurch wurden die Preise nach oben gedrückt.

Diese Theorie ist daher durch eine andere ersetzt worden, die sowohl Angebot als auch Nachfrage berücksichtigt: sie besagt, daß zunächst dafür gesorgt werden muß, daß genug Lebensmittel vorhanden sind, und daß man dann sicherstellt, daß die Armen mittels Rationierungen und Essensausgaben diese Lebensmittel als Belohnung für geleistete Arbeit erhalten. Niemand hat je eine reine "Auslieferungstheorie" vertreten, also daß es ausreiche, dafür zu sorgen, daß genügend Lebensmittel da seien, und daß man die Tatsache ignorieren könne, daß einige Menschen nicht die Mittel besäßen, Lebensmittel zu kaufen, auch wenn Sen sagt, daß dies die Standardtheorie gewesen sei. Er nennt es "Food Availability Decline doctrine".

Sen hat den diskreditierten klassischen Ansatz wiederbelebt, indem er nicht-existierende Personen angriff, die gesagt hätten, daß es ausreiche, genügend Lebensmittel bereitzuhalten. Er hat zudem jede Menge Beweise aufgeführt, um zu zeigen, daß die bengalische Hungersnot von 1943 auftrat, obwohl genügend Lebensmittel da waren, aber daß eine Veränderung der Kaufkraft dazu führte, daß bestimmte Teile der Bevölkerung diese nicht mehr kaufen konnten.

Sens hat äußerst dramatisch ausgeführt:

»Man nehme den ärmsten Teil einer armen Gesellschaft, sagen wir die unteren 20% der Bevölkerung, und verdopple das Einkommen der Hälfte dieser Gruppe [durch ihren Einsatz in der Kriegsindustrie], während man das Einkommen der anderen Hälfte unverändert läßt. Innerhalb kurzer Zeit werden die Lebensmittelpreise kräftig anziehen, da die glücklichere Hälfte der Ärmsten nun ihre halbgefüllten Bäuche ganz füllen können. Dies mag zwar auch den Lebensmittelverbrauch anderer Gruppen beeinflussen, aber die Gruppe, die gen Verhungern gedrückt werden wird, ist jene andere Hälfte der Ärmsten, die bei unverändertem Einkommen höhere Lebenspreise bezahlen müssen. Etwas ähnliches geschah in der Wirtschaft 1943 in Bengalen.«

Dies ist eine enorm übertriebene Aussage.

Einige wenige Berechnungen mit dem Taschenrechner zeigen, daß sich, selbst wenn dies wahr wäre, herausstellen würde, daß die glücklichere Hälfte nur 1,2 bis 1,8% mehr Lebensmittel konsumiert hätte. Das aber hätte keine merkliche Auswirkung gehabt, wenn es, wie Sen behauptet, ausreichend Lebensmittel gab.

Getreidekonsum in Bengalen 1943[1]

Allgemeine Mittlere Rate in Bengalen:

17

Mittlere Raten bestimmter Gruppen:

 

Ländliche Bevölkerung:

17

Mittelklasse:

13

Arbeiter:

16

Familien mit Ausgaben von <10 Rupien:

14

Aber Sens Behauptung kann unmöglich wahr sein. Es setzt voraus, daß 10% der 61 Million Bengalen in die Kriegsindustrie abwanderten und ihr Einkommen verdoppelten. Das aber geschah nicht. Dank der Kriegsrationierungen haben wir genaue Angaben über die Bevölkerungszahlen, und zwar in genau jenen Dokumenten, die Sen zitiert. Demnach stieg die in der Kriegsindustrie beschäftigte Bevölkerung zwischen 1939 und 1943 von 300.000 auf 500.000. Sens Ziffer ist aber mehr als 12mal so groß.

Auch können die zusätzlichen 1,2% bis 1,8% unmöglich der ärmsten Bevökerungsschicht weggenommen worden sein. Der Effekt hätte sich nämlich auf den gesamten Markt verteilt. Wir wissen, daß damals 66% der gesamten Bevölkerung Bengalens hungerte, nicht nur die ärmsten 10%, wie Sen angibt. Es ist auch nicht wahrscheinlich, daß Kriegsarbeiter ausschließlich unter den Ärmsten der Armen rekrutiert wurden. Viele von ihnen waren Bauern und Handarbeiter, die zeitgenössischen Erhebungen zufolge mehr Kalorien verbrauchten als Industriearbeiter, so daß der Verbrauch also gefallen wäre, und nicht etwa gestiegen.

An anderer Stelle meint Sen, daß es 1943 keine plötzliche Abnahme des Lebensmittelangebots gab und daß der Kriegsboom die Hungersnot verursacht habe. Es gab 100.000 neue Kriegsarbeiter, die gut bezahlt wurden, und er meint, daß diese und deren Familien derart viel aßen, daß es für den Rest der Bevölkerung nicht mehr genügend gab, woraus sich die Hungersnot entwickelt habe. Diese Familien machten nur 0,25 bis 0,5% der 61 Mio. Bengalen aus. Und deren Extrakonsum soll dafür verantwortlich sein, daß 40 Millionen Menschen hungerten, wobei 10 bis 15 Millionen äußerst hart betroffen waren, von denen wiederum zwei bis vier Millionen starben. Wenige Minuten Rechnen mit dem Taschenrechner würden zeigen, daß jeder Arbeiter und jeder seiner Familienangehörige 60 bis 100 mal mehr essen müßte als zuvor, um diese Auswirkungen erzielen zu können, also daß sie die Lebensmittel von zwei bis drei Monaten an nur einem Tag essen müßten!

Anderswo dehnt Sen sein Argument dahingehend aus, der Kriegsboom habe bewirkt, daß die Menschen in Kalkutta 1943 so viel Reis aßen (nicht aber 1942 und 1944), daß Reis vom Lande in die Stadt gebracht wurde. Deshalb gab es auf dem Lande eine große Hungersnot. Auch hier genügt die kurze Anwendung des Taschenrechners, um zu zeigen, daß die Kalkuttaner 1943 zwei- bis dreimal soviel Reis pro Kopf hätten essen müssen als in allen anderen Jahren, um diese Knappheit hervorzurufen.

Natürlich beweisen die Fakten, daß sie nicht derart viel aßen. Wegen der kriegsbedingten Kontrollen gibt es aus dieser Zeit sehr genaue Statistiken über den Konsum, und diese zeigen, daß die Menschen in Kalkutta während der Hungersnot weniger aßen als in normalen Jahren.

Sens Behauptung, Lebensmittel seien vom Land in die Stadt geschafft worden, sind ebenso falsch. Wie schon in den Vorjahren, so erhielt Kalkutta all sein Getreide von außerhalb Bengalens. Freilich gab es kleinerer Lieferungen vom Land in die Stadt unmittelbar nach der Ernte, jedoch wurden diese nach Ausbruch der Hungersnot wieder zurückgeschafft. Die Menge transportierter Lebensmittel war insgesamt gering, da die Regierung alle Boote requiriert hatte und Straßenfahrzeuge strengen Kontrollen unterworfen waren. Wenn Sen recht hätte, so hätte der Rücktransport der Lebensmittel aufs Land die Hungersnot beenden müssen. Dies geschah aber nicht.

Einige Minuten mehr an Berechnungen mit dem Taschenrechner zeigen, daß eine Boom-Hungersnot in einer Wirtschaftsstruktur, wie sie Bengalen damals besaß, unmöglich ist. (See Bowbrick, 2000)

Sens Behauptung, daß die Lebensmittelvorräte 1943 »mindestens 11% höher waren als 1941, als es nicht annähernd so etwas gab wie eine Hungersnot«, war ausschlaggebend für seine Argumentation. Andere Wirtschaftwissenschaftler aber haben mit exakt den gleichen Daten gezeigt, daß die Lebensmittelvorräte 1943 den tiefsten Punkt seit mindestens 15 Jahren erreicht hatten und wahrscheinlich 11% niedriger waren als 1941. Die letzte Analyse von Dr. Goswami (1990) vom Indischen Statistischen Institut nimmt Sens Analyse detailliert unter die Lupe und bestätigt, daß er unrecht hat.

Aber selbst, wenn seine Berechnungen richtig gewesen wären, so wären sie bedeutungslos, da die Daten, die er verwendete - Erntevorhersagen! - ungeeignet waren. Da sie auf wilden Spekulationen von Beamten beruhten, die sie bürokratischen Vorgaben anpaßten, sind sie schon von zeitgenössischen Analytikern als unzuverlässig verdammt worden, einschließlich Professor Mahalanobis, einem der Gründungsväter der landwirtschaftlichen Statistik. Es muß sich bei diesen Zahlen um die schlechtesten jemals produzierten Statistiken überhaupt handeln. Da Sen diesen schlechten Statistiken hohes Gewicht verlieh, verläßlichere Beweise aber kaum beachtete, sind seine Ergebnisse wertlos. Aber selbst wenn diese Zahlen richtig wären, so würden sie seinen Behauptungen widersprechen.

Die Feststellung, daß bestimmte Berufsgruppen in Hungersnöten besonders hart betroffen waren, ist etwas, was man schon immer gewußt hat: dies ist spätestens seit 1873 Allgemeinwissen (vgl. z.B. Hunter, 1873; Frere, 1884). Das ist nunmal die Wirkung einer Hungersnot; daraus ergibt sich aber keine Erklärung für ihr Auftreten.

Der Hauptschub von Sens Arbeit ergibt sich aus seiner Behauptung, daß die Regierung, wenn sie die richtige Diagnose für die Ursache der Hungersnot gehabt hätte, diese hätte kontrollieren oder gar verhindern können. Er sagt, der Hauptgrund, daß die Hungersnot nicht richtig erkannt und bekämpft worden sei, sei »hauptsächlich Ergebnis der falschen Theorie [der Bengalischen Regierung] über die Ursachen der Hungersnot gewesen, anstatt Ergebnis von Irrtümern beim Umgang mit dem Lebensmittelangebot.« Er sagt, die Regierung sei besessen gewesen von der Überzeugung, die Hungersnot sei durch Nahrungsmittelmangel verursacht worden, anstatt durch den Kriegsboom.

Die Tatsachen sind aber ganz anders. Die bengalische Regierung hatte nämlich exakt die gleiche Diagnose wie Sen. Ihre Politik war die Beschlagnahmung von Handelsvorräten und Essensrationierungen, um den Konsum in Kalkutta zu reduzieren, die Umverteilung in die hungernden Regionen und die kostenlose Essensausgabe für die, die kein Essen mehr kaufen konnten. Sie importierte mehr als genug, um Kalkutta zu ernähren. Wenn die Regierung - und damit Sen - recht gehabt hätten, dann wäre die Hungersnot beendet worden.

Abgesehen von einer Preisexplosion hatten die Maßnahmen der Regierung tatsächlich so gut wie keine Auswirkung. Die Hungersnot wütete ungehindert, denn sie war durch eine schwere Nahrungsmittelknappheit hervorgerufen worden, und hätte nur durch massive Importe bekämpft werden können. Die Menge aber, die die Regierung importierte - nur eine Sechs-Tage-Verpflegung - reichte lediglich für Propagandabilder, aber nicht für viel mehr.

All diese schwerwiegenden Unstimmigkeiten legen nahe, daß entweder Sens Fakten falsch sind oder Sens Theorie - oder beides. Einige Wirtschaftswissenschaftler haben Sens Daten mit den Daten aus den von ihm zitierten Quellen verglichen und festgestellt, daß er in fast allen Fällen die Tatsachen falsch wiedergegeben hat.[2] Weder Sen noch irgend jemand sonst hat diese Vorwürfe je entkräftet. Sen hat ausgeführt, in einem Fall habe er keine Falschangaben gemacht (1986, 1987), womit er quasi durch Übergehen der anderen Fälle diese akzeptiert hat, aber Bowbrick (1987) und Goswami (1990) haben auch diesen Fehler bestätigt. Bowbrick hat zudem gezeigt, daß es unmöglich ist, in einer Wirtschaft wie der Bengalens eine Hungersnot durch Boom oder Spekulationen hervorzurufen. (Bowbrick, 2000a, 2000b).

Die falsche Theorie und falsche Maßnahmen auf eine Hungersnot anzuwenden, hat wahrlich schreckliche Auswirkungen. Jede Analyse sollte daher auf harten, unanzweifelbaren Fakten und einer tragfähigen Theorie ruhen. Bei Sen ist dies nicht der Fall.

WEITERFÜHRENDE LITERATUR

ANMERKUNGEN

[1]Der Bericht der Famine Inquiry Commission, Sens wichtigste Quelle, (S. 204) nennt die in der Tabelle aufgeführten Zahlen für Getreidekonsum, basierend auf fünf zeitgenössischen Ernährungsuntersuchungen.

[2]Z.B. Bowbrick, Goswami (1990), Dyson und A. Maharatna (1991), T. Dyson (1991, 1996), Basu (1984, 1986), Kumar (1990).

ANMERKUNGEN DER REDAKTION:

Also erhielt ein Fälscher den Wirtschafts-Nobelpreis!?! Was wieder einmal die Wichtigkeit revisionistischer Grundeinstellungen gegenüber etablierten wissenschaftlichen Koryphäen beweist!


zu W. Rademacher, »In memoriam Dipl.-Ing. Dr. techn. Walter Schreiber«, VffG 4(1) 2000, S. 104f.

Sehr geehrter Herr Rudolf,

ein Corpsbruder, der allerdings entlassen wurde und heute nicht mehr lebt, war Architekt (TH Berlin) und im Kriege Oberbauleiter des KL Auschwitz, später Bauunternehmer in NRW, Herr Feix aus Oberschlesien. Er hat öfter gesprächsweise geäußert, wenn in dem Lager Gaskammern installiert gewesen wären, hätte er davon wissen müssen. Vorsichtshalber hatte er sämtlich ihm verfügbaren Unterlagen über das Lager in der Schweiz hinterlegt.

Hans Biermann, Z!


zu O. Müller, »Sinti und Roma...« VffG 3(4) (1999), S. 437-442

Verehrte Redaktion,

In der Zwischenzeit ist etwas sehr wichtiges geschehen, das die Leser der VffG wissen sollten. Am 30. Juni 2000 veröffentlichte auf Seite 57 die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen wichtigen Artikel von Professor Eberhard Jäckel, Technische Universität Stuttgart, unter dem Titel »Wider zwei Legenden über den Holokaust«. Dort liest man bezüglich Sinti und Roma:

»Das Fazit ist, dass das Geschichtsbild des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma dem Erkenntnisstand der internationalen Forschung widerspricht. Das gilt auch für die Zahlenverhältnisse. Der Zentralrat beziffert die Opfer seit langem auf fünfhunderttausend. Auf der erwähnten Berliner Tagung war sogar von der 'planmäßigen Ermordung von weit über 500,000' die Rede. [...] Lewy berichtet das alles nur und meint sogar, exakte Angaben würden nie gemacht werden können. Sicher ist jedoch, und zwar schon seit 1972, dass selbst die größten Schätzungen weit unter der vom Zentralrat der Sinti und Roma immer wieder angeführten Zahl liegen.

Es bleibt zu wünschen, dass der Zentralrat nun endlich seinen Kampf gegen die Wissenschaft und die geschichtliche Wahrheit einstellt. [...] Die öffentliche Erinnerung muss der Wahrheit entsprechen. Es ist eine der obersten Aufgaben der Wissenschaft, die Gesellschaft vor Legenden zu bewahren. Die Wissenschaftler haben sich mehrfach geäußert. Sie haben die besseren Argumente. Damit ist der freie Diskurs nicht beendet. Nur darf er nicht mit Demonstrationen, Pressionen und ähnlichen Mitteln ausgetragen werden. Es kommt auf Argumente an. Vor allem kommt es darauf an, dass die deutsche Gesellschaft sich von ihr aufgedrängten Legenden sowohl hinsichtlich der Homosexuellen wie der Zigeuner befreit und zu einem wahren Geschichtsbild des Holocaust zurückfindet.«

Soweit Professor Jäckel, der hiermit als beamteter Historiker bestätigt, was revisionistische Historiker schon vor vielen Jahren gesagt haben. Man muß ihm für diese mutigen Worte dankbar sein. Nur schade, daß er diese Abhandlung nicht schon vor 15 oder 20 Jahren veröffentlichte. Es wäre dadurch großer moralischer Schaden für die Deutschen verhindert worden.

Mit freundlichen Grüßen

Otward Müller


zu Christian Konrad, »Englands Kriegsgründe für den Zweiten Weltkrieg«, VffG 4(1) (2000), S. 74ff.

Werte Redaktion!

Alles, was Herr Konrad anführt, stimmt natürlich, doch müßte man zum ersten Grund etwas hinzufügen.

Die Weimarer Republik war nicht das, was die Alliierten, vornehmlich Churchill, welcher die völlige Zerstörung Deutschlands wollte, im Sinn hatten. Churchill hat nie ein Geheimnis aus seinen Gefühlen für Deutschland gemacht, und man behandelte diese Republik auch dementsprechend. Wo man konnte, wurden Hindernisse aufgebaut. Dann kam Hitler mit seiner Idee von einem Groß-Deutschland. Er wurde gepflegt, denn man wußte, daß man Deutschland, mit ihm an der Macht, wieder in einen Krieg verwickeln konnte, im Gegensatz zu der unbequemen friedlichen Republik. All das Geschwätz von verfehlten Chancen, Tschechoslowakei usw. war für die Massen bestimmt.

Liddell Hart, in seinem Buch History of the Second World War beschreibt die Taschenspieler Tricks der englischen Regierung deutlich. Wenn Hitler einen Krieg mit England geplant hat, warum hat er die Kriegsmarine nicht aufgerüstet, denn in einem Krieg mit England war diese wichtiger als andere Waffen. Im Gegenteil, er beruhigte die Admiräle noch im August 1939, daß ein Krieg mit England in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sei. Wie kam es dann dennoch dazu? Westliche Diplomaten zeigten im Gegensatz zu dem, was sie nach dem Krieg behaupteten, Verständnis für Hitlers Wunsch nach mehr "Lebensraum" und ließen ihn das auch wissen. Deutsche Dokumente beweisen, daß Hitler dazu bei einem Besuch von Lord Halifax, damals zweiter Mann nach dem Prime Minister, im November 1937 ermutigt wurde. Laut Sitzungsprotokoll gab Halifax Hitler zu verstehen, daß England ihm im Osten eine »free hand« gibt, ihm also nichts in den Weg stellt, so jedenfalls wurde es mit Recht verstanden. Im Februar 1938 wurde Halifax Außenminister. Ein paar Tage nach der Ernennung bat der englische Vertreter in Berlin, Sir Nevile Henderson, Hitler um ein geheimes Gespräch, um an die Unterhaltung vom November anzuknüpfen und erklärte, das die Britische Regierung Hitlers Wunsch, betr. Veränderungen in Europa zu Gunsten Deutschlands, sympathisch gegenübersteht. Hitler sah dies natürlich als grünes Licht. Leider führt Hart fast keine Quellenangaben an.

Interessant ist noch, daß Heß bei seinem Flug nach Schottland 1941 fast in Lord Halifax' Schloßhof gelandet wäre, um mit ihm zu sprechen, natürlich ohne Erfolg.

Wilfried Heink


zu G. Rudolf, »Gutachter- und Urteilsschelte«, VffG 4(1) (2000), S. 33-50.

Drahtnetzsäulen

Daß die "Drahtnetzsäulen" an vier (1,3,5,7) der sieben das Dach tragenden (richtig: die Kellerdecke tragenden) (Stahlbeton-)Säulen befestigt gewesen seien, wie Prof. van Pelt behauptet (S. 38 Ihres Beitrages), ist baupraktisch äußerst unwahrscheinlich. Wären sie in Längsrichtung befestigt gewesen, dann hätte das korrespondierende Loch in der Decke jeweils die Stahlbewehrung des Mittelunterzuges, der die quer gespannte Decke getragen hat durchschnitten. Solch statischer Unsinn fällt keinem Statiker ein.

Wären sie in Querrichtung befestigt gewesen, so hätte die querliegende Deckenbewehrung "ausgewechselt", d.h. durch Zulageeisen neben den Löchern verstärkt werden müssen. Wegen der Spannungsspitzen für Zug-, Schub- und Scherspannungen hätte das genau geplant und auch bemessen werden müssen, so etwas wird wegen der Sicherheitsrisiken nicht "irgendwie" gelöst. Jedenfalls nicht so, daß man nachträglich ein Loch stemmt (und dabei die Betonstruktur auch in angrenzenden Bereichen zerrüttet) und die zutagetretenden Bewehrungsstäbe "einfach so", wie in der Natur erkennbar beläßt. Wie sollte man da je die "Drahtnetzsäulen" eingeführt haben?

Die Ausführungen des offensichtlich in Fragen der Baupraxis und der statischen Notwendigkeiten völlig ignoranten "Gutachters" van Pelt sind obsolet.

Der Mann hat auch an der Technischen Universität in Wien Vorlesungen über Auschwitz gehalten. Aber offenbar nur für handverlesene Antifaschisten und Gutmenschen. In der Öffentlichkeit ist das nur indirekt im nachhinein durch einen Bericht im Spektrum (Feuilleton der Presse) bekannt geworden.

Dipl.-Ing. W. Rademacher

Gasdiffusion in Wandputz

Verehrter Herr Rudolf!

Die Behauptung von Professor van Pelt/Professor Dr. Roth, der Cyanwasserstoff habe höchstens ein hundertstel Millimeter tief in den Putz der Gaskammern eindringen können, ist wahrhaftig ein dicker Hund (VffG 1/2000, S40 f). Ihr Hinweis auf den Augenschein in Auschwitz und Stutthof und die Veröffentlichung von Schwarz und Deckert in der Zeitschrift Hygiene und Infektionskrankheiten von 1927 ist überzeugend und wissenschaftlich völlig ausreichend. Es gibt aber noch ein anderes Werk über Gasdiffusion in Baustoffen, das leichter zugänglich ist als eine Zeitschrift von 1927 und das Zehntausenden von Architekten und Bauingenieuren vertraut ist und mit dem sie täglich umgehen müssen: DIN 4108 Teil 3 bis 5, wo die Wasserdampfdiffusion in Bauwerken behandelt wird. Die wichtigste Kennziffer für Baustoffe ist der so genannte Diffusionswiderstandskoeffizient, eine dimensionslose Zahl, die angibt, um wieviel langsamer die Diffusion durch einen bestimmten Baustoff vor sich geht als durch eine ruhende Luftschicht gleicher Dicke. Diese Zahl gilt für den Dampf der Blausäure ebenso wie für Wasserdampf oder irgend ein anderes Gas. Unter den etwa 100 Baustoffen, die in DIN 4108 Teil 4 aufgelistet sind, findet man für Kalk- und Zementputz einen Diffusionswiderstand von 15 bis 35, wobei der Widerstand mit dem Zementgehalt steigt, für Gipsputz von 10, für Ziegelmauerwerk von 5 bis 10, für Glaswollmatten von 1. Das heißt also, wenn ein Gas sich in ruhender Luft mit einer Geschwindigkeit von 1 cm pro Sekunde ausbreitet, dann braucht es 15 bis 25 Sekunden, um l cm tief in einen Kalk- oder Zementputz einzudringen, und 5 bis 10 Sekunden, um ebenso tief in Ziegelmauerwerk einzudringen. Und noch eine Zahl findet man in DIN 4108, die geeignet ist, die Größenordnungen zu veranschaulichen: wenn nach dem dort angegebenen Rechenverfahren innerhalb von 60 Tagen nicht mehr als 1 kg Wasserdampf pro Quadratmeter im Innern der Außenwand kondensieren, so gilt das als unbedenklich. Ein Quadratmeter Außenwand hat bei üblichen Konstruktionen eine Masse von 400 bis 1000 kg. Ein Kilo Kondensat entspricht dann 1 bis 2,5 Promille oder 1000 bis 2500 mg/kg. Unter welchem Druck muß der arme Professor Roth gestanden haben, um den Unsinn mit den 10 Mikrometer Eindringtiefe von sich zu geben! Oder hat er vielleicht mit Absicht diese völlig groteske Zahl genannt, um zunächst seinen Peinigern zu entgehen, aber in der Hoffnung, daß kein Fachmann sie ernst nehmen würde? Das wäre dieselbe Taktik, die Höss in seinem Geständnis angewandt hat, nur daß es dort 40 Jahre gedauert hat, bis jemand es wagte, seine Zahlen anzuzweifeln.

C.H.E.

Langzeitbeständigkeit von Eisenblau

Sehr geehrter Herr Rudolf!

Am 1. April 2000 brachte das dritte Programm des Bayrischen Fernsehens um 21.30 Uhr eine Sendung über den venezianischen Maler Antonio Canal (1697-1768), genannt Canaletto. Unter anderem wurde dort erwähnt, daß er für viele seiner Bilder Berliner Blau (=Eisenblau) verwendet hat, insbesondere zur Darstellung des blauen Himmels über Venedig. Diese Bilder dürften die ältesten datierbaren Objekte mit Berliner Blau sein. Sie waren in den 250 Jahren seit ihrer Entstehung zwar nicht dem sauren Regen ausgesetzt, aber doch einer Vielzahl von vergleichbaren Umwelteinflüssen: hohen und niedrigen Temperaturen, hoher und niedriger Luftfeuchtigkeit in zugigen venezianischen Palazzi oder englischen Landschlössern, dazu Schwefeldioxyd in hohen Konzentrationen, wie sie in mit Kohleöfen oder offenen Kaminen beheizten Räumen unvermeidlich sind, desgleichen dem in menschlichen Wohnungen ebenfalls unvermeidlichen Schwefelwasserstoff, der z.B. das Bleiweiß in alten Gemälden in Bleisulfid umwandelt und so das bekannte Nachdunkeln verursacht. Aber der blaue Himmel in Canalettos Bildern ist so strahlend wie am ersten Tag.

Dipl.-Ing. Wolfgang Faßbender


zu J. Graf, »Was geschah mit den ... Juden?«, VffG 4(2) (2000), S. 140-149

Hallo Germar,

ich hatte hier im Wohnheim jemanden getroffen, der war ursprünglich Pole, hat dann aber lange in der Sowjetunion gewohnt. Genauer in Minsk, Weißrußland. Da hab ich doch gleich mal gefragt (möglichst vorsichtig formuliert), ob er nicht etwas davon gehört hat, daß die Nazis Juden dahin deportiert hätten. Er meinte, ja da wären so einige hintransportiert worden, aber dann dort größtenteils erst von den Deutschen, und dann von Stalin getötet/weitertransportiert worden. So ist also doch etwas daran, an der 2. Babylonischen Gefangenschaft

Gruß A.S.


zu R. S. Levy, »Die beste, detaillierteste Kritik an Daniel Goldhagen«, VffG, 2(4) (1998), S. 318ff.

Ich kenne nicht die juristischen Grenzen bezüglich der Übersetzung und Ausstellung meines Artikels auf Ihrer Website: http://www.vho.org/VffG/1998/4/Buecher4.html#Levy. Aber ich bitte Sie, mich von der Liste Ihrer Autoren zu entfernen, die einen völlig falschen Eindruck davon gibt, wie Sie an meine Arbeit gelangten. Ich habe ihn nicht für Sie geschrieben. Ich verabscheue, was Sie darstellen, wie Sie zweifelllos wußten und wissen. Ihr Unternehmen hat nichts mit freier Forschung oder Wahrheit zu tun. Es hat mit Antisemitismus und kaltblütiger Verachtung menschlichen Leidens zu tun.

Entfernen Sie den Eintrag.

Richard S Levy, University of Illinois, Chicago
[email protected]

ANMERKUNG DER REDAKTION:

Die originale englische Fassung wurde von David Irving auf seiner Website veröffentlicht. Unsere Nachfrage, ob wir ihn auf deutsch publizieren können, beschied er positiv. Uns war damals weder die Anschrift noch die intolerante und unwissenschaftliche Einstellung von Herrn Levy bekannt.


zu C. Grieb, »Holocaust: Dieselmotorabgase ...«, VffG 1(3) (1997), S. 134-137

Verehrte Redaktion!

Das Thema ist durch die Veröffentlichungen von F. Berg (auch unter dem Pseudonym C. Grieb) und den Hinweis von Patrick Buchanan auf die Diesellokomotiven im Tunnel an sich erledigt. Aber vielleicht ist folgende Ergänzung noch interessant: Im Tunnel- und Stollenbau werden seit jeher normale Bagger, LKW und Ladegeräte mit Dieselmotoren verwendet, ohne daß man zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen greift und ohne daß jemals ein Vergiftungsfall bekannt geworden wäre. Ich lege einen Ausriß aus der Fachzeitschrift tis (5/2000, S. 14) mit einem Foto bei, auf dem gerade ein Liebherr-Bagger in einen engen Abwasserstollen einfährt. Zwischen den beiden Weltkriegen waren im Untertage-Bergbau überall auf der Welt Diesel-Lokomotiven das bevorzugte Transportmittel. In Deutschland gab es als Hersteller z.B. die "Ruhrthaler Transporttechnik GmbH", die "Bräutigam Bedia Lokomotivtechnik", die "Fritz Rensmann GmbH" und die "Gewerkschaft Schalker Eisenhütte". In Frankreich gab es einen Hersteller, dessen Namen mir leider entfallen ist, einige seiner Lokomotiven stehen auf dem Freigelände des Bergbaumuseums in Pelite-Roselle (Dpt. Moselle), die Dieselmotoren waren von Bernard. Natürlich gibt es in Bergwerken eine ausgeklügelte Frischluftversorgung, die so genannte Bewetterung, aber Betriebsstörungen kamen dabei immer wieder vor, und es dürfte auch Strecken gegeben haben, wo der Lokomotivführer die Abgase unverdünnt einatmen mußte. Aber in den Tausenden von Bergwerken mit Hunderttausenden von Beschäftigten hat es nie einen Vergiftungsfall durch Dieselabgase gegeben.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Ch. Z.


zu In Kürze: »Ermittlungsverfahren gegen jüdische Mörder eingestellt«, VffG 4(2) (2000), S. 236

Verehrte Redaktion!

Wie Sie richtig berichteten, sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wegen der nach Kriegsende erfolgten Verbrechen der jüdischen Nakam-Bande gegen deutsche Gefangene eingestellt worden, da »außergewöhnliche Umstände« und ein »Sonderfall« vorgelegen hätten. Diese Entscheidung ist völlig unverständlich. Diese schweren Verbrechen sind doch nach deutschem und internationalem Recht unverjährbar. Auch die Begründung für die Einstellung der Verfolgung ist ganz außergewöhnlich und widerspricht juristischen Diktionen. Der Tatbestand ist nachgewiesen und durch öffentliche Geständnisse der Täter erhärtet. Der Giftanschlag auf 12000 deutsche gefangene Soldaten und Funktionäre war eine heimtückische Tat und ein schweres Verbrechen. Bei der Überprüfung der US-Unterlagen und der damaligen Krankenhausaufzeichnungen, die die Hunderten von schwererkrankten Menschen behandelten, wird hervorgehen, wie viele nicht nur schwer erkrankten, sondern auch wie viele verstorben sind. Zeugen sollten doch vorhanden sein. Der Tod dieser vielen Menschen war ja der Wille der Täter! Soll das alles nicht verfolgt werden? Werden in Zukunft auch deutschen Tätern solche mildernden Umstände gewährt werden? Die Entscheidung bedarf daher einer Überprüfung, denn bei. uns darf es keine rechtsfreien Räume geben!

Werner Weinlein


zu R. Markert, »Massenmord an Deutschen...«, VffG 1(4) 1997, S. 285

Anfang September trafen sich in Cleveland/Ohio von Tito vertriebene und in den USA ansässige Donauschwaben. Bei einer feierlichen Totenehrung zum Gedenken an die Opfer der Kriege und der Unschuldigen, die ihr Leben lassen mußten, nur weil sie Deutsche waren, wurden Blumen an zehn Kreuzen niedergelegt. Auf jedem Kreuz war der Name eines Konzentrationslagers angebracht. Wer hat in Deutschland je ihre Namen vernommen? In Deutschland, wo man sich nur an den Holocaust in Auschwitz erinnert bzw. erinnern soll. In Titos Vernichtungslagern sind 250.000 Volksdeutsche umgebracht worden. Warum aber wird nur von Auschwitz gesprochen, die Namen Volporo, Molidorf, Gakowo, Jarek, Mitrovitza, Krudija, Baragan, Rudolfsgnad, Kruschiwl und eines Lagers in der Sowjetunion totgeschwiegen? Wenn der jüdische Professor Wolffsohn, der in München an der Bundeswehrakademie lehrt, von etwa 125.000 deutschen Juden spricht, die unter Hitlers Herrschaft ihr Leben verloren haben, ist es wohl an der Zeit, den Holocaust an den 250.000 Deutschen nach Kriegsende ins Gedächtnis zurückzurufen! Die Totenehrung in Cleveland bewies außerdem, wie Deutsche denken, die nicht über Jahrzehnte wie in der Bundesrepublik einer Gehirnwäsche unterworfen wurden.


zu Harm Menkens, »Ein jüdischer Prophet...«, VffG 4(1) (2000), S. 105-107.

Lieber Germar!

Mit Entsetzen fand ich in Deinen Vierteljahresheften einen Angriff auf meine Person, der einer Fälschung von Zeitgeschichte gleichkommt. Es wurde der Anschein erweckt, als ob ich - wissend, daß der Lühe-Verlag die Rechte für das Shahak-Buch habe, in der Absicht Schaden zuzufügen, das Buch dennoch herausgegeben hätte. Ich kann nachweisen, daß, als sich meine Freunde und ich um eine Legalisierung der deutschen Ausgabe, soweit sie sich in unserem Besitz befand, bemühten, die Rechte für eine solche noch nicht vergeben waren. Ich vermute, daß Herr Menkens die Rechte erst Monate oder gar Jahre später erwarb. Obwohl ich die Angelegenheit vor langer Zeit in einem freundschaftlichen Telefonat geklärt zu haben meinte und obwohl ich in Halt für die Übersetzung des Lühe-Verlages warb und dieselbe als die einzig legale Übersetzung bezeichnete, gehen die unqualifizierten Angriffe weiter. Nun gar in einer der Wissenschaftlichkeit, also der Wahrheitsliebe verpflichteten Schrift. Ich bin sicher, daß Du nicht schuldig bist an diesem Akt von Zeitgeschichtsfälschung und möchte Dir deshalb die Gelegenheit geben, mit Deinen Worten und in angemessener Form und Größe in der nächsten Folge eine Ehrenerklärung und Richtigstellung zu veröffentlichen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerd Honsik

ANMERKUNG DER REDAKTION

Nach Prüfung des Sachverhalts müssen wir uns bei Herrn Honsik, Herrn Christophersen ehrenden Angedenkens und natürlich bei unseren Lesern entschuldigen. Die auf S. 107 von VffG 1/2000 erschienene, hier kritisierte Meldung war Teil des Beitrages von Harm Menkens, Eigentümer des Lühe-Verlages. Wir haben es leider versäumt, die dort aufgestellten Behauptungen zu verifizieren. Wir stellen daher klar:

a) Das Buch Der Juden Götterglaube und Geschichte wurde von Thies Christophersen kurz vor seinem Tode herausgebracht und später u.a. von Herrn Honsik vertrieben;

b) Herr Christophersen hat sich redlich um die Rechte bemüht, sie jedoch nicht erhalten; auf Intervention von Pluto Press, dem Eigentümer der englischen Rechte, hat Herr Honsik den Vertrieb sofort eingestellt;

c) Der Lühe Verlag bekam die Rechte zu dem Buch wahrscheinlich erst, nachdem der Vertrieb durch Honsik bereits eingestellt war, wußte bei Vertragsabschluß also (oder konnte wissen), daß der deutsche Markt bereits teilweise mit dem Buch beliefert worden war.

Germar Rudolf


zu J. Nugent, »Wer waren die wirklichen Ureinwohner Amerikas?«, VffG 3(4) (1999), S. 386-390.

Sehr geehrter Herr Germar Rudolf!

Ich möchte zu diesem aufschlußreichen Artikel Stellung nehmen. Zur auf Seite 386 genannten »Clovis-Speerspitze« liest man in der Enzyklopädie der Archäologie (Bergisch Gladbach 1980), es handele sich um steinzeitliche Jagdwaffen aus der Zeit um »9220 v. Chr.«, was genau zu dem Kennewick-Fund paßt, aber für europäische Leser erklärt gehörte. Wenn man hier nachschlägt, findet man »Clovis = Chlodwig«. Außerdem mußte der in Amerika noch immer gebräuchliche Name "kaukasische Rasse", der von dem in Göttingen lehrenden Naturforscher Johann Friedrich Blumenbach 1775 geprägt wurde, und den europäisch-südasiatischen Rassekreis bezeichnete, in die dafür bei uns gebräuchliche Bezeichnung "europid" oder in unserm eindeutigen Fall in "nordisch" umgewandelt werden. Bezeichnend für diese Unkenntnis der Begriffe ist ein Artikel im Wiener Kurier vom 11.7.2000 (s. Abb.), wo die Autorin selbst mit dem Namen "Kaukasier" nicht umzugehen versteht und daher auch damit einen falschen Eindruck hervorruft. Vom Vorgehen der amerikanischen Regierung, der Beschlagnahme des Fundes, schreibt sie zwar nichts, scheint es aber mit ihrer Bemerkung anzudeuten, daß es sich bei diesen Besiedlungstheorien weniger um eine wissenschaftliche als um eine politische Angelegenheit handeln dürfte. Mit der Zugabe einer »versteckten Renaissance der Ariermentalität« meinte sie sich auf ihrem "gefährlichen" Weg unbedingt wieder in die Reihe der "Gutmenschen" einreihen zu müssen. Auf den naheliegenden Gedanken des Nebeneinanders der Europäer und Indianer in ältesten Zeiten kam Frau Mauthner-Weber unverständlicherweise nicht. Suum cuique sagten schon die alten Römer.

Mit weiterhin besten Wünschen für Ihre hervorragende Zeitschrift und freundlichen Kärntnergrüßen

Ing. Rudolf Czeppan


zu H.-J. Witzsch, »Fremdarbeiter im Dritten Reich«, VffG 3(4) (1999), S. 363-372

»Zwangsarbeiter im Konzentrationslager Mittelbau-Dora mussten die V 2-Raketen zusammenbauen. Das Foto entstand 1944« Rothenbuger Kreiszeitung, 23.5.2000

Lieber Herr Rudolf,

Hin und wieder stellen sich gewissen Leute selbst ein Bein. Dann kommt die Wahrheit ans Tageslicht. Der beigefügten Ausschnitt der Rotheburger Kreiszeitung vom 23.5.2000 belegt es. Ein Bekannter von mir kommentierte dieses Bild mit den Worten:

»Die KZler hatten es jedenfalls besser gehabt als die Soldaten an der Front.«

In Verbundenheit Ihr

Friedrich Brunner


zu G. Rudolf, »Von der Angst ...«, VffG 4(2) (2000), S. 122ff.

Sehr geehrter Herr Rudolf,

in den VffG 2/2000 werden auf Seite 123 von Kaiser Wilhelm II. die Worte zitiert:

»Wir Deutsche fürchten Gott...«

Das ist ein Irrtum. Der Ausspruch stammt von Bismarck und wurde gesagt in seiner Rede im Reichstag am 6. Februar 1888. Vorbild war für Bismarck wahrscheinlich das Zitat aus dem Drama von Racine Athalie:

»Je crains Dieu, cher Abner, et n'ai point d'autre crainte.«

Mit freundlichen Grüßen

Georg Schrader


R. H. Countess, »Die Implementierung einer neuen Weltreligion«, VffG 4(2) (2000), S. 194-198

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie fordern den Leser auf, wenn wir einen Fehler finden, dies mitzuteilen. Dadurch sehe ich mich ermutigt, eine kurze Bemerkung zum folgenden Artikel zu machen. Es geht um folgende Passage:

»Etwas später sprach ich mit der liebenswürdigen und graziösen Renee Firestone, jetzt wohnhaft in Beverly Hills, die in jenem Teil der Tschechoslowakei geboren wurde, der später von Ungarn annektiert wurde.«

Dieser Text hört sich an, als ob der Verfasser, Robert H. Countess, Ph.D., auch der Ansicht wäre, daß Ungarn diese Gebiete annektiert hat. Die Wahrheit demgegenüber ist, daß nach dem Zerfall der Tschechoslowakei Ungarn und die Slowakei, beide Verbündete Deutschlands, sich im ersten Wiener Schiedspruch geeinigt haben, daß die Gebiete, die überwiegend von Ungarn bewohnt sind, wieder zu Ungarn kommen. Es dürfte Ihnen bekannt sein, daß im Trianon-Vertrag nach dem Ersten Weltkrieg 67% des Territoriums Ungarns unter den Verbündeten der Siegermächte verteilt wurde. Ein Teil dieser Gebiete war eindeutig mehrheitlich von den Nationen bevölkert, denen diese Gebiete zuerkannt wurden. Daneben kamen aber große Gebiete mit nahezu 100% ungarischer Bevölkerung unter Fremdherrschaft. Dies wurde in den ersten und zweiten Wiener Schiedssprüchen einigermaßen korrigiert. Dies eine Annektierung zu nennen, ist eine Übertreibung.

Nebenbei gesagt, Ungarn war bis zur deutschen Besatzung im Frühjahr 1944 das Judenparadies Europas. Den Juden in den zurückgekehrten, vorher tschechoslowakischen Gebieten ging es besser als in der Slowakei von Tiso. Die Zeitgenossen von Admiral Horthy bewunderten ihn, wie er es wagt, sich für die Juden gegen Hitler einzusetzen. Daß dies heute von den Juden totgeschwiegen wird, und wir genauso unter der Holocaustkeule zu leiden haben, alle möglichen Gutmachungen zu zahlen und Holocaust-Denkmäler zu errichten haben, ist eine andere Geschichte.

Ich bin selbst kein Historiker, ihre Webseite ist die spannendste Lektüre seit Jahrzehnten für mich.

Gruß

Király Tamás, Szeged


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 4(3&4) (2000), S. 447-456.


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